Johannes Borer - ÜBER BOCK UND STEIN NACH SANTIAGO

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ÜBER BOCK UND STEIN NACH SANTIAGO: краткое содержание, описание и аннотация

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Ein authentischer und humorvoller Reisebericht mit über 140 Cartoons. Geschichten über Freud und Leid als Pilger, über Begegnungen und Freundschaften mit Menschen aus aller Welt und dem Finden von Wegen oder Umwegen trotz Schmerzen, Dauerregen, Hitze und Wind. Mit viel Humor, jedoch ohne religiöse Gefühle zu verletzen. Cartoons über Schnarcher, teuflische Versuchungen, gefälschte Pilgerstempel, Hunde, Schutzengel, Muscheldiebe, Bettwanzen, Radpilger, Stockbetten und vieles mehr.Das Buch enthält zudem praktische Hinweise zu Reisevorbereitung und Ausrüstung.

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Diesen Spruch hat er allerdings nicht ins Buch geschrieben:

Herr, verzeih mir, denn ich wusste nicht, was ich tat.

Und dieser hätte wohl noch besser zu ihm gepasst:

Wer das Licht fürchtet, sollte nicht im Dunkeln Holz zersägen und seine Mitmenschen damit ärgern.

Ich verabschiedete mich um sieben Uhr von Regula, der netten Herbergsleiterin und lief den Pfeilen nach durch die ruhigen Gassen von Pamplona. Einige Nachtschwärmer waren auf dem Heimweg und die Müllabfuhr sammelte die leeren Flaschen vom gestrigen Besäufnis ein.

Der Aufstieg zum »Alto del Perdón« war ziemlich anstrengend, aber endlich schien wieder einmal die Sonne und die Natur zeigte sich in ihrem Sonntagskleid. Es war ja auch Sonntag und viele Spanier waren ohne Rucksack unterwegs.

Oben auf dem »Perdón«, bei den Pilgerskulpturen, sah ich den fünfundfünfzigjährigen Herbert mit einer etwa gleichaltrigen Frau im Gespräch. Ich grüßte ihn kurz und machte mich dann sofort auf den steilen und steinigen Abstieg Richtung Uterga. Meine Füße und Beine schmerzten, deshalb war mein heutiger Leidensweg in Obanos zu Ende. Bis ins touristischere Puente la Reina hätte ich es ohnehin nicht mehr geschafft.

In der Gemeindeherberge folgte dann das übliche Prozedere: Duschen, Fußpflege, Wäsche waschen, etwas Kleines essen, ein Bier trinken und Tagebuch schreiben.

Um sieben Uhr trafen sich einige Pilger zu einem üppigen Pilgermenü in der Dorfkneipe. Für zehn Euro wurden wir sogar mit drei Vorspeisen verwöhnt. Gemischter Salat, Fischsuppe, Linseneintopf. Als Hauptspeise folgte Fisch oder Fleisch mit Fritten und ein Nachtisch nach Wahl. Dazu genügend Wein, Wasser und Brot.

Am Tisch saß auch Herbert mit seiner weiblichen Bekanntschaft vom »Alto del Perdón«. Er erzählte mir, dass sie sich dort oben zum ersten Mal gesehen hatten und dann gemeinsam nach Obanos gelaufen waren. Auf der Suche nach der Herberge hatte ihnen eine einheimische Frau ein Hotelzimmer angeboten, das sie sofort akzeptierten. Nun freuten sie sich auf das schöne Zimmer mit Bad und Doppelbett. So schnell wurden auf dem Jakobsweg Freundschaften geschlossen. Natürlich würde nichts passieren, denn der Pilgerehrenkodex verbietet sexuelles Verlangen und nach dem gemeinsamen Nachtgebet ist es ohnehin obligatorisch, die Lichter zu löschen.

Herberts Name wurde geändert, denn er ist glücklich verheiratet und seine Ehefrau kann ja nicht wissen, dass ein Engelsonderkommando über dem Jakobsweg sexualhemmenden Weihrauch versprüht. (Bei mir hat es gewirkt, bei anderen vielleicht weniger.) Wenn also in dieser Nacht doch etwas passieren würde, dann wäre es bestimmt nicht gewollt. Es wäre höchstens eine Reflexbewegung im Halbschlaf, nur um zu sehen, ob die Ehefrau oder der Partner noch da ist, wie man das zu Hause manchmal macht. So eine kurze zärtliche Berührung, wie sie mir in O Cebreiro widerfahren ist. Dort standen die Stockbetten in der staatlichen Herberge teilweise nebeneinander. Der Italiener neben mir hielt in der Nacht kurze Zeit meine Hand und streichelte sie. Dann schreckte er plötzlich auf und entschuldigte sich. Kein Problem – solche Sachen passieren eben in den engen Herbergen und auf dem Jakobsweg sollte man sich ja schließlich näherkommen.

Am nächsten Tag hatte Herbert seine Spontanbekanntschaft an einen anderen Pilger verloren und er war wieder allein unterwegs. Eine Ablösesumme, wie etwa beim Fußball üblich, soll nicht im Spiel gewesen sein.

