Rudolf Steiner - Erziehungskunst III
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D.: Ich will vorausschicken, dass ich für ratsam halte, das sanguinische Kind straff vor sich zu setzen und dauernd in der Blickrichtung zu halten, während für die melancholischen Kinder möglichst eine behagliche, gemütliche Stimmung zu erzeugen ist.
Rudolf Steiner: Sehr gut bemerkt.
D. erzählt das Märchen vom »Meerkätzchen« zunächst in der Fassung für das sanguinische und dann für das melancholische Kind und bemerkt dazu, dass die melancholischen Kinder nicht viel Trauriges erzählt haben wollen.
Rudolf Steiner: So etwas kann man berücksichtigen. Aber die Kontrastierung war gut. Nun würde ich meinen, dass noch übergegangen werden muss auf die Art, wie man das nun nach einiger Zeit weiter behandelt. Ich würde am nächsten Tage oder am darauffolgenden Tage nicht das Kind bestimmen, das erzählen soll, sondern ich würde sagen (lebhaft): »Jetzt merkt ihr euch das! Ihr könnt euch wählen, welches ihr euch merken wollt, um es selbst zu erzählen!« Am nächsten oder zweitnächsten Tag würde ich das Kind sich melden lassen.
G. erzählt das Märchen vom »Similiberg« in beiden Fassungen.
Rudolf Steiner: Nicht wahr, Sie haben doch alle das Gefühl, dass solch eine Sache auf verschiedene Weise gemacht werden kann. Nun ist es wirklich von einer großen Bedeutung, dass man sich gerade, wenn man als Lehrer wirken will, die unnötige Kritisiererei abgewöhnt; dass man als Lehrer ein starkes Gefühl dafür entwickelt, dass man sich bewusst wird, es kommt schließlich nicht darauf an, dass man immer auf etwas, was getan wird, etwas Besseres daraufsetzen muss. Eine Sache kann in mannigfaltiger Weise gut sein. Deshalb würde ich es auch für gut halten, wenn dieses hier Vorgebrachte als etwas betrachtet würde, was durchaus so ausgeführt werden kann, wie wir es gehört haben. Ich möchte aber etwas anderes daran knüpfen. Bei allen drei Erzählungen glaube ich eines bemerkt zu haben: das ist, dass immer die erste Fassung auch in ihrer Zielsetzung die bessere war. Was haben Sie, Fräulein A., in Ihrer Seele zuerst ausgebildet, was haben Sie gefühlt, dass Sie besser machen würden?
Es wird festgestellt, dass die zuerst von Fräulein A. in der Seele ausgebildete Fassung die für das melancholische Temperament war, und dass diese die bessere war.
Rudolf Steiner: Nun möchte ich empfehlen: arbeiten Sie alle drei auch noch die Fassung für das phlegmatische Kind aus. Das ist von großer Bedeutung für das Stilgemäße der Form. Aber ich bitte Sie, versuchen Sie, womöglich diese Fassung sich heute noch auszuarbeiten, provisorisch, dann darüber zu schlafen und die endgültige Fassung morgen zu beschließen. Es ist eine Erfahrung, dass man, wenn man so etwas machen will, das Umgestaltete nur aus einem anderen Geiste heraus bekommt, wenn man es nach Vorbereitung durch den Schlaf hindurchgehen lässt. Bringen Sie uns am Montag eine Umgestaltung ins Phlegmatische, die Sie aber, bevor Sie die endgültige Ausgestaltung vornehmen, vorbereiten. Das ist ja möglich, weil der Sonntag dazwischen liegt.
E. zeigt eine Zeichnung vor, ein Motiv in Blau-Gelb für ein melancholisches Kind.
Rudolf Steiner zeichnet dazu dasselbe Motiv in Grün-Rot für ein sanguinisches Kind. Da kann man zu den Kindern sprechen: »Das Blau-Gelbe schaut man am besten am Abend an, wenn es dunkel wird, vor dem Einschlafen. Das nehmt ihr auch herein in euren Schlaf, denn das ist die Farbe, womit ihr vor Gott erscheinen könnt. – Das Grün-Rote nehmt ihr vor morgens beim Erwachen, damit könnt ihr nach dem Erwachen leben. An dem erfreut euch den ganzen Tag!«
Nun zeigt E. eine Zeichnung vor für ein sanguinisches Kind, Rot auf weißem Grund.
Rudolf Steiner zeichnet dasselbe Motiv für ein melancholisches Kind, lang und schlank, Blau auf schwarzem Grund. Die frech vorragende Form heißt er »Kickerling«. Beim melancholischen Motiv zieht sie sich einwärts. Nun, sehen Sie, das würde ein solcher Gegensatz sein, dass Sie mehr die Farben benützen würden, um auf das eine Kind und auf das andere zu wirken. Sie müssten doch motivieren, dass Sie zweimal dieselbe Sache vorbringen. Was würden Sie zu den Kindern sagen?
E.: Ich würde fragen, welches ihnen besser gefällt.
Rudolf Steiner: Da würden Sie Ihre eigenen Erfahrungen machen! Das sanguinische Kind würden Sie erkennen an seiner Freude an diesem Farbenkontrast. Natürlich, solche einfache Formen, die sollte man nicht versäumen, für Kinder wirklich zu pflegen.
T. empfiehlt für den Choleriker Formen, die nach außen spitz sind, zum Beispiel

umzuwandeln in etwas Geschlossenes

oder

umzuwandeln in

Für den Phlegmatiker empfiehlt er den umgekehrten Weg: Vom Kreis auszugehen und Figuren einzeichnen zu lassen, oder den Kreis in irgendeiner Weise zu zerschneiden.

