Gabriele D`Amori - Der Lehrling

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Paul ist mitten im 2. Weltkrieg geboren. Er wächst während der Nachkriegszeit in Oggersheim, einem Vorort von Ludwigshafen
am Rhein, auf, dort wo auch der ehemalige Bundeskanzler Kohl
wohnt.
Es wird geschildert, wie ein Vierzehnjähriger bereits berufstätig
werden muss, was damals normal ist; wie sein Alltag aussieht,
wie er sich die Frage nach dem Sinn des Lebens stellt.
Die Lehre ist für ihn ein harter Lebensabschnitt, der schließlich,
infolge eines hoffnungslosen Liebeserlebnisses, in die Katastrophe
führt.

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Das alles war sehr lange her, über ein Jahrhundert. Nun herrschte Krieg im Endstadium. Im Weinort, mit Anna und ihren Kindern, brach die Abenddämmerung herein. Anna kleidete die Kinder vollständig an, ehe sie diese zu Bett brachte. Diese Maßnahme hatte ihre Berechtigung, wie sich noch zeigen sollte. Es war gegen einundzwanzig Uhr, als ein Dröhnen vom Westen her vernehmbar wurde, welches ständig an Stärke zunahm. Die Luftschutzsirenen des Dorfes begannen zu heulen. Anna riss die Kinder aus dem Schlaf und zerrte die schlaftrunkenen Kleinen über den Hof des Gutes. Das Dröhnen in der Luft hatte nun ein gewaltiges Ausmaß erreicht. Paul blickte nach oben in den Abendhimmel, wo dicht an dicht im Pulk die Bombenflugzeuge in Richtung der Großstadt am Rhein flogen, um sie zu vernichten. Paul stand wie verwurzelt da, um dieses gewaltige Schauspiel zu schauen; etwas, was er nie mehr vergaß. Anna riss Paul an sich und stürzte mit ihm die Kellertreppe hinunter, die von außen aus zum Keller des Wohngebäudes führte.

Der Kellerraum war als provisorischer Luftschutzraum ausgebaut, das heißt er war weitgehend leer geräumt und mit Bänken ausgestattet. Obwohl kein eigentliches Ziel des Luftangriffes, war es nicht ausgeschlossen, dass durch vorzeitigen, unvorhergesehenen Bombenabwurf, auch ein fast dreißig Kilometer von diesem Ziel entfernt liegender Weinort, wie etwa Maikammer, in Mitleidenschaft gezogen werden konnte. Der Kellerraum war bereits von den Mitbewohnern des Hauses vollständig belegt. Widerwillig räumte man der Mutter mit ihren drei Kindern etwas Platz frei. Paul machte dieser Raum jedes Mal besondere Angst. Es war weder die drangvolle Enge noch die stickige Luft. Nein, es war diese rote Teufelsfratze, die gegenüber seinem Platz unter der Bank hervorgrinste, welche in ihm großes Entsetzen hervorrief. In Wahrheit waren es rote Feuerwehrschläuche, die hier deponiert waren, um einen etwaigen Brand schneller löschen zu können. Der schwach beleuchtete Raum und die merkwürdig verschlungenen Schläuche konnten in der Tat mit etwas Phantasie an ein Gesicht erinnern; besonders ab dem Zeitpunkt, als das elektrische Licht ausfiel und nur flackerndes Kerzenlicht als Ersatz angezündet wurde.

Bewegte dieses Gesicht nicht sein hässliches Maul, formten sich nicht etwa die Worte „Komm, komm, komm doch“? Paul drückte sich eng an die Mutter, die ihn mit den Worten zu beruhigen suchte: „Keine Angst Paulchen, es wird uns schon nichts passieren“. Anna versuchte dabei jedoch das leise dumpfe Grollen, das trotz der großen Entfernung des Bombardements im Keller zu vernehmen war, zu übertönen. Als sie das Wort Angst aussprach, die jeder spürte und sich in diesem Verließ mit Händen greifen ließ, zischten einige, man möge doch still sein. Paul kroch in dieser angstdurchtränkten Atmosphäre die Furcht immer weiter hoch und steigerte sich zur Panik. Die Fratze sagte zu ihm schon wieder und immer wieder: „Komm, komm, so komm doch“. Er konnte nicht mehr anders, er schrie es heraus, laut und schrill: „Nein, nein, nein, ich will nicht, ich komme nicht!“ Der ganze Keller war nun in Aufregung, die eigene Furcht brach sich Bahn. Sie schrien Anna an: „Stellen sie ihr Balg sofort ruhig“, oder, „schmeißt doch die Sippschaft raus“ und noch andere bösartige Worte fielen. Die Erlösung kam wie durch ein Wunder von den Dorfsirenen, die Entwarnung meldeten. Alles stürzte nach draußen in die Nacht, die jedoch in der Ferne erhellt wurde durch einen riesigen Feuerschein. In diesem Feuersturm ging dort die Großstadt am Rhein endgültig unter, ganz so als würde ein Höllenschlund sie verschlingen. Paul schaute mit seinen Geschwistern voller Staunen gebannt in die Richtung des grandiosen Schauspiels am Horizont, bis die Mutter sie in die Wohnung zurückholte.

