Gerhard Kunit - Schatten und Licht

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Die Schreibweise, die das Leben der so unterschiedlichen Magierinnen Semira und Sylva aus der Perspektive verschiedenster Nebencharaktere schildert, ist ebenso faszinierend, wie die Möglichkeit das Schicksal der beiden Heldinnen von frühester Kindheit an mitzuerleben ohne sich in einem Jugendbuch zu verlieren. So eröffnet sich der Leserin und dem Leser eine fantastische Welt, deren exotische Vielfalt und Farbenpracht sogar an Tolkiens Mittelerde heranreicht. Die Ausprägung der Gildenmagie ist an die Regelwerke der Tabletop Rollenspiele angelehnt, während die Naturmagie verblüffend an Methoden erinnert, die sich uns heute im Rahmen der Humanenergetik erschließen.
"Schatten und Licht – Töchter der Göttin" ist mit seinen vielfältigen Aspekten ein zeitgemäßer Meilenstein epischer Fantasy.

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„Zappel nicht so!“ Die Lehrerin packte Sylvas Handgelenke und im selben Moment schoss das verängstigte Fellbündel aus ihrer Tasche. Es sprang auf ein Schreibpult und von dort zum nächsten. Die Kinder hatten keine Ahnung, was da so plötzlich vor ihnen hin und her flitzte und kreischten. Ein Tintenfass kippte auf eines der Pergamente, während ein anderes seinen Inhalt über den geölten Holzboden ergoss.

„Stein!“ rief die Magistra und wies auf das Tier. Es erstarrte in der Bewegung, kippte um und blieb liegen. „Bringt … dieses … Ding … hinaus!“, keuchte sie, ehe sie wutschnaubend die Schreibstube verließ.

Nikki und Satina, die Mädchen aus der ersten Reihe, brachen in haltloses Schluchzen aus. Kyrina versuchte ihnen zu erklären, dass das Streifenhörnchen in einer Stunde wieder durch den Garten tollte. Die anderen bemühten sich Ordnung zu schaffen und die Ausbreitung der Tintenseen einzudämmen. Sylva wollte im Erdboden versinken.

* * *

Disziplin, Ausdauer, Regeln, Strenge , prägte sie sich ein, während sie mit all der Kraft, die ein achtjähriges Mädchen aufbringen konnte, den Steinboden der Latrine bearbeitete, als könnte sie ihn komplett wegscheuern. Vier Wochen alle Abtritte der Akademie säubern, die Böden schrubben und die schweren, stinkenden Eimer leeren.

Dabei hatte sie Glück gehabt. Ohne Magister Reimer wäre sie von der Schule geflogen. Er hatte lang und breit ausgeführt, dass derartiges Fehlverhalten nach Unfällen mit schwefelhaltigen Substanzen vorkäme, und die Rektorin hatte ihn über den Rand ihres Monokels hinweg angesehen, als müsste sie ein Schmunzeln unterdrücken.

Disziplin, Ausdauer, Regeln, Strenge : Sylva würde sich mehr Mühe geben.

* * *

Hilmar Reimer, Lehrmeister an der Akademie des Hohen Magischen Kampfes zu Bethan

Etwa zwei Jahre später schlenderte Magister Reimer den Karrenweg zur Stadt hinunter. Wie lange war es her, dass er selbst das Examen an der „Akademie des Hohen Magischen Kampfes zu Bethan“ abgelegt hatte?

Als er seinen Streit mit Vilana dachte, regte sich sein Zorn. Wie so oft ging es um Sylva, der es schwer fiel, sich der strengen Disziplin zu unterwerfen, und wieder musste er die Kleine in Schutz nehmen. Selbst fünfundzwanzig Jahre Unterricht befähigten nicht jeden zu einem wertschätzenden Umgang mit den Schülern.

Eine kleine Dosis praktischer Erfahrung täte ihr gut , dachte er. Vilana hatte die Akademie nie verlassen. Nach ihrer Abschlussprüfung – mit exzellenter Gesamtbeurteilung – äffte er sie in Gedanken nach, hatte sie als Assistenzkraft begonnen und war durch Fleiß und Ausdauer bald zu einer Lehrstelle gelangt. Die Härte und Disziplin, der sie sich in ihrer eigenen Ausbildung unterwerfen musste, legte sie mit Akribie auf ihre Schüler um.

Nach seinem Abschluss erforschte Reimer die Schönheiten und Wunder, aber auch die Abgründe dieser Welt. Er durchstreifte das Reich im Dienste Seiner Majestät Kaiser Polanas und sah dabei so manches Mal dem Tod ins Auge. Disziplin, Regeln und Ausdauer, die drei Grundprinzipien der Akademie, retteten ihm dabei mehr als einmal das Leben – und genauso oft bedurfte es der Improvisation und der Übertretung dieser Regeln, um eine Aufgabe zu einem guten Ende zu bringen.

