Myron Bünnagel - Severin

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Jacob Severin soll seine Verlobte stranguliert haben. Die Beweislast ist erdrückend. Niemand glaubt an seine Unschuld. Hypnose? Verschwörer? Die Polizei lacht ihn aus. Als ihm die Flucht gelingt, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Denn die Welt ist versessen darauf, Jacob fertigzumachen. Während er der Spur der brutalen Killer folgt, zieht sich die Schlinge immer weiter zu. Bald kämpft er an allen Fronten, vor allem gegen sich selbst. Denn im Zentrum der Verschwörung wartet eine schreckliche Wahrheit.

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„Keine … Chance …“, hustete Feldberg.

Severins Blick fiel auf das Holster an dessen Gürtel. Hellbraunes Leder, in dem dunkel schimmerndes Metall steckte. „Das werden wir ja sehen!“ Die Waffe ließ ihn nicht los, der Glanz zog seine Finger an.

„Seien Sie nicht noch dümmer …“, ächzte Feldberg, der Severins Bewegung mit seinem gesunden Auge folgte. Er versuchte einen Arm zu bewegen, aber es gelang ihm nicht.

„Seien Sie still!“, zischte Jacob und beobachtete fasziniert, wie seine Finger den Gürtel entlang schlichen. Das Metall fühlte sich kühl und glatt unter seiner Berührung an.

„Hey, Sie, was machen Sie da?“ Der Ruf eines Mannes. Während Severin noch zu ihm herüber sah, griff seine Hand bereits nach der Waffe. „Nicht …“, stöhnte Feldberg. Jacob ließ die Krawatte abrupt los, hörte, wie der Schädel leise auf dem Steinboden aufschlug. Durch eine Glastür am Ende des Flures trat ein uniformierter Wächter. Seine Arme waren angewinkelt, einer lag auf dem Halfter an seiner Hüfte.

Severin sprang auf die Beine, den Schlüssel in der einen, die Automatik in der anderen Hand, und stürmte los. Der Wachmann hinter ihm schrie, Schritte näherten sich. Jacob rannte weiter, vorbei an geschlossenen Türen und verwaisten Bänken. Hinter den Fenstern ging es ein Stockwerk in die Tiefe, nichts als nackter Beton dort unten. Keuchend erreichte er eine Glastür, stieß sie auf und stolperte in ein Treppenhaus. Hastig sah er sich um, sein Blick folgte der Treppe nach unten. Als er sich schon darauf zu bewegen wollte, tauchte an ihrem Fuß ein weiterer Wachmann auf, die Dienstwaffe bereits gezogen. Er bemerkte Jacob, setzte an, die Stufen hinauf zu laufen. „Bleiben Sie stehen!“

Severin taumelte zurück, blickte über die Schulter in den Gang hinter sich. Der erste Wächter kniete über Kramer, hob jetzt den Kopf und sah zu ihm hin. Seine Hand zuckte nach oben, Metall blitzte darin auf. Gleichzeitig hastige Schritte auf den Stufen. Jacob sprang auf die Treppe nach oben zu, hetzte sie hinauf, immer zwei Stufen auf einmal. Seine gefesselten Arme pendelten wild hin und her, Waffe und Schlüssel in den schweißnassen Fingern. Eine weitere Etage, ein langer Flur hinter der Glaswand. Unschlüssig machte er eine Bewegung auf die Tür zu, dann fuhr er herum und rannte zur nächsten Treppe. Stimmen drangen von unten zu ihm herauf, leises Geschrei, Schritte.

Jeder Atemzug stach in den Lungen, Tränen verzerrten sein Blickfeld. Eine Stufe, eine andere. Hinauf. Weiter. Endlich der letzte Absatz. Sein Fuß rutschte ab, er geriet ins Stolpern. Der graue Flur kippte, tat einen aberwitzigen Satz, dann schlug er hart auf dem polierten Boden auf. Ein heftiger Schmerz jagte durch seine Arme, das gnadenlose Metall schnitt in seine Handgelenke. Ein taubes Kribbeln kroch in seine Finger und Schultern. Lichtpunkte tanzten vor seinen Augen.

