Gabriele D`Amori - Der Lehrling
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am Rhein, auf, dort wo auch der ehemalige Bundeskanzler Kohl
wohnt.
Es wird geschildert, wie ein Vierzehnjähriger bereits berufstätig
werden muss, was damals normal ist; wie sein Alltag aussieht,
wie er sich die Frage nach dem Sinn des Lebens stellt.
Die Lehre ist für ihn ein harter Lebensabschnitt, der schließlich,
infolge eines hoffnungslosen Liebeserlebnisses, in die Katastrophe
führt.
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Alfred hatte gerade die altehrwürdige Heidelberger Universität verlassen, wo er sich die Vorlesung zur Allgemeinen Anatomie, das heißt speziell zum Bewegungsapparat und der Eingeweidelehre, wie erwähnt, ohne Studienberechtigung, heimlich angehört hatte und war auf dem Weg in Richtung Neckarufer, als er auf dem Promenadenweg einer sehr schönen Frau begegnete, die ihm im Vorübergehen scheinbar anzulächeln schien. Das war der Moment, der in ihm den Gedanken auslöste, dass er mit seinen sechsundzwanzig Jahren vielleicht bald heiraten sollte, möglichst eine gute Partie, um seine finanzielle Misere zu beheben. Nur was hatte er anzubieten? Er hatte außer seinem Aussehen, seinen guten Manieren und seiner geschliffenen Aussprache wenig sonst vorzuweisen: Kein geregeltes Einkommen, keinen Titel, ja noch nicht einmal tanzen konnte er! Ach was, sagte er zu sich, nur keine Bescheidenheit, so was kommt bei Frauen nicht an. Am nächsten Kiosk erstand er die Mittwochausgabe der Rhein Neckar Zeitung , in welcher stets an diesem Wochentag eine umfangreiche Beilage mit Heiratsanzeigen enthalten war, stieg in die Straßenbahn nach Mannheim ein, setzte sich in eine Ecke und schlug die Zeitung auf. Sein Blick fiel nach einigem Suchen auf eine Anzeige, die seine Aufmerksamkeit fesselte. Da stand: „Junge, gut aussehende Kriegerwitwe, achtundzwanzig Jahre, vermögend, sucht gebildeten katholischen Partner zwecks Eheanbahnung.“ Das Wort vermögend gefiel ihm sehr gut; dass die Kriegerwitwe zwei Jahre älter war als er selbst, etwas weniger. Er schrieb dennoch an die in der Zeitung angegebene Chiffre: „Als junger, vielseitig interessierter, angehender Mediziner, habe ich Ihr Inserat in der Rhein Neckar Zeitung gelesen und würde mich sehr über ein Treffen mit Ihnen freuen. Ich bin sechsundzwanzig Jahre alt und katholisch. Mit vorzüglicher Hochachtung Alfred Jasper.“ Die Kriegerwitwe erhielt zahlreiche Zuschriften mit mehr oder weniger schwülstigen oder angeberischen Texten, weshalb ihr das kurze Schreiben von Alfred Jasper auffiel und sie ihm zurück schrieb. Man traf sich in einem Cafe´ am Wasserturm in Mannheim. Alfred fand ihr rassiges Aussehen sowie die Vermögensverhältnisse, eine größere Geldsumme auf der Bank, verführerisch, während sie sein sicheres Auftreten und seine rhetorischen Fähigkeiten bewunderte. Man war sich schnell einig, möglichst schnell zu heiraten.
Doch stellte sich beim Bestellen des Aufgebotes heraus, dass Maria Förster, so hieß die Kriegerwitwe, bei ihrem Alter geschwindelt hatte; anstatt zwei war sie tatsächlich fünf Jahre älter als Alfred. Alfred wiederum gestand ihr nach dem Standesamt, dass sein Medizinstudium lediglich ein Selbststudium der Naturheilkunde und der Homöopathie und seine gelegentlichen Vorlesungsbesuche illegal seien, da er mangels Abitur gar keine Studienberechtigung besitze. Der eigentliche Tiefschlag aber traf Alfred bei dem von Maria direkt nach der kirchlichen Trauung gemachten Geständnis, sie habe einen fünfjährigen Sohn von ihrem im Krieg gefallenen ersten Ehemann sowie über die Wahrheit des Geldbetrages auf der Bank. Letzterer sei das Mündelgeld für diesen Sohn namens Emil und eigentlich für dessen Unterhalt und Ausbildung gedacht. Alfred sah sich schwer getäuscht und schwor insgeheim, da er katholisch und damit die Ehe untrennbar war, ihr alles Zug um Zug zukünftig heimzuzahlen. Schon in der Hochzeitsnacht verlangte er die Herausgabe des Mündelgeldes zum Zwecke der von ihm zu bestimmenden Verwendung. Ferner wolle er weitgehend von der Erziehung des Stiefsohnes entbunden werden, da er seine Pläne hinsichtlich der Einrichtung einer Praxis für Naturheilkunde ungestört weiter verfolgen müsse. Maria war mit allem einverstanden und Söhnchen Emil, der bisher die meiste Zeit bei Marias Eltern in der Pfalz verbracht hatte, kam nun zurück; zuerst in die Mannheimer Wohnung und später in das mit dem Mündelgeld gekaufte Haus in Ludwigshafen Oggersheim, welches zuvor einem Mann gehörte, der im Anbau des Hauses eine Steinmetzwerkstatt betrieb.
