Michael Lindner - Der Fluch

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"Der Fluch" ist die Geschichte eines Mannes, der beschlossen hat, alles hinter sich zu lassen. Fernab der Zivilisation, auf einer traumhaften Insel in der Südsee, will er sich ein neues Leben aufbauen. Doch die Dinge kommen anders. Anders, als man es je vermuten könnte.

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Nuii schritt voran. Die Planken knarrten unter jedem seiner Schritte. Er vermied es, sich am wackeligen Geländer zu stützen und hielt die Fackel hoch in der rechten Hand. Robin folgte ihm. Er betrachtete aufmerksam den Boden unter seinen Füßen, um nur ja nirgendwo durchzubrechen. Im Schein des Feuers flackerten die alten Verstrebungen in den Fenstern auf. Sie waren teilweise komplett vermodert und zerfressen vom salzigen Meereswind. Knapp unterhalb der Decke war eine Stelle, wo sie ganz fehlten und wo auch das Glas beschädigt war.

Die schmale Mondsichel stand blass am Himmel und es umfing die beiden ein Gefühl von prickelnder Spannung. Aus irgendeinem Grund hatte Robin nun keine Angst mehr, die Treppe würde nicht halten. Er folgte Nuii nach, mit einem etwas mulmigen Gefühl. Oben am Treppenabsatz führte ein Gang in beide Richtungen und an der dem Aufgang gegenüberliegenden Seite war eine verschlossene Tür. Ohne zu fragen, ging Nuii nach links in einen längeren Korridor, wo sich Eingang an Eingang reihte, bis zu einer Tür am Ende des Flurs, die offenstand und durch die der blasse Mondschein fiel.

Robin kannte den Weg. Er hatte sämtliche Räume betreten. Er kannte sie alle, eingeschlossen die des riesigen Dachbodens, wohin man über die Treppe auf der anderen Seite des Ganges gelangte, von wo sie gerade links abgebogen waren.

Sie traten ein in einen hohen Raum, an dessen Wand ein stark gebauter, mit vielerlei hölzernen Segmenten verzierter Schrank stand, der zu beiden Seiten mit zwei schwarzen, eindrucksvoll gewundenen Säulen versehen war, die sich von der oberen Kante bis zum Boden schlängelten. Nuii steuerte daran vorbei, dorthin wo sich der Ausgang zum Balkon befand, der direkt über der Veranda lag. Die Tür ließ sich leicht öffnen, sie quietschte ein wenig und scharrte am Holzboden. Er trat hinaus, ein wenig zögerlich setzte er zunächst einen Fuß vor den anderen. Er prüfte, ob die Vorrichtung hielt und stand schließlich draußen im Freien, ohne das Geländer zu berühren.

Als Robin das sah, wurde ihm ein wenig schwindelig, wusste er doch um die Beschaffenheit der Holzpfeiler und der Träger. „Komm zurück!“ rief er ihm zu, doch Nuii ging weiter. Er beschwichtigte ihn: „Hier ist alles okay, kein Problem. Komm heraus. Nur keine Angst.“

Als der Feuerschein schon ein Stück weit weg war, trat auch Robin auf den Balkon. Er wollte nicht alleine im Dunkeln bleiben. Mit wild schlagendem Herzen tastete er sich vorsichtig voran, bis er ihn wieder erreichte. Er war jetzt da, wo der Balkon in flachem Winkel schräg nach hinten zur Rückseite verlief. Er konnte es an den Streben erkennen, die hier in zweifacher Ausführung vorhanden waren. „Hier ist ein sicherer Ort zum Stehen“, dachte er.

Aber Nuii zwängte die Fackel in den Spalt der Pfeiler und ging weiter den Balkon entlang in die Dunkelheit. Es kam noch eine weitere Biegung des Geländers. Robin war sich gewiss.

„Würde er so weit gehen? Was hatte er vor?“

„Ich bleibe hier“, rief er ihm zu. Da erreichte ihn seine Stimme wie zuvor:

„Komm weiter. Ich bin da!“ Robin griff an den Rahmen des Fensters von einem der dahinterliegenden Räume mit den verschlossenen Türen. Er hielt sich vorsichtig daran fest, als wäre ein Abgrund vor ihm, als stünde er auf einem ausgesetzten Gipfelgrad. Mit dem Rücken zur Hauswand schob er sich entlang, solange bis er Nuii an seiner Seite fühlte und sie Schulter an Schulter nebeneinanderstanden.

„Was machst du da?“ flüsterte er mit zitternder Stimme.

„Da schau!“

Robin schaute. „Ja, was? Es ist finster.“

„Du musst genau schauen!“ sagte Nuii ruhig.

Robin strengte sich an, aber er war noch immer aufgeregt und es fiel ihm deshalb schwer. Doch plötzlich sah er etwas draußen auf der großen, schwarzen Fläche. „Ein Licht ist dort! Meinst du das Licht?“

Nuii schwieg. Eine friedliche Stille ging von ihm aus und seine Worte klangen fast feierlich: „Dort, wo das Feuer ist, ist mein Stamm. Dort bin ich geboren.“

Robin kannte die große Insel, die der ihrigen vorgelagert mitten im offenen Meer lag, doch noch niemals hatte er irgendwelche Anzeichen von Menschen darauf entdeckt, auch nicht als er sie vom Berg aus betrachtete. „Wahrscheinlich ist der Berg zu weit davon entfernt“, dachte er. „Oder vielleicht hätte er es sogar sehen können, ganz schwach vielleicht.“

„Schön“, flüsterte Robin. „Kannst du nicht mehr zurück?“ fragte er ihn mit leiser Stimme.

