S. in der Heiden - Die Schlossbewohner
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Die neuen Besitzer wollen mit ihren zwei Söhnen, einigen Mitarbeitern und deren Familien das Schloss bewohnen. Viel Arbeit und allerhand Abenteuer müssen überstanden werden. Dabei stoßen sie oft nicht nur an ihre eigenen Grenzen, sondern auch auf ein dunkles Geheimnis …
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„Wenn keine weiteren Fragen sind,“ fährt der Rechtspfleger fort, „beginnt jetzt die Biet-Zeit von 30 Minuten. Es sind jetzt exakt 12.45 h“. Dann senkt er seinen Kopf und blättert in den vor ihm liegenden Unterlagen. Lisas Blickt schweift umher. Sie schaut, wo das nervöse Papierknistern herkommt, sieht aber nichts.
Die Stühle im Saal sind bis auf einen einzigen Platz alle besetzt. Und dieser leere Stuhl steht am Ende der Reihe gegenüber der Türe am Fenster. Lisa und Bernd beobachten die Lage. Ein älterer Herr vor ihnen blättert in einer Mappe. Andere schauen stur in Richtung Rechtspfleger. Einige tuscheln leise miteinander. Die Zeit vergeht. Papier knistert. Die Luft im Raum wird langsam stickig. Am Fenster steht jemand auf und öffnet das Fenster ganz weit und entschuldigt sich für sein Tun mit Blick in Richtung Rechtspfleger. Dieser erwidert die Entschuldigung mit einem freundlichen und erleichterndem nicken. Bisher wurde noch kein Gebot abgegeben und „die Bietzeit dauert noch 5 Minuten“, wirft der Rechtspfleger nach einiger Zeit ein.
Doch auch jetzt tut sich nichts. Vorsichtig erhebt Bernd seinen Finger und sagt leise, kaum hörbar, als hätte er einen Frosch im Hals: „ Ich möchte gerne das Mindestgebot abgeben.“ Plötzlich kommt Bewegung in den Saal. Alle Augen auf Bernd und Lisa gerichtet. Ein Tuscheln, es wird ein wenig Unruhig im Saal. Papier knistert noch heftiger als zuvor. Der Rechtspfleger schaut kurz auf und dann wieder in seine Unterlagen. Kurze Zeit darauf schaut er in die Runde und verkündet dann: „Die Bietzeit ist jetzt zu Ende. Gibt noch jemand ein höheres Gebot ab?“ Wieder schaut er ruhig und gelassen in die Gesichter, bis er seinen Blick auf den Mann im blauen Anzug haftet. Der Mann im blauen Anzug hebt kurz die Hand und sagt: „Stattgegeben!“ Der Rechtspfleger verkündet: „Da sich kein weiterer Bieter gefunden hat, geht das Schloss Mötefiendt an den Herrn in der letzten Reihe. Kommen Sie dann bitte mit ihrem Personalausweis zu mir“, sagt er mit einem Blick auf Bernd gerichtet.
Bernd und Lisa können in diesem Augenblick noch gar nicht so richtig realisieren, was da gerade passiert ist. Alles ging plötzlich so schnell. Sie haben soeben ein Schloss ersteigert. Nicht ein Schloss, sondern das Schloss! Das Schloss, von dem sie beide seit Jahren träumen! Welches sie schon lange ausgemessen, von dem sie zigmal die Statik berechnet haben, die Planung der Räumlichkeit schon lange steht, es bereits ein Jugendtraum von Bernd und Lisa ist. Hier vor diesem Schloss haben sie im Sommer im Gras gelegen und sich geliebt. Heimlich auf der Wiese vor dem Schloss mit ihren Freunden gefeiert und gegrillt, ihre Freunde mit ihren verrückten Ideen infiziert und später ihre Söhne.
