Markus H. Foedisch - Satans Rache

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Satan hat sieben Jahre wegen Drogenhandels gesessen.
Jetzt kommt er raus.
Die Zeit der Rache ist gekommen.
Er ist entschlossen, alle an seiner Verurteilung Beteiligten unerbittlich zur Rechenschaft zu ziehen.

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Er brachte nun Jahr um Jahr in der Justizvollzugsanstalt zu und hatte mit ansehen müssen, wie sich mit der Fortdauer seiner Freiheitsstrafe sein Leben außerhalb der verhassten Mauern des Gefängnisses nach und nach in nichts auflöste.

Im ersten Jahr seiner Haft war seine Mutter gestorben, was ihn sehr getroffen hatte - ein bösartiger Tumor in der Bauchspeicheldrüse hatte sie rasend schnell dahingerafft, keine hundert Tage nach der Diagnose war sie schon tot.

Sein Antrag, unter Bewachung der Beerdigung seiner Mutter beiwohnen zu können, wurde von der Justiz mit der Begründung abgewiesen, es bestünden Sicherheitsbedenken.

Das würde er ihnen nie vergessen, nie vergeben, nie verzeihen.

Victor - so sein richtiger Name - hatte das Grab seiner Mutter noch nie gesehen, doch der erste Weg nach seiner Entlassung würde ihn auf den Waldfriedhof führen, wo seine Mutter ihre letzte Ruhestätte gefunden hat.

Im Gefängnis tut man aufgrund der bedrückenden Monotonie und unentrinnbaren Inhaltsleere des Alltags nichts häufiger, als nachzudenken.

Man lenkt sich manchmal ab, indem man ein Buch aus der Anstaltsbibliothek liest, fernsieht, mit einem Zellengenossen Schach spielt, jede Woche im Gefängnisladen einkaufen geht, tausende Zigaretten raucht und sich hin und wieder mit teuer erstandenen auf diversen Wegen eingeschmuggelten Drogen aus der tristen Realität davonstiehlt, die hauptsächliche Tätigkeit des Strafgefangenen besteht jedoch daraus, nachzudenken.

Seine Lebensgefährtin hatte ihm nach etwa eineinhalb Jahren Haft bei einem ihrer Besuche eröffnet, dass sie ihn verlassen würde.

Während er also häufig aus dem vergitterten Fenster seiner Zelle in die in Beton und Asphalt gegossene Hoffnungslosigkeit des Gefängnishofes starrte, kamen ihm immer wieder bestimmte Bilder aus seinem Prozess in den Sinn: Der Zeuge der Staatsanwaltschaft sagt aus, der Staatsanwalt fordert den Schuldspruch, schließlich verkündet der Richter sein Urteil.

Er würde sie nicht so einfach damit davonkommen lassen.

Sieben Jahre hatte er dafür geopfert, aber nun mussten sie ihn laufen lassen, nun war er dran.

Staatsanwalt Dr. Landgrebe, der vorsitzende Richter Dr. Jansen, die Ratte Zimmermann und sein überbezahlter Rechtsanwalt Dr. Holzmann - sie alle hatten ihren Anteil daran, dass er die letzten sieben Jahre seines Lebens mit Warten zugebracht hatte, sie alle würden dafür bezahlen.

Im Verlaufe seiner Haft hatten ihn immer weniger Leute von draußen besucht, nun nach all den Jahren kam ihn eigentlich nur noch Kerim regelmäßig besuchen.

Kerim besaß eine Bar in der Stadt und verwahrte seit sieben Jahren für Satan einen Schlüssel.

Der Schlüssel gehörte zu einem Wochenendhaus an einem kleinen See vor den Toren der Stadt.

Hätten die Behörden dieses Haus überprüft, was jedoch niemals geschah, hätten sie lediglich herausgefunden, dass das Grundbuch als Eigentümer der Liegenschaft eine gewisse Value Creation Public Limited mit Sitz in Dublin war.

Wer herauszufinden versuchen würde, wem dieses Unternehmen zuzuordnen ist, würde nur feststellen, dass alle gesetzlich vorgeschriebenen Funktionen in der Gesellschaft von irischen Treuhändern besetzt waren und der wahre Machtgeber der Gesellschaft unbekannt blieb, was das irische Gesellschaftsrecht zulässt.

Satan hatte nach den letzten sieben Jahren zwar kaum noch soziale Kontakte, er hatte aber Geld.

Niemals war es den Behörden gelungen, das Geld zu finden, das er über die Jahre gemacht hatte.

In dem Haus am See wartete - in einer großen Stahlkiste im Boden der Garage einbetoniert - eine große Summe in Cash auf Satan.

Dieses Geld würde er brauchen, wenn seine Rache erfolgreich sein sollte.

