Dr. René-Lou van Brock - Eden ohne Gott?

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Adam, Eden und das Paradies; Eva, die Schlange und die Sünde … die gute alte Geschichte aus der Bibel, die wir alle irgendwie zu kennen glauben. Der Autor der vorliegenden Eden-Story überrascht nun aber mit einer völlig neuen und vor allem weltlichen Interpretation von Eden. In dieser Form liest sich die alte Geschichte wie eine moderne Sci-Fi-Story, wie ein spannendes Hollywood-Drama: Es handelt von Gen-Technologie und Designer-Menschen. Es handelt aber auch von Verrat und Intrigen und von der ganz großen Liebe. Und obwohl der Autor immer eng am biblischen Text bleibt, stehen in seinem Eden am Ende einige Ereignisse geradezu auf dem Kopf; z. B. Adam als Retter der 'Götter' aber auch als erster psycho-somatischer Patient; Eva ist zunächst gar nicht eingeplant, muss dann aber bald die Rolle einer Art Sex-Sklavin übernehmen … Und wir lesen erstaunt, die Menschen sind gar nicht das Hauptanliegen von Eden, sondern sie sind eine Verlegenheitslösung der 'Götter' – nach Plan B. Und schließlich das ganz unschöne Ende: Eden wird von den Feuer-Schlangen (Seraphim) in den Untergang geputscht, und der armen Eva wird am Ende alles in die Fellschuhe geschoben. Mit seiner mutigen Neu-Interpretation von Eden gelingt van Brock beides: Er kann den Leser fesseln und gleichzeitig überzeugen. Aber wir sollten vielleicht auch warnen: Fast wie nebenbei gelingt es ihm, den 'Gott' von Eden in Frage zu stellen und daraus herzuleiten, dass der Glaube auch entbehrlich sei.

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Seit den Erzählungen von Dänikens in den endsechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts ist die Meinung diesbezüglich hierzulande und darüber hinaus tief gespalten. Darüber wird allerdings kaum direkt gestritten und auch nur wenig argumentiert. Die Fronten sind verhärtet. Die einen fragen sich, wer sonst soll es gewesen sein, und woher sonst sollte diese Spezies kommen? Die andern machen dazu wegwerfende Handbewegungen, begleitet von mitleidig-ironischem Lächeln. Keiner ist wirklich bereit, den andern ernst zu nehmen. Diese Spaltung ist seitdem eingefroren wie eine Eis-Skulptur. Für uns persönlich lautet die Frage heute längst nicht mehr: Ist eine extraterrestrische Spezies in Eden die denkbare Alternative zum 'Gott‘ der Bibel, sondern die Frage ist: Welche Alternative zu extraterrestrischen Akteuren ist in Eden sonst noch denkbar? Treten wir doch einmal einen Schritt über den Kreis unserer Enkulturation zurück, schauen wir uns um, und beantworten wir uns die Frage: Was in unserer Welt kann noch unwahrscheinlicher sein als Gott? Und Wer im Hinblick auf die Existenz extraterrestrischer Intelligenz Beweise anmahnt, darf zuvor gern mit Gott anfangen.

— Da wird es knapp mit Phantasie.

Unser persönliche Verhältnis zu Gott und zum Glauben entstammt im Übrigen einem verblüffenden Paradox: Die Diskussion um Außerirdische hatte uns bis dahin nicht wirklich interessiert — auch von Dänikens nicht. Erst als wir den Eden-Text der Bibel zum ersten mal genauer gelesen haben, sind wir auf die Idee der Existenz extraterrestrischer Intelligenz gekommen. Die Bibel selbst hat uns darauf gebracht. Erst aufgrund des hochsuggestiven Science-Fiction-Charakters der Eden-Geschichte haben wir über Alternativen zum Gott der Bibel nachgedacht.

Mit dem weiter oben beschriebenen Zugang ist es möglich, ein Eden abzubilden, das den heutigen Plausibilitätsprüfungen in den wesentlichen Punkten standhält. Im Hinblick auf die Erschaffung 'Adams' erscheint uns jedenfalls auf dieser Basis das Wirken extraterrestrischer Intelligenz deutlich plausibler als die Annahme eines körperlosen 'Gottes' mit Launen und sonorer Stimme aus dem metaphysischen Off — für dessen Existenz es im Übrigen auch in der Bibel so gut wie gar keine Anhaltspunkte gibt außer seiner Bezeichnung: 'Gott'. Aber was heißt das schon? Es ist nur ein Name ... Wie schon gesagt: Die ihm zugeschrieben Handlungen könnten heute auch von Christiaan Barnards Nachfolgern ausgeführt werden. Wir werden das im Einzelnen noch aufgreifen und weidlich differenzieren.

Was ist heute noch so interessant an Eden?

