Diese betäuben und töten die Nerven und Schmerzrezeptoren bzw. blockieren Enzyme. Die eigentlichen Ursachen werden durch die Schmerztabletten meist nicht behoben. Verstellen Sie die Zündung Ihres PKW und er wird nicht mehr einwandfrei anspringen. Was machen Sie dann? Diesel tanken statt Benzin? Das Auto auf den Schrott schmeißen?
→ Nein, Sie fahren mit dem Ziel in die Werkstatt, dass der Motor wieder einwandfrei läuft, lassen das tatsächliche Problem analysieren, den Fehler auslesen und möglicherweise beheben.
Was tun Sie für sich?
Was unternehmen Sie gegen Ihre Schmerzen?
Nehmen Sie einfach eine Tablette oder beschäftigen Sie sich mit den Ursachen?
Warten Sie ab, ganz nach dem Motto:
„Was von alleine kommt, geht von alleine wieder“?
Enzyme:Ein Enzym, früher Ferment, ist ein Stoff, der eine oder mehrere biochemische Reaktionen katalysieren kann.
Sind Sie bereit Zeit, Mühe, Geld und Arbeit in Ihr Auto zu investieren?
→ Dann TUN Sie es auch, für sich.
Bei den meisten Patienten vergehen Schmerzen nicht von allein oder verschwinden gänzlich. Das Gegenteil ist der Fall. Legen Sie sich hin, bleiben Sie liegen und Sie werden Ihren Körper innerlich absterben lassen!
→ Wenn Sie schmerzfrei werden möchten, dann BEWEGEN SIE SICH und das ABER RICHTIG!!!
Jahrelange monotone und einseitige Bewegungsmuster lassen Dysbalancen entstehen! Alles, was nicht benutzt wird, verkürzt sich. An den Bewegungsorganen, verkürzen sich Muskeln, Sehnen, Bänder, Faszien. Folglich wird sich alles verkürzen. Denn was nicht benutzt wird, das schrumpft wie ein Luftballon, der zu lange in der Sonne liegen bleibt.
Muskuläre Dysbalancen
Merke:
Unter muskulären Dysbalancen(Ungleichgewicht) versteht man also übermäßige Muskelverkürzungen (Kontraktionen) bei gleichzeitiger Abnahme ihrer Dehnungsfähigkeit und/oder Muskelabschwächungen zwischen Agonist (= Spieler) und Antagonist (= Gegenspieler) sowie dem Synagisten (= Mitspieler)
Durch einseitige Kraftentwicklung kann das Gleichgewicht zwischen Anspannung und Entspannung verloren gehen und Muskelverkürzungen werden hervorgerufen. Der Grund dafür ist naheliegend. Er findet sich häufig in mangelnder bzw. fehlender körperlicher Beanspruchung, einseitige Belastung beim Sport oder im Alltag, ungenügende Regenerationszeit, falsche Bewegungsausführung oder durch Verletzungen am Bewegungsapparat.
In der heutigen Zeit sind die Modernisierung und der Fortschritt der Technik ein zunehmender Auslöser für das Ungleichgewicht im eigenen Körper. Maschinen übernehmen die Arbeit, Computer übernehmen das Denken, kaum noch Tätigkeiten lassen sich ausmachen, die ein Mensch ohne Hilfsmittel ausübt!
Eine Folge der Unterstützung durch die Einwirkung Dritter (Maschinen) ist, Muskulatur und Gehirn entwickeln sich merklich zurück. Die Muskulatur verkümmert und die Denkprozesse im Körper verbrauchen immer mehr Zeit und Energie.
→ Ich könnte behaupten:
„Menschen können Schmerzen und Nichtkönnen erlernen!“
Muskuläre Dysbalancen können Wirbel, Knochen und Gelenke aus ihrer Bahn ziehen. Skoliosen entstehen nicht ohne Grund. Nur ein geringer Teil von Skoliosen ist angeboren.
Was passiert mit meiner eigenen Muskulatur, wenn ich sie nicht mehr benutze?
Was passiert mit meinem Gehirn, wenn ich andere für mich denken lasse?
Wie entwickeln sich meine Synapsen?
