Team epubli - 100 Tage
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„Ist das alles, wonach Sie trachten?“, hatte er sie angeschrien, als er seine Beherrschung aus purer Verzweiflung und Wut verlor.
„Geld? Ist es das Einzige? Was ist mit Ihrem Gewissen? Da drüben sterben Leute, nur weil Sie ihnen ihre Hilfe verwehren. Sie könnten so viele Leben retten! Sie haben die Mittel dazu! Warum tun sie es dann nicht?“
Für einen Moment hatte sie überrascht gewirkt und blinzelte mehrmals, doch dann wurde sie ärgerlich und verzog den geschminkten Mund.
„Wir sind nicht für euch verantwortlich.“, hatte sie leise, aber überzeugt gesagt.
Ihre Stimme und ihr Blick waren eiskalt. Dann tippte sie auf den Bildschirm zu ihrer Rechten. Er hatte sie bitterböse an gefunkelt.
Ihr ordentlich zurück genommenes blondiertes Haar, ihr perfektes Make-up, die künstliche graue Iris, in der silberne Partikelchen schimmerten und ihre weiße Kleidung; alles an ihr präsentierte, dass sie wohlhabend war, dass sie das Geld zu solch unnötigen Dingen besaß. Kümmerte sie es wirklich nicht, wie es drüben aussah, oder schaute sie nie hinüber, durch den Maschendrahtzaun, der zwei verschiedenen Welten voneinander abtrennte?
Sie noch weiter anzuschreien, hatte er keine Gelegenheit gehabt, denn Sekunden später hatten ihn die kräftigen Hände von hinten gepackt, die ihn immer noch im Griff hatten und ihn von dem Schalter weg gezerrt. Er war überrumpelt worden, hatte nicht darüber nach gedacht, was die Frau in ihren Bildschirm eingegeben hatte und sich dafür selbst verflucht. Er hatte gerufen, dass seine Frau todkrank wäre und sein Stimme hatte verzweifelt geklungen.
In diesem Moment meinte er, hätte er in dem strengen Gesicht der Frau etwas zucken sehen, eine Regung von Mitgefühl. Doch dann hatte sie die Lippen fest aufeinander gepresst und sich von ihm abgewandt.
Er hatte weiter geschrien, bis sein Hals heiser war.
Was er damit bezwecken wollte, wusste er nun selbst nicht mehr, denn die Frau hatte ihm ihre Hilfe verweigert und ihm war klar, dass sie ihre Meinung durch seinen Protest nicht geändert hätte. Doch er hatte schreien müssen, wie ein Verrückter, dessen Leben davon abhing, denn er war so weit vorgedrungen, ohne gefasst zu werden, war unbemerkt über den Zaun gekommen und ins Krankenhaus und hatte die Chance gehabt, die Leute umzustimmen.
Er hatte wirklich geglaubt, sie würden weich werden und ihm helfen. Doch was hinter dem Zaun geschah, interessierte sie offensichtlich nicht. Das konnte er einfach nicht verstehen. Wie in Gottes Namen konnten die, denen es so gut ging, nicht ihre Fähigkeiten teilen?
Er verlangte nicht einmal Geld oder sonstige Güter. Er verlangte doch nur Hilfe, war das denn nicht menschlich? Und war es nicht auch menschlich, den Bedürftigen zu helfen?
Unter den Reichen und Gebildeten waren so viele Ärzte, ein Kinderspiel wäre es für sie, eine Grippe zu heilen oder die Symptome seiner armen Frau zu lindern.
Er hatte um sein Leben geschrien, denn ihres hing von seinem Erfolg ab. Doch er war gescheitert und wurde sich nun bewusst, was dies bedeutete. Sie musste sterben.
Er blieb stehen, was die beiden Polizisten überraschte.
Er schnappte nach Luft und hielt sie an, dann blies er sie langsam aus. Nicht nur sie war nun auf der Schwelle des Todes, er war es höchstwahrscheinlich auch. Der Bürgermeister würde sich über eine neue Spielfigur für seine barbarischen Spiele teuflisch freuen.
Er lachte verbittert.
Die Polizisten in ihren dunkelblauen Anzügen guckten ihn komisch an und packten seine Arme fester. Sie glaubten, der Mann wäre verrückt geworden. Erst wagte er sich über den Zaun, eine gefährliche Kletterpartie, dann in eine öffentliche Einrichtung, was regelrecht lebensmüde war, schrie wie ein Durchgedrehter und brach nun in eine gruselige Heiterkeit aus. Diese verflog so schnell wie sie gekommen war.
