Nordbayerischer Kurier - Festspiel Kurier #14

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Erfahrene Musikkritiker und Kulturjournalisten werfen darin einen Blick hinter die Kulissen sowie auf die Geschichte, Gegenwart und Zukunft des weltberühmten Bayreuther Opernfestivals. Die Redaktion des Festspielkuriers verfügt zudem über eines der umfassendsten Bildarchive zu den Festspielen. Inklusive aller Premierenkritiken der Bayreuther Festspiele 2014

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Beer: … und dem ahnungslosen Siegfried, dem bei Dorst erst Lance Ryan eine schlüssige Statur gab. Wir sollten nicht vergessen, wie wichtig eine passgenaue Besetzung für eine Inszenierung ist! Sie ist für mich ein Kernpunkt für das jetzige Scheitern in Bayreuth. Inzwischen besetzt das Staatstheater Nürnberg Wagner besser als der Hügel.

Müller: Damit sind wir der Frage, warum Chéreau so eine große Wirkung entfachen konnte, ziemlich nahe gekommen. Fehlt noch der Dirigent. Wenn Musik und Bühne in zwei Teilen nebeneinander herlaufen, kann ein Konzept weder überzeugen noch ergreifen.

Beer: In München habe ich gerade das beste Beispiel seit langem erlebt, bei Bernd Alois Zimmermanns „Soldaten“ mit Kirill Petrenko und Andreas Kriegenburg. Der Dirigent saß auf jeder Probe und umgekehrt hat der Regisseur immens von ihm gelernt. Das Ergebnis: Sogar Leute, die sonst vor Zwölftonmusik weglaufen, waren gepackt.

Müller: Spontane Emotionalität heißt ja nicht, dass jeder in seinem Innersten im Einklang berührt wird. Es kann auch massiver Widerstand dabei entstehen. Aber eben kein unbeteiligter Konsument.

Beer: Genau an diesem Punkt scheitert Frank Castorf mit seinem „Ring“, weil er die Emotion nicht zulassen will und damit die Wirkung, die die Musik hat, zerstört.

Müller: Gerade deshalb mögen manche Menschen diese Inszenierung – sie erlaubt ihnen, emotional Abstand zu halten.

Beer: Castorf hat abgesehen davon am Grünen Hügel seine DDR-Geschichte aufgearbeitet, was in Berlin bestimmt gut ankommen würde, aber in Bayreuth? Können das die Japaner verstehen, die Amerikaner oder Franzosen?

Müller: Der Herheim-„Parsifal“ war eine großartige Antwort auf den Ort. Ich wünsche mir, dass in Bayreuth auf ein internationales Publikum – mit einer Inszenierungssprache, die viele verstehen – geachtet oder zumindest seine Neugier geweckt wird.

Beer: Was jetzt in Bayreuth dominiert, ist Dramaturgen- und Dekonstruktionstheater, das gezielt gegen die Musik arbeitet. Gegen Widerstand hab’ ich ja nichts…

Müller: …das erzeugt Reibung…

Beer: …aber Ignoranz ist bodenlos, weil das Wichtige fehlt.

Müller: Und Musik zur dekorativen Unterhaltung degradiert wird.

Beer: Umso mehr ist es schade, dass der für Bayreuth

wichtige Herheim-„Parsifal“ nicht als DVD erschienen ist.

Müller: Da muss ich gleich an Jonathan Meese denken…

Beer: Eine israelische Journalistin hat mir geschrieben, wie empörend sie und mit ihr viele israelische Musikfreunde es finden, dass jemand wie Meese, der sich immer wieder mit dem Hitlergruß vermarktet, die Möglichkeit erhält, ausgerechnet in Bayreuth zu inszenieren.

Müller: Man kann natürlich sagen: Tolles Marketing!

Beer: Es wird Bayreuth schaden. Schließlich ist Oper an sich voll von „Stellvertretertum“ und Rollenbildern. Deshalb geht man überhaupt hin.

Müller: Figuren in Opern erleben extreme Situationen…

Beer: …denen wir selber nicht ausgesetzt sind. Aber wir dürfen sie nachempfinden.

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