Christina Hellmeister - Nur ein Mädchen
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Der Kalender zeigte den 11.Juli 1949 als den Geburtstag des kleinen Mädchens an.
Trotzdem ging mein Vater zu Hartmanns, dem einzigen Lebensmittelladen des Dorfes und kaufte seiner Alma eine Tafel Schokolade für 50Pfennig.
Ein wahnsinniger Luxus.
Schnell hatte sich die Nachricht von der Geburt eines Mädchens im ganzen Ort verbreitet.
Freunde und Bekannte kamen um die Kleine zu begutachten
und festzustellen: „ Ein bisschen klein, was?
Aber sooooo süß.
Eben die üblichen Floskeln . Weißt du Grete wenn mir heute Morgen jemand gesagt hätte ich würde am Abend mit einer Oma ins Bett gehen, den hätte ich für verrückt erklärt.
So lachten und scherzten die frischgebackenen Großeltern aus Freude über ihr erstes Enkelkind.
Nur schade, dass wir nur aus der Ferne miterleben können wie sie groß wird.
Sie hatten den Plan der Drei akzeptiert und gaben ihr Enkelkind schweren Herzens in die Familie Hessert. Ein wenig trösteten sie sich mit dem Gedanken dass ihre zweite Tochter Maria ebenfalls schwangen war.
Schon vor der Geburt hatten die neuen Eltern Paten für das Kind ausgesucht.
Die älteste Schwester von Henny, Tante Christina – genannt Christel – und ihr zukünftiger Mann Norbert wollten dieses Amt übernehmen.
Als Abwandlung von Christina sollte das Mädchen Christa heißen.
Doch der Standesbeamte behauptete:“ diesen Namen gibt es überhaupt nicht“:
Er war aber auch nicht flexibel genug zu sagen: „ gut dann nehmen wir den Namen neu ins Namensregister auf“.
Neuerungen mussten eben von Oben entschieden werden.
Außerdem, was wusste denn dieser dumme Bauer, der das Glück hatte Bürgermeister und Standesbeamter zu sein von der Welt.
Der Glaserschorsch – weiß der Himmel wo dieser Spitzname einmal herkam – regte sich furchtbar auf, aber ändern konnte er auch nichts dran.
Nun wurde fieberhaft überlegt welchen beziehungsweise welche und wie viele Namen dem Kind gegeben werden sollten
Das Ergebnis war schaurig: Christina - nach der Taufpatin
Henriette – nach der Mutter
Wilhelmine – nach der Oma
( mütterlicherseits).
Der Vorname von Papas Mutter – Sophie – wurde großzügig übergangen.
Papas Mutter war 1948, nach langer Krankheit gestorben. Er hatte den Tod seiner Mutter nie richtig verkraftet und suchte eigentlich in seiner Frau nach Ersatz für sie.
Gefunden hat er ihn nicht.
Möglicherweise mit ein Grund warum er dem Alkohol so sehr angetan war.
Ob sich Christina, Henriette, Wilhelmine jemals mit diesen Namen auseinandersetzen würde danach fragte niemand.
Das war eben so Tradition, wie bei Königs auch.
Gerufen wurde ich jedenfalls C h r i s t a.
Wir wohnten im Haus von Opa und Oma in einem einzigen winzigen Raum.
Drei Schwestern von Mama waren ja auch noch zu Hause. Nur Tante Elfriede wohnte bei der Berwigstante, denn die hatte selbst keine Kinder und genug Geld um sie auf die höhere Handelsschule zu schicken.
So wurde ihr ermöglicht später in einem Büro arbeiten zu können. Sie war auch die Einzige die den nötigen Kripps im Hirn hatte, die Anderen waren mehr oder weniger dumm wie Bohnenstroh und deshalb
auf eine gute oder einigermaßen gute Heirat angewiesen.
So wuchs Christa denn in einem fast reinen Frauenhaushalt auf und wurde nach Strich und Faden verwöhnt.
Wenn es etwas zu entscheiden gab war die Lösung oft schon gefunden bevor Papa oder Opa gefragt wurden.
Musste etwas gekauft werden, was es nicht bei Hartmanns gab, lief
meist meine Oma die drei Kilometer nach Gensingen.
Im Dorf gab es ein einziges Auto, doch das gehörte dem Bürgermeister und bevor man den am Hintern leckte lief man lieber.
Meist waren es die teuren Schnuller aus der Apotheke.
Die billigen, klebrigen von Hartmanns nahm ich erst gar nicht.
Lumpi, der Hund von Onkel Hans, schleppte die Dinger immer unter den Küchentisch und zerbiss sie dort.
