Jonathan Pielmayer - Viva la Pizza

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Auch das noch! Nach sechs Monaten Praktikum gibt es für Lucas die Kündigung anstelle der Festanstellung. Dabei ist er für den Job extra in eine fremde Stadt gezogen. Gleich wieder zurück in die Heimat und im Familienbetrieb arbeiten, kommt für ihn nicht in Frage. Lieber heuert er erst einmal als Pizzabäcker in einer Italo-Franchise-Gastronomie an. Doch entgegen den dortigen grammgenauen Rezepten von Quattro Stagioni und Frutti di Mare lässt sich das Leben nicht in ein starres System pressen. Er verliebt sich, prügelt sich, sorgt für eine Überschwemmungskatastrophe und fliegt auf einem Hochbett in die Karibik.
Ein liebenswertes und unterhaltsames Buch über Pizza – dem besten Essen der Welt – das Reisen, die Heimat und an das, was wir «Lebensweg» nennen. Viva la Vita, viva la Pizza!

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Er wartete eine Weile, doch die Zeit drängte. Nur noch eineinhalb Stunden und die Autovermietung würde ihre Pforten schließen und zusätzlich zum nächsten Tag noch eine saftige Strafbuße berechnen. Also wildes Klingeln bei den anderen Parteien im Haus. Eine etwas entnervte Mutter mit Kind sowie eine ältere Dame machten freundlicherweise auf, wusste aber auch nicht, wo der Vermieter abgeblieben war, der einst großspurig seine Hilfe beim Ausladen zugesagt hatte.

So blieb Lucas nicht anderes übrig, als die alte Dame zu überreden auf seinem Schreibtischstuhl neben dem offenen Transporter zu wachen. Nur vorsichtshalber. Dann zerrte, hob und schleppte er sein gesamtes Inventar in das Haus rein. Alles was vor seiner Wohnungstüre unter dem Dach Platz fand, wurde dort gestapelt. Der Rest quer über das Treppenhaus verteilt. Es war Spätsommer und der Abend ungewöhnlich warm. Der Schweiß rann Lucas über Stirne und Rücken und schon nach dem dritten Aufstieg zu seiner Dachwohnung war er klitschnass. Irgendwann wurde es der Dame auf dem Wachposten langweilig und sie bat um etwas Erfrischung. Um ein Gläschen ihres Wacholderbrands, den sie immer so gerne Abends trank. Was nach dem zweiten Glas zur Folge hatte, dass sie mit einem Mal die Funktionen eines Bürostuhls mit Rädern unglaublich faszinierend fand. Jauchzend drehte sie sich immerzu im Kreis und konnte gar nicht genug davon bekommen, in bester Downhill-Manier die abschüssige Straße vor ihrer Haustüre runter zu preschen. Vielleicht war es auch einfach schon zu lange her, als sie das letzte Mal auf solch einem Möbelstück gesessen hatte. Irgendwann als Tippse in einem Staatskonzern Anfang der Achtziger Jahre oder so. Unglücklicherweise kam sie nach ihren Talfahrten nicht mehr alleine hoch zum Sprinter. Also musste Lucas sie zurückschieben, wenn er wieder einen Umzugskarton holte. Auch da er fürchtete, der Vermieter könnte ob seiner Verspätung mit stark überhöhter Geschwindigkeit die 30er-Zone entlang donnern und seine auf einer Sekretärinnen-Seifenkiste entgegenkommende Mieterin per Frontalzusammenstoß ins überfrühte Jenseits katapultieren. Als Dank für das Zurückschieben drängte sie Lucas jedes Mal auch zu einem kleinen Wacholderbrand. Weil ein so hart arbeitender junger Mann nun mal auch etwas Erfrischung bräuchte. Außerdem wolle sie nicht alleine trinken. Erst Recht nicht hier draußen auf offener Straße. Die körperliche Anstrengung trieb Lucas den Alkohol tief unter die Schädeldecke und er musste immer und immer wieder irgendwelche Bücher- oder Brettertürme neu stapeln, weil die dumme Schwerkraft nicht mit seinen statischen Fähigkeiten einverstanden war.

Zwanzig vor Acht zwängte er sich schließlich mit zugekniffenen Augen und rasendem Puls hinter das Lenkrad des Sprinters, kurvte hektisch zum Bahnhof und schaffte es bei der ganzen Konversation der Fahrzeugrückgabe, seinen Mund weitgehend geschlossen und die Schnapsfahne zurück zu halten. Jedem Bauchredner wäre vor Ehrfurcht die Puppe aus der Hand gefallen.

Bei seiner Rückkehr erwartete ihn ein aufgebrachter Vermieter, der keinerlei Verständnis für den messie-haft gestapelten Hausrat in seinem Treppenhaus aufbrachte. Bedauern für sein Nichterscheinen allerdings auch nicht.

Später fand Lucas dann heraus, dass er mit seiner Frau bei einer schamanischen Sitzung war, um die Krähenfüße seiner Gattin behandeln zu lassen. Mit nur mäßigem Erfolg allerdings. Die alte Dame hatte es ihm erzählt. Bei einem ihrer gelegentlich abgehaltenen Wacholderbrandrunden im Spätherbst.

