Ilse Wind - Lebenszeichen

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"Da hast Du aber einen guten Schutzengel gehabt" ist ein beliebter Spruch, wenn man einer brenzlichen Situation entkommen ist. Der Protagonistin Daniela Stolz gibt ihr Schutzengel ein klares «Lebenszeichen», als sie die schwere Aufgabe übernimmt, ihre Mutter in einem Mordprozess zu verteidigen.

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Er sprang auf und ging zu seinem Schreibtisch, wo eine schlichte Karaffe und mehrere Gläser auf einem silbernen Tablett standen. „Natürlich, entschuldigen sie, wie unaufmerksam.“ Er schenkte ein Glas ein und brachte es mir. „Denken sie noch einmal darüber nach, den Fall einem ihrer Kollegen zu überlassen.“

Als ich das Glas nahm, berührten sich unsere Hände und mir wurde klar, dass der Schwindel nicht allein durch meine Lüge hervorgerufen worden war. Was machte mich plötzlich so anfällig für die Signale der Männer? Erst Ali, jetzt Dr. Schnell und dabei hatte ich doch wirklich andere Probleme, als mich mit Amouren zu beschäftigen.

Ich trank und atmete tief durch, um wieder Herr meiner Sinne zu werden.

„Ich werde über ihren Rat nachdenken. Aber ich glaube, meine Mutter baut darauf, dass ich sie verteidige.“

Dr. Schnell setzte sich wieder zu mir an den Tisch und blätterte weiter in seinen Unterlagen.

„Kann ich mir eine Kopie ziehen?“ fragte ich und deutete auf die Akte.

„Das ist ihr gutes Recht. Ich wünschte, ich könnte mir auch Kopien von ihren Unterlagen ziehen“, sagte er mit einem unwiderstehlichen Lächeln.

„Es gibt nichts, was sie nicht besser wüssten als ich. Was ist zum Beispiel mit dem Geld, um das sich meine Mutter mit Gabriel gestritten haben soll? Haben Sie es bei Gabriel gefunden?“

Er blätterte in den Aufzeichnungen und meinte, dass man einen Aktenkoffer mit Gabriels persönlichen Dingen, einen Laptop und rund dreitausend Euro in den Praxisräumen sichergestellt habe. „Den Laptop werten die Kollegen gerade aus“.

„Liegt das Obduktionsergebnis schon vor?“ fragte ich und wurde von dem Läuten seines Telefons unterbrochen. Gerade jetzt, da ich meine Fassung wieder gefunden hatte und richtig los legen wollte, klingelte dieses blöde Telefon.

Schnell sah mich mit leicht verlegener Mine an und entschuldigte sich

„Es ist vermutlich wichtig, denn ich hatte gesagt, dass ich nicht gestört werden will.“ Er ging zu seinem Schreibtisch.

„Kein Problem“, flötete ich gönnerhaft, als ob mir diese Großzügigkeit das Gefühl der Überlegenheit geben könnte.

„Schnell, was gibt’s?“ fragte er knapp in den Hörer. Seine Gesichtszüge verdunkelten sich. Er drehte sich zum Fenster, dass ich ihn nur noch von hinten sah. Seine Stimme wurde leise. „Gibt es dafür eine Erklärung? – Wie ist das möglich?“

Er fühlte sich durch meine Anwesenheit ganz offensichtlich gestört.

„Ich rufe in einer Minute zurück“.

Er wandte sich mir wieder zu und legte auf. Offenbar überlegte er, wie er mich loswürde. „Mögen Sie sich in der Zwischenzeit ihre Kopie ziehen? Ich habe ein wichtiges Telefonat zu führen.“

Er stockte und sah mich mit seinen blauen Augen eindringlich an.

„In einer anderen Sache“, schob er nach.

Bereitwillig schnappte ich mir die Akte und ging hinaus. Letztlich standen die Antworten auf meine Fragen ja alle in der Akte. Ich würde das Gespräch also nicht fortsetzen müssen. Dennoch interessierte mich, welche Nachricht er offenbar gerade über das Telefon bekommen hatte. Ich war sicher, dass es unseren Fall – nein meinen Fall – betraf.

5. Kapitel

Es wurde verdammt Zeit, dass ich meine Hausaufgaben machte. Wie viele Quellen hatte ich bisher nicht genutzt? Die Zeitung berichtete bereits den zweiten Tag von dem Mord, das Internet war voll mit Informationen und all die Anrufer hatten mir doch ganz offensichtlich irgendwas zu sagen. Zurück im Büro startete ich den Laptop, nahm mir die Abendzeitung von heute Morgen und legte die Kopie der Strafakte auf meinen Schreibtisch. Bei Sonja hatte ich eine große Tasse Kaffee bestellt und war fest entschlossen, heute eine Nachtschicht einzulegen, um endlich auf einen für mich selbst akzeptablen Stand der Recherche zu kommen.

