Ernst von Wegen - Texas - Austria
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Freuen Sie sich auf eine nachdenklich und doch humorvoll erzählte Novelle, wie man sie nur selten zu lesen bekommt.
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„Bette, was machst du denn hier?“
„Gute Frage, Ben!“ schnaufte Babette, „Was macht man wohl hier oben?“ Sie war außer Atem, ihr Puppengesicht glühte.
„Dir hätte was zustoßen können.“
„Und? Ist mir was zugestoßen? Es kann einem immer etwas zustoßen. Was redest du da überhaupt.“
„Entschuldigung. Ich habe gerade eine Lektion bekommen über Gefahr und Leichtsinn in den Bergen. Es muss einem viel zustoßen können, hier oben. Setz dich.“ Babette ließ sich ausgepumpt neben Ben nieder und lehnte sich gegen den Sockel des Kreuzes.
„Du bist erhitzt, hier nimm meine Jacke.“ Er legte ihr seine Jacke über die Schultern und gab ihr die Flasche, „Hier, trink!“
„Danke Ben.“ Schweigend schauten sie über die Täler, auf die bizarren Formen der Felsen. Ben strich mit der flachen Hand über den grauen Fels, der die Gipfelkuppe bildete und spärlich mit Flechten und Moosen überwachsen war. In Ritzen und Mulden trotzten zählebige Gräser und Kräuter dem schroffen Gestein ihren Anspruch auf Leben ab und dankten es mit filigranen Blüten. Ein zierliches Röschen, kaum größer als ein Fingernagel, streckte sein Köpfchen aus einem Spalt. Seine winzigen blutroten Blütenblätter züngelten wie Flämmchen und verströmten einen schweren, süßen Duft. Der Fels strahlte die Sonnenwärme wider.
„Eine heilige Ruhe ist das hier, findest du nicht.“ sagte Ben, „Wie in einem Tempel.“ Die Dohlen hüpften vergeblich um sie herum, sie konnten nicht wissen, dass Amerikaner auch ohne Proviant einen Gipfel besteigen.
„Und diese schwarzen Gesellen hier“, sagte Babette, „sind dann wohl Mönche, die sich ihre Einsamkeit mit Streit vertreiben.“ Ben lachte, ihm gefiel der Vergleich.
„Weshalb sind wir hier, Ben?“
„Das weißt du doch.“
„Eben. Helen hat dir die Reise zum Geburtstag geschenkt. Warum bist du nicht mit ihr allein gefahren?“
„Du kennst doch Mitch! Hätte ich meinem besten Freund sagen sollen, du darfst nicht mitkommen?“
„Warum nicht, er hätte das verstanden, glaub ich. Aber nun hast du uns beide und auch noch die vier anderen am Hals. Du hast ein zu gutes Herz, Ben. Und jetzt musst du dich davonstehlen um allein zu sein. Das war ja nicht dein erster Alleingang, ich merke doch, wir stören dich. Ich bin dir gefolgt, auch um darüber mit dir zu reden. Wenn du willst, reisen wir ab...“
„Unsinn! Ihr stört doch nicht.“
„Nun sag ehrlich, Ben, du wärst lieber allein.“
„Ich war allein, Babe, vorhin. Und nun bist du da und das ist so gut wie allein.“ Ben legte eine Hand auf Babettes Schulter und sah sie an.
„Verstehst du was ich meine?“
„Ja, Ben, sicher, ich weiß was du meinst.“ Ihr Atem hatte sich etwas beruhigt und die Röte wich aus ihrem Gesicht. Sie lächelte.
„Es ist wunderschön mit dir hier oben“, sagte sie, „es ist mehr als nur gute Luft und gute Aussicht.“ ‚Mitch ist ein Idiot!’ dachte Ben, ‚Der besitzt einen Schatz und prahlt mit der Truhe.’
„Ich werde dich fotografieren.“ sagte Babette. „Stell dich so hin, wie dein Dad auf dem Foto. Du siehst ihm übrigens sehr ähnlich.“
„Kann sein. Ob er hier noch wiederfinden würde, was er anno fünfundfünfzig verlassen hatte? Dad schwärmte so von der geradlinigen Art der Einheimischen. »Sie reden nie mehr als nötig« sagte er. Seine Abneigung gegen alles Überflüssige sah Daddy als sein persönliches Erbe dieser Gegend an.“
Babette suchte exakt den Blickwinkel des Fotos nachzustellen und drückte aus verschiedenen Perspektiven mehrmals den Auslöser. Dann stellte sie die Kamera auf einen Stein. Kniend richtete sie den Apparat aus, drückte auf den Selbstauslöser und lief zu Ben. Einander umarmend lächelten sie durch die Linse künftigen Betrachtern des Fotos entgegen.
