null Libert - URUK BERLIN
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Die Erzählungen des Armeniers in Amerika sind wie diese Musik, dachte der junge Mann, sie geben keine Antworten, sie stellen keine Fragen. Sie klingen in uns auf, sind heiter und traurig, einsame Töne im riesigen Raum des Schweigens, und verklingen leise, nur ein verhallendes Nachschwingen in uns zurück lassend.
Und dann saß da einer am Tisch, der hatte sich abgewandt von den anderen und schrieb etwas auf ein Stück Papier vor sich, und auf seiner Stirn brannte das Zeichen des Todes: „And he knew, that he would die with defiance on his lips, and that the shout of his denial would ring with the last pulsing of his heart into the maw of all-engulfing night.“
Die Männer um den Tisch herum hielten Trinkgefäße in den Händen, die ein dicker, keuchender Wirt immer wieder nachfüllte. Alle Wirte sind dick, gibt es denn keinen dürren Wirt? Nein, ein dürrer Mann, der sich als Wirt betätigt, hat sich an diesen Platz verirrt, ist fehl dort. Alle Wirte sind dick, keuchen in gespielter Anstrengung und klagen über die Arbeit. Dieser Wirt jedenfalls hatte alle Hände damit zu tun, die Becher der Männer immer wieder nachzufüllen. Ungeduldig hielten die Zecher die Becher hoch, er konnte nicht schnell genug in seinem Krug neuen Wein heranschaffen, den er aus dem Hintergrund des Raumes holte, wo sich ein langgezogener Tresen befand. Jedesmal, wenn er den Krug leergeschenkt hatte, eilte er zu diesem Tresen und verschwand dahinter. Offenbar führte von dort eine Treppe in einen Kellerraum, wo er seine Weinfässer verwahrte.
Der junge Mann sagte zu dem neben ihm Sitzenden:
„Ich warte auf Michail Bulgakow.“
Das schien den Angesprochenen aber nicht sonderlich zu interessieren.
Er sah auf die anderen Männer um sich herum. Sie trugen bunte, landsknechtartige Kleidung, in den Gürteln steckten Messer. Neben ihnen auf den Bänken oder auf dem Boden zu ihren Füßen lagen metallene Helme. Viele Gesichter waren von wild wuchernden Bärten bedeckt, doch waren einige noch sehr jung, ihre Gesichtshaut war glatt und ohne jeden Bartwuchs.
Glücklich die, die nicht zum Bewusstsein verdammt sind, dachte der junge Mann.
Der neben ihm Sitzende wandte sich ihm zu, als hätte er diese Gedanken verstanden, und meinte mit gesenkter Stimme:
„Unser General Tumber ist einer von denen, die an der Grenze stehen. Der Zweifel ist bereits in sein Leben eingebrochen. Er ist wahrhaftig unglücklich, denn er hat die Sicherheit des unbewussten Lebens verloren, ohne den Stolz der Erkenntnis erreicht zu haben. Er versucht, sich zurück zu ziehen, doch der Zweifel folgt ihm unbarmherzig. Wer kann ihm helfen? Vielleicht der Anblick des Ritters Mayroc und seiner Schützlinge. Wer weiß?“
Als der junge Mann ihm nicht antwortete, fuhr der fort:
„Ich denke an die Soldaten am Strand von Omaha. Die Stunden davor: das Warten auf den Tod. Und dann das Erlebnis des Unfassbaren. Genug davon. Und doch, jedes Nachdenken führt zum Nachdenken über den Tod. Im Meditieren versagt man sich der Intensivierung jedes gelebten Augenblicks, der Anreicherung jedes Zeitmoments, man sieht nur noch die Vertikale, die in unbarmherziger Geradlinigkeit auf das Ende zu stürzt. So wie ein hypnotisiertes Kaninchen auf die Schlange starrt, statt zur Seite auszubrechen.“
„Aber der Sommer ist nah“, erwiderte der junge Mann, „du kannst über die Straßen Europas trampen.“ Sommer, die Sonne, schnelle Regenschauer aus klarem Himmel, wärmender Wind über den Klippen. Am Rande der Steilküste, tief unten der Strand, vor uns bis zum Horizont das Meer. Kreisende, kreischende Möwen über uns im Luftraum. In der Ferne, auf der Landstraße, ein Auto zwischen hohen Baumreihen. Davor die weiten Wiesen und Felder, staubige Sandwege, die uns von der Straße zur Klippe führten. Wir sitzen am Rand, lassen die Beine über die Kante des Felsen baumeln, halten die Gesichter der Sonne entgegen. Der Wind fährt uns in die offenen Hemden und bläht sie auf. Er zerrt an unserem Haar.