Und von unten der Lärm schwerer Schuhe auf dem glatten Stein, langsamer nun, vorsichtig.

Severin rollte sich mühsam herum, schob die Knie unter seinen Körper und richtete sich auf. Trotz des dumpfen Pochens hielt er die Automatik noch immer in der Hand. Er kam auf die Beine. Übelkeit stieg in ihm auf, füllte seinen Mund mit Galle und Blut. Er stand, tat einen taumelnden Schritt. Der Schlüssel drohte seinen Fingern zu entgleiten, aber er schloss sie krampfhaft darum. Er erreichte die Tür, getöntes Glas, ein weiterer langer Flur dahinter, leer. Jacob lehnte sich daran an, drängte mit der Schulter dagegen. Vergeblich. Seine Hand fuhr zum Griff, aber da war keiner, nicht auf dieser Seite. Ein erstickter Laut drang über seine Lippen. Er warf sich gegen die Tür, aber es brachte nichts. An die gläserne Barriere gelehnt, schob er sich schließlich vorwärts. Die Beine gehorchten ihm nicht mehr richtig, drohten jeden Moment unter ihm wegzuknicken. Die nächste Treppe verschwamm vor seinen Augen. Die Stufen zogen sich in die Länge, in Bewegung wie Klaviertasten unter den Fingern eines Pianisten. Jacob stieß gegen die Wand, vor ihm nun die großen Fenster. Der Parkplatz drei Stockwerke unter ihm. Er schluckte schwer, die Zunge ein geschwollener Klumpen in seinem Rachen. Seine Beine gaben nach und er rutschte langsam am kalten Glas hinab. Fand mühsam Halt und bemerkte wieder die Stahlarmbänder um seine Handgelenke. Der Schlüssel! Mit den ungeschickten Fingern seiner Linken versuchte er, einen der Ringe zu öffnen. Aber das Schlüsselloch tanzte unruhig auf und ab, wich dem winzigen Metallding in seiner Hand aus. Wieder stieß er zu, ohne Erfolg. Überall war Schweiß, sogar ein wenig Blut auf dem Stahl. Und in seinem Schädel dröhnte eine ganze Fabrikhalle, ein betäubender Lärm, unter dessen Schlägen jeder klare Gedanke ausgelöscht wurde. Severin kicherte wie von Sinnen, als der Schlüssel stecken blieb, sich mit einem leisen Klicken drehte. Wie in Zeitlupe glitt der Ring von seinem Handgelenk, baumelte lose hin und her. In seiner Haut waren tiefe, blaurote Kerben. Eine Winzigkeit Freiheit, die etwas Kraft in seinen Leib zurückbrachte. Er hob den Arm, sah die Pistole in seiner Hand. Während er ihr Gewicht irgendwie als beruhigend empfand, irritierte ihn das kalte Schimmern. Eine Ahnung des Todes, der Endgültigkeit.

„Machen Sie keinen Unsinn!“ Eine laute, nervöse Stimme, die ihn vom Boden und Glas anzuspringen schien. Aber Jacob brauchte einen Moment, ihren Sinn zu verstehen. Im ersten Klang war sie nur eine Störung, etwas, das hier und jetzt nicht sein sollte. Es bereitete ihm Mühe, den Blick von seiner Hand zu lösen, ihn darüber hinaus wandern zu lassen. Über die grauen Fliesen, in denen sich das trübe Tageslicht fing. Die blank geputzten Schuhe hinauf, eine dunkelblaue, sorgsam gebügelte Hose entlang. An einem breiten Gürtel mit einer glitzernden Schnalle verharrte er. Ein leise knisterndes Funkgerät und ein leeres Holster daran. Auf beinahe derselben Höhe ein angewinkelter Arm, kräftige Finger, um den Griff einer Pistole gelegt. Ihr Lauf ein einziges gähnendes Loch, pechschwarz und unergründlich, eine Rückbesinnung an die Zeit der ersten Dunkelheit. Und der letzten. „Fallen lassen!“ Severin sah ein junges, rot angelaufenes Gesicht. Eine runde Nase, geweitete Augen, deren Pupillen der Mündung der Pistole glichen. Ein dünner Schnurrbart über einem schmalen Mund. Unter der Uniformmütze spärliches Haar. Er stand an der Treppe, eine Hand klammerte sich am Geländer fest. „Los, Mann!“ Angst in seiner Stimme, ein kurzer, gehetzter Blick nach unten.

