Werner A Korn - Mord im Varieté

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In dem Varieté «Fortuna»der Kreisstadt Fasenau überrascht eine Poledance-Darstellerin den dort angestellten Kellner beim Versuch, die Tageskasse zu entwenden. Zur Verschleierung der Tat und um die Zeugin zum Schweigen zu bringen, schlägt er sie nieder. Zusätzlich legt er einen Brand. Trotz größter Bemühungen kann der Tod der Zeugin nicht verhindert werden. Aufwendige forensische und kriminalpolizeiliche Ermittlungen führen letztlich zur Aufklärung.

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3

Weit weniger Wohlstand war Waltraud Weininger in die Wiege gelegt worden. In dem fränkischen Dorf Hinterreitach, das mit 325 Einwohnern zum kleinsten im gesamten Landkreis zählte, erblickte sie als fünftes Kind eines Kleinbauern die Welt.

Von ihrer Mutter gottgefällig nach der lutherischen Lehre erzogen, verlief ihre Kindheit ohne besondere Vorkommnisse. Schon früh musste sie teilweise mit den größeren Geschwistern das Versorgen der Tiere sowie die jahreszeitlich anfallenden, schweren Arbeiten in der Landwirtschaft übernehmen.

In den Schulferien holte sie ihr Onkel Max von Zuhause ab. Sie verbrachte dann die Zeit bei ihm und seiner Frau in Nürnberg. Dort betrieb dieser Bruder ihrer Mutter einen Supermarkt, in dem Waldtraud als Ferienjob die Verkaufsregale auffüllte und Arbeiten im Lager ausführte.

Dass in dem kleinen Dorf Hinterreitach keinem Einwohner etwas entging und sich Neuigkeiten wie mit Schlägen auf Buschtrommeln verbreiteten, gehörte zu

dieser anteilnehmenden Gemeinschaft dazu.

An einem windstillen und sonnigen Aprilsonntag bemerkte eine Nachbarin nach dem Kirchgang, wie dieser Onkel aus der Stadt mit dem Auto das Mädchen vom Haus der Familie Weiniger abholte. »Na, wieder ein Mäulchen weniger zu füttern!«, sprach sie später Waltrauds Mutter zwar derb in der Wortwahl, aber mitfühlend aus eigener Erkenntnis, darauf an.

»Unsere Traudl ist sehr gerne bei meinem Bruder in der Stadt. Ihm tut’s nicht weh und uns tut‘s gut!«, bestätigte die Mutter dazu aus voller Überzeugung.

Nach der vierten Klasse in der öffentlichen Grund-schule im Nachbardorf nahm der Onkel Max die Waltraud ganz in seine kinderlose Familie auf. Sie besuchte von da an in Nürnberg eine Realschule.

In Absprache mit ihrer Familie sollte Waldtraud Weininger nach ihrem Schulabschluss eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau machen; dann mit ihrem Onkel zusammenarbeiten und später einmal alleine die Geschäftsleitung des florierenden Supermarktes übernehmen.

»In unserem Dorf sahen wir für unsere Traudl keine rechte Zukunft«, erklärte ihre Mutter auf die anfangs häufig gestellten Fragen der ›Röckefrauen‹ des örtlichen Trachtenvereins diese Entscheidung.

4

Am ersten Samstag im Juli hatte in der Stadt Fasenau, in der Nähe des Stadtparks, das neue Varieté ›Fortuna‹ seine Eröffnung.

Bisher gab es in der Stadt noch kein Lokal, in dem akrobatische, künstlerische, musikalische und tänzerische Darbietungen aufgeführt wurden. Mit einer Poledance-Performance begeisterten ab 20 Uhr auf einer Bühne junge, schmalhüftige und langhaarige Tänzerinnen die staunenden Besucher. Die Damen zeigten in den fünf- bis neunminütigen Auftritten den Erfolg ihrer anstrengenden Trainingsmaßnahmen für einen perfekten Muskelaufbau, sowie für eine gelungene Figurstraffung. Sie führten mit ihren gelegentlich durchaus erotisch anmutenden Bewegungen und Verrenkungen auch eine Vereinigung von ästhetischen Bewegungen vor. Diese Poledance-Darbietungen erforderten von ihnen Kraft und Fitness. Sie waren akrobatisch, ohne in die Trivialität des Stripperinnenmilieus abzugleiten.

In früheren Zeiten nutzte man das erste und zweite Stockwerk dieses Anwesens mit jeweils acht Fremdenzimmern, zwei Toiletten und einem Duschbad pro Etage, als ›Pension Fuchs‹ für Montagearbeiter oder Handlungsreisende. Damals lebten die Hausbesitzer in der Parterrewohnung, wo sich auch der Frühstücksraum für die Pensionsgäste befand.

Nachdem die betagten Eigentümer verstorben und weder die Gästezimmer noch die Wohnung in der bestehenden Ausstattung weiter zu vermieten waren, beschloss die Erbengemeinschaft nach einem jahrelangen Leerstand das Anwesen zu verkaufen. Keiner von ihnen konnte die hohen Kosten für die notwendigen Arbeiten zur Modernisierung und Renovierung des alten Hauses, das um 1910 erbaut worden war, aufbringen.