Die magische Schule lag auf den Hügeln. Von dort oben erschien Bethan als weiße Stadt mit schmucken sauberen Häusern, unterbrochen von gold- und silberblitzenden Tempeln und mächtigen Palästen. Der Seehafen, dem Bethan seinen Reichtum verdankte, schien an manchen Tagen zu klein für die vielen Schiffe und Boote, die aus dieser Höhe wie Spielzeuge wirkten. Mit scharfen Augen konnte man zwischen ihnen die Schauerleute ausmachen, die kostbare Gewürze und Tee aus den nördlichen Städten, Pelze und Walfischtran aus dem kalten Süden oder noch seltenere Kostbarkeiten entluden. Die Überschüsse des Kaiserreichs an Rindfleisch, Getreide, zu feinen Stoffen versponnener Wolle und sauber gegerbtem Leder wurden von hier in viele Teile der bekannten Welt verschifft, und das Handelsmonopol mit den Zwergen trug ein Übriges zu Wohlstand und Reichtum der imperialen Häfen bei.

Reimer dachte an den Vormittag. Nach dem Streit mit Vilana fand er Sylva an einer abgelegenen Stelle des Gartens, unter einen Busch gekauert und haltlos schluchzend. Dankbar kuschelte sich die Kleine an ihn, und beinahe hätte er den einen oder anderen Kampfzauber an einer gewissen Lehrkraft demonstriert. Als Sylva wissen wollte, wieso er sich für sie einsetzte, legte er ihr seine Gedanken über die Aufgaben eines Weißen Magiers dar. Er sah seine Verpflichtung darin den Schwachen beizustehen, die Unschuldigen zu beschützen und stets Wahrheit und Aufrichtigkeit im Herzen zu tragen.

„Aber was ist mit Disziplin und Regeln?“, fragte das Mädchen.

„Das sind Mittel für den Zweck. Wenn Du von wo fortgehst, sollte dieser Teil der Welt besser sein als zuvor.“ Zu seiner Überraschung wiederholte die Kleine den Satz und prägte sich jedes Wort ein.

* * *

Ein Windstoß fegte um eine Ecke und trug den Geruch von See und Hafen an Reimers Nase. Er war auf dem Weg zum Marktplatz, der jetzt, am frühen Nachmittag, belebt wäre. Anders als viele seiner Kollegen schätzte er den Kontakt mit Menschen. Hafenarbeiter, Fuhrleute, Bedienstete, Marktfrauen und Kaufleute, Gaukler und anderes fahrendes Volk ließen ihn eine Vielfalt von Farbe und Lebendigkeit empfinden, die er in der nüchternen Schule vermisste. Natürlich wusste er um die Schattenseiten der Städte, sah die harte Arbeit, die mit dem Leben des einfachen Volkes verbunden war und verschloss die Augen nicht vor dem Elend der Armen, denen die Götter weniger gnädig waren. Dennoch wollte er die Stunden, die er inmitten des bunten Treibens verbrachte, nicht missen. Wohl war er in seinen Gewändern als Magier und Hoher Herr erkennbar, aber die Marktfrauen kannten ihn, und in seinem Stammlokal wusste man, dass er sein Herz am rechten Fleck trug.

Während er mit einem fremden Händler um den Preis einer seltenen Abhandlung über die alchimistische Bedeutung der Insektoiden feilschte, wurde er auf eine johlende Horde aufmerksam. Er liebte das Lachen und Toben spielender Kinder, aber diesmal handelte es sich um eine Auseinandersetzung. Und um eine ziemlich einseitige , dachte er. Fünf Kinder, allesamt um die Zehn oder Zwölf, trieben einen hoch aufgeschossenen Burschen in die Enge.

Fünf gegen einen gefällt mir nicht , überlegte er. Aber helfe ich ihm, wenn ich mich einmische, ohne zu ahnen was dahintersteckt?

In diesem Moment schoss eine kleine Gestalt quer über den Platz und stürzte sich mit einem schrillen Schrei auf die Angreifer. Die schwarzen Haare kenne ich und die weiße Robe auch. Der Magister setzte sich in Bewegung.

Anfangs profitierte Sylva von der Überraschung und ihre Fäuste teilten aus, bis die Anderen von ihrem Opfer abließen. Dann musste sie erkennen, dass Mut und Begeisterung alleine nicht ausreichten, einer Übermacht entgegenzutreten.

„Guck mal, eine Hexe vom Berg. Die hat sich wohl verirrt“, spottete ein dunkelhaariges Mädchen in einem ärmlichen Kleid.

„Darfst ja noch gar nicht zaubern“, höhnte ein Junge mit kurzen blonden Stoppeln und schlug Sylva ins Gesicht. Die aufgestauten Aggressionen entluden sich in Schlägen und Tritten, die auf die tapfere Schülerin hereinprasselten, ehe der Magister heran war. „AUSZZEINANDER“ zischte er.

Erschrocken fuhren die Angreifer herum. Als sie in der drohenden Gestalt einen Zauberer erkannten, rannten sie davon. Obwohl Sylva heftig aus der Nase blutete, lächelte sie Magister Reimer tapfer entgegen und wollte zuerst dem fremden Jungen auf die Beine helfen.

Der versuchte ein schiefes Grinsen. „Danke, ich bin Torin, vielen Dank für … Aua!“ Er knickte ein, als er sein linkes Bein belastete.

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