Beide gehen sie zum Rechtspfleger und legen ihre Ausweise vor. „Wie wollen Sie aufteilen?“ werden sie gefragt. „Halbe halbe“, sagt Lisa geistesgegenwärtig und Bernd nickt zustimmend. Eine sehr elegant wirkende alte Dame mit hellblauem Hut auf silbergrauem mittellangem Haar und hellblauem Etuie-Kleid erhebt sich vom Stuhl, stampft mit ihrem schwarz glänzenden Gehstock kräftig auf und sagt laut und mit kraftvoller Stimme in den Raum: „In dem Schloss da spukt‘s!“ Dreht sich in Richtung Türe, die ihr ein älterer grauhaariger Herr in dunklem Anzug und weißem Hemd öffnet. Sie verlassen gemeinsam den Saal. Papier knistert, was von niemandem registriert wird. Erstaunt schauen sich Bernd und Lisa an. Bernd muss lachen und Lisa lacht mit. „Was war denn das für ein Auftritt von dieser alten Dame?“ Sie gehen beide nicht weiter darauf ein. Lisa und Bernd sind total erleichtert, ihre Ängste sind verschwunden. Sie können kaum fassen, was gerade geschah. Ihr Traum ist gerade zur Realität geworden. Lisa hätte den Rechtspfleger am liebsten vor Freude umarmt.
Beide freuen sich nun auf die Sanierungsarbeiten und können es kaum erwarten. Dieses Schloss ist seit ewigen Zeiten ihr Traum. „Was werden wohl die Kinder sagen?“, meint Lisa. „Die werden genauso erstaunt sein wie wir“, antwortet Bernd.
Solange Bernd in Humbach lebt, und das tut er seit seiner Geburt, hat sich Familie Wörner für dieses Schloss interessiert. Vor allem sein Vater. Ebenfalls Architekt, interessierte er sich für dieses Anwesen. Besonders nachdem sein Freund, der Graf von Mötefiendt, Selbstmord begangen hatte und die Witwe, ebenso wie alle Angestellten, das Schloss verlassen hatten. Seit mittlerweile 60 Jahren ist das Schloss unbewohnt. Damals, kurz nach dem Tod des Grafen von Mötefiendt, hatte Bernds Vater Interesse an dem Schloss bekundet, doch die Witwe lehnte ab und erteilte der gesamten Familie Wörner gleichzeitig ein Verbot, das Schloss und den dazu gehörenden Park zu betreten. Das hatte seinen Grund. Denn die Witwe von Mötefiendt war über die Besuche von Herrn Wörner bereits zu Lebzeiten ihres Gatten nie erfreut.
Auch Lisa wuchs hier in auf Humbach. Fast täglich trafen sich die damaligen Teenager, Lisa und Bernd, heimlich am Schloss. Oft auch mit ihren Freunden und später kamen die Kinder dazu. Auf dem Grundstück des Schlosses Mötefiendt spielte sich alles ab. Wie oft sind Bernd und Lisa heimlich durch das Schloss geschlichen. Ein großes Schild am windschiefen Tor „Betreten verboten“ haben sie dabei völlig ignoriert. Oft lagen sie am See des Parks in der Sonne, die Blicke sehnsuchtsvoll auf das alte Gemäuer gerichtet. Ach wäre es doch unser. Jede Ecke, jeden Winkel des Schlosses kannten sie. Der jammervolle Zustand tat ihnen weh. Sie mussten mit ansehen, wie das wundervolle Gebäude Jahr für Jahr an Schönheit verlor. Sie haben das Schloss immer wieder vermessen und die Statik neu berechnet. Haben Pläne erarbeitet und immer wieder überarbeitet. Und geträumt. Viel geträumt. Und nun ist es wahr geworden. Vor dem Gerichtsgebäude liegen sich Bernd und Lisa in den Armen. Sie küssen und umarmen sich immer wieder. Hand in Hand, mit klopfendem Herzen und von der plötzlichen Realität überrascht schlendern sie zum Auto. „ Wie werden die Kinder und unsere Angestellten reagieren?“ fragen sie sich immer wieder und freuen sich auf deren Gesichter.
