Andrea Lieder-Hein - Die dreizehn Fenster

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Titan erhofft sich von Pusteblume eine nette Internet-Bekanntschaft, aber sie will nur heiraten.
Ein Ehemann drückt sich um die Antwort auf die gerne gestellte Frage «Liebst Du mich?»
Ein Interview über gefährliche Hunderassen endet anders als gedacht. Vorurteile über Lehrer und Eltern amüsieren genauso wie der Bayer, der sich mit Ostfriesischen Namen nicht auskennt.
Und… Klassenfahrten sind kein Urlaub.

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Nun los. Raus damit!

Also gut. Sie fürchtet, dass die Erdanziehung plötzlich unter ihr aufhört.

Interessant.

Ja, und dann fliegt sie durchs All. Ganz alleine. Und alles ist dunkel und kalt.

Ach! Hört die Erdanziehung nur unter Ihrer Tochter auf? Wie ungerecht! Ich meine, sonst würden doch noch einige mitfliegen.

Sie finden das lächerlich. Seien Sie ehrlich.

Um Gottes Willen, nein! Ich stelle mir das grausam vor. Aber eher fällt ja so ein Fahrstuhl runter, als dass die Erdanziehung aufhört.

Sehen Sie, und deshalb gehe ich jetzt zu Fuß.

Warten Sie, ich komme mit.

Kapitel 8 Die Testfahrt

„Lass mich das doch machen, Frauen und Technik, Du weißt schon“, waren die Worte, die mein geliebter Göttergatte mir warnend hinterher rief, als ich ihm von meiner beabsichtigten Testfahrt mit dem Geländewagen erzählte. Und gerade seine letzten Worte bestärkten mich noch mehr, denn im 21. Jahrhundert sind Frauen doch längst gleichberechtigt und Autos fahren sie allemal.

Guten Tag, die Dame, kann ich Ihnen behilflich sein?

Ich möchte gerne einen Opel Probe fahren.

Gern, an welches Modell hatten Sie gedacht?

An einen Geländewagen. Den da vorne.

Gerne, die Dame. Eine ausgezeichnete Wahl.

Wie ist denn so der Preis?

Moderat.

Und der Verbrauch?

Günstig, besonders außerstädtisch.

Die PS Leistung?

Vorzüglich. Der geht so ab, sag’ ich immer.

Was halten Sie vom Wendekreis?

Ganz optimal. Frauen schwärmen geradezu davon, wie wendig er ist.

Die CO2 Emissionen?

Hundertprozentig.

Und die Abgasnorm?

Die zurzeit gängige. Und noch ein Tipp: Es gibt ihn auch in sehr femininen Farben und mit Getränkehalter. Die sind bei Frauen immer sehr beliebt.

Er zwinkerte mir mit seinem rechten Auge zu und drückte mir dabei den Fahrzeug- Schlüssel in die Hand. Sein Arm zielte auf den Wagen. „Da steht Ihr Prachtstück. Gute Fahrt!“, rief er noch fröhlich hinter mir her, so, als hätte ich den Wagen schon gekauft.

Irgendetwas war da falsch gelaufen, schoss es mir durch den Kopf, als ich den Wagen startete. Es war eine 30minütige angenehme Fahrt durch die Stadt, auf der Umgehungsstraße und auf der Autobahn. Aber diese Antworten des Verkäufers, ... wie ein Politiker, nichts Fassbares, keine Fakten, nur Worthülsen.

Na? Alles glatt gegangen? Kein Unfall, keine Beule, das ist eben Opel.

Alles prima. Zu Ihrer Information:

Bei diesem Modell liegt der Preis bei rund 30.000 €,

der innerstädtische Verbrauch bei 11,7 Liter

und der außerstädtische bei 7,1 Liter.

CO2 Emissionen 206 g/km

und die Abgasnorm ist Euro 5.

Als „feminine“ Farben gibt es nur weiß, schwarz, silbern, beige und grau, und der Wendekreis von 12,25m ist nicht besonders spektakulär. Aber Geländewagen sind selten ganz wendig.

Bei diesen Worten stutzte er, holte dann aber sein sonniges Gemüt wieder hervor und lachte: „Sie können sofort bei uns anfangen.“ Und das als Frau, wenn das kein Lob war. Wo habe ich schon mal eine Frau in einem Autohaus gesehen? Nein, nicht als Sekretärin, sondern als Verkäuferin? Richtig, nirgends.

Kapitel 9 Geballte Pädagogik

Ich habe Hanna schon immer bewundert. Vier Kinder, einen Mann, beide berufstätig. Das alles schaffte sie mit links, so schien es. Ihr Mann Georg – sie nannte ihn Schorsch – war stets an ihrer Seite.