Der Mann brach völlig unerwartet zusammen. Er sackte auf den Boden und sie konnten ihn nicht aufrecht halten. Also gingen sie mit ihm in die Hocke und warteten, ob er wieder aufstehen würde. Diese Gefühle passten besser zu dem, was ihm bevor stand. Natürlich wusste er es und fing an zu verzweifeln. Er musste sterben, Corvin würde ihn sicherlich nicht am Leben lassen.
Während die beiden Polizisten sich also fragten, was in dem Mann vorging, dachte er nicht über seinen eigenen Tod nach, so wie sie es vermuteten.
Er erinnerte sich seines Sohnes, der ein Waise wäre, wenn seine Mutter schied und er nicht zurückkehrte. Sein Sohn hätte weder Vater noch Mutter. Es war genug, dass er seine geliebte Frau verlor, doch seinen Sohn ließ er auch im Stich. Er hatte die Verantwortung für beide.
Die Polizisten verloren die Geduld und zogen den unglücklichen Mann an den Armen hoch. Er wehrte sich nicht und ließ sich widerstandslos weiterziehen.
Er hatte aufgegeben. Alles war verloren, nichts war mehr zu retten. Jetzt konnte er sich auch abführen lassen, denn er hatte begriffen, dass er machtlos war. Er wollte für die kämpfen, die er über alle Maßen liebte, aber es machte doch keinen Sinn. Seine Frau würde sterben und er konnte seinen Tod genauso wenig verhindern, denn er konnte den Polizisten nicht entkommen.
Sie waren zufrieden, dass der Mann sich nicht mehr wehrte. Sie dachten, sie hätten gewonnen, ihn endlich still bekommen.
Doch wer den Mann besiegt hatte, war die Verzweiflung. Die Erkenntnis der bitteren Realität.
In die Menschen auf dieser Seite des Zauns hatte er jegliche Hoffnung verloren. Sie hatten die Macht über die Leute auf der anderen Seite, weil sie über deren Tod und Leben entscheiden konnten. Sie hatten sich für den Tod entschieden.
Der Palast war gewaltig. Er stand im Herzen der Stadt und die armen Menschen sahen davon nur die goldene Spitze der Kuppel, was ihnen gemeinerweise den Reichtum des Bürgermeisters vor Augen führte.
Es war ein riesiges weißes Gebilde. Zu beiden Seiten eines Zylinders, auf der die Kuppel saß und in die das mächtige, prunkvoll verzierte Tor eingelassen war, gingen rechteckige Steinbauten ab, in die hunderte Fenster mit gelben Rahmen eingesetzt waren. Zum Palast führte ein langer, sandiger, breiter Weg. Am Tor, auch der Palast war abgetrennt von seinem umhüllenden Häuserring, aber mit einer hellen Sandsteinmauer in einer Höhe von fast zwei Metern, standen mehrere Wachen, die es von innen öffneten und die Polizisten mit ihrem Gefangenen reinließen.
„Das wird den Herrn freuen!“, sagte einer der Männer mit einem ekelhaften Grinsen.
Er schob das Tor hinter ihnen wieder zu und stellte enttäuscht fest, dass der Gefangene keine Anstalten machte, zu fliehen oder schwierig zu werden, geschweige denn, auf seine provokanten Worte wütend zu reagieren.
Der Mann wurde am Palast vorbei auf den Hinterhof geführt. Dort stand ein Gebäude, das von außen mit seiner hellblau angestrichenen Fassade ganz und gar nicht den Eindruck machte, als halte man dort Männer und Frauen gefangen, die meisten wegen Kleinigkeiten verurteilt wurden, weil sie etwas gesagt oder getan hatten, dass dem Bürgermeister nicht gefiel oder weil sie geklaut oder handgreiflich geworden waren. Nur die Wenigsten unter ihnen waren ernsthafte Verbrecher, wie Mörder oder Vergewaltiger.
Mit Grauen entdeckte der Mann den Klotz, der aus der Erde ragte, als er seinen schlaff herunter hängenden Kopf hob. Er war quadratisch, der Lack glänzte und die Sonne spiegelte sich darauf. Sie brannte auf die Arena. Angst durchfuhr ihn und er zuckte zusammen. Die Polizisten spürten seine plötzliche Aufgebrachtheit und einer von ihnen machte endlich den Mund auf. Der Mann erschrak, er hatte nicht geglaubt, das diese Männer tatsächlich mit ihm sprechen würden.
„Zwei Drittel sind in die Erde versenkt. Unterirdische Gänge führen von dort“, er zeigte auf das Gefängnis, das dem Mann so harmlos vorkam, „in die Arena.“
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