Ernst von Wegen - Texas - Austria
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Freuen Sie sich auf eine nachdenklich und doch humorvoll erzählte Novelle, wie man sie nur selten zu lesen bekommt.
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„Eines Tages fahren wir beide in das Land der Berge, in das Land unserer Väter. So Gott will, fahren wir zusammen dahin. Und wenn der Herr es nicht will, fährst du alleine und es wird sein, als wäre ich dabei.“ Nun stand Ben alleine im fernen Land der Berge, deren Stille in seinen Ohren widerhallte und deren Luft auf der Zunge prickelte und so sehr er sich bemühte, er fühlte keine Spur von den Vorvätern, selbst der Vater war nur mühsam zusammen geklaubte, halb halluzinierte Erinnerung.
Ben setzte sich und lehnte sich gegen den Steinsockel in dem das Kreuz verankert war. Bergdohlen umkreisten ihn. Die blauschwarz schimmernden Rabenvögel hatten keinerlei Scheu vor Menschen. Ganz nah bei ihm landeten sie und schienen regelrecht zu betteln. Gut vierzig Meter unter ihm zog ein Rudel Gämsen vorbei, der Wind stand gut, sie kamen ihm näher, ohne ihn zu wittern. Dann schreckten Stimmen sie auf, sie preschten los und verschwanden hinter einer Felsnase. Eine Gruppe von acht jungen Männern näherte sich dem Gipfel. Sie gingen ein für Ben unglaubliches Tempo, ohne zu keuchen, hatten sogar Luft genug zu plaudern. Alle trugen sie dunkelgrüne Hemden, graugrüne Jacken und olivfarbene Hosen mit Taschen an den Seiten und enorme Rucksäcke. Ihr unablässiges Schwatzen widersprach ihrer uniformen Kleidung. Oben angekommen, schüttelten sie einander die Hände mit den Worten: Berg Heil! Seltsamer Brauch, dachte Ben. Das Wort HEIL war ihm aus Vaters Erzählungen in unangenehmer Erinnerung. Auch Ben wurde so begrüßt. Keiner der Männer war älter als fünfundzwanzig und bis auf zwei sprachen alle ein brauchbares Englisch. Sie erklärten ihm, mit „Berg Heil“ äußere man den Respekt vor dem Berg und Dankbarkeit, unversehrt oben angelangt zu sein. Die jungen Männer holten dicke Würste, Käse und Schinken, Brot und Bier aus ihren Rucksäcken. Sie schnitten mit ihren Taschenmessern große Stücke ab und verschlangen sie mit Appetit. Kleinere Stückchen Brot zerkrümelten sie mit den Fingern und verstreuten sie für die Vögel. Auch mit vollen Mündern quatschten sie munter weiter. Einer drückte Ben eine Scheibe Schinken und ein Stück Brot in die Hand, ein anderer eine Flasche Bier.
„Danke, keinen Alkohol.“ sagte Ben, „Die Luft macht mir genug zu schaffen.“ Ein hagerer Blonder mit Brille reichte ihm seine Feldflasche mit Wasser und sagte in erstklassigem Englisch:
„Von deiner Sorte holen sie jedes Jahr mehr als ein Dutzend aus den Bergen.“ Er musterte Ben von oben bis unten und schmunzelte. Mit schlechter Ausrüstung gingen leider zu viele los, dass aber einer so gar nichts dabei habe, hätten sie noch nicht erlebt.
„In solchen Schuhen geht man tanzen, aber nicht auf die Berge, mein Freund!“ Sie fragten ihn, woher er komme. Ah! Ein Ami, kein Wunder also. Ben erzählte ihnen von seinem Vater.