Diese Verformung der Wirbelsäule ist irreparabel. Jedoch „können“ unter dem richtigen Dehnen und Kräftigen der verantwortlichen, umliegenden Muskulatur die Schmerzen erfolgreich abgestellt werden. Die Wirbelsäule bildet dabei in der Regel mehrere, einander gegenläufige Bögen, die sich kompensieren, um das Körpergleichgewicht aufrechtzuerhalten (S-Form). Eine Skoliose kann bei allen Wirbeltieren einschließlich Fischen vorkommen.
Die Skoliose beim Menschen wurde erstmals schon in der Antike vom griechischen Arzt Hippokrates beschrieben und behandelt. Jedoch können Sie Skoliosen durch richtiges Training stützen.
Warum sind Muskeln verkürzt?
Sind Muskeln dauerhaft angespannt oder fehlbelastet, bilden sie kleine Verdickungen in ihren Fasern. Die so genannten Triggerpunkte. Diese Myogelosen verkürzen den betroffenen Muskel und hindern ihn daran, normal zu funktionieren. Durch eine extreme Muskelverkürzung können sogar Wirbel, Knochen oder Gelenke aus ihrer Position gezogen werden.
Woher kommen Skoliose-Schmerzen?
Egal, welche Ursachen einer Wirbelsäulenverkrümmung zugrunde liegen, die Schmerzen kommen mit großer Wahrscheinlichkeit ausschließlich von den Muskeln, genauer gesagt von deren Triggerpunkten.

Abbildung 2 Dysbalancen 5
Warum ist jeder unserer 650 Muskeln ein Organ?
Wenn wir uns die Definition anschauen, was ein Organ beschreibt, so ist ein Organ ein spezieller Körperteil aus unterschiedlichen Zellen und Geweben. Ein Organ ist eine abgegrenzte Funktionseinheit in einem vielzelligen Lebewesen. Ein Organ geht auf eine eigene Organanlage zurück und durchläuft eine spezifische Organogenese. Das Zusammenspiel der Organe realisiert den Organismus. Organe sind funktional durch Organsysteme direkt miteinander verbunden. In einem Organ findet ein Stoffwechsel statt. Somit ist ein Muskel demzufolge ein kontraktiles Organ, dessen Aufgabe darin besteht, Teile des Körpers aktiv zu bewegen.
Skoliose: (altgriechisch: σκολιός, skolios „krumm“) ist eine Seitabweichung der Wirbelsäule von der Längsachse mit Rotation (Verdrehung) der Wirbel um die Längsachse und Torsion der Wirbelkörper – begleitet von strukturellen Verformungen der Wirbelkörper.
Torsion:Bedeutet „Drehung“ bzw. „Verdrehung“. Wird der physiologische Bewegungsspielraum einer Körperstruktur dabei überschritten, spricht man auch von einer Distorsion.
Wirbelkörper:Als Wirbel(lateinisch vertebra) wird in der Anatomie das knöcherne Element der Wirbelsäule bezeichnet. Jeder Wirbel besteht aus dem Wirbelkörper, dem Wirbelbogen, zwei Querfortsätzen (je einer rechts und links), dem Dornfortsatz und vier Gelenkfortsätzen.
Synapsen:Synapse heißt die Stelle neuronaler Verknüpfung, über die eine Nervenzelle in Kontakt zu einer anderen Zelle steht – einer Sinneszelle, Muskelzelle, Drüsenzelle oder anderen Nervenzelle.
Quergestreifte Muskulatur
Man unterscheidet die quergestreifte Muskulatur, die charakteristische querstreifige Fasern aufweist. Dazu gehören die Skelettmuskulatur und die Herzmuskulatur. Als weitere Form der quergestreiften Muskulatur kann man die Hautmuskulatur abgrenzen, diese wird häufig von den meisten Autoren zur Skelettmuskulatur gezählt.
Glatte Muskulatur
Die glatte Muskulaturbesitzt keine Querstreifung und wird deshalb als glatt bezeichnet. Sie ist nicht der bewussten Kontrolle unterworfen und wird vom vegetativen Nervensystem innerviert und gesteuert. Hierzu zählt zum Beispiel die Darm- und Gefäßmuskulatur.
Der Muskulatur wird in einigen Bereichen zu wenig Bedeutung in der Genesung von Krankheiten und Verletzungen geschenkt. Die Funktionalität der Muskulatur bei Erkrankungen und deren Auswirkungen auf alle anderen Organsysteme des menschlichen Körpers ist überlebenswichtig.
Alle Skelettmuskeln sind quergestreifte Muskeln.
Diese arbeiten in Muskelketten miteinander.
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