Team epubli - 100 Tage
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Dann sagte er nichts mehr, tauschte mit seinem Partner einen Blick aus und sie zogen den Mann weiter.
Sie brachten ihn in einen Raum im blauen Haus. Von innen strahlten ihm weiße Wände entgegen, in die Türen in geringem Abstand eingelassen waren. Er dachte daran, dass hinter einer dieser Türen der Gärtner, den sie vor drei Tagen erst festgenommen hatten, sitzen könnte oder der Junge, der noch nicht mal achtzehn Jahre alt war und einen Leib Brot gestohlen hatte.
Die Polizisten drückten den Mann in einem kleinen Raum auf einen Stuhl.
Er sah sich um. Das Fenster war ausbruchsicher vergittert, es standen noch drei weitere Stühle da und sonst war der Raum leer. Er kam sich unbehaglich vor.
Die Polizisten hatten ihn losgelassen und beobachteten ihn aus dem Stand, statt sich ebenfalls zu setzen. Warteten sie auf etwas? War das hier der Verhörraum, der Entscheidungsraum, was man nun mit ihm anstellte?
Er räusperte sich.
„Es sieht nicht aus wie ein Gefängnis hier.“, sagte er und meinte die blaue Fassade und die hellen Flure, sowie auch dieses Zimmer weiß war.
Es kam ihm merkwürdig vor, denn warum sollte ein so schrecklicher Ort, ein Gefängnis, einladend für die Leute aussehen? Das passte nicht. Irgendwas stimmte damit nicht.
Der Polizist, den er noch nicht reden gehört hatte, antwortete ihm. Er hatte ein hartes, unfreundliches Gesicht und stechende Augen, erkannte der Mann, jetzt, wo er ihn ansehen konnte und sie ihn nicht festhielten.
„Das ist eine gute Vorbereitung auf den Tod.“, sagte der Polizist völlig ungerührt.
Der Mann hätte ihn wütend angeschrien, doch er hatte keine Kraft dazu und war so ruhig geworden, dass es ihn selbst fast erschreckte. Er hatte aufgegeben und er hatte es akzeptiert.
„Es ist grausam.“, murmelte er.
Die Polizisten lachten beide auf, als hätte er einen guten Witz gerissen. Er sah sie nicht an, sondern aus dem Fenster, durch das er die Arena im Blick hatte. Darin spielten sich schlimme Dinge ab, die er sich lieber nicht vorstellen mochte, bevor es für ihn so weit war, dort hinein zu gehen. Er hoffte, der Bürgermeister würde ihm einen anderen Tod gewähren, ihn an den Galgen hängen oder einfach erschießen. Er wollte nicht zum Mörder werden. Er hatte Angst davor.
„Wenn sie sterben, wollen sie es dunkel um sich herum, das quält sie weniger. Aber diesen Luxus gönnt Herr Corvin ihnen nicht. Du wirst es schon verstehen, sehr bald, sehr bald sogar.“, sagte der Polizist mit den harten Zügen, die letzten Worte nur noch murmelnd.
Er war dem Mann nicht geheuer, nichts war ihm hier geheuer. Obwohl die Sonne durchs Fenster schien und niemand eine Waffe auf ihn richtete.
Einer seiner Diener überbrachte ihm die freudige Botschaft.
Er klatschte in die Hände und rief durch den Saal: „Fein, fein!“
Dann schlug er die Beine auf seinem ledernen Thron übereinander und setzte ein zufriedenes Lächeln auf.
„Ein neuer Häftling.“, murmelte er zu sich selbst.
Er rieb sich die Hände und nickte seinem Diener zu, er könnte wieder gehen. Dieser verließ den Saal und schloss die Tür hinter sich, sodass Corvin alleine war.
Es war ein langer, schmaler Saal mit hoher Decke, an die der Himmel gemalt war. Ein blauer, wolkenloser Himmel, an dem pechschwarze Raben ihre Kreise zogen.
Drei Stufen führten zu Corvins Thron, obwohl er kein Monarch war, verhielt er sich wie ein König und sah sich selbst auch insgeheim als solch einer an.
Er war der Mächtigste, der Herrscher über sein Volk. Er konnte sie bestrafen oder verschonen. Aber warum sollte er ihnen Gnade erweisen? Sie hatten sie doch nicht verdient.
Dieses erbärmliche Volk lebte im Dreck und war faul, sich genug Geld zu verdienen. Geld musste man sich erarbeiten. Macht erhielt man durch Reichtum.
Corvin stand auf und zog sein Hemd zurecht, legte sich seinen langen, schweren Mantel um, der mit Goldperlen bestickt war und stieg die Stufen hinab.