„Dad hatte sich 1953 freiwillig gemeldet, er wollte unbedingt in Austria stationiert werden, im Land seiner Vorfahren. Er war in Vienna und ging in die Berge so oft er konnte. Seine Großeltern stammten aus diesem Tal. Mehr hatte er leider nicht herausbekommen. Dad sagte immer: »Man kann seine Wurzeln nicht abschneiden«. Und manchmal sagte er: »Vielleicht hätte ich in den Bergen bleiben sollen«“. Bens Verbundenheit ging noch nicht so weit, dass er gleich bleiben wollte, doch die Stille der Berge und die würzige Luft bekamen ihm ausgesprochen gut. Selbst die schneidende Schärfe, die er mit jedem Atemzug spürte, empfand er nicht mehr als unangenehm.
„Ich verstehe ihn von Tag zu Tag besser.“ sagte Ben, „Was für ein Ausblick! So muss sich ein Gläubiger in seinem Tempel fühlen.“
„Da schau her!“ sagte der Blonde mit der Brille, „Einen Romantiker hat’s selten unter den Amerikanern.“ Ruhe und Beschaulichkeit war es wohl nicht, was die jungen Männer hierher lockte, denn sie vertrieben die Stille ständig mit Witzen. Irgendeinem fiel immer etwas ein, eine kurze Bemerkung, und alle lachten. Der Blonde mit der Brille suchte die Gegend mit dem Feldstecher ab.
„Was suckst du?“ fragte Ben in schwerfälligem Deutsch.
„Ich schau, ob alles in Ordnung ist.“
„Und? Ist alles in Ordnung?“
„Na ja, wie man’s nimmt. Magst’ selber schauen?“
„Danke.“ sagte Ben, nun wieder in Englisch, „das verfälscht nur. Wenn ich was aus der Nähe sehen will, gehe ich dort hin.“
„Aber wenn du Tiere sehen willst, die dich nicht nah genug heranlassen: Murmeltiere zum Beispiel oder Gämsen....“
„Ich habe sie gesehen, ganz nah. Ihr hattet sie aufgescheucht.“
„Na gut. Wenn du nicht magst.“
Am Kreuz hing eine briefkastenähnliche Blechbox. Einer zog ein Buch heraus, trug seinen Namen, Datum und Uhrzeit ein und reichte es weiter. Der Blonde mit der Brille als Letzter drückte Ben das Buch in die Hand. Ben sah ihn verwundert an.
„Ja, du auch!“ Das sei nicht nur ein interessantes Dokument für die Nachwelt, sagte er, es diene auch statistischen Erhebungen und hätte so nebenbei schon manch Verunglückten das Leben gerettet.
„Wie das?“
„So eine Eintragung kann der Rettungsmannschaft die Suche enorm verkürzen.“ Da war sie wieder, die Gefahr der Berge! Eine Gefahr, die sich ihm nicht so recht erschließen wollte. Er fand einfach nur schön, was andere vor allem gefährlich fanden.
„Sie tragen die selbe Name wie ich.“ radebrechte Ben auf Deutsch zu dem Blonden, der sich mit dem Namen Hans Klein eingetragen hatte. „Allerdings, man hat meine Name unsere Aussprache angepasst.“ Dann schrieb er: Ben Kline, Fredericksburg, Texas, USA und gab das Buch an Hans zurück. Hans überflog Namen und Adresse und steckte das Buch wieder in die Blechbox.
„May be, wir sind verwandt.“ sagte Ben.
„Schon möglich.“ lachte Hans Klein, „Aber eher unwahrscheinlich. Der Name Klein ist hier sehr verbreitet.“ Seine Kameraden wussten gleich einige Wortspiele darauf zu machen.
- „Klein und Kline, ach wie fein, geben sich ein Stelldichein!“ -
- „Klein und Kline am Silberstein, kann das denn ein Zufall sein?“ -
Lachend nahmen sie ihre Rucksäcke auf und verabschiedeten sich. ‚Sie kamen gar nicht hierher, um hier zu sein,’ dachte Ben, ‚sie kamen, um weiter zu gehen.’ Den kurzen Aufenthalt hielten sie in Bewegung mit Plaudereien und Witzchen, als wäre es ihre verdammte Pflicht, damit die Zeit am Laufen zu halten. Jugendliche Unruhe? ‚War ich auch so unstet?’ fragte sich Ben. ‚Oh God! Die Jungs sind fünf bis zehn Jahre jünger als ich, und ich fühl mich vor ihnen wie ein alter Mann, nur weil ich die Ruhe suche, die sie verscheuchen.’
