Michael Lindner - Der Fluch
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Nuii hockte indessen am Balkon und ahnte nichts davon, wie sehr sich Robin um ihn sorgte. Er war nicht mit ihm mitgekommen, weil in seinem Inneren schwarze Gewitterwolken aufgezogen waren. Der Grund dafür waren die Männer, die ihm heute nachgestellt hatten und die ihm, wäre Robin nicht gewesen, das Leben genommen hätten. Von Minute zu Minute wuchs in ihm der Hass gegen diese Männer, die ihm wohlbekannt waren und die er, wie ihm jetzt immer klarer wurde, töten wollte, um jeden Preis. Er überlegte scharf, wie er das am besten anstellen konnte und welches der richtige Weg wäre, es zu tun. „Es war der einzige Weg für ihn und wohl auch der einzige für Layla, sie ein für alle Mal aus ihren Fängen zu befreien“, war er sich sicher.
Er dachte angestrengt nach und bald kam er auf eine Idee. Noch wollte er Robin nichts davon sagen. Er musste erst Vorkehrungen treffen, Vorkehrungen, um die Männer in die Falle zu locken. Wenn er diese Männer tötete und Layla die Freiheit zurückgab, dann wäre seine Aufgabe erledigt, wusste er. Er liebte Layla und es gab nur diese eine Chance. Mit diesen Gedanken schwang er sich auf, ergriff in Windeseile den Holzpfosten, schlang seine Arme darum, kletterte daran hinunter und verschwand in der Dunkelheit.
2
Als Robin eingeschlafen war, begann er gleich darauf zu träumen. Er träumte vom Haus. Es war Abend und er ging darauf zu. Schon von der Ferne sah er das Blitzen der Fenster. Er blickte zum Balkon hinauf. Sattgrüne Sprossen rankten sich an der Brüstung entlang, umwickelten sie. Sie trugen Blüten in dunkelgelb und rosa und in blassem Rot. Schwer hingen die Köpfe über den Vorbau, ihr Stiel wand sich in enger Drehung an den Stützen hinauf, dick, wie die ovalen Blätter, mit zartgrünen Enden, inmitten rot schimmernder Blumen. An jedem der Pfeiler, auch in den Verstrebungen unter dem Dach, baumelten bündelweise Knäuel von bunten Blättern. Er träumte, er spazierte darunter hindurch, dem Eingang entgegen, öffnete die Türe und trat ein. Hohe Bilder, schwach beleuchtet vom Abendlicht, das durch die Fenster fiel, schmückten die Wände. Seine Augen streiften darüber. Männer mit strengen Ausdrücken, gekleidet in Gehröcke und Beinkleider, schauten ernst zu ihm herab. Dazwischen, in den Zwischenräumen der Rahmen, prangten goldene Leuchter, reich bestückt mit spitzen weißen Kerzen. Auf einmal hörte er Stimmen. Sie kamen von oben. Er wandte sich um, hin zu der großen Treppe und betrat das hölzerne Podest. Es knarrte und quietschte unter seinem Gewicht.
Er blieb einen Augenblick stehen, an eine der kunstvoll geschwungenen Säulen des Geländers gelehnt und horchte. Aus einem Zimmer im oberen Stockwerk kamen Geräusche von klirrendem Besteck, Gabeln oder Löffel, die an Porzellanteller stießen. Abwechselnd sprachen ein Mann und eine Frau in aufgeregter Unterhaltung miteinander. Ihre Worte konnte er nicht verstehen. Er stieg hinauf bis zum Treppenabsatz im ersten Stock. Aus einer Tür, die einen Spalt breit offenstand, fiel der schmale Lichtstrahl der Abendsonne und erhellte spärlich den langen Korridor. Durch den fahlen Schein und die darin tanzenden Staubteilchen hindurch in das dahinterliegende Zimmer blickend, erkannte er einen weißen, mit kleinen Figürchen und Muscheln besetzten Kachelofen. Dahinter ragte die massive Platte eines Tisches aus Mahagoniholz hervor. Stimmen drangen heraus.
„Fräulein Dietrich, dieses Stück hier! Das finde ich ja geradezu grandios. Lassen Sie mich doch mal sehen!“
Darauf die Stimme der Frau: „Aber natürlich Johan! Beachten Sie nur den unübertrefflich geschwungenen Saugrüssel!“
Es folgte lautes Scheppern von Tassen, dann wurde irgendetwas geredet, das er nicht verstand, daraufhin war eine weitere Männerstimme zu hören.
„Wie bemerkenswert, ein wunderschönes Exemplar. Und diese Augen! Sind das Augen?“
„Augen, aber ich bitte Sie. Das ist eine der Lippen! Und sehen Sie nur, daran anschließend das gehörnte Kopfschild.“
Dann verstummte das Gespräch. Er stand auf, ging zur Tür und lugte mit klopfendem Herzen in das Innere des Raumes. Er war riesig, hell weiß gekalkt und an der Decke hing ein Kronleuchter mit geschliffenen, blauen Glassteinen. In der Mitte der monströsen Tafel, die sich über die gesamte Länge des Raumes erstreckte, bis an die gegenüberliegende Fensterfront, die zur Veranda führte, saß ein Mann mit Schnurrbart, flankiert von zwei weiteren, etwas jüngeren Herren, gegenüber einer Dame mit grauem, zu einem Zopf zusammengebundenem Haar. Sie umfasste einen Gegenstand aus Holz mit beiden Händen und hielt ihn den Männern vorgestreckt zur Ansicht hin. Sie beugten interessiert die Köpfe darüber und murmelten einander zu.