„Woran denkst du?“ fragte der neben ihm leise.
Unter uns rollen die Wellen über den Strand, der zwischen Fels und Meer einen breiten Streifen bildet. Ich lasse mich ins Gras zurück fallen und schließe die Augen bis auf einen schmalen Spalt. Einer der anderen sagt etwas, doch ich höre nicht hin. Dann ist es wieder still, ich höre nur von unten das gleichmäßige Rauschen der anrollenden Brandung und von ferne den Schrei der Möwen. Ich versuche, durch das Blau des Himmels hindurch zu sehen, den Blick weitergehen zu lassen, da doch kein Hindernis sich ihm in den Weg stellt. Der Luftraum ist tief; immer weiter dringt der Blick in das Blau hinein. Die Farbe wird allmählich intensiver, zum Violetten hin, wird noch dunkler. Dann hat der Blick die Lufthülle hinter sich gelassen, vor ihm liegt die unendliche Tiefe des Alls. Links steht der Flammenball der Sonne übergangslos im Schwarz des Weltraums. Der Mond ist gerade irgendwo hinter mir, hinter der Erdkugel. Aber einen der inneren Planeten kann ich erkennen. Es ist der sonnennahe Merkur, dessen dem Zentralgestirn zugewandte Seite von den Strahlen der Sonne verbrannt wird, während die andere Seite in ewiger Nacht liegt. Weiter geht der Blick, vorbei am rötlichen Mars und am Saturn mit seinen Ringen, vorbei am letzten Vorposten des Sonnensystems, dem einsamen Pluto. Ich stürze mich in den Abgrund zwischen den Sternen, der nächsten, Lichtjahre entfernten Sonne entgegen. Alpha Centauri ist mein Ziel, und dahinter liegen endlose Räume mit ungezählten Sonnen, umkreist von blühenden Welten, dort warten Milchstraßen voller Wunder auf mich.
Etwas kitzelt mein Ohr.
„Hör auf“, brumme ich.
Jetzt kitzelt es auch am anderen Ohr.
Ich drehe den Kopf zur Seite und sehe ein Knie neben mir. Darauf gestützt eine Hand mit einem langen Grashalm, der jetzt vor meiner Nase tanzt. Ich drehe den Kopf zur anderen Seite und schließe die Augen.
Der eintönig-gleichförmige Strand, die steil aufragende Felsenklippe.
Es ist nicht viel Platz für Menschen. Für Sekundenbruchteile sind sie da, stehen auf dem Strand zwischen Fels und Meer, dann sind sie wieder verschwunden. Andere erscheinen, sehen sich erstaunt um, blicken auf das Meer hinaus, schlagen aufeinander ein, jubeln laut, umarmen sich, dann verschwinden sie genauso plötzlich. Der Strand ist wieder leer.
Ich folge den anderen auf dem Sandweg, der zur Landstraße führt.
Das Gebäude am Rande des staubigen Feldes lag leer, als wir es betraten. Eine der Fensterscheiben war zersplittert, die Gardine war nach außen geweht und hatte sich dort an einem der Haken verfangen, die einmal zur Befestigung des Fensterladens gedient hatten. Der Laden selber lag vor dem Fenster im Staub.
Durch die Öffnung war Sand in den Raum geweht, der den ansonsten sauberen Boden in einer dünnen Schicht bedeckte. Einer meiner Begleiter blies den Staub von einem Stuhl und setzte sich. Erwartungsvoll sah er sich um und fragte:
„Wo bleiben denn nun die lieben Verblichenen, um uns von diesem heiligen Ort zu vertreiben?“
„Ich rechne eher mit einem uniformierten Eisenbahnergeist, der unsere Fahrkarten lochen will“, meinte ein anderer und ging neugierig auf eine Tür im Hintergrund des Raumes zu. Kurz bevor er sie erreichte, öffnete sich die Tür: langsam, wie von unsichtbarer Hand, und mit einem durchdringenden Quietschen. Der vor der Tür verhielt unwillkürlich den Schritt, dann trat er leise an die erst halb geöffnete Tür heran und riss sie mit einem Ruck auf.
Dahinter stand, in gebückter Haltung, die Hand noch am Türdrücker, einer unserer Freunde.
Der auf dem Stuhl rutschte mit einem gequälten Stöhnen auf den Boden, die Hände in die Brust gekrallt, ungefähr da, wo er sein Herz vermutete. Aus brechenden Augen warf er einen anklagenden Blick zur Tür und flüsterte:
„Du bist schuld am allzu frühen Tod eines jungen, blühenden, die Zukunft noch vor sich habenden Menschenlebens.“
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