„Wir müssen weiter.“ sagte Hans Klein. „Kommst du allein zurecht, Bruder?“
„Thanks, guys“ sagte Ben, „I’ll take my rest and enjoy the atmosphere.“ Hans nahm den Rucksack wieder ab, löste seine Feldflasche, die an einem Lederriemen baumelte und reichte sie Ben. „Kannst mir später wieder geben.“
„Thanks a lot.“ sagte er, „Und wo finde ich dich?“
„Ich finde dich. So viele Amis sind ja nicht hier. Du bist sicher einer von der Gruppe aus der Pension Bergblick, oder?“
„That’s right.“
„So, take care, pass gut auf dich auf, Bruder!”
„Don’t worry, die Berge mögen mich. I feel it!“
„Na dann: Pfüati Gott.“ sagte Hans Klein.
„God – what?“
„Das heißt soviel wie: Behüt’ dich Gott, means: God save you.“ Als Hans seine Kameraden eingeholt hatte, lachten sie. „Nett is er ja, aber a komischer Vogel is er schon, der Ami.“
„Berg Heil.“ rief Ben ihnen nach, „Und vielen Dank!“ Sie liefen die steile Westseite des Berges hinunter, flink, wie vor ihnen die Gämsen. Was sie von den Tieren unterschied? Die Gämsen waren auf der Flucht, die Jungs schienen von etwas angezogen, in etwas hineingezogen. Die steile Rinne, die sie hinunterliefen, war voller Geröll, mit jedem ihrer Schritte gaben die Steine nach und trugen sie einige Meter nach unten. Sie surften regelrecht auf dem Geröll. Das Klacken der Steine absorbierte ihr albernes Gemurmel, wie Fremdkörper in einer Sanduhr zog es sie nach unten. Ben sah ihnen eine Weile nach, dann suchte er wieder die Einsamkeit, die von den Jungs verscheucht worden war und es brauchte eine Weile, bis sie sich wieder einfand. Die Dohlen stritten um Brotkrümel. Kaum spürbarer Wind. Am Himmel keine Wolke, Luft wie aus Glas. Unter ihm lagen die Täler zartgrün. Er spürte seinen müden Körper nicht mehr. So konnte es eine Weile bleiben. Aber von Osten her, der weniger steilen Seite, von der auch er aufgestiegen war, näherte sich schon wieder jemand, noch weit weg und klein wie eine Ameise. Wenn sein Vater von den Bergen gesprochen hatte, tat er dies als eine Empfehlung an alle, dorthin zu gehen, um dies Wunder zu erleben. Eine Empfehlung, die nicht ernst gemeint sein konnte, dachte Ben, denn das Wunder ist scheu, es mag keine Massen. Dann zog er seinen linken Schuh aus, streifte die Socke vom Fuß und sah, was er fühlte: Knapp unter dem Knöchel hatte die Oberkante des Schuhs die Haut gescheuert. „Tanzschuhe!“ hatten die Jungs gerade noch gespottet, „Der Ami geht in Tanzschuhen auf den Berg!“ Nun musste Ben selber lachen. Es stimmte ja, seine Halbschuhe taugten für so einen Aufstieg nicht. Seine Fußsohlen brannten. Er benetzte sein Taschentuch mit Wasser aus der Feldflasche und kühlte die gerötete Stelle. Dann zog er auch den rechten Schuh samt Socke aus, streckte seine Füße in die Luft und ließ sie vom Windhauch kühlen. Das grelle Licht zog seine Augenlider zu kleinen Schlitzen zusammen. Ben legte sich auf den Rücken und hörte nur noch, wie ab und zu das Flügelrauschen einer landenden Dohle die Stille zerschnitt. Hatte er geschlafen? Plötzlich hörte er Schritte, er fuhr hoch.
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