Als sie mich in den Osterferien fragte, ob ich Lust hätte auf ein paar Tage Bayern, da zögerte ich zunächst. Hohe Berge, schwieriger Dialekt und vier Kinder in einer Zeit, in der ich mich normalerweise ausruhte? Aber die Neugier siegte. Wie machte Hanna das alles? So leicht? Und immer gut gelaunt. Ich sagte kurzerhand zu.

Schon die Anfahrt war ein Abenteuer, denn ich hatte den Zug genommen. Das letzte Stück bis Lindau war eine reine Augenweide. Obwohl ich mehr das Wasser liebe, waren die sich an beiden Seiten auftürmenden Berge von gigantischer Schönheit.

Lindau entpuppte sich als eine wunderschöne kleine Märchen-Insel im Bodensee.

Hanna, Schorsch und alle vier Kinder holten mich vom Bahnhof ab. Emma war gerade mal sechs Wochen alt und fühlte sich in ein Tuch gewickelt an Mamas Körper sichtlich wohl. Die Zwillinge Mia und Sophia waren drei und liefen schon herum, immer in Sichtweite von Schorsch. Paul war schon fünf und wurde von Mama mit beaufsichtigt. So hatte jeder seine Aufgabe.

Ein leichter Farbgeruch empfing mich, als wir das Haus betraten. Schorsch hatte mit ein paar Freunden gerade den Fußboden im Wohnzimmer neu gemacht. Holzfußboden, selbst verlegt und mit biologischem Lack versiegelt. Und weil Hanna gerade 30 geworden war, hatten sie sich eine neue Ledergarnitur gegönnt, ganz in weiß. Dazu einen Fernseher, LCD, 80 cm Durchmesser. „Strahlt weniger als Plasma“, raunte mir Hanna ins Ohr. Sie fürchtete sich seit Jahren vor Elektrosmog.

Die ersten Tage waren mal ganz etwas anderes als in meiner Familie. Jeder machte immer irgendetwas und stets ohne Geschrei oder Drohungen. Alle Mahlzeiten wurden zunächst in der Riesenküche zubereitet, von allen zusammen, außer Emma. Die schlief meistens. In der Küche wurde geschnitten, aufgedeckt, gelöffelt, zuweilen auch gepanscht und rumgeschmiert, und nach den Mahlzeiten räumten alle alles wieder auf. Immer fröhlich, ohne Widerworte. Bemerkenswert.

Es war der letzte Morgen für mich, als ich schon früher als gewohnt erwachte. Ich wollte gerne noch zum Hafen gehen und die Schiffe fotografieren.

Als ich nach unten kam, hörte ich im Wohnzimmer Geräusche. Ganz leise trat ich ein und beobachtete einen ganz in Arbeit versunkenen Paul auf der Erde sitzend. Als ich ihm vorsichtig über die Schulter sah, bemerkte ich, dass er mit einem kleinen roten Schweizer Kindermesser ein Schiff in den neuen Parkettboden ritzte. Er war schon fast fertig. Dann glitt mein Blick auf die neue Couch, die an der Lehne einen fachmännisch gelegten Schnitt auswies. Es sah wie ein Stern aus. Tadellos.

Entsetzt entfuhr mir: „Paul, warum hast Du das gemacht?“ Er schaute mich ohne Schuldbewusstsein an und antwortete mit einem Achselzucken: „Was hätte ich denn sonst machen sollen?“

Nun war ich doch gespannt auf die Reaktion von Hanna, die, von unseren Stimmen angelockt, gerade die Treppe hinunter kam.

Ich überlegte mir, ob sie ihn anschreien oder ohrfeigen, oder vielleicht sofort ins Bett zurück schicken würde. Aber Hanna kniete sich vor ihren Sohn auf Augenhöhe hin und erklärte ihm, wie lange Papa und seine Freunde für den Fußboden gebraucht hatten. Wie viel Arbeit es gewesen war. Sie erläuterte ihm, dass die Couch ihr Geburtstagsgeschenk gewesen sei und nun einen Sternen-Schlitz hatte. Danach offenbarte sie ihm folgende Lösung:

„Papa und seine Freunde werden in den Ferientagen noch Zeit finden, die Stelle am Boden zu reparieren. Für die Couch findest Du selbst eine Lösung. Du hast eine Woche Zeit.“

Auf der Heimfahrt war ich nun doch mehr als neugierig, was daraus werden würde. Völlig ohne Zorn, auch nicht verstellt oder unterdrückt, hatte sie mit Paul gesprochen, ihm erklärt, dass sie traurig sei, aber dass solch ein Schaden repariert werden könne. Wenn einem Menschen etwas zustieße, dann sei das viel schlimmer. Aber auch Paul müsse bei dem Schaden helfen, ihn wieder gut zu machen.

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