Im Kapitel 2 Mose; Vers 16 geschieht etwas Besonderes: Da tritt kein allgewaltiger Schöpfer auf, der in wenigen Tagen das Universum entstehen lässt. Sondern Gott erscheint als Kommunikator. Er spricht nicht nur so allgemein in den Raum oder zu sich selbst wie bei der Schöpfung des Universums. Sondern er richtet das Wort gezielt an den Menschen, den er zuvor gemacht und in den Garten Eden gesetzt hat. Dabei übermittelt er spezifische Ge- und Verbote. 'Gott' schafft hier nicht mehr in rigoroser Endgültigkeit (wie zuvor geschildert) universale Tatsachen sondern er macht sozusagen 'Vorschläge'. Er gibt Anweisungen, deren Folgeleistungen er zwar nahelegt, mit denen er aber dem Menschen einen gewissen Freiraum, einen Handlungsspielraum gestattet. Er überlässt dem Menschen, ob er Folge leistet oder nicht. 'Gott' scheint sich hier zu wandeln vom ultimativen Schöpfer zum Kommunikator, und es sieht so aus als begäbe er sich damit auf eine völlig andere Ebene des Seins. Allerdings erscheint uns der qualitative Unterschied zwischen dem Metier 'Schöpfung' und dem Metier 'Kommunikation' derart grundsätzlich und die Zäsur so tiefgreifend, dass wir prinzipiell nicht annehmen, es könnte sich hier um denselben 'Gott' handelt. Wir gehen also davon aus, der kommunikative 'Gott' von Eden ist eine ganz andere, in sich geschlossene Interaktions-Entität mit einer, was Eden betrifft, ganz begrenzten Absicht. Dieser 'kommunikative Gott' begegnet uns zuerst in Eden — und nur da können wir ihn auch widerlegen.

Eden hat von Anfang an Projekt-Charakter. Deswegen ist der Stoff auch als Geschichte sehr handlich und hat schon in der kurzen Darstellung der Bibel in etwa den Charakter einer short story. Inhaltlich und formal trennen wir die Eden-Geschichte von der universalen Schöpfungsgeschichte vollkommen ab und nehmen sie als eigenständige formale und dramatische Einheit, als einen in sich geschlossenen Plot.

Wenn wir nun die Eden-Story hier neu erzählen, stellen wir alsbald fest, aktuelle Bezüge zur Gegenwart drängen sich immer wieder auf. Hier nur kurz einige, wenige Beispiele:

> Wir erwähnten schon, die Schöpfung Adams steht in der vorliegenden Eden-Geschichte überhaupt nicht in Konkurrenz zur allgemein akzeptierten Evolutionstheorie! Bei unserer Lesart von Eden handelt sich nicht etwa um eine Alternative zur Evolutionstheorie sondern um eine Ergänzung. Und hier ist die Nahtstelle, wo sie hineinpasst:

In der menschheitsgeschichtlichen Entwicklungskette verzeichnet die Paläoanthropologie nämlich einen 'qualitativen Sprung', einen Bruch in der Verlaufsform. Da meint man eine Lücke im Verlauf der phylogenetischen (stammesgeschichtlichen) Entwicklung ausgemacht zu haben, die bisher nicht schlüssig zu erklären ist. Man vermutet da ein fehlendes Bindeglied. Es wird als missing link bezeichnet. Die Wissenschaft geht davon aus, es müsse dort, an einer bestimmten Stelle, zwingend ein Bindeglied geben, das den Entwicklungsschritt zum Menschen kennzeichnet. Nur sei das Glied (z. B. mit archäologischen Methoden) noch nicht gefunden worden.

Dem halten wir nun auf der Basis unserer Eden-Geschichte entgegen: Hier 'fehlt‘ gar nichts dergleichen, sondern Eden markiert das 'missing link‘ der Paläoanthropologie. Hier in Eden ist in vitro (im Reagenzglas) der Mensch (Adam) entstanden, der in der Kontinuität der Evolution nicht nachweisbar ist — einfach weil es an dieser Stelle eben gar keine Kontinuität geben kann. Adam ist das 'missing link'.

Wir gehen also weder davon aus, dass der Mensch in Eden von Ursprung an neu geschaffen worden ist (creatio ex nihilo, aus dem Nichts)noch ist er eine Creatio ab ovo (vom Ei an) — wie das in den theologischen Proseminaren immer wieder diskutiert wird. Der Mensch ist nach unserer Version eine artifizielle Weiterentwicklung der Lebensformen, die auf der Erde vorrätig waren — ergänzt durch das Genom des 'Gottes' von Eden (' … nach seinem Bilde'!) . Eden ist also ein experimenteller Quereinstieg in die laufende phylogenetische Entwicklung auf der Erde. Eden markiert damit das 'missing link' der Paläoanthropologie. (Übrigens: Logischerweise lehnen auch die Christen die paläoanthropologische These vom 'missing link' ab — natürlich mit dem gleichen Argument: Die 'Schöpfung' Adams.)

Einige der relativ hoch entwickelten Hominiden werden für die genetischen Versuche in Eden eingesammelt und später auf einer höheren, gleichsam 'veredelten' Stufe als Menschen (Adam, Eva), nach der Abwicklung von Eden als eigene Art wieder in die phylogenetische Entwicklung entlassen, mit der Auflageversehen, sich nie mehr mit den anderen Geschöpfen der Erde zu vermischen. Vor allem die Bestrafung 'Sodoms' und die Strafmaßnahme 'Sintflut' dokumentieren eindrucksvoll wie ernst es dem 'Gott' von Eden mit dem genetischen Reinheitsgebot des beseelten Menschen ist.

Interessant wäre natürlich, zu wissen, ob auch ohne Eden, d. h. nur auf dem Wege der kontinuierlichen Evolution, ein Mensch wie wir entstanden wäre. Aber das werden wir wohl nie erfahren.

> Eine rigorose Neuinterpretation von Eden ist auch besonders deswegen so interessant, weil wir kurz davor stehen, dieselben Fehler zu machen, derentwegen die damaligen 'Götter' in und an Eden gescheitert sind. Die brisante Aktualität des Stoffs trifft in ganz überraschender Weise auf unser heutiges Interessen-Spektrum. Stichworte sind etwa: Pränatal-Diagnostik (PND), Gen-Manipulation, Designer-Mensch, 'ewiges Leben' u. a. Wir können aus Eden nur lernen.

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