-3-
Zuhause angekommen, die Kinder können es kaum fassen. Sind in der Wohnung herum gesprungen, haben sich mit Sofakissen beworfen. Gelacht, gegrölt, sich unglaublich über diese Nachricht gefreut. Ben fiel auch gleich wieder ein, was Opa immer sagte und rief: „Schloss Mötefiendt bedeutet, mutig dem Feind entgegenzutreten!“
Immer wieder wollten sie von ihren Eltern den Ablauf der Versteigerung erzählt bekommen. Ihr größter Wunsch ist heute in Erfüllung gegangen. Mit einer Flasche Sekt und vier Gläsern macht sich die kleine Familie auf den Weg zu ihrem Schloss, das ja nun kein Traum-Schloss mehr ist. Bernd hat seinen Vorarbeiter Eddy angerufen und ihm freudig von der Neuigkeit berichtet. Dieser ist nun auch ganz aus dem Häuschen. Die ganze Firma kennt den Traum vom Schloss. Eddy, der Vorarbeiter, kennt den Grundriss und könnte ihn auswendig malen. So alt ist dieser Traum, der nun zur Realität wurde. Eddy kennt jeden der 40 Räume und weiß genau, was jetzt zu tun ist.
„Mötefiendt ist unser!“
tippt Eddy in sein Smartphone und versendet es an alle Mitarbeiter. Kurz darauf Motorengeräusche, Autotüren knallen, lautes Lachen und freudiges Grölen. Die Mitarbeiter sind zum Teil mit ihren Kindern gekommen. Sie haben alles stehen und fallen lassen, mit dem sie gerade beschäftigt waren und sind sofort gekommen. Einige im Arbeitsanzug, andere im Joggingdress, im schicken Anzug oder in Straßenkleidung. Eine Kollegin hat sogar noch die Wickler in ihren nassen Haaren. Alle sind augenblicklich gekommen. Ob von der Couch oder von einer Hochzeit. Das hier ist allen sehr wichtig. Jeder weiß, was mit „Mötefiendt ist unser.“ gemeint ist. Bernd und Lisa haben ihren Traum ersteigert! Es ist für alle so unglaublich, was heute hier geschehen ist. Niemand hatte es für möglich gehalten. Dieser Code war zwar mal irgendwann bei einer Feier zwischen ein Paar Schnäpsen zu viel ausgemacht und später mehr zum Gag geworden. Doch diesen Code jemals im echten Zusammenhang zu hören, daran hat bisher niemand so recht geglaubt. Obwohl einige der Mitarbeiter an einer Wohnung im Schloss interessiert sind und eine Planung der Räumlichkeit bereits schriftlich festgehalten wurde. Schongleich diese Mietverträge bei einem feucht fröhlichen Abend geschlossen wurden. Jetzt wird sich umarmt, Hände werden geschüttelt. Man freut sich für die Wörners und auch für sich selbst, denn es bleibt dabei. Die Mietverträge haben nun Gültigkeit und einige Arbeitskollegen werden später auch mit ins Schloss einziehen. Die meisten der Mitarbeiter haben eine oder mehrere Flaschen Sekt und sonstiges Alkoholisches mitgebracht. Vor allem eine große Auswahl an Schnäpsen. Nun wird vor dem alten Gemäuer angestoßen und gefeiert. Weit erklingt lautes, befreites, glückliches Lachen. Ab heute ist lautes Lachen erlaubt. Vorher musste man sich ja immer zurückhalten, da es ja dieses Verbot der Gräfin von Mötefiendt gab, an jenes man sich nicht hielt. Heide und Claus haben ihre Stereoanlage mitgebracht und voll aufgedreht. Die Musik erfüllt den Schlosspark. Es wird geschunkelt und getanzt. Kurt hat auf die Schnelle einen Anhänger Bierzeltgarnituren organisiert. Als er durch das Tor rollt, wird er von den Kollegen mit einer beschwingten La Ola begrüßt und als er aus seinem Auto steigt, klopft man ihm dankbar auf die Schulter und schüttelt seine Hand. Viele Hände fassen an und helfen und ruck zuck ist alles für eine zünftige Party hergerichtet. Günter kommt mit Familie. Hinter seinem BMW-Kombi hängt eine komplette Biertheke und hinter dem Golf seiner Frau ein Kühlwagen. „Jetzt kann nichts mehr schief gehen“, entfährt es dem erstaunt schauenden Kurt. „Ich stelle fest, ihr seid alle Meister der Improvisation“, ruft Bernd Wörner glücklich und begrüßt seine Freunde mit Schulterklopfern und Hand-Shake. In Null-Komma-nichts ist alles aufgebaut. Alles passt. Sogar das Wetter, tolle Freunde und ein Traum, der in Erfüllung ging.
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