Sophie Lamé - Frühling im Oktober

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Als Helen von ihrem Chef für ein Jahr nach Paris geschickt wird, ahnt sie nicht, dass dieser Schritt in ein neues Leben eine wahre Kettenreaktion auslöst. Nicht nur für ihre Freundin Viviane, auch für den Journalisten Mike und für Klaus – einen an seiner tragischen Vergangenheit verzweifelnden Mann – beginnt mit der Reise in die Stadt der Liebe ein ganz besonderes Abenteuer. So, wie auch für die lebenslustige, aber ein wenig rätselhafte Charlotte nichts so bleiben wird, wie es war.
Eine Geschichte über die Macht des Schicksals, die fantastisch verschlungenen Wege des Lebens und den Mut, die Chancen darin zu erkennen. Und eine wunderbare Liebeserklärung an Paris.

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Irgendwie hatte er es geschafft, sein Studium zu beenden. Mit verbissenem Ehrgeiz hatte er sich in die Arbeitssuche gestürzt und schließlich eine Anstellung als Junior-Projektleiter in einem Architekturbüro ergattert. Das Berufsleben verlangte Klaus viel Kraft und Energie ab. Er ging ganz in seiner Aufgabe auf und die Wucht seines neuen Lebens drängte die Geschehnisse in Paris eine Weile lang in den Hintergrund. Und dann kam Brigitta. Mit einer erfrischenden Unbeschwertheit ausgestattet, war sie eines Tages ins Büro spaziert, um sich als neue Kollegin vorzustellen. Im Laufe der Zeit hatte sie, in kleinen Etappen und mit behutsamen Schritten, nach und nach Klaus´ Herz erobert. Schließlich hatte er sich ihr geöffnet und sie weinten gemeinsam über seine furchtbare Geschichte. Und als irgendwann die Pariser Polizeibehörde die knappe Nachricht schickte, dass im Fall der vermissten Karin Reinhardt aus Mangel an Hinweisen die Akte endgültig geschlossen werden sollte, war es Brigitta gewesen, die ihm Trost gegeben hatte. Sie hatten geheiratet und einen Sohn bekommen. Als dann noch in dem schönen Altbau, in dem Klaus seine Studentenbude bewohnt hatte, eine größere Wohnung frei geworden war, hatten sie zugegriffen. Das Leben war ohne große Höhen und Tiefen jeden Tag aufs Neue weitergegangen. Das Glück war doch noch zu ihm gekommen. Zumindest hatte Klaus diese Zeit so wahrgenommen und er war ganz sicher gewesen, sein Leben wieder im Griff zu haben. Nach allem, was passiert war. Aber dann, vor zweieinhalb Jahren, war seine Frau gestorben. Ihr gemeinsamer Sohn Oliver war zur Beerdigung aus Kanada angereist, wo er seit einigen Jahren lebte. Sie hatten viel geredet. Über die Zukunft und über die Vergangenheit. Irgendwann während dieser langen Gespräche musste es wohl passiert sein: Die dicke und undurchdringliche Masse, mit der Klaus Teile seiner Vergangenheit bedeckt hatte, begann sich zu bewegen, weil es unter ihr rumorte. Es war nur eine Frage der Zeit, bis sie schließlich Risse bekam und aufbrach. Und alles, was lange verdrängt und längst vergessen schien, hatte sich aufs Neue einen Weg an die Oberfläche gebahnt. Seither stritten die Stimmen in seinem Kopf wieder: „Karin ist tot, Klaus, tot. Aber nein, Klaus, hätte man ihre Leiche dann nicht gefunden? Sie lebt, es kann nicht anders sein, sie lebt!“

Nie schienen diese verdammten Stimmen zur Ruhe kommen zu wollen. Sie hatten aus ihm den Mann gemacht, der er heute war.