Dann war Onkel Hans, der Freund von Tante Elfriede, dran den Schnullernachschub zu organisieren.
Papa kam eines Tages total niedergeschlagen nach Hause. Henny was soll nur werden, der Kistner kann mich nicht länger behalten.
Es gibt nicht mehr genug Aufträge.
Mama empfand es zunächst als Erleichterung, dann konnte Papa wenigstens nicht mehr so viel trinken. Sich selbst täuschend glaubte sie an Besserung, welch ein fataler Irrtum.
Dem Kistner gönnte man seine Niederlage. Die Leute tuschelten:“ Das kommt davon, wenn man die Nase so hoch trägt und meint man müsse alles immer gleich haben wenn es etwas Neues gibt.“
Denn wie heißt das alte Sprichwort:“ Hochmut kommt vor dem Fall!“
Der Familienrat tagte um zu bereden was getan werden könne.
Der Haase –Heiner kam zufällig vorbei und wusste dass der Biazzizzo in Bingerbrück Leute für den Bau einstelle.
Papa fragte nach und bekam sogar die Möglichkeit eine Maurerlehre zu beginnen.
Den Lohn allerdings musste Mama jeden Freitag im Lohnbüro abholen bevor Papa ihn mit seinen Kollegen bei Kartenspiel verzocken konnte.
Er war zu labil und einfältig um sich gegen seine Kumpels durchzusetzen und zu sagen:“ Hört mal das geht nicht, ich habe Frau und Kind zu versorgen!“
Um uns über Wasser zu halten musste Mama bei Hanna, ihrer Cousine, im Tagelohn dazuverdienen.
Gut da es die Oma gab, die passte auf Christa auf.
Christa hatte Probleme mit dem Magenpförtner.
Alles was sie trank kam in hohem Bogen wieder heraus. Was sie behalten konnte war zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel.
Henny schleppte das Kind zu Doktor Schuch und der wies sie sofort in die Universitätsklink in Mainz ein.
Zum ersten Mal musste Christa weg von ihren Eltern.
Es muss schon ein bisschen schlimm gewesen sein, denn alle Ärzte und Schwestern hatten es plötzlich sehr eilig.
Da das Baby außer Muttermilch nichts vertrug und Alma nicht bei ihr sein durfte, musste sie die Milch abpumpen. Papa brachte diese zum Bahnhof nach Gensingen um von dort per rotes Kreuz in die Klinik nach Mainz transportiert zu werden.
Eine ganz schön komplizierte Angelegenheit.
Nach cirka einem Monat versuchten sie es mit einer Ersatzmilch denn Alma war leer.
Es klappte und nach weiteren zwei Monaten durfte das Kind wieder nach Hause.
Gesund am Körper, aber krank in der Seele denn der wärmende Kontakt zu Vater und Mutter war verloren gegangen.
Einen Versuch diese Verbindung wieder aufzubauen machten Heinz und Henny erst gar nicht.
Sie hatten mit der Tatsache zu kämpfen, dass Mama ein Kind verloren hatte.
Um räumlich mehr Platz zu haben zogen wir zu Tante Käthchen in die Backhausgasse. Dort hatten wir zwei Zimmer im ersten Stock und eine schmale lange Küche im Erdgeschoß. Zum Plumpsklo musste man ungefähr 30 Meter quer durch den Hof laufen.
Da überlegte man zweimal:“ muss ich oder kann ich warten?“
Kaum dort eingezogen musste Christa schon wieder ins Krankenhaus.
Mama hatte zufällig einen roten Punkt an ihrem Hals entdeckt .Doktor Schuch meinte:“ die in Mainz sollen sich das mal genauer ansehen.“
Der rote Punkt entpuppte sich als Blutschwamm in der Größe eines Hühnereis im Bereich der Halswirbel.
Nun wurde Christa operiert.
Die entstehende Narbe würde später unter den Haaren verschwinden.
Die Narbe auf meiner Seele sah niemand.
Nun passte Tante Käthchen auf Christa auf, wenn Mama im Feld arbeitete. Sie bekam dafür 50 Pfennige für den halben Tag. Ein Vermögen, wenn man bedenkt dass Mama selbst nur 2,50 DM verdiente.
Tante Käthchen war eine liebe und zuverlässige Person die sich lieber hätte vierteilen lassen als das dem Kind etwas passiert wäre. Sie konnte aber auch stur wie ein Hornochse sein.
Wie stur, das merkten die Eltern als sie um die Überlassung eines weiteren Zimmers – das von Tante Käthchen so und so nicht benutzt wurde – baten. Nein meinte sie ich kann euch das Zimmer nicht geben.
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