Myron Bünnagel - Severin

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Jacob Severin soll seine Verlobte stranguliert haben. Die Beweislast ist erdrückend. Niemand glaubt an seine Unschuld. Hypnose? Verschwörer? Die Polizei lacht ihn aus. Als ihm die Flucht gelingt, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Denn die Welt ist versessen darauf, Jacob fertigzumachen. Während er der Spur der brutalen Killer folgt, zieht sich die Schlinge immer weiter zu. Bald kämpft er an allen Fronten, vor allem gegen sich selbst. Denn im Zentrum der Verschwörung wartet eine schreckliche Wahrheit.

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„Kommen Sie, Severin. Es ist vorbei, endgültig.“ Kramers Stimme trieb das willkürliche Muster der Linoleumplatten auseinander. Die Formen in der Maserung entglitten ihm, zogen sich zurück, wie ein unwiederbringlich verlorenes Geheimnis. Jacob schloss für einen Moment die Augen, um die krampfhafte Trockenheit daraus zu vertreiben. Eine kräftige Hand zerrte an seiner Schulter, schüttelte ihn unsanft. „Los, Mann! Ihre Zelle wartet schon.“ Die Finger gruben sich in sein Jackett, rissen ihn in die Höhe. Er warf einen erneuten Blick auf das unruhige Muster, aber die Linien blieben am Rande seiner Wahrnehmung, unscharf, ungreifbar. Die durchschwitzte Kleidung klebte an seinem Körper, rieb bei jeder Bewegung schmerzhaft über seine Haut. Er kam auf die Beine, unsicher, das karge Zimmer schwankte. Ohne den Kopf zu heben, wandte er sich um. Kramers große, zerkratzte Schuhe tauchten neben ihm auf, jeder seiner Schritte begleitet vom leisen Protest des Expanders. „Na, los!“ Ein harter Stoß ließ ihn vorwärts taumeln. Ein mühsames Fortkommen, als lägen Eisengewichte um seine Knöchel. Der Stahl um seine Handgelenke schimmerte im kalten Licht des Tages, das durch die geöffnete Tür hereinfiel.

Feldberg ging vorneweg, seine teuren Halbschuhe blank poliert. Er wandte sich nicht um, sprach mehr zu sich selbst, aber laut genug, dass Jacob es hören konnte: „Hypnose, Magier – was für ein Schwachsinn.“

Sie traten aus dem stickigen Büro in einen langen Flur. Grauer Steinboden, weiße Wände, unzählige geschlossene Türen, Holzbänke daneben. Hinter den hohen Fenstern ein weiterer Parkplatz, spärlich mit bunten Fahrzeugen bestückt, in seiner Mitte ein Springbrunnen, dessen Wasser speiende Figuren Jacob nicht näher erkennen konnte. Der Geruch nach Reinigungsmitteln und Zigarettenqualm hing unbeweglich in der Luft.

Die Tür schloss sich hinter ihnen, ein lauter, endgültiger Knall in der widerhallenden Stille des Flures. Die beiden Beamten hielten an, Feldberg kramte eine Packung Zigaretten aus seiner Tasche, zog eine daraus hervor und zündete sie sich mit einem Streichholz an. Zwischen zwei Zügen blies er den Rauch in Severins Richtung. „Ging wohl nicht auf, Ihre kleine Ausrede.“ Er schüttelte nachdenklich den Kopf.

„Ich war es nicht!“

Kramer hantierte mit seinem Expander herum. „Halten Sie das Maul, Severin. Hab mir ganz schön die Sohlen durchgelaufen für Ihre beschissene Geschichte.“ Er ballte erbost die Faust. „Aber ich wusste von Anfang an, dass das nur heiße Luft war.“

„Sie müssen mir glauben …“, setzte Jacob schwach an, aber die Blicke der beiden Beamten ließen ihn sofort wieder verstummen. Das Gefühl der Scham brannte in seinen Wangen.

„Für ein Plädieren auf Geistige Unzurechnungsfähigkeit hätten Sie sich schon mehr ausdenken müssen.“ Feldberg deutete über die Schulter auf die geschlossene Tür. „Der Staatsanwalt wird sich vermutlich wegschmeißen vor Lachen. Aber er wollte es uns ja nicht glauben.“ Er schnippte achtlos die Asche fort.

„Aber jetzt haben Sie bald mächtig Ruhe, Freundchen. Die buchten Sie erst einmal ordentlich ein.“ Kramer kratzte sich mit der freien Hand hinter dem Ohr und sah beiläufig aus dem Fenster. „Könnte für lange Zeit der letzte erfreuliche Anblick sein.“

„Na, wenigstens haben Sie vorher noch mal gevögelt, auch wenn sie jetzt tot ist.“

Ihre Worte schnitten in Severins Benommenheit, hallten in der Leere seiner Gedanken wieder. Jeder einzelne Klang voller Endgültigkeit. Gleich einem Käfig, dessen Zellentür sich unausweichlich schloss, während Jacobs Einwände dazwischen zu Tode gequetscht wurden.