Die Hoffnung brach unter seinen Worten. Severin spürte, wie ihm etwas entglitt. Ein kaum fassbares Gefühl, das Wissen, dass etwas Immenses verloren ging. Für einen Moment war der tosende Lärm in seinem Schädel klar, fokussierte sich in einem einzigen Laut, dessen Klang einen qualvollen Stich in sein Herz trieb. Eine zuschlagende Tür, heftig und endgültig. „Nein!“ Er war nicht sicher aus welcher Kehle der Schrei aufstieg. Seinen Mund spürte er nicht, der des Wachmannes verzerrte sich zu einer Grimasse des Entsetzens. Jacobs Arm bewegte sich wie von selbst, als hinge er an einem unsichtbaren Seil. Außerhalb seiner Kontrolle zog ihn jemand in die Höhe, brachte die Pistole empor. Für einen Moment sah er die Panik in den Augen des anderen, nackt und einschneidend, der Tod eine würgende Ahnung. Dann war da nur noch Lärm und Schmerz und Leere. Ein Schuss löste sich, durchschlug die Stille des Treppenhauses, kratzte über die Steinplatten und Glasscheiben, drang mit betäubender Intensität in Severin. In seinen Ohren begann es zu klingen, ein hoher, stechender Laut, in seinem Schlepptau weitere Qualen, eine sengende Hitze in der Schulter. Wieder ein Schuss. Zuckte die Waffe in seiner Hand? Oder war es der Schmerz, der ihn erzittern ließ? Jacob spürte nur das Brennen, das sich in seinen Körper fraß. Hinter ihm ging eine Kugel durch die Fensterscheibe, ließ das Glas in einem schrillen Ton zerplatzen. Wieder ein peitschender Knall, unmittelbar gefolgt von einem dumpfen Pochen in seiner Brust. Severin schnappte nach Luft, aber sie schien aus flüssigem Feuer und weigerte sich, in seine Lungen zu dringen. Vor seinen Augen tanzten Lichtpunkte. Schmerz raste durch seinen Leib, zerbarst in grellen Blitzen. Er taumelte, die Pistole entglitt seinen leblosen Fingern. Fiel langsam zu Boden, in eine Tiefe, die nicht da sein konnte. Er rang nach Atem, einen Schrei in der Kehle. Fort . Einen Schritt zur Seite. Die Welt eine einzige Sturmflut aus wankenden Bildern, voller Pein und Übelkeit, bereit ihn zu ertränken. Hinter dem Schmerz die Müdigkeit, Erschöpfung, der große Schlaf. Sich festhalten. Halt finden. Ihn nicht verlieren . Seine Hand griff nach der Wand, eine Stütze inmitten des vernichtenden Chaos. Leere. Neben ihm war nichts, kein helfender Widerstand. Severin verlor die Balance, stolperte. Blaugrauer Himmel kippte in die Sandsteinfassade. Glitzernde, gezackte Glasscherben dazwischen, die unter seinem Gewicht nachgaben. Selbst der unruhige Boden unter seinen Füßen war fort. Da war nichts mehr. Eine seltsame Kühle in seinem Körper. Ein Augenblick der Leichtigkeit, der Schwerelosigkeit. Die rotierende Welt. Himmel, Beton, funkelnde Glassplitter. Blut. Vielleicht ein Schrei. Und die Schwerelosigkeit verging, stürzte mit ihm zusammen in die Tiefe. Grauer Beton, ein starres, feindliches Meer, blecherne Inseln dazwischen. Alles raste nun darauf zu, die Bilder und Formen flossen zu einem Mahlstrom zusammen, in dessen Zentrum Severins Herz unerträglich laut pochte. Ein einziges Schlagen, als wollte es zerspringen. Der Fall zurück, weit zurück. An die Anfänge, in die wohlbehütete Dunkelheit. Er zog sich zusammen, rollte sich ein, barg sich in sich selbst, zum Schutz vor der rasenden Welt und dem Aufprall.

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