Myron Bünnagel - Severin

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Jacob Severin soll seine Verlobte stranguliert haben. Die Beweislast ist erdrückend. Niemand glaubt an seine Unschuld. Hypnose? Verschwörer? Die Polizei lacht ihn aus. Als ihm die Flucht gelingt, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Denn die Welt ist versessen darauf, Jacob fertigzumachen. Während er der Spur der brutalen Killer folgt, zieht sich die Schlinge immer weiter zu. Bald kämpft er an allen Fronten, vor allem gegen sich selbst. Denn im Zentrum der Verschwörung wartet eine schreckliche Wahrheit.

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„Warum ist sie nicht persönlich gekommen, um mir zu helfen?“, fragte Jacob unsicher.

„Erzählen Sie es mir. Erzählen Sie mir, was passiert ist. Ich fordere Sie nicht noch einmal auf.“ Der hagere Mann lehnte sich zurück, die Lider halb geschlossen. Severin fragte sich, ob seine Finger manikürt waren. Die Nägel glänzten wie poliert, kein Härchen auf den Handrücken.

„Spucken Sie es schon aus, Mann, oder sollen wir Sie in Ihre Zelle zurückbringen?“ Feldberg redete drängend auf seinen Rücken ein.

„Ich … ich kann mich kaum erinnern“, brachte Jacob hervor. Die Angst war wieder da, schnürte ihm die Kehle zu.

„Können nicht, oder wollen nicht?“

„Ich kann nicht, verdammt! Die Einzelheiten sind verschwommen. Als … als hätte jemand versucht sie mit einem Schwamm auszuwischen.“

„Sie selbst?“

„Nein! Nein, verdammt. Meinen Sie, ich will mit Löchern in meiner Erinnerung herumlaufen?“ Jacob wurde lauter, die Furcht rann durch seine Gedanken hindurch und hinterließ einen roten Schein aus Wut. „Glauben Sie, ich weiß nicht, wie das alles klingt? Meinen Sie, ich würde das alles erzählen – so unglaubwürdig wie alles darin ist?“

„Beruhigen Sie sich, Severin. Bisher haben Sie mir noch gar nichts erzählt.“

Jacob biss sich auf die Lippe, wartete, bis er den Schmerz wahrnahm. Die Wut trat etwas zurück, dennoch zitterte seine Stimme: „Es sind alles nur lose, nur verwirrende Teile, die nicht zusammenpassen wollen, die in meinem Kopf herumspuken. Sie lassen mich nicht los! Aber ich bilde sie mir nicht ein, das weiß ich. Ich … ich habe Angelica nicht umgebracht. Das hätte ich niemals gekonnt. Ich … ich war wütend auf sie – sie hat mich immerhin betrogen, als wir noch verlobt waren, aber … deshalb bringe ich sie doch nicht um! Irgendwie … vielleicht liebe ich sie auch einfach noch irgendwie. An diesem Abend hatte sie Sorgen. Deshalb war sie bei meiner Mutter. Ich hatte ja keine Ahnung davon, ansonsten wäre ich niemals dorthin gegangen. Aber sie war nun einmal da. Wir haben nicht viel gesprochen. Ich war wütend, ja. Auf sie oder auf meine Mutter, vielleicht auf mich selbst. Am liebsten wäre ich sofort wieder gegangen, aber sie hat uns eingeladen. Meine Mutter, meine ich. Sie hatte reichlich kochen lassen, aber das Personal bereits fortgeschickt. Also aßen wir. Mutter redete die ganze Zeit mit … mit diesem Mann.“ Severin starrte mit offenem Mund vor sich hin, versuchte die Bilder jener Nacht heraufzubeschwören, aber sie blieben unscharf wie flüchtige, verwackelte Photographien.

„Sprechen wir über diesen Mann, Severin. Wer war er?“

Er zuckte hilflos mit den Schultern: „Ich weiß es nicht.“

Der Staatsanwalt tippte nachdenklich mit den Fingerspitzen gegen seine Handfläche. „Das ist ein bisschen wenig, oder nicht?“

„Hören Sie, wenn ich es wüsste, würde ich es Ihnen doch sagen. Aber ich habe keine Ahnung, wer er ist. Ein Bühnenzauberer, das ist alles was ich weiß.“

„Bühnenzauberer?“

„Ja, er führte Tricks vor. Karten und Münzen aus der Luft fischen und so. Aber …“

Der Mann hinter dem Schreibtisch seufzte resigniert: „Aber …?“

Jacob mied seinen Blick und starrte wieder auf die Regenflecken am Fenster. Das kleine Büro lag im ersten Stock, die Aussicht beschränkte sich auf einen Parkplatz und eine lange Gebäudefront aus sandfarbenem Stein. Hinter ihren Fenstern glaubte er unzählige weitere Büros zu erkennen. Der Himmel musste grau und schwer sein, denn die Helligkeit draußen wirkte kühl und regnerisch.