An diesen ersten Tag muss Lucas denken, während er die letzten Stücke seiner Salami-Paprika-Schafskäsepizza vertilgt. Und daran, dass er seinen Vermieter immer noch nicht wegen dem zu kalten Wasser aus der Dusche angesprochen hat. Zumindest konnte es nach diesem grotesken Anfang damals nur noch bergauf gehen. Und das ging es auch. Stück für Stück richtete er sich seine geliebte Dachwohnung ein und machte es sich häuslich. Im Job lief es ohnehin sofort reibungslos. Seine Brüder hatten mit ihrer ganzen Bedenkenträgerei unrecht gehabt. Bis jetzt. Von Null auf Hundert einmal episch geschrottet. Mit durchgetretenem Gaspedal gegen die Wand gekachelt und so richtig schön mit dem Gesicht voran auf das Armaturenbrett gedrückt worden. Totalschaden.

Lucas schaut auf die Uhr und überlegt, ob er einen von ihnen anrufen und die schlechte Nachricht loswerden soll? Sieben Stunden, nachdem alles noch in bester Ordnung war. Oder seine Eltern? Aber das käme auf das Gleiche raus. Sein Smartphone ruht unschlüssig in der Hand. Das Schwarz der Benutzeroberfläche wirkt müde und abgeschaltet. Wenn man jetzt drauf drückt, würde es einen nur mit dem hellem Bildschirm quälen.

Nein. Er war nicht quer durch die Republik gezogen, um nach dem ersten Crash die Karre zum Altschrott zu schicken. Selbst wenn er sich offensichtlich einmal sauber um den Pfeiler gewickelt hat. Sein Studium hat er zu gut abgeschlossen, um nicht noch einen Ersatzwagen in der Garage zu haben. Einen richtigen Brummer. Mit dem er dann ganz direkt in einer anderen Unternehmensberatung anfangen kann. Ohne Praktikum. Gleich mit Vollanstellung. Sofort am Wochenende würde das Bewerben losgehen.

Am folgenden Samstag, die Verabschiedung in der Firma tags zuvor fiel den Umständen entsprechend eher nüchtern aus, reißt sich Lucas am Kiosk die ganze Bandbreite an Stadtzeitungen unter den Nagel. Jeden kleinbürgerlichen Anzeiger, jedes regional halbwegs relevante Bezirksblättchen – Hauptsache im Stellenteil lassen sich ein paar Jobangebote finden.

Bepackt, als würde er den Vogelkäfig eines Flugsauriers ausmisten, steuert er sein Zuhause an. Ungeduldig schließt er die Haustüre auf und prallt fast mit seinem Vermieter zusammen.

»Oh, da hat es einer aber eilig.« Der Vermieter beäugt neugierig den Stapel Zeitungen unter Lucas Arm. »Wenn du dir die Zeitungen abonnierst, sparst du dir den Weg zum Kiosk.«

Lucas nickt. »Schon klar, Herr Daxler, aber das war ein Einmalkauf. Ich lese sonst nur Online-Nachrichten.«

»Sicher. Kann bei jungen Leuten wie euch gar nicht mehr anders laufen, was? Oder hast du einfach nur ein bisschen Altpapier gebraucht? Da hätte ich dir meine alten Zeitungen geben können. Aber so ist der Junge. Lieber gleich losziehen und kaufen, als einmal nachfragen.«

»Nein, nein. Ich brauche nur die Stellenanzeigen. Und manchmal findet man in den Zeitungen andere, als im Internet. Nur vorsichtshalber.«

»Stellenanzeigen?« Herr Daxler wird misstrauisch. »Was ist mit deiner Arbeit?«

»Also … die …« Lucas merkt, wie die Farbpalette in seinem Gesicht von Rot bis Zinnober reicht. Daran hatte er ja gar nicht gedacht. Er bekam die Wohnung ja nur, weil er glaubhaft versichern konnte, in der Stadt eine feste Arbeitsstelle mit geregeltem Einkommen zu bekommen. »Also das blieb doch nur bei einem Praktikum. Also, ist noch nicht ganz klar. Wir sind noch in Verhandlung. Jetzt habe ich sowieso erst einmal Urlaub. Und einfach nur vorsichtshalber schaue ich mal, was der Markt sonst so hergibt. Und natürlich, was mein tatsächlicher Wert ist, damit ich bei der finalen Gehaltsverhandlung ein Druckmittel in der Hand habe. Sie verstehen schon, oder?«

Herr Daxler scheint nur halbwegs zu verstehen und kneift beunruhigt seine Augen zusammen. »Ich habe keine Lust meine Miete vom Amt zu bekommen. Die sind da nicht sonderlich zuverlässig. Und dir kann ich nur raten, sich im Berufsleben durchzusetzen. Sonst überholt dich schnell mal einer und du kannst sehen, wo du bleibst.« Missmutig rafft er seine Post zusammen und trottet zur Treppe rüber. Er trägt einen seidenen Morgenmantel mit fragwürdigem Paisleymuster. Untendrunter schaut ein blau-weiß-gestreifter Pyjama hervor. Seine nackten Füße stecken in ausgelatschten Lederpantoffeln.

Leiden konnte Lucas seinen Vermieter noch nie. Mit seinen schulterlangen schwarzen Haaren, dem schlaffen, sonnengegerbten Gesicht und dieser ganzen Eso-Leder-Macke sieht er aus wie das verbrauchte Stunt-Double von Pierre Brice. Einer, der beim Winnetou-Dreh zu oft die Szene mit dem Pferdesturz drehen musste und sich nun verbittert zurückzieht, weil die Welt ihm nie die erhoffte Dankbarkeit entgegen brachte.

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