Eine leere Plastiktüte wurde von einem stürmischer werdenden Wind über den Bürgersteig geweht und blieb an Klaus´ Hosenbein hängen. Verwirrt schaute er auf – wie aus einer kurzen Ohnmacht erwacht. Er hatte gar nicht gemerkt, wie weit er schon gelaufen war. Völlig in Gedanken versunken war ihm nicht einmal aufgefallen, dass es zu regnen begonnen hatte und nun war sein Mantel durchweicht und die nassen Haare hingen ihm strähnig in die gefurchte Stirn. Er schaute sich um und sah, dass er nicht weit vom Blauen Krug, einer kleinen Eckkneipe in Sachsenhausen, entfernt war. Der Regen war jetzt stärker geworden und er beschleunigte seine Schritte, die auf dem von Nässe glänzenden Kopfsteinpflaster lauter hallten, als es ihm lieb war. Er wich einem Radler aus, der den Bürgersteig dem holprigen Untergrund auf der Gartenstraße vorzog. Als er in die Schweizer Straße einbog, sah er schon von weitem die altmodische Laterne, die mit ihrem sanften Licht die Stufen zur Eingangstür des Blauen Krugs beleuchtete. Kurz darauf stieß Klaus die Tür der Kneipe auf und ein Gemisch aus Essensduft, Musik und lautem Stimmengewirr schlug ihm entgegen. Klaus fühlte sich sofort wieder wohl in der Atmosphäre dieser Apfelweinwirtschaft. Dunkles, grobes Holz dominierte den Raum und die Bar, die aussah, als wäre seit den 50er Jahren nichts daran verändert worden, strahlte eine warme Gemütlichkeit aus. Auf dem Tresen stand eine ganze Armada von Bembeln, Krügen aus Steingut, aus denen der Apfelwein ausgeschenkt wurde. Die Zapfhähne der Binding-Brauerei und Schwarz-Weiß-Fotografien eines längst vergangenen Frankfurt komplettierten das Bild von der guten alten Zeit. Klaus sah sich nach einem freien Platz um und grüßte dabei den Wirt mit einem kurzen Kopfnicken. Der erwiderte den Gruß ohne dabei das blau karierte Handtuch beiseite zu legen, mit dem er gerade ein für die Region typisches „geripptes“ Apfelweinglas trocken rieb. Kaum hatte Klaus an einem kleinen Tisch in der hintersten Ecke des Raumes Platz genommen, näherte sich auch schon Elsa, eine der Bedienungen des Kruges, mit einem wissenden Lächeln auf den Lippen. Sie trug wie immer eine blumengemusterte Bluse zu einem altmodischen dunkelblauen Rock und erinnerte Klaus irgendwie an die „Mama Hesselbach“, eine der Figuren aus der sehr beliebten Spielfilmserie der 50er Jahre. Auch in seiner Jugend waren die Folgen noch oft im Fernsehen ausgestrahlt worden.

„Guten Abend, de Herr“, sagte Elsa in ihrem hessischen Dialekt und fuhr mit einem Wischlappen über den massiven Holztisch. „Ganz schö stermisch drauße, gelle! Was derfs dann sei? ´N sauer Gespritzde, wie immer?“

Klaus nickte und bestellte nach kurzer Überlegung auch noch ein Schneegestöber dazu. Er liebte diese leckere, hessische Spezialität, die aus angemachtem und aufgeschlagenem Käse bestand, der mit Gurken und, zumindest hier im Krug, in den Käse gesteckten Salzstangen bestand. Er hatte wieder einmal vergessen, sich etwas zu essen zuzubereiten, und nun machte sein knurrender Magen ihn darauf aufmerksam. Warum auch nicht, dachte Klaus, warum sollte er es vorziehen, in seiner einsamen Küche zu sitzen, die Wand anzustarren und zu grübeln. Außerdem kam er gerne hierher und bemühte sich, gerade nur so viel zu trinken, dass er nicht unangenehm auffiel. Die Sinne beisammenzuhalten, um nicht laut zu werden. Im Stande zu sein, ohne Peinlichkeiten die Rechnung zu bezahlen. Und am Ende geraden Ganges aus der Kneipentür zu gelangen. Das waren seine Prinzipien und bisher hatte er es geschafft, sie zu befolgen. Elsa brachte ihm seinen Apfelwein, und Klaus führte das Glas eilig zum Mund. Er wusste, dass er an manchen Tagen aussah, als hätte er unter der Brücke geschlafen und viel zu oft umwehte ihn eine unverkennbare Alkoholfahne. Trotzdem wurde er im Krug immer korrekt behandelt, und er bedankte sich jedes Mal im Stillen beim Wirt und den Bedienungen, dass sie seine Anstrengungen bemerkten und honorierten. Er war ein Gast wie jeder andere und dachte oft: Wenn ihr wüsstet, wie viel mir das bedeutet. Gedankenverloren blickte er in Richtung Theke und sah, wie Elsa wieder seinen Tisch ansteuerte. Schwungvoll stellte sie den Teller mit dem Käsegericht und einen kleinen Brotkorb neben dem Apfelweinglas ab. „Lass es dir gut schmecken, Klaus!“ Sie nickte ihm freundlich zu und eilte zum Nachbartisch, um die Bestellung aufzunehmen. Klaus nahm eine Scheibe des dunklen, kräftigen Bauernbrotes aus dem kleinen, mit einem rot-weiß karierten Tuch ausgeschlagenen Körbchen und gab einen großen Klecks von dem Schneegestöber darauf. Doch er biss nicht hinein. Und noch während er auf die bernsteinfarbene Flüssigkeit in seinem Glas blickte, senkte er seine Hand wieder hinab und war mit seinen Gedanken mit einem Mal wieder in Paris. Im Mai des Jahres 1978.

Paris. Donnerstag, 18. Mai 1978

„Schau doch nur, Klaus, da ist er, dort hinten“, aufgeregt zupfte Karin ihn am Ärmel seines dunkelblauen Seemannspullis. „Der Eiffelturm, ich werde verrückt, ich sehe den Eiffelturm.“ Klaus hievte sich aus seinem unbequemen Sitz, beugte sich über seine Freundin und sah aus dem Zugfenster. Kleine Einfamilienhäuser in tristem Einheitsgrau reihten sich an einer wenig befahrenen Straße aneinander. In einigen Fenstern brannte Licht, ansonsten war nichts zu sehen.

„Wo siehst du denn hier einen Eiffelturm?“, fragte er, den Blick weiter nach draußen gerichtet.

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