„Aber?“ Feldbergs Stimme schnitt in den trostlosen Anblick, riss Severin zurück in die Enge des Zimmers. Er sah sich um, blinzelte, um einen plötzlichen Anflug von Erschöpfung abzuschütteln. Ein zaghaftes Gefühl von Unwirklichkeit lag über allem. Der Schreibtisch, die metallenen Aktenschränke und die Bilder an den Wänden wirkten wie billige Filmrequisiten, die drei Männer um ihn wie schlechte Komparsen in einer noch schlechteren Szene. „Das kann doch alles gar nicht passieren …“

Kramer schob sich ein Stück weit vor, der Expander in seiner Hand ächzte. „Hier wird gleich noch etwas ganz anderes passieren, wenn du uns weiter zum Narren hältst.“ Aus den Augenwinkeln sah Jacob, wie sich der Beamte mit einem herablassenden Grinsen zurücklehnte und das Sportgerät in seiner Hand betrachtete. „Erzähl dem Herrn Staatsanwalt schon den Quatsch, den du uns aufgetischt hast, Sportsfreund.“

Severins Wangen färbten sich rot, Scham und Wut begannen darin zu pochen. Er funkelte Kramer an, aber dessen Grinsen wurde nur noch breiter.

„Also“, schaltete sich der Mann hinter dem Schreibtisch wieder ein, „was ist das für eine Geschichte?“

Einige Augenblicke lang grub sich sein wütender Blick in Kramer, dann wandte Jacob sich ab. „Ich kann Sie schon lachen hören“, presste er feindselig hervor.

„Überlassen Sie diese Entscheidung mir.“

„Wenn Sie es sagen … Ich kann es nicht beweisen, aber ich vermute, dass man mich hypnotisiert hat.“ Severin schloss die Augen, stellte sich Kramer und Feldberg vor, wie sie dem Staatsanwalt viel sagende Blicke zu warfen.

„Hypnotisiert?“

„Ich weiß, es klingt verrückt, aber dieser Fremde, dieser Zauberer, er hat irgendetwas gemacht. Mit seiner Stimme und seinen Augen. Ich kann mich an kaum etwas erinnern, aber seine Augen, … die werde ich niemals vergessen. Sie waren irgendwie … unheimlich.“

„Unheimlich?“ Ein trockener, beinahe spöttischer Tonfall.

Jacob vermied es, den Blick zu heben. „Man konnte ihnen nicht entgehen und musste immer wieder zu ihnen hinsehen. Und dann sein Ring. Er hat etwas mit den Lichtreflexionen angestellt.“

„Braucht man dazu nicht ein Pendel?“ Feldbergs Stimme.

Severin riss die Augen auf, seine Hände ballten sich zu Fäusten. Das Metall der Handschellen schnitt in seine Haut. „Was weiß ich, was man dazu braucht! Finden Sie es heraus. Finden Sie diesen verdammten … Hexer!“ Die Sätze kippten in lautes Geschrei.

„Ihnen ist bekannt, dass niemand gegen seinen Willen hypnotisiert und schon gar nicht zu einem Mord befohlen werden kann?“

„Ich habe sie nicht getötet! Die … die waren das. Die haben es getan und mich als Sündenbock benutzt.“ Jacob biss auf seine Unterlippe, bis er Blut schmeckte. Seine geröteten Augen starrten den Mann ihm gegenüber an, dessen Miene milden Unglauben ausdrückte. „Ich weiß auch, dass man nicht einfach so hypnotisiert werden kann. Aber … vielleicht hing es mit diesem Parfüm oder was es war zusammen.“

„Was für ein Parfüm denn schon wieder?“, fragte Kramer genervt. „Davon haben Sie uns noch gar nichts erzählt. Es wird ja immer schöner.“ Der Expander quietschte entrüstet.

„Daran habe ich mich vorher nicht erinnert.“ Severin richtete sich auf. „Da war ein Duft, sehr intensiv. Anfangs hielt ich ihn für ein Parfüm, aber jetzt bin ich mir sicher, dass es keins war. Es war auch vorher überhaupt noch nicht da. Erst als er mit seinen Tricks anfing.“

„Das ist doch der größte Schwachsinn, den ich je gehört habe. Warum buchten wir den Kerl nicht wieder ein?“, schnaubte der Beamte.

„Hören Sie, Kramer, ich weiß, dass es verrückt klingt. Aber Sie kennen doch die Geschichten über Sexuallockstoffe und so. Vielleicht hatten die Kerle ja so etwas. Etwas, das so ähnlich wirkt. Und zusammen mit seiner Stimme und dem Glitzern seines Rings …“

„… hat man Sie hypnotisiert und zum Mord an Ihrer ehemaligen Verlobten gezwungen.“ Feldberg lachte laut auf. „Aber vorher wollten die noch, dass Sie mit ihr schlafen. Oder konnten Sie wegen des Lockstoffs nicht an sich halten?“

Jacob schluckte schwer, seine Kehle war wie ausgetrocknet. „Ich kann mir vorstellen, dass die Geschichte phantastisch klingt, aber ich weiß, dass ich nicht falsch liege. Hypnose … damit können die auch Erinnerungen löschen, oder nicht? Darum habe ich diese Lücken.“

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