Sophie Lamé - Frühling im Oktober

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Als Helen von ihrem Chef für ein Jahr nach Paris geschickt wird, ahnt sie nicht, dass dieser Schritt in ein neues Leben eine wahre Kettenreaktion auslöst. Nicht nur für ihre Freundin Viviane, auch für den Journalisten Mike und für Klaus – einen an seiner tragischen Vergangenheit verzweifelnden Mann – beginnt mit der Reise in die Stadt der Liebe ein ganz besonderes Abenteuer. So, wie auch für die lebenslustige, aber ein wenig rätselhafte Charlotte nichts so bleiben wird, wie es war.
Eine Geschichte über die Macht des Schicksals, die fantastisch verschlungenen Wege des Lebens und den Mut, die Chancen darin zu erkennen. Und eine wunderbare Liebeserklärung an Paris.

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ZWEI

Nahe Frankfurt am Main. Montag, 27. Juni 2011

Verflucht, das wäre um ein Haar schiefgegangen. Michael Brinkmann, den seine Freunde Mike nannten, riss erschrocken das Lenkrad nach rechts und steuerte den schwarzen Volvo wieder auf seine Fahrspur. „Konzentrier dich gefälligst“, fauchte er und strich sich wütend die Haare aus der Stirn. Schon den ganzen Morgen war er so durcheinander. Konfus und verworren schwirrten Gedanken durch seinen Kopf und ließen ihn einfach nicht zur Ruhe kommen. Die Landschaft flog an ihm vorbei wie ein Film-Abspann, den man zwar sah, aber dennoch nicht wirklich wahrnahm. Dabei war die Natur um ihn herum schön wie im Bilderbuch. Dunkelgrüne Wiesen zogen sich in sanften Hügeln bis zum Horizont, an dem bereits die ersten Ausläufer des Hochtaunus sichtbar wurden. Hätte er ein wenig genauer hingeschaut, er hätte bemerkt, wie intensiv die Farbe der Blätter war, die sich sachte im Wind bewegten und sich dabei von den morgendlichen Sonnenstrahlen wärmen ließen. Doch für all das hatte Mike keinen Blick. Nachdem er seine Schwester heute ausnahmsweise zu ihrer Arbeitsstelle in einer Werbeagentur in Bad Homburg gefahren hatte, war er nun auf dem Weg zum Frankfurter Adventure-Verlag. Er musste unbedingt diesen Auftrag für einen Artikel ergattern! Es ging um eine Reportage, die gemeinsam mit der französischen Tochtergesellschaft des Verlagshauses realisiert werden sollte. Wenn er die Informationen aus dem Vorgespräch richtig interpretiert hatte, würde er zu Recherchezwecken auch einige Zeit in Paris verbringen. Mike fand diese Vorstellung herrlich. Außerdem brauchte er den Job auch aus finanziellen Gründen. Zu lange schon dauerte die Durststrecke nun und bald würde sein Erspartes so zusammengeschmolzen sein, dass es zum Leben nicht mehr reichte. „Hätte der Junge mal was Anständiges gelernt!“, hörte er im Geiste seine Mutter schnaufen. „Ewig diese Ungewissheit, wann der nächste Auftrag von einem Verlag kommt, kein geregeltes Einkommen, da kann man doch kein Leben ´drauf aufbauen. Ich weiß gar nicht, von wem der Junge das hat, mir wäre das viel zu unsicher. Ach Gott, womit habe ich das bloß verdient, dass ich mir ständig solche Sorgen machen muss!“ Diesem mit fast schon bühnenreifer Gestik vorgetragenen Lamento folgte dann meist ein verzweifelter Seufzer und der gebrummte Kommentar seines Vaters: „Lass, Anneliese, er wollte es doch nicht anders, wollte nicht hören und dabei hatte ich schon die Lehrstelle klar gemacht, damals. Weißt du noch, der Karl von der Sparkasse hatte extra bei seinem Chef vorgesprochen!“

