Sophie Lamé - Frühling im Oktober

Здесь есть возможность читать онлайн «Sophie Lamé - Frühling im Oktober» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Frühling im Oktober: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Frühling im Oktober»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Als Helen von ihrem Chef für ein Jahr nach Paris geschickt wird, ahnt sie nicht, dass dieser Schritt in ein neues Leben eine wahre Kettenreaktion auslöst. Nicht nur für ihre Freundin Viviane, auch für den Journalisten Mike und für Klaus – einen an seiner tragischen Vergangenheit verzweifelnden Mann – beginnt mit der Reise in die Stadt der Liebe ein ganz besonderes Abenteuer. So, wie auch für die lebenslustige, aber ein wenig rätselhafte Charlotte nichts so bleiben wird, wie es war.
Eine Geschichte über die Macht des Schicksals, die fantastisch verschlungenen Wege des Lebens und den Mut, die Chancen darin zu erkennen. Und eine wunderbare Liebeserklärung an Paris.

Frühling im Oktober — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Frühling im Oktober», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

„Oh nein“, sagte Viviane laut und stieß ein kurzes, hartes Lachen aus. Es gab ja doch Männer, die sich für sie interessierten. Die Falschen. Die Falschen – das war eine Horde gesichtsloser Personen, die sich allesamt dadurch auszeichneten, dass Viviane sich nicht für sie begeistern konnte. Sie zog an ihrer Zigarette und stützte ihre Ellenbogen auf die Fensterbank. Plötzlich merkte sie, dass sie wieder weinte. Dicke Tränen tropften aus ihren dunkelgrünen Augen und rannen über ihr Gesicht und dann den Hals hinab, bis sie im Kragen ihres Poloshirts versickerten und ein unangenehm feuchtkaltes Gefühl auslösten. Ihr wurde schlagartig klar, dass die Tränen nur deshalb so unaufhaltsam flossen, weil sie Angst hatte. Eine Angst, die sich wie ein dicker Ölteppich über ihre Seele wälzte und drohte, darauf haften zu bleiben. Angst, in diesem Leben niemanden mehr zu finden, der sie liebte und von ihr geliebt wurde. Gegenseitig, gleichermaßen, zur selben Zeit. Utopisch, unmöglich, hoffnungslos – ein weiterer Beweis dafür war heute Abend ganz frisch erbracht worden.

Konnte sie jetzt noch Helen anrufen? Nein, dazu war es nun doch schon ein bisschen zu spät. Und außerdem – sie würde doch nur wieder von einem gescheiterten Abend berichten können. Von ihrem Versagen und ihrer Unfähigkeit, ein männliches Lebewesen unter 75 von sich zu begeistern. Helen war da ganz anders. Sie hatte zwar auch noch nicht den Mann für´s Leben gefunden, aber immerhin sorgte sie selbst für die nötige Auswahl. Die Männer liefen ihr hinterher, als würde sie eine Duftmarke verströmen. Sie hatte eben einfach etwas Besonderes an sich. Viviane konnte sich nicht genau erklären, was es war, aber eines wusste sie genau: Sie selbst besaß es nicht! Sie schien viel eher etwas auszusenden, das die Herren der Schöpfung spätestens beim zweiten Date in die Flucht schlug. Und dabei war sie doch nicht einmal hässlich. Zumindest sagten das ihre Freundinnen. Mit ihren knapp ein Meter achtzig, den langen, dunkelbraunen Haaren und ihren schlanken Beinen hatte sie schon oft Komplimente für ihr Aussehen bekommen. Aber offensichtlich nützte all das nichts. Mit einem Seitenblick auf ihren Kühlschrank sagte sie in die Dämmerung hinein: „Warum ewig auf die Figur achten? Wenn mich die Männer mit 62 Kilo nicht attraktiv finden, kann ich diese Zahl getrost um 10 erhöhen.“ Viviane kicherte leise, als sie ihre Gauloise in der Spüle ausdrückte. Sie beschloss, Helen heute nicht mehr zu stören und stattdessen Tante Beas Lieblingsspruch zu beherzigen: Immer schön optimistisch bleiben und den Humor nicht verlieren.