Wie bereits berichtet, tat sich Alfred mit Herbert, einem Kriegskameraden, der wie er, Heilpraktiker werden wollte, zusammen. Gemeinsam entwickelten sie eine Reihe verschiedener Rezepturen aus Heilkräutern, die sie Kräuterkomplex nannten. Als sie ihre Ausbildung in Naturheilkunde erfolgreich beendet hatten und in den Deutschen Heilpraktikerbund eingetreten waren, trennten sich ihre Wege. Zu dieser Zeit war Alfred bereits Hausbesitzer und begann sich in Oggersheim eine Praxis einzurichten. Er nahm Kontakt zu einem Philippsburger Pharmazieunternehmen auf, welches in seinem Auftrag die Kräuterrezepturen umsetzte und sie in Tablettenform als Jaspers Kräuterkomplex in runden Pappröhrchen lieferte. Nur das Naturmittelchen gegen Herzbeschwerden wurde als Flüssigkeit in einem Fläschchen geliefert. Neben diesen Naturprodukten wendete Alfred hauptsächlich die Augeniris-Diagnose, sowie Bestrahlung und Massage, in seiner Praxis an. Zusammen mit seiner überzeugenden Redeweise, dem weißen Arztkittel und seinem Sauerbruch-Aussehen gewann er schnell Patienten aus nah und fern. Die Mund zu Mund Propaganda half dabei vortrefflich.
Das Haus in der Dürkheimerstraße, eigentlich eine Doppelhaushälfte, sah von der Straße, relativ klein, von der Seite her gesehen jedoch recht stattlich aus. Diesen Eindruck erzeugte die Bauweise eines vorne tief herabreichenden Daches und einer seitlich hohen Fassade. Neben dem Haus, rechter Hand gelegen, befand sich ein großer Garten mit Obstbäumen. Den Eingang vorne zierten zwei leicht bauchige Holzsäulen vor einem offenen kleinen Vorraum mit Geländer. Den idyllischen Eindruck vervollkommnete eine im Frühjahr herrlich blühende Glyzinie, welche an Hauswand und Säulen nach oben rankte. Nach Betreten des Erdgeschoßes betrat man gleich rechts das Behandlungszimmer, geradeaus das Wartezimmer und durch beide Räume gleichermaßen erreichbar, den Bestrahlungsraum. Links vom Eingang befandt sich eine Toilette sowie die Treppe nach oben zu den Privaträumen. Diese bestanden aus dem vorderen Zimmer des Stiefsohns Emil, dem dahinter liegenden Schlafzimmer von Maria und Alfred und geradeaus, aus der Wohnküche, von welcher es weiter nach hinten auf eine schmale Terrasse ging, die den Anbau überdachte. Das Wartezimmer war eigentlich das selten benutzte Wohnzimmer, das mit einem Standspiegel, einem Spieltischchen zum Aufklappen, Polsterstühlen und einem Klavier ausgestattet war und damit einen gutbürgerlichen, ja gehobenen Eindruck machte. Wie gesagt, wurde der Wohnraum nur selten, höchstens an Feiertagen, genutzt; meist saß die Familie in der Wohnküche.
Eine Besonderheit und, für damalige Verhältnisse eine Errungenschaft, bestand in einer Luftheizung, in welcher im Kachelofen des Bestrahlungszimmers erhitzte Luft in die Nachbarräume und nach oben in das Schlafzimmer sowie in das Zimmer des Sohnes gelangte, ohne Ventilator, einfach durch den Auftrieb der heißen Luft. Dieses Heizungssystem war das unfreiwillige Haus-Telefon, denn über den Luftkanal hindurch, verstand man fast jedes Wort, welches unten im Behandlungszimmer gesprochen wurde, wenn man nur dicht genug an der geöffneten Luftklappe im Schlafzimmer das Ohr anlegte. Pauls Großmutter Maria machte davon reichlich Gebrauch und erhob oft unberechtigte Vorwürfe gegenüber dem Großvater, insbesondere was gewisse Geräusche betraf, die bei der Massage entstanden, und von ihr missgedeutet wurden. Hier lag eine der Ursachen für die ständigen Streitereien, vor denen Stiefsohn Emil in eine Bäckerlehre mit Unterkunft flüchtete, sobald er vierzehn geworden war.
Im zweiten Weltkrieg wurde der Heilpraktiker wieder zur Marine für den Sanitätsdienst eingezogen, überlebte die Kriegsereignisse weitgehend durch Stationierung auf der Insel Sylt und kehrte in den ersten Nachkriegstagen mit dem Dienstgrad Feldwebel nach Oggersheim zurück, um hier gleich wieder seine Praxis zu eröffnen. Sein streng katholischer Glaube und seine humanistische, konservative Haltung, verbunden mit den Erlebnissen in zwei Weltkriegen, bewogen ihn, die Ortsgruppe der Christlich demokratischen Partei mit Gleichgesinnten in Oggersheim zu gründen. Jedoch als er in der damals heftig diskutierten Frage der Wiederbewaffnung auf einer Parteiveranstaltung äußerte: Ein demokratischer Staat kann nicht ohne Armee existieren, darauf aufs schärfste angegriffen wurde und sich die Worte gefallen lassen musste: Der Herr Feldwebel will wohl General werden, zog er sich aus der Politik zurück, ohne auf seine Parteimitgliedschaft zu verzichten. Die Praxistätigkeit wurde wesentlich erschwert, als er nach Kriegsende als Hausbesitzer Wohnraum für die ausgebombte Bevölkerung freimachen sollte und er sich für seine Schwiegertochter Anna mit ihren drei Kindern entschied, die noch in Maikammer an der Weinstraße in einem einzigen Raum des überbelegten ehemals jüdischen Weingutes hausten. Das Sprechzimmer wurde nun deren Wohnzimmer und das ehemalige Zimmer des Stiefsohns und in Kriegsgefangenschaft befindlichen Ehemanns von Mutter Anna wurde das Schlafzimmer für vier Personen. Das Sprechzimmer von Großvater Alfred war jetzt der ehemalige Bestrahlungsraum.
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