Trotz seiner Nervosität konnte sich Mike ein Schmunzeln nicht verkneifen, als er an seine Eltern dachte. Endlos konnten sich die beiden über ihren beruflich so missratenen Sohn auslassen. Er liebte sie, aber sie würden nie verstehen können, warum er sich für eine Laufbahn als freier Journalist entschieden hatte. Manchmal fragte er sich ernsthaft, ob er nicht vielleicht adoptiert worden war. Im Gegensatz zu ihm waren seine Eltern so unglaublich pragmatisch und noch dazu absolute Kontrollfreaks. Alles in ihrem Leben war bis um die übernächste Ecke geplant und wurde mit akribischer Disziplin ausgeführt. Mike zog bedauernd die Augenbrauen hoch. Sie wussten nicht, wie es sich anfühlte, ein neugieriger Mensch zu sein. Immer auf der Suche nach spannenden und kuriosen Geschichten, die darauf warteten, erzählt zu werden. Dabei gab es sie doch überall. Sie schlummerten in fernen Ländern und fremden Kulturen genauso wie in unmittelbarer Nachbarschaft. Manche sprangen einem geradezu ins Gesicht, zogen einen in ihren Bann und bettelten darum, erzählt zu werden. Mike erhöhte die Geschwindigkeit und schaltete in den fünften Gang. Warum sich darüber noch Gedanken machen? Er war erwachsen und lebte sein Leben, so wie er es sich ausgesucht hatte. Nun ja, dachte er und lachte bitter, einen wichtigen Teil davon hatte er sich ganz gewiss nicht selbst ausgesucht. Wer wählte schon ein auf ganzer Linie gescheitertes Liebesleben aus? Er weigerte sich zu akzeptieren, dass er die Verantwortung trug, dass Nicola sich von ihm getrennt hatte. Verdammtes Schicksal. Wütend drosselte Mike die Geschwindigkeit seines Fahrzeuges wieder, weil sich ein alter Opel vor ihm exakt mit den vorgeschriebenen 80 km/h fortbewegte. Seit Nicola nicht mehr bei ihm war, fühlte er nichts als Traurigkeit. Und gleichzeitig wunderte er sich darüber, wie sehr ihn die Trennung beschäftigte und aus dem Tritt brachte. „Das muss doch irgendwann einmal wieder aufhören“, sagte er laut in die Stille seines Autos hinein und tippte auf einen Knopf am Lenkrad, um das Radio einzuschalten. Die melancholischen Moll-Töne eines klassischen Klavierkonzertes drangen in Mikes Bewusstsein. Er konzentrierte sich auf den Wagen vor ihm und warf dann einen kurzen Blick auf die vorüberziehende Landschaft. Obwohl die Sonne die Blätter der wunderbar alten Bäume in den unterschiedlichsten Grüntönen erstrahlen ließ, war in seinen Augen alles grau und trist, farblos und ohne jedes Leben. Seine Gedanken bewegten sich in Richtung Vergangenheit zurück, bis sie bei dem Tag ankamen, an dem Nicola ihm am Telefon gesagt hatte, dass sie länger in Costa Rica bleiben würde. Nach schier endlosen Erklärungsversuchen hatte sie ihm schließlich gestanden, dass sie sich dort in einen australischen Geologen verliebt hatte und nicht mehr zu ihm, Mike, zurückkommen würde. Er hatte den Hörer aufgelegt und in diesem Moment gewusst, dass nichts mehr einen Sinn machte. Als er erkannt hatte, was Nicolas Worte für ihn bedeuteten, gab es in Mikes Leben ein Vorher und ein Nachher . Von Glück zu Leere, von Energie zu zäher Langeweile und von verflogenen Stunden zu endlosen Minuten. Er lebte in der Zeit fünf nach Nicola. Fünf Wochen, drei Tage und vier Stunden, seit sich sein Dasein geändert hatte. Und dabei war alles schon geplant gewesen. Mike lachte bitter, als er realisierte, was ihm da gerade durch den Kopf ging. Er dachte schon wie seine Eltern! Doch genauso hatte er gefühlt, wie er sich nun eingestehen musste. In seinem Kopf war die Zukunft mit seiner Traumfrau bis ins Detail und bereits für mindestens drei Jahre im Voraus durchorganisiert gewesen. Und auch Nicola hatte die Parallelen erkannt.

„Du bist wie deine Mutter“, hatte sie ihm in einer ihrer letzten Streitereien vorgeworfen. „Du bist genau zu dem Spießbürger geworden, der du nie sein wolltest. Schau dich doch an, du mit deinen so verdammt exakten Vorstellungen von der Zukunft. Kein Wunder, dass du keine Aufträge mehr bekommst. Es könnte ja einer dabei sein, der von deinem betonierten Lebensweg abweicht und du deinen Kompass neu ausrichten musst. Mein Gott, Mike, du bist sogar schlimmer als deine Mutter, denn sie ist mit ihrem Leben zufrieden und es macht ihr nichts aus, dass es sie nicht interessiert, welche unentdeckten Schätze sich rechts und links des Weges befinden!“

Sie hatte sich umgedreht, die Wohnungstür hinter sich zugeknallt und war in ihr Apartment in München gefahren, um die Koffer für Costa Rica zu packen. Eine befreundete Redakteurin hatte ihr einen Auftrag für die Zeitschrift Globetrotter vermittelt. Sie sollte einen Bericht über die Unterschiede der Familientraditionen in Costa Ricas Land- und Stadtbevölkerung zusammenstellen. Er hatte sie seitdem nicht mehr gesehen. Ein kurzer Abschiedsgruß per SMS war das Letzte, was er von ihr gehört hatte, bevor sie nach Mittelamerika aufgebrochen war. Und vor fünf Wochen, drei Tagen und vier Stunden war sie dann ganz aus seinem Leben verschwunden. Und ein lehmverschmierter, abenteuerlustiger Australier hatte mit seinem charmanten Akzent und seiner bestimmt alles andere als spießigen Art seinen Platz eingenommen. Und ihn, Michael Brinkmann, Jahrgang 69 und hoch gelobter Absolvent der Henri Nannen Journalistenschule, aus seiner Lebenslaufbahn gekickt.

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