Sie schälte sich aus ihrem beigen Regenmantel und lief über die alten Holzplanken in ihr weiß gefliestes Badezimmer. Mit immer noch etwas zittrigen Fingern pulte sie sich die Kontaktlinsen aus den Augen und putzte sich schnell die Zähne. Zum Abschminken hatte sie keine Lust mehr, sollten die Pickel nur kommen – egal. Das war so ähnlich wie mit den Kilos. Als Viviane sich ein paar Minuten später in ihr Bett kuschelte, wollte sich der Schlaf jedoch nicht einstellen. Die trüben Gedanken ließen sie einfach nicht los. Wann hat das eigentlich begonnen, das Problem mit den Männern, fragte sie sich und schob die Arme hinter ihren Kopf. Als Jugendliche hatte sie sich wohl gefühlt in ihrer Haut, und nicht im Traum wäre sie auf die Idee gekommen, dass die Jungs sie nicht attraktiv finden könnten. Sie hatte eine ganze Menge Verehrer gehabt und selbst Kati, das Nachbarsmädchen, mit dem sie ab und an durch die Straßen des verschlafenen Dorfes spazierte, in dem sie damals gewohnt hatte, war überzeugt, dass die Jungs der gesamten Klasse in sie, Viviane, verliebt waren. Sie lächelte, als sie sich selbst wieder als junges Mädchen sah. Es war so eine unbeschwerte Zeit gewesen, damals. Sie und ihre Freundinnen hatten einfach in den Tag hinein gelebt und sich keine Gedanken gemacht. Außer vielleicht über die nächste Mathearbeit oder die Puma-Turnschuhe, die ihre Eltern ganz sicher nicht kaufen würden. Auch die erste Liebe hatte Viviane, abgesehen von ein paar kleinen Kratzern auf der Seele, gut überstanden. Und dann waren aus den Jungs Männer geworden und die Abstände zwischen den Flirts wurden länger. Sicher, hin und wieder hatte es Lichtblicke gegeben und sie war eine Weile glücklich gewesen. Aber das Glück hatte sich jedes Mal schnell abgenutzt, war matt und glanzlos geworden und schließlich ganz verschwunden. Dann war sie ein paar Tage mit verheulten Augen und dem Herz voll Selbstmitleid durchs Leben gelaufen. Aber wenn sie es recht bedachte, hatte sie noch keinem ihrer Flirts oder einer ihrer Beziehungen richtig nachgetrauert. Der Schmerz war jedes Mal heftig, dauerte aber nur kurz. Und genauso würde es ihr mit Chris auch gehen. Vielleicht würde sie morgen noch etwas traurig sein, aber dann – vorbei. Schließlich hatten sie sich noch gar nicht richtig kennengelernt. Und was fand sie eigentlich an ihm? Sie musste zugeben, dass es ihr überhaupt nicht um Chris ging. Sie wollte einfach nur wieder einmal von einem attraktiven Mann ein wenig Bestätigung bekommen. Sich hofieren lassen wie eine Prinzessin. Wenn sie ganz ehrlich zu sich war, so hatte sie doch von Anfang an gewusst, dass dieser Typ gar nicht zu ihr passte. Was sollte sie schließlich mit einem Angeber, der den ganzen Abend nur von seinen sportlichen Erfolgen im Amateurfußball berichtete? Applaus, Applaus! Und dennoch war sie enttäuscht gewesen, weil er sich nicht Hals über Kopf in sie verliebt hatte. Auf einmal sah sie alles ganz klar vor sich, hier in der Dunkelheit ihres Schlafzimmers. Viviane, sagte sie sich, du bist eindeutig zu sehr abhängig von der Bestätigung anderer. Hör auf damit! Sie stopfte das Kopfkissen zurecht. „Es ist nichts verloren“, sprach sie sich selbst Mut zu. „Die große Liebe kommt und sie wird meine Seele berühren, mich glücklich machen.“ Meine Güte, gut dass dich keiner hören kann, dachte Viviane noch und dann war sie auch schon eingeschlafen.

VIER

Frankfurt am Main. Montag, 27. Juni 2011

Das arme Mädchen. Zwar hatte sie schnell den Kopf wieder gesenkt, aber er hatte dennoch ihr tränenverschmiertes Gesicht erkennen können und ihr Schluchzen war noch zu hören, bis sie zwei Stockwerke weiter oben in ihrer Wohnung verschwand. Klaus Kögel zog langsam die Haustür hinter sich zu. Er ging das kurze Stück durch den Hof hinaus auf den von Straßenlampen aus den 50er Jahren beleuchteten Gehweg.

