Adrian Plitzco - Der harte Engel
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Es war später Nachmittag, als Eric endlich aufwachte. Er hörte die Nachricht des Reinigungsservice auf seinem Anrufbeantworter ab und wunderte sich über die anderen stillen Nachrichten. Dann fielen ihm die Schachteln voller Werbebriefe in Frau Oldenburgs Wohnung ein. Er hatte vergessen, danach zu fragen. Je länger er darüber nachdachte, was die alte Frau ihm über ihren nächtlichen Ausflug in den Botanischen Garten erzählt hatte, desto mehr kam er zu der Überzeugung, dass sie fantasierte.
Erics Fuß hatte sich blau verfärbt, schmerzte aber kaum noch und die Schwellung war zurückgegangen. Er konnte wieder Schuhe anziehen und sogar mit dem Fuß auftreten. Neben der Unterhose, die er heute Morgen auf den Badezimmerboden geschmissen hatte, lag auch das gestohlene Bettlaken aus dem Krankenhaus. Er musste lächeln, als er sich an den explosiven Sex mit Elizabeth erinnerte. Während er duschte, sagte er sich, dass er sie nicht zurückweisen würde, wenn sie in diesem Moment unter den Wasserstrahl schlüpfte. Er war ihr doch nicht so abgeneigt, wie er bislang geglaubt hatte. Mit beiden Händen reib er Seifenschaum um sein erregtes Glied und nahm sich gleichzeitig vor, Elizabeth nach dem Duschen anzurufen, um sich zu entschuldigen und ihr zu sagen, dass er sich gefreut habe, sie nach so langer Zeit wieder zu sehen. Dann stellte er sich vor, wie sie ihr Kleid über den Kopf streifte, wie sie ihm den Rücken zukehrte, sich vornüberbeugte und sich mit den Armen an den nassen Fliesen abstützte, ihm ihren Körper entgegenstreckte.
Nach dem Duschen zog er den weißen Sommeranzug an, setzte den Hut auf, nahm seinen Blindenstock und verließ die Wohnung. Er schwor sich, dass ihn heute nichts davon abhalten würde, um Mitternacht im Botanischen Garten zu sein. Vor Frau Oldenburgs Wohnungstür blieb er einen Moment stehen und horchte. Schreie und knatternde Maschinengewehrsalven deuteten darauf hin, dass seine Nachbarin vor dem Fernseher saß und ihm nicht noch einmal in den Park folgen würde.
Eric wählte diesmal den kürzesten Weg. Er tastete sich durch das Menschengewühl in der Fitzroy Street, das sich wie jeden Samstagabend in unzähligen Straßencafés und auf dem Gehsteig drängte. Nach ein paar hundert Metern bog Eric in die Acland Street, die zum anderen Teil des Cafébezirks von St. Kilda führte und vielen Vergnügungssuchenden als Abkürzung diente. War er soeben noch umgeben von flirrenden Lichtern, Geplauder und Gelächter, fand er sich hier in schummeriger Stille wieder. Auf beiden Seiten elegante Wohnhäuser aus viktorianischer Zeit, die mit ihren strengen hohen Bogenfenstern durchs Blättermeer der Platanen die Passanten zu ermahnen schienen, die Nachtruhe ihrer Bewohner zu respektieren. Tatsächlich verhielten sich die Passanten ruhig. Er erinnerte sich, dass auch Maryanne und er auf diesem Wegstück jedes Mal geschwiegen hatten, wenn sie auf dem Heimweg von der Dogs Bar waren. Eric hob sogar den Blindenstock, um mit seinem Geklapper auf dem Pflaster die beinahe heilige Ruhe nicht zu stören. Am unteren Ende der Straße war es wieder belebt und laut. Eric beschleunigte den Schritt, bog beim 7-Eleven-Shop in die Blessington Street und kurz danach in die Tennyson Street ein, die ihn zum Nordtor des Botanischen Gartens brachte.
Die Tennyson Street war spärlich beleuchtet. Das Tor war verschlossen, laut Anordnung der Stadtverwaltung. Diese hatte nach dem Mord verfügt, dass eine schwere Kette und ein Vorhängeschloss nächtliche Besucher davon abhalten sollten, den Garten zu betreten. Eric lauschte. Außer Fetzen von Partymusik aus einer Seitenstraße und dem dünnen Rauschen des ewigen Stadtverkehrs ließen sich keine verdächtigen Geräusche feststellen, weder Passanten noch Autos. Eric schob den Blindenstock durch den Maschendraht auf die andere Seite des Tores, dann kletterte er hinüber. Auf dem Kiesweg nahm er die Sonnenbrille ab und steckte sie in die Brusttasche seines Anzuges. Er brauchte sie nicht mehr, denn im Garten brannte kein Licht, das ihn hätte blenden können. Er klemmte sich den Blindenstock unter den Arm, im Notfall würde er ihn als Waffe gebrauchen. Langsam schritt er in Richtung Gewächshaus, das mitten im Garten stand. Das Gewächshaus war hässlich. Es glich jenen Häuschen, die man bei Modelleisenbahnanlagen zwischen den Schienensträngen und den Pappmachéhügeln fand: kompakt, quadratisch und mit einem einfachen Glasdach versehen, das pilzartig über den rosa gestrichenen Zementwänden saß und eine freundliche Atmosphäre ausstrahlen sollte. Zwischen den exotischen Bäumen und bunten Blumen wirkte der Klotz leblos, in der Dunkelheit sogar bedrohlich, und die Fledermäuse, die als Schatten über seinem Giebel flatterten, verstärkten diesen Eindruck.
