Jacques Varicourt - Treffpunkt Brunnen
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In Harburg bei den „Neuen“ am Brunnen kam, auch wenn ich mich jetzt ansatzweise vielleicht ein wenig wiederhole, keine besondere Stimmung nach der Wahl auf. Jens Blatthaus sagte lediglich: „Vielleicht bekomme ich, wenn es zu einer rot, rot, grünen Koalition kommt, „mehr“ Kindergeld?“ Bahama-Thomas sagte zu mir: „Wahlen, Wahlen, Wahlen, was soll denn das? Ich gehe eines Tages sowieso wieder auf die Bahamas und jage Schildkröten sowie weiße Haie, ich brauche keine Wahlen, ich brauche eine Harpune, ne` Palette Dosenbier und genug Hasch.“ Trizi meinte: „Hoffentlich wird es unter einem rot, rot, grünen Senat in Hamburg, sofern es dazu kommt, eine bessere psychiatrische Betreuung für Leute wie „mich“ geben, denn seitdem ich regelmäßig Mirtazapin fresse geht es mir erheblich besser. Ich habe auch keine Wahnvorstellungen mehr, ich höre kaum- bis gar nicht mehr Stimmen die mir seltsame Botschaften zusenden, ich fühle mich endlich erlöst und beseelt.“ Alle stimmten Trizi zu, denn jeder wusste wie sie früher war. Martin Wagenknilch sah die Wahl, und die Tage danach, allerdings etwas kritischer, er sagte diesbezüglich: „Eine Wahl ist auch immer der Ausdruck einer generellen Meinung des Bürgers, die CDU ist zwar mit 43% die stärkste Partei geworden, und das: Ohne jeden Zweifel, aber sie, die CDU, stellt eben nicht die Meinungs-Mehrheit des wahlberechtigten Wählers dar, deshalb sollte die CDU sich nicht zur sehr auf sich selbst verlassen. Ich will damit sagen, dass eine große Koalition, also: SPD und CDU, für Hamburg, keine Lösung ist, es ist vielmehr eine Not-Lösung – mehr nicht. Denn, wenn die CDU mit den Grünen zusammen geht, dann ist „das“ der Untergang der Grünen, und zwar auf bundesweiter Ebene.“ „Genauso ist es!“ Sagte Trizi voll Anerkennung zu Martin. Warum Trizi plötzlich so ein derartig starkes Interesse an der Politik entdeckt hatte, blieb vielen unklar, aber es war nachträglich betrachtet eine erfreuliche Entwicklung, die auch auf die anderen am Brunnen, so nach und nach, übergriff. Mario Huana hatte sich ebenfalls in die politische Debatte miteingeschaltet, er wollte ein Zeichen setzen. Aber wie sollte dieses Zeichen aussehen? Fragten sich viele. Und er ließ es uns allen an einem regnerischen Februar-Tag wissen, indem er sagte: „Ich werde meine Wohnung in Heimfeld neu dekorieren, also so umgestalten, dass sie wieder so aussieht wie mein Zimmer damals in der Psychiatrie in Schleswig an der Schlei... Trizi, mein Mäuschen, du erinnerst dich doch bestimmt noch, nicht wahr?“ Und Trizi erinnerte sich in der Tat daran, sie brachte aufgrund dessen ihre Freude in dem Maß zum Ausdruck, dass sie mehrfach auf der Stelle in die Luft sprang, dabei ihre Hände recht eigenartig schüttelte und immer wieder rief: „Klapse, Klapse, - wo sind meine Strapse?“ - Ich, der Augenzeuge war an jenem Tag, beschwöre, dass es so war. Die gesungene Aussage von Trizi, dass sie Ende der neunziger Jahre in einer Klapse, in Schleswig, gerne Strapse trug, hatte sicherlich keine politische Basis, oder Aussage, aber es war doch eine individuelle Grundeinstellung zum Leben überhaupt.