„Dad sagte, die harten Lebensbedingungen hätten die Bewohner der Berge wortkarg gemacht und diesen derben Dialekt geformt. Heute quasseln sie ohne Pause, vor lauter neuen Häusern stehen deutsche und japanische Autos, die Kids hören Südstaatenrock, essen Hamburger und trinken Whisky und...“
„Wirst du jetzt nostalgisch, Ben?“
„Nein, ich vergleiche nur. Ich bin mit dem Bild meines Vaters hierher gefahren, und das ist nur hier oben noch so wie er es sah. Veränderungen versteht man nur, wenn man weiß, wie es vorher war. Ich will herausfinden, was meinen Vater so an dieser Gegend fasziniert hat. Ich hab jetzt schon mehr gefunden, als ich mir vorstellen konnte und doch spür’ ich, es gibt noch eine Menge zu entdecken.“
„Zum Beispiel das, was wir gerade erleben!“ sagte Babette. „Er wird eben seinen Frieden gefunden haben.“
„Genau!“ sagte Ben. „Frieden kommt dem schon sehr nahe! Er hatte immer so viele Fragen und in den Bergen vermutete er Antworten darauf finden zu können. Vielleicht hatte er sie gefunden und sie sind ihm zu Hause wieder abhanden- gekommen. Vielleicht sollte ich sie auch suchen.“
„Diese Ruhe, dieser Blick und diese Luft – ist das nicht schon Antwort genug? Und nun lass uns gehen, Benny, ehe die anderen sich Sorgen machen. Wo es doch soo gefährlich ist hier oben.“
2. Vor der Hütte
Ein Netz von Schutzhütten spannt sich über die Berge. Die Maschen dieses Netzes belaufen sich auf etwa zwei bis sieben Stunden Fußmarsch. Einige dieser Hütten waren ursprünglich Behausungen für die Viehhüter. Die Bestimmung der Hütten änderte sich, wie sich der Ruf der Berge vom bloßen Schrecken zur Herausforderung wandelte. Die technische Entwicklung schuf im Kampf ums nackte Überleben allmählich freie Zeit. Bessere Kleidung, bessere Schuhe ließen Vorstöße in höhere Bereiche der Berge zu. Die Welt über der Baumgrenze, vormals Sitz des Teufels, der von dort aus mit Hagel, Blitz und Wolkenbrüchen die Ernte gefährdete und den Menschen nach dem Leben trachtete – die Heimat des Grauens mutierte zum begehrten Ziel von Entdeckern, Romantikern und Sportsmännern. Zahlreiche Opfer steigerten nur noch den magischen Reiz der Berge, sie entfachten den Ehrgeiz der Mutigen, den Tücken der Natur zu trotzen. Die Pessimisten dagegen sahen in jedem Opfer der Berge eine Strafe für die Überheblichkeit, das Schicksal aus purem Vergnügen herauszufordern. Mächtige Kreuze wurden auf die Gipfel geschleppt, sie sollten Gott gütig stimmen und den Teufel vertreiben. Die Sennhütten waren am Anfang der Bergsteigerei begehrte Unterschlüpfe für die neuen Abenteurer, wenn schlechtes Wetter sie überraschte, aber auch Ausgangspunkte zu entlegenen Zielen. Diese Dienste entwickelten sich rasch zum Geschäft und bald entstanden Hütten allein zu diesen Zwecken. Heute dienen nur noch wenige Hütten ausschließlich als Unterkunft für die Viehhüter.
Ben und Babette hörten den Lärm von der Hütte lange bevor sie sie sehen konnten. Auch der Wald um sie herum war voller Stimmen. Ein Mann mit forschendem Blick tauchte vor ihnen auf. Wie schon die jungen Leute vorhin trug auch er einen stattlichen Rucksack. ‚Warum schleppen sie den halben Hausstand mit sich herum’, dachte Ben. Als der Rettungsmann die Beiden sah, stieß er wilde Schreie aus,
„I hob’s, i hooob’s! Juhuhui!” Erst dann nahm er sein Funkgerät und gab seinen Fund weiter. Nun kamen auch die anderen Stimmen aus dem Wald auf sie zu, Ben und Babette sahen sich bald von rot-weiß-karierten Hemden umzingelt. Die Rettungsleute waren mit dem raschen Erfolg ihres systematischen Durchkämmen des Waldes zufrieden, einige zeigten sich erleichtert, andere vorwurfsvoll-belehrend. Sicher geleitete die Gruppe die beiden vermisst Geglaubten die letzten dreihundert Meter bis zur Hütte.
Die Silbersteinhütte ist kein ehemaliges Sennenquartier, sie ist ein behagliches Gasthaus mit rustikaler Küche und Übernachtungsmöglichkeit, sowohl in Zimmern mit fließend Kalt- und Warmwasser, als auch auf romantischem Matratzenlager und Waschtrog hinterm Haus: Verzicht auf Annehmlichkeiten ist auf Wunsch buchbar und meist besser belegt als die komfortablen Zimmer. Weil Abenteuer und Bequemlichkeit einander ausschließen, werden die wenigen Zimmer meist nur von „Fußkranken“ belegt. Es war der witzige Wirt der Silbersteinhütte, der seine Kundschaft in drei Kategorien gliederte: in Bergsteiger, also solche, denen kein Gelände zu schwierig ist; in Wanderer, die auf bequemen Wegen bleiben und eben in „Fußkranke“, die sich von Liften und Seilbahnen hoch schleppen lassen und keinen Schritt zu viel tun. Der Reiz der Berge ist heute jedermann zugänglich. Die Silbersteinhütte ist gleichzeitig Bergstation des Fichtenegger Sesselliftes, der im Winter zum Schlepplift für Schiläufer umgebaut wird. Das macht sie zum beliebten Ausflugsziel im Sommer und zur geschätzten Einkehrstation im Winter, wo vor der Abfahrt noch ein Jägertee eingenommen wird. Ihr Hinterland bietet anspruchsvolle Klettertouren, ausgedehnte Wanderwege und den Fußkranken bleiben ein wunderschöner Blick auf das Heubachtal und selbst ersonnene Wilderer-Geschichten vom Hüttenwirt. Vor der Hütte stehen Tische und Stühle. Bei schönem Wetter isst und trinkt man selbstverständlich draußen, den Wald im Rücken, das Tal vor Augen.
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