In der Abendzeitung stand nur, dass Gabriel de Santos ein weltbekannter Geistheiler war und dass er in der letzten Woche eine Reihe von Heilsitzungen abgehalten hatte. Auch von einem Seminar war die Rede, das offenbar am Wochenende in den Räumen einer Münchner Heilpraktikerin statt gefunden hatte. Dass es nach meinem Kenntnisstand eine Physiotherapie-Praxis war, spielte sicher keine Rolle. Allerdings tauchten dann doch die ersten Namen seiner berühmten Patienten auf, allen voran die Society-Lady Vanessa März, die ganz offen über ihr freundschaftliches Verhältnis zu Gabriel sprach und erzählte, dass er sie von ihren jahrelangen Migräne-Qualen befreit hatte. Sie befürchtete, dass sie ohne die regelmäßigen Behandlungen von Gabriel wieder in diese schrecklichen Schmerzen zurück fallen würde. Sie zeigte sich mehr als bestürzt über den Mord an diesem einzigartigen Mann, der geradezu göttliche Fähigkeiten hatte. Es war ihr unerklärlich, wie jemand diesem Retter der Menschheit ein Leid antun konnte.

Ähnlich hatte ich auch die Worte meiner Mutter gedeutet, wenn vielleicht auch nicht ganz so pathetisch. Auch Michaela Wind hatte Gabriel fast gottgleich geschildert. Es musste etwas dran sein, dass dieser Mensch mit übernatürlichen Kräften arbeitete. Die Eingabe seines Namens ergab bei Google rund siebzehntausend Treffer.

„Gabriel de Santos – Kanal für Dr. Adam Karl“ schien mir die treffendste Quelle zu sein. Hier bestätigten sich die Erzählungen von Michaela Wind, dass Gabriel auf der Suche nach Heilung für seine Tochter im Gebet ein mystisches Erlebnis hatte, bei dem sich die Verbindung zu Dr. Karl auftat. Dr. Karl war im ersten Weltkrieg Militärarzt gewesen und hatte sich nach seinem Tod bereits in den fünfziger Jahren eines Brasilianers namens Jesus Barreira als Medium für die irdische Fortführung seiner Heilkunst bedient. Diesen Menschen machte Dr. Karl vor allem dadurch berühmt, dass er ihn mit rostigen Scheren und Messern hantieren ließ. Diese barbarisch anmutenden Methoden verhalfen Jesus Barreira zu Weltruhm.

Die nunmehr bereits zwanzig Jahre andauernde Erfolgsgeschichte des Gabriel de Santos war in einem dokumentarischen Werk mit dem Titel „Der Heiler mit dem Küchenmesser“ niedergeschrieben worden. Dr. Karl benutzte Gabriel als Medium und operierte ohne Anästhesie und dennoch schmerzfrei. Ein Link auf der Website führte zu kleinen Filmsequenzen, in denen man sich von der Wahrheit dieser Worte überzeugen konnte. Ich klickte darauf und sah in das Gesicht des Gabriel de Santos, genau so fröhlich und lausbubenhaft wie Michaela Wind ihn beschrieben hatte. Und dann veränderte sich der Ausdruck in seinen Augen, sie wurden starr und blickten durch den Betrachter hindurch; die Züge um Mund und Nase wurden hart und kantig, das Freche wich der Fratze, könnte man sagen. Dieser Mann flößte einem in jedem Fall Respekt ein. Die Kamera zoomte zurück und richtete den Fokus auf das Skalpell in seiner Hand, das einem jungen Mädchen eine Geschwulst aus dem Arm schnitt. Das Mädchen zeigte dabei keine Regung. Es saß ruhig auf einem Stuhl und wirkte zufrieden, während das Gesicht der daneben sitzenden Mutter eher von einer gewissen Panik gezeichnet war. Mit sicherer Hand führte Gabriel das Messer, ein Rinnsal Blut lief den Arm herab und aus der etwa vier Zentimeter langen Wunde presste er mit eine Geschwulst heraus und warf sie in einen bereit stehenden Behälter. Als er zur Nähnadel griff, kämpfte ich mit einer aufkommenden Übelkeit und klickte zum Selbstschutz den Film weg. Unter den weiteren angebotenen Szenen stand die Warnung, dass diese Filme für Menschen mit empfindsamem Gemüt nicht geeignet seien und so verzichtete ich erst einmal darauf, dieses Anschauungsmaterial zu sichten.

Die Vorstellung, dass Gabriel diese Art von Operationen möglicherweise im Beisein meiner so zart besaiteten Mutter ausgeführt hatte, fand ich sehr befremdlich. Hatte Mama vielleicht sogar selbst Hand an sich legen lassen? Mir stand sicher ein interessantes Gespräch mit Susanne bevor.

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