Er schob sich leise in den Raum. Der Fußboden knarrte. Die am Tisch Sitzenden blickten kurz zu ihm auf und führten, von seiner Anwesenheit völlig ungerührt, das Gespräch weiter, selbst als er bereits hinter ihnen stand und über ihre Schultern auf ein dunkles Holzkästchen blickte. Darin lagen, von einer Glaswand geschützt, auf mehrere Behälter verteilt, kleinere und größere Insekten, Schmetterlinge in den verschiedensten Farben und noch etwas, das aussah wie eine Larve.
„Ich glaube“, sagte Johan in lautem Ton, „ich glaube, wir sollten unserem Gast einen Platz anbieten.“ Als er aufstand, und ihm breit grinsend sein Gesicht zuwandte, wich Robin erschrocken zurück.
Unter seiner Oberlippe kroch ein schwarzer, schmaler Käfer hervor, streckte tastend seine beweglichen Fühler über die gelblichen Schneidezähne, krabbelte darüber hinweg, kopfüber in seinen Mund hinein, worauf Johan, nachdem er sich blitzschnell die lange Weste aus gelbgrüner Seide aufgeknöpft, in die Taschen seiner mit Hosenträgern hoch gehaltenen, hellen Hose gegriffen, ein weißes Stofftuch herausgefischt, es umständlich zum Mund gehalten, das Tier herauf gewürgt, hinein gespien, darin eingewickelt und wieder in die Tasche zurück gesteckt hatte, freundlich sagte: „Wollen sie sich nicht setzen!“
Robin nahm Platz auf einem der Stühle. Er hatte sich noch nicht einmal hingesetzt, als die Dame von gegenüber aufstand, wortlos ihr Kästchen nahm und zur Türe hinausging. Er folgte ihr mit seinem Blick, da schnippte Johan mit dem Finger und aus dem Schatten in der Ecke des elfenbeinfarbigen Salonofens trat ein Mann, gekleidet im tadellosen, zweireihig geknöpften Frack mit heller Hose und einem Gesicht, so schwarz wie Ebenholz. Er trug ein silbernes Tablett, beladen mit allerlei exotischen Früchten und eilte geschäftig herbei.
„Bringt diesem Herrn etwas zu trinken. Rasch!“ befahl Johan mit ernster Miene. Er hatte seine Worte gar nicht fertig gesprochen, da zog einer der neben ihm sitzenden jungen Herren eine zusammengefaltete, weiße Landschaftskarte aus einer schwarzen Aktentasche und breitete sie vor ihm aus.
„Sehr schön Grässe, hervorragende Arbeit!“ lobte ihn Johan, fuhr mit dem Zeigefinger eine der eingezeichneten Linien entlang und tippte schließlich auf einen Punkt, worunter der Name „Moutua“ geschrieben stand.
„Hier“, intonierte er in gewichtigem Ton zu Robin gewandt, „hier liegt unser zukünftiger Handelshafen, nicht wahr, mein lieber Soloman?“
„Jawohl verehrter Herr!“ Der Angesprochene nickte kurz und die Bartstoppeln auf seinem Kinn kratzten mit jeder Bewegung des Kopfes an seinem mit Fischbeinstäbchen versteiften Hemdkragen, unter dem ein schwarzes, aufgeplustertes Satinhalstuch steckte. Gleich danach stand er wie auf ein geheimes Signal hin auf, schlug wie ein Soldat die Hacken zusammen und verließ geräuschlos den Raum. Der andere Herr mit kurzem, legerem Hemd und abgegriffener Kapitänsmütze, nahm auf einen scharfen Blick des Alten hin die Aktentasche zur Hand und fegte ihm geschmeidigen Schrittes hinterher.
Robin saß nunmehr mit ihm alleine am Tisch. Der Diener ließ sich nicht wieder blicken und im selben Augenblick der geräuschvoll ins Schloss fallenden Türe, schlug Johan die Karte zusammen, erhob sich und lotste ihn mit fächelnder Handbewegung auf den Balkon hinaus. Die orangerote Sonne versank soeben am Horizont, und tauchte die in der Ferne liegende Bucht in ein samtweiches Abendrot, als er mit der linken Hand, dicht an Robins Nase vorbei, auf ein, neben dem weit draußen gelegenen Strand, deutlich sichtbares, schmales Waldstück zeigte. „Dort, mein verehrter Herr, liegt Moutua, genießen Sie die letzten Augenblicke!“ Mit diesen Worten ließ er ihn stehen und verschwand im Inneren des Zimmers.
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