Nachdem die Wohnung in der nach Ludwig I. benannten Stadt Ludwigshafen am Rhein verloren war und der Aufenthalt bei der Oma Kati nicht von Dauer sein konnte, verfügten die Behörden einen Umzug aufs Land, weg aus der direkten Gefahrenzone. Dabei fiel die Wahl auf Maikammer, den erwähnten Weinort in der Pfalz an der Deutschen Weinstraße, unterhalb der Ludwigshöhe. Dort, und das beförderte die Genehmigung, wohnten nahe Verwandte von Annas Ehemann Emil, dessen Mutter aus diesem Ort gebürtig war, und die Winzer waren. So kam es, dass die kleine Familie (deren Oberhaupt Emil an der Westfront kämpfte, wie es hieß), hilfreich unterstützt von Annas Schwester Margarete, welche die Kinder Marga nannten, sich zu diesem Fluchtort aufmachten.

Zunächst erfolgte eine Zugfahrt nach der größten Stadt am Fuße des Pfälzerwaldes, der Bezirksstadt Neustadt an der Weinstraße. Dort angekommen gab es ein Problem. Die Überlandstraßenbahn, welche dieses Neustadt mit dem künftigen Wohnort verband und darüber hinaus bis zum Ludwigsdenkmalort führte, war durch die Kriegsereignisse stillgelegt. Eingleisig, neben der Deutschen-Weinstraße verlaufend, war sie durch Tieffliegerangriffe beschädigt worden, die Fahrstromleitungen waren zerstört und die Fahrzeuge ausgebrannt. So waren die zwei Frauen mit den drei Kindern, Eva, Paul und Gerhard, gezwungen, die vielen Kilometer Wegstrecke zu Fuß zurückzulegen. An diesem heißen Augusttag sah dieser Treck dergestalt aus, dass die zwei älteren Kinder Eva und Paul neben dem kleinen Leiterwagen, der abwechselnd von Anna und Marga gezogen wurde, einher liefen. Auf dem Wagen befanden sich die Federbetten, ein wenig Kleidung und Hausrat und obenauf der Jüngste der Familie, Gerhardle. Die Deutsche Weinstraße führte durch schier endlos scheinende Weinberge und war an diesem Tag kaum befahren. Die Sonne brannte herab auf die heranreifenden Weintrauben, die eine zwar quantitativ gute Ernte, jedoch keine besondere Qualität versprachen. Es fehlte an allen Ecken und Enden die pflegende Hand des Winzers, der in den meiste Fällen an der Front stand. Die kleine Gruppe atmete die klare Luft ein und genoss die friedvolle Natur als etwas Außergewöhnliches in diesen kriegerischen Zeiten. Nach einigen Kilometer zurückgelegten Weges jedoch verwandelte sich das Wohlbehagen stetig und zunehmend in Anstrengung und Mühe. Pauls kleine Füße begannen zu schmerzen. Er beneidete nun seinen jüngeren Bruder, aber zunehmend stärker auch seine um ein Jahr ältere Schwester, die immer öfter auf dem Wagen mitfahren durfte. Als er darüber klagte, sagte die Mutter wie auch die Tante, er sei doch ein ausdauernder und willensstarker Junge und solle durchhalten. Dies erfüllte ihn derart mit Stolz, dass er weiterlief. Er hielt durch bis zu der neuen Behausung im Weinort Maikammer und genoss die Bewunderung der Erwachsenen, obwohl er total erschöpft war und keinen Meter mehr gehen konnte.

Die Ankömmlinge waren nicht sehr willkommen. Der Bürgermeister, bei welchem sie ihre Ankunft meldeten, klagte über die Belastung des Ortes durch die vielen Zwangszugewiesenen, vor allem über fehlenden Wohnraum, und zeigte sich als wenig verständnisvoll. Die Verwandtschaft von Anna verwies auch prompt auf die eigenen, beengten Wohnverhältnisse und die vorhandene schlechte Ernährungslage, da mit Wein in diesen Zeiten kaum etwas zu verdienen sei und man mit Wein nicht satt werden könne. Nur durch Mitarbeit im Wingert sei eine gewisse Hilfe möglich, so offerierten sie Anna. Wie sollte sie dies aber mit ihren drei kleinen Kindern bewerkstelligen? Tante Marga musste schnell wieder abreisen, da sie in der Kriegswirtschaft gebraucht wurde. Anna war nun ganz auf sich selbst gestellt in diesen unerfreulichen Verhältnissen. Die Kinder hatten es ebenfalls nicht leicht im Dorf. Erwachsene wie Kinder des Ortes sahen in ihnen unerwünschte Fremde und behandelten sie entsprechend unfreundlich. Der Mensch war in dieser Zeit reduziert auf das Überleben des eigenen Ichs; ein Selbsterhaltungswille, der alles andere dominierte. Anna war gezwungen ihre Kinder überallhin mit zunehmen, auch zur Arbeit in den Weinbergen.

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