„Ich kann Typen, die ein Mädchen nach einem Fick abmurksen, ohnehin nicht leiden.“ Kramer grinste schief und zeigte dabei gelbliche Zähne.

Jacob schüttelte den Kopf, versuchte ihre Stimmen aus seinem Kopf zu bekommen. Aber ihre Endgültigkeit schlug einen zu heftigen Takt. „Nein …“, flüsterte er.

„Doch. Wird Ihnen da gefallen. Wenn Sie auf Kerle stehen.“ Er zwinkerte Kramer zu.

„Nein!“ Sein Schrei verlor sich im aufsteigenden Rauschen. Ein donnerndes Tosen, das durch seinen Körper jagte, in ihm aufstieg, eine wohltuende Hitze im Schlepptau. Es war das Rauschen seines Pulses, das wie ein eruptiver Vulkan zu kochen begann. „Nein!“ Und hervorbrach. Ein Geschmack von Blut auf der Zunge. Die spöttischen Beamtengesichter sprangen ihn an, ihre hämischen Grimassen überdimensional verformt, in die Länge gezogen, bis sie nur mehr lachende Zahnreihen waren. Während ihr gackerndes Gelächter auf ihn eindrang.

Er ballte die Hände zu Fäusten, spürte, wie der Stahl in seine Handgelenke schnitt. Holte von unten herauf aus und ließ sie mit Wut und Wucht gegen Kramer rasen. Der Aufprall schoss in glühenden Bahnen seine Arme hinauf, explodierte in grellen Lichtblitzen in seinem Schädel. Der Hieb landete auf der Brust, trieb dem Polizisten die Luft aus den Lungen. Der Schmerzensschrei ein gepeinigtes Röcheln. Sein Kopf lief rot an, die Augen traten aus den Höhlen, ehe er nach hinten taumelte. Severin wurde vom Schwung seines Angriffs nach vorne gerissen, korrigierte die Richtung nur ein wenig, um Feldberg seine Schulter in den Magen zu rammen. Der Beamte sah ihn fassungslos an, seine Reaktion zäh und träge. Die frische Zigarette verließ wie in Zeitlupe seinen Mundwinkel, seine Hand sank langsam in Richtung Gürtel. Jacob stieß sich ab, legte sein ganzes Gewicht hinein und prallte mit dem Mann zusammen. Ein Ellenbogen streifte seinen Hinterkopf, während sich seine Schulter in Feldbergs Bauch grub. Dann waren sie nur noch ein Knäuel am Boden. So gut es ging schlug Severin mit seinen gefesselten Armen um sich, bemüht, mit der Stirn nicht auf dem Steinfußboden aufzuschlagen. Feldbergs Finger krallten sich in seine Haare, rissen schmerzhaft daran, ließen erst wieder ab, als Severins Hiebe sich hocharbeiteten. Jacob rollte auf die Knie, spürte ein Brennen auf der Wange, wo die Nägel seines Gegners blutige Spuren hinterlassen hatten. Er holte aus und ließ die geballten Hände auf Feldbergs Schädel niedergehen. Der Beamte hob schützend die Arme vor sein Gesicht, aber der Schlag aus Knochen und Stahl durchdrang die Verteidigung. Severin spürte den heftigen Aufprall, war aber schon wieder dabei, auf die Beine zu kommen. Hinter ihm stöhnte Kramer. Hastig fuhr er herum, die Welt um ihn in einem wabernden Schleier aus Verzweiflung, Wut und rotem Nebel. Der Bulle hatte sich halb aufgerichtet, auf seinem grünlich angelaufenen Gesicht glänzte der Schweiß. Seine Hand versuchte fahrig unter das Jackett zu gelangen, zerrte an dem grauen Nadelstreifenstoff. Der Expander lag neben ihm. Severin stolperte vorwärts, riss das Bein hoch und trat dem Mann mit aller Kraft in den Bauch. Er spürte den nachgiebigen Widerstand, der sich verhärtete, als Kramer seinen Körper zusammenzog. Die Augen des Getroffenen groß und blutunterlaufen, sein Mund zu einem Schrei aufgerissen. Dann sackte er kraftlos zurück, keuchend und wimmernd. Jacob versetzte ihm einen ungezielten Tritt in den Unterleib, dann sah er sich gehetzt um. Feldberg stöhnte und versuchte, sich zur Seite zu drehen. Sein Gesicht war zerschunden, ein Auge begann zuzuschwellen, aus einer Platzwunde an seiner Stirn rann eine dünne rote Linie. Mit zwei Schritten war Severin bei ihm, packt die Krawatte und zerrte den geschwächten Körper hoch. Feldberg starrte ihn aus seinem heilen Auge an. Seine Unterlippe war aufgeplatzt, wo ihn die Handschellen getroffen hatten. „Machen Sie keinen Unsinn …“ Seine Stimme war rau und brüchig. „Sie haben doch keine Chance.“

Jacob schüttelte ihn wütend. „Ich habe es nicht getan!“ Mit einer Hand tastete er die Taschen des Beamten ab, fand den kleinen Schlüssel und zog ihn hervor.

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