Nach Verbüßung von zwei Dritteln seiner Strafe hätte man ihn auf Bewährung vorzeitig entlassen, Satan saß lieber seine gesamte Strafe ab, als nach seiner Entlassung unter Bewährungsauflagen zu stehen.

In Satans Haus am See befanden sich ebenso die Bankunterlagen zu diversen Konten von Unternehmen in fünf verschiedenen Ländern - allesamt Gesellschaften, die über Treuhänder durch Satan kontrolliert wurden und die seine Gewinne aus dem Drogenhandel schon seit Jahren ebenso erfolgreich wie diskret investierten.

Das Geld war dadurch nicht nur vermehrt, sondern auch gewaschen worden.

Nie hatte er jemals auch nur einen Menschen zu dem Haus am See mitgenommen - es war immer nur eine Art perfekt getarnter Tresor für ihn gewesen.

In diesem Tresor lagen ebenso eine Beretta Px4 Storm (Made in Italy, Kaliber .45 ACP) , eine Glock 20 (Made in Austria, Kaliber 10mm Auto) , 1000 Schuss Munition für beide Pistolen und ein Dragunow-Scharfschützengewehr (Made in USSR, Kaliber 7,62 × 54 mm R) , ebenso mit Munition.

Schon bald würde Satan einige Dinge aus seinem Tresor holen.

Schon bald.

Ein älterer Gefangener schloss in dem eisig kalten Wind zu Satan auf und ging neben ihm her.

Nach einiger Zeit des schweigend nebeneinander her Gehens fragte der Alte schließlich:

„Wann kommst Du raus, Satan?“

„Morgen früh. Sie verzichten darauf, mich am letzten Abend in eine Abgangszelle zu verlegen.“

„Eine lange Zeit. Aber jetzt müssen sie Dich rauslassen.“

„Wann ist es frühestens bei Dir so weit?“

„2021.“

„Schöne Scheiße.“

Der Alte erwiderte nichts darauf, sondern wechselte das Thema.

„Ich habe noch Schulden bei Dir.“

„Das mit dem Tabak? Vergiss es. Ich habe keine Verwendung für Drehtabak mehr. Draußen werde ich wieder Filter rauchen. Nimm‘s als Abschiedsgeschenk. Du wirst hier noch viele Zigaretten rauchen.“

„Danke, Satan.“

Der Alte wünschte ihm am Ende des Hofgangs noch alles Gute, ehe sie wieder in ihre Zellen gebracht und eingeschlossen wurden.

Er rauchte mit seinen drei Mitgefangenen zur Feier noch einen Joint, da er noch einen verdammt guten schwarzen Afghanen in der Zelle hatte.

Morgen würde er nach 2558 Nächten hinter Gittern aus der Haft entlassen werden.

Kapitel 2

Entlassungstag

Wie in einem Gefängnis üblich, gingen um Punkt sechs Uhr morgens die Lichter in den Zellen an.

Satan hatte gut und traumlos geschlafen.

Die paar Dinge, die er mitnehmen würde, hatte er in eine kleine Tasche gepackt, das meiste hatte er ohnehin in den letzten zwei Wochen seiner Haft verschenkt. Er sah keinen Sinn darin, viele Dinge mitzunehmen - er würde heute ein neues Leben beginnen, die Dinge seines alten hatten in dem neuen keinen Platz mehr.

Bevor ein Justizwachebeamter ihn abholen würde, um ihn zum Magazin und der Gefängniskasse zu bringen, absolvierte er noch ein altes Knastritual in seiner Zelle: Er zerstörte einen Gegenstand, den er drin häufig verwendet hatte als Symbol dafür, nicht mehr in den Knast zurückzukehren.

Er entschied sich für etwas, was ihm vom Staat für die Dauer seines Aufenthaltes zur Verfügung gestellt worden war: das Messer, mit dem er jahrelang gegessen hatte.

Nachdem er es mit seiner enormen Kraft gebrochen hatte, warf er die zwei Teile auf den Tisch der Zelle.

„Zerstörung von Anstaltseigentum. Das wird Ihnen in Rechnung gestellt.“, bemerkte einer von Satans Mitgefangenen den Beamten beim Magazin imitierend.

Die anderen lachten.

Die Verabschiedung fiel schnell aus, als ihn die Justizwache holte, Satan das ihm überlassene Anstaltseigentum, das er noch zurückgeben würde und auch seine eigenen Sachen aufnahm, um die Zelle hinter dem Beamten zu verlassen.

Dreißig Minuten später stand er vor dem Gefängnis.

Er hatte der Gefängniskasse quittiert, dass ihm diese sein restliches Guthaben in Höhe von 758,64 Euro ausgezahlt hatte, er trug die gleichen Sachen, die er vor sieben Jahren bei seiner plötzlichen Verhaftung getragen hatte.

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