Er wollte den Gefangenen besuchen, sich ihn ansehen, entscheiden, was mit ihm geschehen sollte. Er brauchte neue Kämpfer, er würde ihn wohl antreten lassen. Denn dieser eine, besonders starke, blutrünstige Kerl, ließ sich einfach nicht besiegen. Vielleicht aber diesmal schon, wenn ihm seine Polizisten einen guten Kämpfer mit Muskeln und Köpfchen, davon hatte der Starke nicht sonderlich viel, mitgebracht hatten.
Er ging auf die Tür zu. Seine Schritte hallten von den hohen Wänden wider, auf dem blankgeputzten Boden spiegelte er sich. Er fuhr sich über die schwarzen Haare und die Wange, dessen Haut so straff war, wie in seiner Jugend. Jemand wie er, von so hohem Ansehen, konnte es sich nicht leisten, älter zu werden. Trotz seiner siebzig Lebensjahre sah er jugendlich und schön aus, mehrere Operationen hatten ihm zu diesem Aussehen verholfen.
Er war nicht nur unglaublich mächtig, sondern auch noch gut aussehend. Er lächelte zufrieden.
1
Es waren so viele Kartoffeln, dass sie für einen ganzen Monat reichen würden, um jeden satt zu machen.
Die Bauern waren unglaublich stolz auf ihre reiche Ernte und versprachen sich einen hohen Ertrag, wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Die Ladefläche des Trucks war voll gestapelt mit Holzkisten, jede bis zum Rand gefüllt. Es brauchte viele starke Männer, die die Kartoffeln ausluden und zum Marktstand trugen. Die Kartoffelbauern standen neben ihrem Stand und verkauften eifrig, immer wieder kamen Käufer und drängelten, um bei einem der Bauern zu bezahlen und im Gegenzug Kartoffeln zu bekommen. Der Preis war auch so niedrig, wie lange nicht mehr und es war für alle eine Freude zu kaufen und verkaufen.
Dieser Tag war einfach ein guter Tag.
Ein junger Mann stellte eine Kiste auf dem Boden ab und wischte sich lächelnd den Schweiß von der Stirn. Er beobachtete das Gedrängel an dem Stand, der viel zu klein für die gesamte Ernte war. Doch die Kartoffeln waren so schnell weg, wie er und die anderen Männer neue Kisten anschleppten.
Er war schon völlig außer Puste und sein T-Shirt war schweißdurchtränkt, es war allerdings auch ein sehr warmer Sommertag, doch er ging immer wieder zum Truck, nahm eine Kiste und brachte sie zum Verkaufsstand, während die anderen sich eine Pause genehmigten.
„Liam.“, hörte er seinen Namen und drehte sich nach der Stimme um.
Es war sein Kindheitsfreund Jonas. Er warf ihm eine Wasserflasche zu. Er fing sie auf und bedankte sich. In wenigen Schlücken trank er die Flasche leer.
„Übernimm dich nicht.“, meinte Jonas.
Er runzelte fast ein wenig besorgt die Stirn. Jonas war ein Jahr jünger als William und kam erst mit zehn Jahren ins Waisenhaus, wo man ihn mit seinem seit nun acht Jahren besten Freund in ein Zimmer steckte. Beide Jungen hatten schreckliche Dinge erlebt, die man ihnen nie gewünscht hätte. Doch es war geschehen und nicht zu ändern. Wäre es anders gekommen, wären sie beide heute ganz andere Menschen und hätten sich vielleicht gar nicht kennen gelernt. Dann wäre zwischen ihnen auch keine dicke Freundschaft entstanden.
Liam hatte dem Schicksal vergeben und sich zu einem jungen Mann mit einer guten Seele entwickelt. Er war hilfsbereit, fleißig und ein kluger Kopf. Man könnte sich nun fragen, warum er auf dem Markt arbeitete und Kisten schleppte, statt in der Universität zu sitzen und Klausuren zu schreiben. Die Antwort war einfach, aber ungerecht. Ihm fehlte das Geld zum Studieren.
Unumstritten war er klüger als viele anderen in seinem Alter, die ein Studium begannen, doch er konnte noch so schlau sein, wenn er kein Geld hatte, brachte ihm das gar nichts.
Für seinen achtzehnten Geburtstag hatten die Betreuer und Arbeiter im Waisenhaus eine beachtliche Summe zusammen gespart und es hätte wunderlicherweise gereicht, sein erstes Studienjahr zu finanzieren, doch er hatte, so selbstlos und bescheiden wie er war, es nicht annehmen können und blieb auf dieser Seite des Zauns, obgleich es seine einmalige Chance gewesen wäre, der Armut zu entkommen und sich eine großartige Zukunft aufzubauen.
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