Da die Stadt ihr Vorkaufsrecht nicht beanspruchte, gab es nur noch zwei Kaufinteressenten. Der eine war der stadtbekannte Gastronom und Metzgermeister Albert Stolzer. Dieser plante eine Modernisierung des alten Gebäudes und im Parterre eine Diskothek für die Stadtjugend. Der Oberbürgermeister Hans Habermann war gegen dieses Vorhaben und verstand es, das mit seiner Fraktionsmehrheit im Stadtrat zu verhindern, was ihm die alteingesessene Familie Stolzer sehr verübelte.

Letztlich erwarb die Betreibergesellschaft ›Introfun GmbH‹, die ihren Hauptsitz auf der Kanalinsel Jersey hatte, diese Immobilie. Seit Jahren expandierte dieses aufstrebende Unternehmen erfolgreich in der gehobenen Vergnügungsgastronomie Deutschlands. In zwei Dutzend Städten betrieb diese Gesellschaft mit den erforderlichen Nachtlokal-Konzessionen bereits exklusive Lokale, in denen die unterschiedlichsten musikalischen und künstlerischen Darbietungen vorgeführt wurden.

In Abstimmung mit der Stadtverwaltung ließen die neuen Eigentümer eine Entkernung des gesamten Gebäudes und eine komplette Sanierung durchführen.

Die Arbeiter verschiedener Fachfirmen beseitigten u.a. die Asbestverkleidung an den Außenmauern. Andere entfernten alle Bodenbeläge, Fenster und Türen; ebenso die Gebäudetechnik, wie die alten Elektro-, Heizungs- und Sanitäranlagen. Da es sich nach der Feststellung durch das ›Amt für Archiv und Denkmalpflege‹ um ein für das Stadtbild charakteristisches Bauwerk handelte, musste die blau gestrichene Jugendstilfassade des Hauses und die halbrunden mit Blumenornamenten verzierten Erker erhalten bleiben, bzw. im Original wieder erstellt werden.

Im Untergeschoß entstanden eine Gastroküche mit den erforderlichen Lager- sowie Umkleideräumen für die Künstler und für das Personal. Im Parterre befanden sich das Varieté mit der Bühne und einer Bar. Im ersten Stock errichtete man die Wohnung und zwei Büros für die Geschäftsleitung. Da sich die Kosten für die Dachsanierung erheblich erhöht hatten, musste der neue Eigentümer den im zweiten Stock des Hauses geplanten Einbau von Künstlerappartements zurückzustellen. Die engagierten Künstler wurden bis auf Weiteres in den umliegenden Pensionen untergebracht werden.

Nach Beendigung der aufwendigen zehnmonatigen Umbaumaßnahmen und der Erteilung einer Neukonzession kündigte man mit dreispaltigen Inseraten in den regionalen Zeitungen und mit Postwurfsendungen die Eröffnung des Varietés an. An den Litfaßsäulen in der Stadt warben rote, großflächige Plakate für diese neue Vergnügungsstätte. Auf der linken Hälfte blickte ein breitmundig lachender Clownkopf mit einer Trompete in seiner rechten Hand augenzwinkernd den Betrachter an. Rechtsseitig reckte sich eine stilisierte, schlanke Mädchengestalt mit langen blonden Haaren an einer Tanzstange empor. Unter dem Firmenlogo, dem Kopf der römischen Glücks- und Schicksalsgöttin Fortuna, die in beiden Händen ein mit exotischen Blumen und Früchten geschmücktes Füllhorn hielt, stand in weißen Lettern gedruckt:

Erleben Sie:

Freude & Frohsinn

Faszinierende Artistik

Humorvolle Clownerie

Stimmungsvolles Ambiente

Erlesene Speisen

Gepflegte Weine & Edle Champagner

Darunter die Öffnungszeiten:

Täglich von 19:30 bis 2 Uhr – Montag Ruhetag

Aus der Kreisstadt und der Umgebung kamen am Eröffnungsabend mehr Gäste als das Nachtlokal mit den 120 gepolsterten Sitzplätzen und auf den 15 Barhockern mit Lehnen an der Theke aufnehmen konnte. Nachdem bereits trinkfreudige Männer in einer Zweierreihe die sieben Meter lange Bar belagerten, mussten die später ankommenden Gäste zunächst auf dem Vorplatz des Eingangs zum Varieté warten. Das Lokal war schon nach einer halben Stunde voll besetzt.

Im Varieté saßen überwiegend Männer in den mit rotem Kunstleder bezogenen Stühlen. Auf den runden, aus mikropoliertem, grauschwarz gebändertem Marmorstein gefertigten Tischplatten standen in silberfarbigen Kühlern Weißwein- oder Champagnerflaschen. Zwei oder drei Gäste teilten sich eine Flasche. Einige Gourmets labten sich an den exotischen Cocktails.

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