Team epubli - 100 Tage
Здесь есть возможность читать онлайн «Team epubli - 100 Tage» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:100 Tage
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:3 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 60
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
100 Tage: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «100 Tage»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
100 Tage — читать онлайн ознакомительный отрывок
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «100 Tage», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
Also lächelte sie, doch es kam ihr so schrecklich falsch vor. Sie unterdrückte die Tränen, denn sie wollte, nein, sie musste stark sein. Für ihren Sohn.
„Ja.“, antwortete sie ihm mit leiser, heiserer Stimme.
Sie hatte in den letzten Tagen selten gesprochen. Sie war so schwach. Nie in ihrem jungen Leben war es ihr so schwer gefallen sich zu beherrschen.
Als William wieder lächelte und es war ein überzeugtes, wahres Lächeln, drückte die Last ein wenig leichter auf ihre zarten Schultern.
Plötzlich wurde die Tür aufgerissen.
Darin stand die Bäckerin, die William den Kuchen gebacken hatte. Es war noch gar nicht lange her.
Doch diesmal hatte sie keinen Kuchen dabei und sah auch nicht aus, als käme sie wegen solcher Dinge. Ihre Augen waren weit aufgerissen, ein Ausdruck der Panik lag auf ihrem blassen Gesicht und sie atmete schwer, als hätte sie sich abgehetzt.
„Er wurde festgenommen!“, rief sie außer Atem.
Sie kam in den Raum und ließ die Tür hinter sich offen.
William sah verwirrt seine Mutter an, deren Gesicht eine ungesund graue Farbe angenommen hatte. Sie stützte sich auf einen Arm und blickte die Bäckerin entsetzt an. Diese kam ans Bett, auf einmal völlig aufgelöst, und streichelte erst William über den Kopf, dann nahm sie die schlaffe Hand seiner Mutter in die ihre.
Ihre Lippe zitterte, als sie weitersprach.
„Er ist über den Zaun gestiegen, ich habe die Kisten gesehen, die er auf dieser Seite gestapelt hat. Der Herr Lehrer erzählte mir, wo er hin ist. Oh, es tut mir so leid!“
Sie brach in Tränen aus und verbarg das Gesicht in den Händen. Ihr Körper bebte. William wusste nicht, wie er sich in dieser Situation verhalten sollte. Wenn seine Mutter geweint hatte, sollte er es nicht beachten, doch die Bäckerin sah aus, als könnte sie jemanden gebrauchen, der sie tröstete. Also tätschelte er ihren Arm.
Sie sah auf, das Gesicht ganz rot, die Augen geschwollen und lächelte dankbar.
„Danke, mein Junge.“, schluchzte sie.
Sie brauchte eine Weile, bis sie sich gefasst hatte und erneut zu erzählen begann.
„Er wurde gesehen mit zwei Polizisten. Sie haben ihn an den Armen gepackt und neben sich her geführt. Sie kamen aus dem Krankenhaus. Er hat gerufen, seine Frau sei krank, wie könnten sie einer Sterbenskranken nur Hilfe verweigern? Doch die Männer schoben und zerrten ihn weg.“
Es wurde still im Raum und diese Stille war unerträglich.
William musste die Dinge erst verarbeiten. Er war noch so jung und er verstand erst nicht, was es hieß, sterbenskrank zu sein oder was mit seinem Vater geschehen war. Er war weg, das wusste er, aber wohin hatten sie ihn gebracht? Und überhaupt, was hatte sein Vater denn getan? Hat er etwas Böses gemacht? Polizisten fangen böse Leute. Aber sein Vater war nicht so einer. Ganz bestimmt nicht. Da war William sich sicher.
„Mama, was heißt das?“
Seine Mutter sah ihn an.
Sie wusste, dass sie ihm nun die Wahrheit sagen musste. Jetzt war es noch viel schlimmer. Wenn sie nicht mehr da wäre und ihr Mann war abgeführt worden, wer sollte sich um das Kind kümmern? Er hätte keinen mehr. Sie hatte plötzlich solche Angst. Hoffentlich würde der Bürgermeister ihren Mann wieder gehen lassen. Mit Schlägen käme er noch gut davon. Aber wenn er kämpfen musste oder direkt ermordet wurde? Welcher Laune würde der Herr nachgehen?
Sie hoffte so sehr, er hätte heute einen guten, gnädigen Tag. Sie wollte sich nicht eingestehen, dass dies ein dummer, naiver Gedanke war. Sie wusste, wie der Herrscher war und doch wollte sie nicht an seine Grausamkeit glauben.
Ihr Mann musste überleben. Für ihren Sohn. Ihren Liam, der ein lieber, herzensguter kleiner Junge war.
Sie merkte, dass sie ihn hatte lange Warten lassen. Er schaute sie an, unsicher, ungeduldig.