„N´Abend“, grüßte er den jungen Mann, der gerade die Tür eines Hauses am Ende der Straße aufstieß.

„Hallo“, erwiderte der Fremde ohne Aufzublicken.

Besser so, dachte Klaus, ich sehe ja wahrscheinlich auch wieder aus wie der letzte Mensch. Er war sich seiner Wirkung auf seine Umwelt wohl bewusst und dachte sich, dass er wohl genauso abweisend reagieren würde, wenn er sich selbst auf der Straße begegnet wäre. Bei dieser Vorstellung konnte er ein Grinsen nicht unterdrücken, doch schon einige Sekunden später legte sich der für ihn so typische traurige Zug um seinen Mund. Was hatten die letzten zweieinhalb Jahre bloß aus ihm gemacht? Aber nein, es hatte ja schon viel früher begonnen. Wenn er dem Ursprung seiner Traurigkeit nachspüren wollte, dann müsste er viel weiter zurückdenken. In eine Zeit, die angefüllt war mit den Träumen von einer Zukunft als Star-Architekt, mit ganz genauen Vorstellungen davon, wie sein Haus einmal aussehen würde und welche Automarke in der blitzblanken Garage parken sollte. Und mit einer Frau, Karin, die ihm damals wie das berühmte Tüpfelchen auf dem i erschienen war. Er hatte sie in einer Vorlesung an der Universität kennengelernt und er wusste, dass seine Träumereien nun endlich Gestalt annehmen würden.

Karin war damals gerade erst aus einer kleinen Stadt in Norddeutschland nach Frankfurt gezogen. Nachdem ihre Eltern kurz nacheinander gestorben waren und sie weder Geschwister noch andere Familienangehörige hatte, wollte sie in einer fremden Stadt ganz neu anfangen. Sie hatte ihm das gleich bei ihrem ersten Treffen erzählt, und Klaus hatte sich einem Menschen noch nie so nahe und verbunden gefühlt. Er war bis über beide Ohren verliebt gewesen und gleichzeitig hatte er sich für sie verantwortlich gefühlt. Karin war für ihn wie eine Art Grundstein, die Basis für die Erfüllung all seiner Wünsche. Aber es war ganz anders gekommen. Ja, es war etwas geschehen und das Schlimmste war wohl, dass er nicht einmal wusste, was genau passiert war, damals, 1978, in Paris. Wahrscheinlich hatten ihn die Ereignisse deshalb nie losgelassen, weil das Ende der Geschichte fehlte. Ausgang ungewiss, dachte Klaus und zog den Reißverschluss seiner Jacke ein wenig weiter nach oben. In den ersten Wochen und Monaten nach Karins Verschwinden hatte sein Gehirn unablässig die Erinnerung neu sortiert. Es erfand mögliche und unmögliche Szenarien, baute komplexe Geschichten, ersann die abenteuerlichsten Begebenheiten, nur um kurz darauf alles zu verwerfen und auf eine einfache Erkenntnis zu reduzieren. Er war mit seiner Freundin in die Stadt der Liebe gefahren und ohne sie zurückgekehrt. So grausam einfach war das. Sein panischer Aktionismus bei dem Versuch, Karin zu finden, war einer bleiernen Stille gewichen. Er hatte sich zurückgezogen, kaum noch Kontakt zur Außenwelt gehabt. Seine Geschichte ging niemanden etwas an, er hatte nicht darüber reden wollen. Mit seinen Freunden, ja, das schon. Am Anfang. Doch irgendwann hatten auch die resigniert. Du willst dir ja nicht helfen lassen, Klaus, hatten sie gesagt. Und ermüdet von seinen ewig gleichen Reden hatten sie sich schließlich abgewendet. Auch die ursprüngliche Anteilnahme der Polizei hatte sich gewandelt und war einem mitleidigen, mitunter gar genervten Blick der Beamten gewichen, sobald er im Hauptkommissariat Frankfurt aufgetaucht war. Wenn er daran dachte, stieg heute noch ein Gefühl aus Scham und Verzweiflung in ihm auf. Er versuchte, den Gedanken zu vertreiben und strich sich mit zittriger Hand eine Haarsträhne zurück.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Frühling im Oktober»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Frühling im Oktober» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Frühling im Oktober»

Обсуждение, отзывы о книге «Frühling im Oktober» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x