Als ich, ein paar Tage später, Magda davon erzählte, sagte sie erfreut zu mir: „Trizi hat aufgrund der Tatsache, dass sie Mirtazapin konsumiert, also, jenes Antidepressiva, ganz offensichtlich zu einer „normalen“ Lebensform zurück gefunden, denn auch Ralf ist, seitdem er wieder täglich zum Mirtazapin greift, in einer besseren Stimmung, seine Spinnereien mit Heide Lüders scheinen vergessen zu sein, er geht wieder tief in sich hinein, und er „surft“ jeden Tag im Internet hin und her. Er hat es geschafft seinen Lebensrhythmus wieder selbst in die Hand zu nehmen, dank der Pharma-Industrie, das Gleiche gilt natürlich auch für Trizi. - Beiden gehört somit meine volle Anerkennung.“
Ich glaube damals, wie auch im Nachhinein, hatte Magda mal wieder vollkommen recht gehabt, sie war schon so etwas wie eine „Seherin“, dabei mitfühlend und politisch betrachtet, überaus korrekt. Ralf sah man im Februar 2008 selten bis gar nicht mehr, selbst beim gemeinsamen Frühstück im Hotel Lüders glänzte er lediglich durch Abwesenheit, nicht dass er enttäuscht gewesen wäre von sich selbst, oder gar nachtragend in Bezug auf Heide Lüders ihr Verhalten ihm gegenüber, nein, er wollte einfach nur seine Ruhe haben, er wollte sich nicht ausklinken, er wollte sich aber abgrenzen, weil er gemerkt hatte, dass auch an ihm der Zahn der Zeit genagt hatte – Ralf fühlte sich verbraucht, jedenfalls argumentierte Magda seinen Zustand am Morgen des 29. Februars 2008 so in dieser Art. Heide Lüders warf ihr daraufhin, nach jener Aussage, ein verständnisvolles, wenn nicht sogar mitleidiges Lächeln zu, das von Magda warmherzig erwidert wurde. Die Studentin, die mit Rudolf Lüders (auch wenn man jetzt anderes erwarten würde) „nicht“ spinnefeind war, sie machte von uns allen den ausgeglichensten Eindruck, sie schien die Zeit, nur so für sich, zurückgedreht zu haben, ähnlich kam mir auch Rudolf vor, alles war wieder in geordneten Bahnen, keiner machte dem anderen Vorwürfe. Und dennoch, kohlemäßig lief es für jeden von uns: Alles andere als gut, eine neue Idee musste her. Teufel war bereits am Planen, aber es kam nicht viel dabei heraus, - vieles funktionierte einfach nicht mehr, denn die Lage in jenen Tagen war irgendwie: Lähmend. Die Tatsache, dass die Leute, also der normal sterbliche Bürger auf der Straße, durch Hartz IV am absoluten Abgrund angekommen waren, und auch die Erkenntnis, dass die Grünen: Hartz IV einst mit abgesegnet hatten, damit es den Betroffenen noch beschissener ging als ohnehin schon, erweckte bei dem politisch beunruhigten Wechselwähler das Gefühl, es stimmt wirklich „nichts mehr“ im geeinten Deutschland. Deutschland war nicht mehr das Land der Dichter und Denker, es war vielmehr ein unübersichtlicher Sauhaufen einer dürren sowie elitären Oberklasse und einer Unterschicht, die in die permanente Kriminalität abzudriften drohte. Liechtenstein, das neue Steuerparadies, war in aller Munde, - Angela Merkel, die damalige Kanzlerin gab sich besorgt angesichts der Zustände vor ihrer eigenen Haustür. Aber wovon lebten „wir“ – damals, werden Sie sich jetzt fragen, meine Lieben Leser und Leserinnen? Und die Antwort ist nicht gerade einfach, darum verschiebe ich sie, weil wir alle damals so vor uns hinvegetierten. Magda sagte zu mir, so dass alle anderen es im Frühstücksraum vom Hotel Lüders hören konnten: „Natürlich ist es scheiße, dass die Grünen mit der CDU Koalitionsgespräche führen, das klingt schon als solches irgendwie nach Verrat, aber man darf einen Fakt nicht vergessen: Die Grünen haben auf dem letzten Parteitag beschlossen, dass der Regelsatz des Hartz IV Geldes von 347 Euro auf 430 Euro erhöht werden soll. Also, wenn die Grünen bei den Gesprächen mit der CDU diese Forderung durchsetzen, dann kann es sein, dass die Grünen und die CDU eine Schnittmenge finden. Beschwören kann auch ich es nicht, aber es wäre doch geil, wenn die Betroffenen, also auch wir, etwas mehr Kohle in der Tasche hätten, oder nicht?“ Bianca sagte daraufhin: „Mensch Magda, so habe ich das noch gar nicht gesehen. Und du hast recht. Was wären wir nur ohne dich? Klar haben die Grünen ihre Seele und damit ihre Werte verkauft, und im Grunde genommen sind es ja auch nur arrogante Arschlöcher, die sich von der beknackten sowie eingebildeten FDP kaum noch unterscheiden, aber wenn wir Normalsterblichen mehr Geld zum Leben haben, das wäre echt mega-geil.“ „So ist es,“ sagte Magda, „und darum sollten wir erst einmal abwarten, was die Gespräche zwischen den beiden Parteien bringen, bevor wir uns ärgern und aufregen.“ Auch Rudolf Lüders nickte zustimmend mit seinem Kopf, und dann sagte er: „Hartz IV ist schon die absolute Katastrophe, ich bin froh, dass wir, also Heide und Kirstin, davon persönlich betrachtet, nicht so dermaßen betroffen sind, irgendwie geht es ja immer weiter. Man sagt ja auch: Wenn man denkt es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her! Aber wenn die beschissene CDU tatsächlich einlenkt, wenn die ihr soziales Gewissen, ohne wenn und aber, reformieren, und es nicht zuviel verlangt ist, dass die auch mal nach unten gucken, und sich dann dabei etwas wirklich ändert, und nicht nur auf regionaler Ebene, sondern bundesweit, dass also Hartz IV generell, für alle, erträglicher wird, dass es erhöht wird um mindestens 100 Euro, ja, das wäre wenigstens ein letztes Aufflackern von Demokratie: So wie ich sie verstehe, denn bescheißen werden uns die Politiker auch in Zukunft, da könnt ihr alle einen drauf lassen.“ Aber all diese Erkenntnisse brachten uns damals wenig, weil wir im tiefsten Inneren genauso dachten und fühlten. Chantal ging sogar wieder ackern, - ihre Bilder verkauften sich nicht mehr gut, Chantal war selten von der Muse- und dem Glück geküsst, sie trieb es in einem Edelbordell, wo sich die Hamburger Prominenz die Klinke in die Hand gab. „Schließlich muss ich von irgendetwas leben, und bumsen schadet nie, so ist das nämlich!“ Lautete ihr Kommentar, als sie irgendwer darauf ansprach.
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