Rudolf Steiner: Ich würde nun beim phlegmatischen Kinde für diese Methode noch das Folgende anwenden. Ich würde sagen: »Nun sieh einmal, das ist ein Kreis: Nicht wahr, den magst du ganz gerne haben! Aber ich werde dir noch etwas anderes machen: Sieh einmal, ich nehme einfach diese Sachen weg, den Rand, jetzt ist es erst richtig: Du musst dir angewöhnen, nicht alles mögliche durcheinander zu machen. Versuche das Gleiche von Anfang an zu machen.« Durch Zeichnen und Auslöschen ist das phlegmatische Kind aus seinem Phlegma herauszureißen. Nun würde ich Sie bitten, dieselbe Methode des Beschlafens anzuwenden, und Frau E. bitten, dasselbe Motiv auch für andere Temperamente auszuarbeiten.

M. beschreibt einen Gorilla in zweierlei Fassung.
Rudolf Steiner: Es ist natürlich nichts dagegen einzuwenden, dass man auch erfindet, ohne dass man sich anlehnt an bestimmte Naturforscher, von denen man sich zwar anregen lassen kann. Ich möchte Sie jedoch bitten, einen größeren Kontakt mit den Schülern bei einer solchen Erzählung hervorzurufen. Es würde möglich sein, auch eine lange Erzählung zu verwenden und Eindruck damit zu machen. Aber Sie müssten nicht in sich versunken sein, sondern mehr in Kontakt mit den Schülern stehen. Wenn Sie es so versunken machen, konnten Sie den Kontakt vielleicht verlieren.
L. schildert das Pferd für phlegmatische und cholerische Kinder.
Rudolf Steiner: Bei Tierbeschreibungen wird es nun aber ganz besonders wichtig sein, dass wir in jeder Einzelheit besonders ins Auge fassen, dass der Mensch eigentlich das ganze Tierreich ist. Das ausgebreitete Tierreich ist der Mensch. Nicht wahr, solche Ideen kann man den Kindern nicht theoretisch beibringen. Das soll man auch nicht. Aber nehmen wir an, jemand sollte die Sache ausführen, die Herr L. angeschlagen hat, aber den Unterschied machen zwischen Phlegmatiker- und Cholerikergruppe. Die Phlegmatischen werden wenig leicht erfassbar sein. Und es wird das nicht leicht haften, was Sie mit ihnen durchnehmen über ein bekanntes Tier. Sie haben das Pferd oft gesehen, haben daher nur wenig Interesse dafür. Solche Dinge sollen aber haften. Da würde ich zu den phlegmatischen Kindern sagen: »Seht einmal, wie unterscheidet ihr euch denn eigentlich von einem Pferde? Wir wollen nur kleine Unterschiede nehmen. Nicht wahr, ihr habt alle einen solchen Fuß: Da sind die Zehen, da ist die Ferse, da ist der Mittelfuß. Das ist euer Fuß. Jetzt seht euch einmal den Pferdefuß an: Das ist der Hinterfuß vom Pferde. Wo sind die Zehen? Wo ist die Ferse und wo ist der Mittelfuß? Bei euch ist dann weiter herauf das Knie. Wo ist das Knie beim Pferde? Da seht einmal: Da sind die Zehen, die Ferse ist da ganz oben, das Knie ist da noch weiter oben. Da ist das ganz anders. Nun stellt euch einmal vor, wie anders so ein Pferdefuß aussieht als euer Fuß!« Das wird das phlegmatische Kind in Spannung versetzen, und es wird das schon behalten. Bei dem cholerischen Kinde würde ich eine Geschichte erzählen, wie das Kind ganz draußen ein Pferd findet im Walde. Das Pferd läuft, weit hinten läuft der Mann, dem es durchgegangen ist, nach, und das Kind muss das Pferd abfangen beim Zügel. Wenn ich weiß, dass ich ein cholerisches Kind habe, kann ich versuchen, ihm das beizubringen, wie es das machen soll, wie es die Zügel erfasst. Es in die Phantasie zu versetzen, wie es das Pferd abfängt, das ist sehr gut. Auch das cholerische Kind hat im geheimen etwas Angst vor dieser Prozedur, aber man kommt einem cholerischen Temperament entgegen, wenn man ihm zumutet, das zu tun. Es wird dann etwas beschämt sein, etwas bescheidener.
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