Ein Geisterfahrer vor Lorca Ich hatte die Herberge ohne Frühstück verlassen - фото 17

Ein Geisterfahrer vor Lorca

Ich hatte die Herberge ohne Frühstück verlassen. Erst nach einem einstündigen Marsch gönnte ich mir in Puente la Reina einen Kaffee und ein Tordilla-Bocadillo. Während der Frühstückspause traf ich das finnische Schnarcher-Ehepaar, das ich in Valcarlos kennengelernt hatte. Beiden ging es ziemlich mies. Er hatte Durchfall und sie ein geschwollenes Gesicht. Hatte der Mann womöglich zurückgeschlagen, als seine Frau ihn wieder einmal wegen des Schnarchens schüttelte? Undenkbar bei einem so harmonischen Paar! Der Grund war wohl eher ein Virus oder irgendein Ungeziefer.

Die Brücke über den Río Arga in Puente la Reina Ich wünschte ihnen gute - фото 18Die Brücke über den Río Arga in Puente la Reina

Ich wünschte ihnen gute Besserung und lief weiter über die berühmte Brücke, die dem Ort den Namen gab. Dann holte mich die Französin Monique ein, die ich seit dem Abendessen in Zubiri kannte. Wir unterhielten uns eine Weile, aber sie lief viel zu schnell und ich hatte große Mühe mitzuhalten. Beim Aufstieg zur Autobahn schloss sie sich einer Gruppe Franzosen an. Ich lief dann mit Wolfgang, den ich seit Pamplona kannte und der mich immer wieder mit einem schrägen oder lustigen Spruch zum Lachen brachte. Der Pilgerweg folgte der Autobahn und querte diese gelegentlich. Während ich im malerischen Dörfchen Cirauqui eine Fußlüftungspause einlegte, ging Wolfgang wieder seinen eigenen Weg.

Ausgeruht lief ich weiter, an der Autobahn entlang, bis kurz vor Lorca ein Geisterfahrer auf mich zuraste.

Auf dem schmalen Weg konnten wir nicht aneinander vorbei deshalb sprang ich - фото 19

Auf dem schmalen Weg konnten wir nicht aneinander vorbei, deshalb sprang ich vom steinigen Weg ins hohe Gras. Ein braungebrannter, bärtiger Mann mit einem einrädrigen Gefährt holperte in hohem Tempo an mir vorbei. Auf diesem Einrad-Eigenbau, den er hinter sich herzog, hatte er seine Pilgerhabseligkeiten festgebunden. Immerhin kam noch ein grimmiges »Buen camino« über seine Lippen. Vermutlich war er es leid, ständig zu grüßen, denn heute waren wieder sehr viele Pilger nur in eine Richtung unterwegs.

Gerne hätte ich mit ihm gesprochen und ihn nach seinen Erfahrungen und dem Ziel gefragt, denn es gab nur wenige Pilger, die den Weg in umgekehrter Richtung gingen. Aber bevor ich reagieren konnte, sah ich ihn nur noch von hinten. Ich schaute ihm lange nach und beobachtete, wie alle Westwärtspilger vom Weg abkamen und ins hohe Gras auswichen.

Nicht alle die entgegenkommen sind schwarze Schafe Ohne Hilfsrad an meinem - фото 20Nicht alle, die entgegenkommen, sind schwarze Schafe

Ohne Hilfsrad an meinem Rucksack schleppte ich mich hinauf nach Lorca. In einer Bar machte ich einen kurzen Halt und bestellte ein kühles Bier.

In Villatuerta versagten mir dann die Beine den Dienst und ich fand in der leicht esoterischen Herberge »La Casa Mágica« ein komfortables Fünfbettzimmer. Im selben Zimmer waren zwei Amerikaner. Jim, der seit zwanzig Jahren mit einer Schweizerin verheiratet war und in Zürich lebte, und der Bodybuilder Brad, der gerade ein Rennen gegen einen Russen verloren hatte. Wie Spitzensportler hatten sich die beiden während Tagen gegenseitig angestachelt, immer weiter und immer schneller zu laufen. Fünfunddreißig bis fünfundvierzig Kilometer pro Tag mussten es schon sein. Leider hatte Brad bei diesem Ego-Rennen seine Beinmuskeln total überfordert und konnte fast nur noch kriechen. Der Arzt hatte ihm geraten, sich mindestens drei Tage lang auszuruhen.

»Diese Rennerei war totaler Blödsinn!«, meinte Brad. »Die USA haben zwar gegen Russland verloren, aber ich habe eine wichtige Erkenntnis gewonnen: Ab heute werde ich den Jakobsweg viel langsamer und besinnlicher weiterlaufen.«

Auch in dieser Herberge waren wieder einige sympathische Pilger abgestiegen, die ich auf dem Weg kennengelernt hatte. Zum Beispiel Jean-Claude aus Grenoble, Klara aus Passau, die Deutschen Christian und Markus und der Franzose Arnaud. Mit all den netten Menschen waren der Nachmittag und Abend sehr unterhaltsam und das Pilgermenü wieder einmal fantastisch. Und als mir Arnaud bessere Ohrstöpsel schenkte, war auch die Nachtruhe gesichert.

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