„Es...es heißt, dass Papa erst mal nicht nach Hause kommt.“
„Wann kommt er wieder?“, fragte William.
Sie schluckte.
Die Bäckerin wich ihrem Blick aus und schlug die Augen zu Boden. Es war die schwerste aller Aufgaben, einem Kind die gnadenlose Wahrheit zu sagen. Es brach ihr das Herz in tausend Stücke.
Sie hob die Hand, aber sie hatte keine Kraft, sie bis an Williams Gesicht zu führen, um über seine Wange zu streichen. Sie wollte ihren Kleinen trösten. Er war so jung. Zu jung, um solch schreckliche Dinge zu erfahren und sie zu verstehen. Doch bald musste er damit klarkommen, dann wäre er kein kleiner Junge mehr, sondern musste stark sein. Seine Kindheit wäre vorüber. Viel zu früh.
„Vielleicht kommt Papa gar nicht mehr nach Hause.“
William starrte sie an.
In seinen großen blauen Augen sammelten sich Tränen. Er schniefte und strich sich mit dem Handrücken über die Nase. Er fragte nicht Warum, was ein Kind in seinem Alter getan hätte. Er blieb einfach ganz still und sah seine Mutter an.
„Und du, musst du auch sterben?“
Seine dünne Stimme zerschnitt die Luft und seine Worte trafen sie dort, wo sie am Verletzlichsten war.
Sie holte tief Luft. Sie hustete und hustete, bis ihre Augen feucht waren und sie geschwächt ins Kissen sank. Ihre Lunge brannte wie Feuer.
Sie schloss die Augen und wünschte sich, sie könnte für ihn da sein, wie es eine Mutter sein sollte. Vor ihren geschlossenen Augen erschien er und er stand vor ihr, sah sie an. Doch er entfernte sich immer weiter von ihr. Sie rief in ihrem Kopf nach ihm, streckte die Hand nach ihm aus, aber ihr Sohn war unerreichbar. Sie weinte und schluchzte seinen Namen, bis ihre Stimme nur noch ein flehendes Winseln war, wie das eines Hundes.
„Komm, Liam.“, hörte sie die Stimme der Bäckerin.
Die Bäckerin nahm William an den Schultern, sodass er sie ansehen musste. Er war steif wie ein Brett, sein Blick war noch immer starr geradeaus gerichtet.
Sie zog ihn zu dem alten Schaukelstuhl, der schon mehrere Generationen in diesem Haus überdauert hatte, und setzte ihn auf ihren Schoß. Dann wiegte sie mit ihm vor und zurück. Der kleine, magere Junge krümmte seinen Rücken. Die braunen Haare fielen ihm in sein blasses, ausdrucksloses Gesicht. Er schloss hinter seinem Vorhang aus dichten Haaren die Augen und leise kullerten ihm Tränen die Wangen hinab und tropften auf seine verdreckte, löcherige Hose.
Eine tiefe Schwärze umhüllte ihn und er dachte, nie wieder die Augen öffnen zu können. Die Lider waren ihm so schwer und er sah kein Licht in der Dunkelheit.
Es war der Moment gekommen, in dem er verstanden hatte, was mit seiner Mutter war und wo sein Vater hingebracht wurde. Beide würden nicht mehr zurück kehren. Von da, wo sie hingingen, gab es keinen Weg zurück. Das wusste er.
Denn als seine Großeltern gestorben waren, kaum ein Jahr war es her, hatten es ihm seine Eltern erklärt.
Er war ein kluger Junge und jetzt wünschte er sich, es nicht zu sein. Er wollte das alles nicht verstehen. Mama und Papa konnten nicht einfach gehen. Er brauchte sie doch. Was sollte er nur ohne sie machen?
Er wehrte sich, doch die Hände, die seine beiden Oberarme umklammerten, waren wie Schraubstöcke. Er selbst war kräftig, weil er jeden Tag schwere Kisten mit Ernteprodukten schleppte, aber gegen zwei Polizisten konnte er nicht ankommen. Sie redeten kein Wort mit ihm oder untereinander, während sie ihn abführten. Auch, als er geschrien hatte, hatten sie ihm nicht das Schweigen befohlen. Sie hatten ihn einfach weiter gedrängt.
Seine Versuche, sie irgendwo zu treffen, parierten sie mühelos. Trotzdem gab er nicht auf.
Er wusste natürlich, wo sie ihn hin brachten und das konnte er nicht zulassen. Schließlich hatte er nichts getan, außer im Krankenhaus um Hilfe gebeten.
Er hatte die Frau hinter der Rezeption angefleht, einen Arzt zu schicken, doch sie war regungslos geblieben und hatte gesagt, er sollte verschwinden, da es ihm nicht erlaubt wäre, hier zu sein, auf der anderen Seite des Zauns und er kein Geld für die Behandlung hätte.
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «100 Tage»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «100 Tage» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «100 Tage» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.