An der Frontseite reichte der Ententeich bis nahe an den Eingang. Hier hatte der Myrtebusch gestanden, unter dem der Gärtner Maryanne in den frühen Morgenstunden gefunden hatte. An seiner Stelle blühten nun Lupinen, deren schwere, hängende Köpfe beinahe den Boden berührten. Man hatte den Myrtebusch ausgegraben, weil sein Stamm zu schwer beschädigt war, um überleben zu können. Eines Nachmittages hatte Eric vor den Augen entsetzter Mütter und ihrer Kinder mit einer Axt auf ihn eingeschlagen. Mit einem Hieb hatte er den Myrtebusch bis ins Mark verletzt und ein faustgroßes Stück aus dem Stamm herausgehauen. Die Direktion des Botanischen Gartens hatte auf eine Anzeige verzichtet, als sie erfahren hatte, dass er der Ehemann der Ermordeten war.
Jetzt bedauerte Eric, dass der Myrtebusch nicht mehr an seinem alten Ort stand. Es machte die Nachforschungen schwieriger. Seine Uhr zeigte halb zwölf.
Er stellte sich unter eine Pinie, von der aus er unbeschränkte Sicht auf das Gewächshaus und den Ententeich hatte, und richtete den Blick auf die Lupinen. Zwei Kieswege führten an ihnen vorbei. Maryanne war von links gekommen, so auch der Mörder. Plötzlich hörte Eric ein Geräusch, das vom Nordtor herüberkam. Er sah noch einmal auf die Uhr. Es war erst fünf Minuten nach halb zwölf, demzufolge konnte es noch gar nicht losgehen. Als er ein paar Schritte in Richtung Nordtor machte, konnte er eine Gestalt sehen, die umständlich über den Gitterzaun kletterte. Vielleicht ging es doch schon los, dachte Eric, der Mörder konnte vorher im Park auf Maryanne gewartet haben. Doch er verwarf den Gedanken gleich wieder, denn damals war das Tor nicht verschlossen gewesen. Niemand hätte über den Zaun klettern müssen. Die Gestalt ließ sich fallen, plumpste auf den Kiesweg und blieb regungslos liegen.
Die Dunkelheit erlaubte Eric Einzelheiten zu erkennen. Es war ein Mann, dunkel gekleidet, schwarze Haare, mittlere Statur, Drei-Tage-Bart. Als Eric sich auf wenige Meter anschlich, konnte er erkennen, dass der Mann eine Nickelbrille trug. Dann stockte ihm der Atem. Der Mann hielt in der einen Hand etwas Metallenes, das länglich und breit schimmerte. Ein Messer, schoss es ihm durch den Kopf. Der Mörder! Nur nicht eingreifen, hatte Frau Oldenburg geraten. Plötzlich schwankte der Täter auf Eric zu, torkelte, fiel auf den frisch gemähten Rasen und blieb regungslos liegen. Ein Betrunkener, der jetzt irgendwelche Liebesbezeugungen gen Himmel lallte, und in der Hand hielt er eine zerdrückte Bierdose. Eric war peinlich berührt.
Er zog sich unter die Pinie zurück und sah zum hundertsten Mal nach der Zeit. Seine Uhr zeigte Punkt zwölf. Gleich war es soweit, nur noch drei Minuten. Als er aufblickte, sah er direkt in Maryannes Augen. Sie stand unmittelbar vor ihm. Ohne ihn zu beachten, kramte sie in ihrer Handtasche herum, während sie immer wieder über ihre Schulter spähte, als wäre etwas Verdächtiges hinter ihr her. Dann ging sie weiter, schnell, lautlos, ohne sich noch einmal umzublicken, bis zu der Stelle, an der damals der Myrtebusch gestanden hatte. Plötzlich rannte eine schattenhafte Gestalt von hinten auf sie zu, sprang ihr in den Rücken, hielt sie mit einem Arm fest umklammert und stieß ihr etwas in die Brust. Eric schrie, rannte los und warf sich mit einem Sprung auf den Schatten. Der ließ unmittelbar von Maryanne ab und drehte sich zu ihm um. Da sah es Eric, für den Bruchteil einer Sekunde sah er das Gesicht des Mörders, das ihn anblickte. Doch er erkannte weder Augen noch Nase noch Mund. Es gab keine Linie, die dem Gesicht ein Profil verliehen hätte. Das Gesicht war lediglich ein grauer, konturloser Fleck, und so schnell wie es sich ihm zugewandt hatte, verschwand es auch wieder. Eric stürzte ins Leere und landete in den Lupinen. Als er sich wieder aufrappelte, war nichts mehr von alledem zu sehen. Kein Schatten und keine Maryanne. Er blickte zum Gewächshaus hinüber, dann in die entgegengesetzte Richtung zum Nordeingang, aber dort war niemand mehr. Er lauschte, doch außer dem Lallen aus dem nördlichen Teil des Gartens und einem müden Quaken aus dem Ententeich war es still im Park.
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