„Nein“, sagte Nuii. „Ich bin hier wegen Layla.“

„Wegen ihr wollten sie dich töten?“ fragte Robin. Er sah weiter auf den winzigen Lichtschein in der Ferne.

„Layla war mit einem einflussreichen Mann verheiratet. Er ist ein großer Krieger. Ein grausamer Mann. Layla wollte ihn nicht.“ antwortete Nuii.

„Sie wollte zu mir!“

„Liebst du sie sosehr?“ fragte Robin weiter.

„Ja“, sagte er. „Ich habe meine Frau verlassen, nur um mit ihr zusammen zu sein.“

Robins Gefühl kam wieder zurück. Es kam ihm bekannt vor, was Nuii ihm erzählte. Nach einer Weile sagte er leise: „Ich habe auch meine Frau verlassen. Wir haben ein Kind gemeinsam.“

„Aber warum kommst du hierher, so weit weg?“

„Ich habe sie betrogen mit einer anderen“, sagte er fast lautlos. „Irgendwann hat sie es erfahren.“

„Aber warum bist du weggegangen? Konntest du nicht dortbleiben?“

„Sie wollte mich nicht mehr sehen, aber ich konnte nicht mehr ohne sie leben. Ich hielt es einfach nicht aus.“

„Das Kind“, sagte er, „das Kind konnte ich auch nicht sehen. Also fuhr ich.“

„Du bist so weit gefahren? Von Europa hierher? Du bist ein großer Seemann!“

Robin musste lachen. Aber sein Lachen klang seltsam. Es verhallte in der Stille der Nacht.

„Nein“, sagte er dann, „ich bin gar kein Seemann, ich kenne mich aus mit dem Segeln. Ich war zuerst in Australien. Da habe ich ein Boot gechartert.“ Er wusste nicht, wie er ihm das alles erklären sollte.

„Gechartert?“ fragte Nuii.

„Ja, gemietet, ausgeborgt!“ Robin wollte nicht zugeben, dass er das Boot gestohlen hatte.

„Ich habe das Boot aufgehoben. Ich werde es wieder zurückgeben, wenn ich wegfahre von hier“, sagte er.

Nuii pfiff durch die Zähne und schüttelte den Kopf, dass die Haifischkette schepperte.

„Du hast ein Boot gestohlen?“

Robin war nicht mehr wohl. Er setzte sich auf den Boden des Balkons. Nuii blieb stehen und sah zu seinem, von der Dunkelheit verborgenen Gesicht hinab. Dann hörte er, wie er ganz leise sagte:

„Ich liebe sie noch immer.“

„Wen liebst du? Deine Frau oder deine Freundin?“ fragte Nuii.

„Meine Frau“, antwortete Robin mit schwacher Stimme.

„Ich liebe meine Frau nicht mehr“, erwiderte Nuii trotzig.

„Vielleicht ist es besser so“, meinte Robin. Er stand auf und hatte Lust zu gehen. Es war ihm kalt geworden. Mit zittriger Stimme schlug er ihm vor: „Gehen wir zurück?“

„Ich gehe nicht mit“, sagte Nuii. „Warum bleiben wir nicht hier? Hier bei dem Feuer von meinem Stamm?“

„Du willst hier schlafen, hier auf dem Balkon?“

„Ja, ich schlafe hier!“ sagte Nuii und freundlich fügte er hinzu: „Nimm die Fackel und geh alleine. Wir sehen uns morgen.“

„Dann wünsche ich dir eine gute Nacht“, sagte Robin. Er fand es ein wenig sonderbar, dass Nuii den Wunsch hatte alleine auf dem Balkon zu übernachten Aber er konnte ihn nicht umstimmen mitzukommen. Er drehte sich um, ging zurück, geradewegs mitten über den Balkon bis zur Fackel, die schon fast ausgegangen war, durch das Zimmer, den Gang, die Stiegen hinab, hinein in den Raum, wo das Bett stand.

In dieser Nacht quälten ihn die Gedanken. Ständig dachte er an Nuii. Am liebsten wäre er zu ihm hinaufgegangen und hätte ihn gefragt, ob er wüsste, wo Layla jetzt war und ob man ihr irgendwie helfen konnte. Dann wieder war er aufs Höchste besorgt, denn er stellte sich vor, wie Nuii sich jetzt fühlen musste in seiner Situation, die so aussichtslos war. Da waren die Männer, die ihn töten wollten, da war sein Stamm zu dem er nicht zurückkonnte und dann gab es noch Layla, in die er sich verliebt hatte und die seine Hilfe brauchte. Wohin sollte er gehen? Was konnte er tun ohne irgendeinen Schutz? Er beschloss gleich am nächsten Morgen zu ihm zu gehen.

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