Und er dachte an die Szene im Wartesaal des Busbahnhofes in New York. Ein alter Mann, in einem schäbigen schwarzen Anzug, um Würde bemüht. Und die Polizisten, die die Obdachlosen heraus suchten. Der alte Mann wollte nicht zu den Aussortierten gehören, auch wenn er keine Fahrkarte besaß. Er bemühte sich um Würde. Die Uniformierten bemerkten es nicht. Sie kannten ihren Auftrag und führten ihn aus. Der alte Mann besaß keine Fahrkarte. Er hatte kein Recht, dort zu sitzen.
Das Kind, das zum Lazarettschiff kam, mit zwei Geschwistern, hatte seine Eltern schon im heimatlichen Dorf durch den Krieg verloren. Von den zwei kleineren Geschwistern, die es mitbrachte, war eines schon auf dem Marsch gestorben. Das zweite starb auf dem Schiff. Die einzige Sorge des Kindes war es nun nur noch, ein gemeinsames Grab für seine Eltern und seine Geschwister zu finden, um für ihre Seelen sorgen zu können. Das Kind war acht Jahre alt.
Der Arzt sagte:
„Das ist ein normaler Ablauf – nachts geht der Vietcong in ein Dorf und beschießt daraus die Amerikaner. Die kommen daraufhin mit Flugzeugen und werfen Bomben. Am Tag dann holen sie mit Hubschraubern die Verwundeten der Zivilbevölkerung aus dem Dorf.“
Er sagte auch:
„Zwischen den Flammenwerfern des Vietcong und den Napalmbomben der Amerikaner ist für die Betroffenen kein Unterschied.“
Irgendwo heulte eine Sirene über den Dächern der Stadt, andere schlossen sich an, minutenlang erfüllte ihr auf- und abschwellendes Dröhnen die Luft und überlagerte die Straßen. Dann wurde das Heulen schwächer und klang ab.
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