Katrin Roth - Ein Jahr mit einem Narzissten

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Ein Jahr mit einem Narzissten: краткое содержание, описание и аннотация

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Wer bei Christian Grey und seinen 50 Facetten immer noch das Leuchten in den Augen hat und glaubt, mit solch einem scheinbar verführerischen Mann endlich wahre Liebe finden zu können, wird wahrscheinlich sehr schockiert sein herauszufinden, was wirklich hinter den 50 Facetten steckt.
Katrin Roth war überzeugt davon, das Glück ihres Lebens gefunden zu haben – bis eines Tages das böse Erwachen kommt: im Zustand großer Angst und Verzweiflung findet sie heraus, was wirklich hinter der Maske ihres dominanten Partners steckt und versteht, dass Dominanz in ihrer Reinform nichts anderes ist als eine narzisstische Persönlichkeitsstörung. Der Weg zu dieser Erkenntnis ist schwer und führt durch tiefen Schmerz und bösartige Manipulationen bis hin zu Selbstmordgedanken.
Anstatt sich aber völlig aufzugeben und sich von diesem vermeintlich starken Mann besiegen zu lassen, entschließt sie sich endlich ihren eigenen Dämonen zu stellen. Dabei begibt sie sich auf eine spannende und schmerzhafte Suche zu sich selbst.
Diese wahre Geschichte erzählt nicht nur von einem Beziehungsdrama und BDSM – Machtspielen, sondern beschreibt was es überhaupt bedeutet lebendig zu sein.

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»Bist du jetzt böse auf mich?«, fragte er mich mit sanfter Stimme.

»Nein«, sagte ich, obwohl es ganz laut, »Oh ja und wie ich dich hasse und wütend auf dich bin!«, in mir schrie.

»Mir ist schlecht«, hängte ich leise an, »und mir tut alles weh«.

»Das tut mir leid«, beteuerte er und fragte mich, warum ich denn nichts gesagt hätte. Wirklich beschweren hätte ich mich nicht können, musste ich mir eingestehen, denn ich hatte mir ja alles selber eingebrockt und er hatte mich vorab gewarnt. Zudem hatte er auch gedroht, dass es kein ›Safeword‹ oder Stopp geben und nur nach seinen Regeln gehen würde.

»Ich kann das nicht«, sagte ich dann langsam. »Das mit den Schmerzen kann ich nicht, tut mir leid.«

»Komm her«, er drückte mich wieder fester an sich. »Ich will dir doch nicht wehtun. Warum hast du denn nicht geschrien oder mir zwischendurch irgendein Zeichen gegeben?«, fragte er mit ruhiger Stimme.

Sehr witzig. Er hatte absichtlich jeden meiner Hilfeschreie mit Schlägen verstummen lassen.

»Ich möchte, dass du mir vertraust. Wir werden uns langsam herantasten und deine Grenzen immer mehr erweitern. Du warst gerade eben doch ganz schön erregt, oder? Da war ja eine richtige Pfütze unter dir auf dem Boden.« Er schaute mir in die Augen und grinste mich an. »Ich werde deine Lust immer mehr steigern. Du wirst die Schmerzen bald lieben lernen und danach verlangen, von mir geschlagen zu werden«, versprach er.

Das bezweifle ich stark, dachte ich und schüttelte dabei abgeneigt mit dem Kopf.

Obwohl sich anfangs alles so ekelig angefühlt hatte und ich mich ihm nur voller Abscheu und Widerwillen hingab, kam es am Ende doch so, wie er es vorausgesagt hatte. Er schaffte es, mich mit seiner charmanten Art immer wieder um den Finger zu wickeln und letztendlich die Oberhand zu behalten.

Wir blieben circa drei Monate zusammen. Zurückblickend kann man die Beziehung wohl eine ›Zweckbeziehung‹ nennen. Ich bekam seine scheinbare Zuwendung und ließ mich im Gegenzug von ihm benutzen und gehorchte. Zudem gab er mir Halt und ich fühlte mich nicht einsam. Im Laufe der ersten Wochen hatte er mich in seine Vorlieben eingeweiht und mir gezeigt, wie ich mich ihm gegenüber und in seiner Gegenwart verhalten solle. »Du wirst mich nur mit ›Mein Herr‹ ansprechen, dich immer für alles bedanken und wenn ich es verlange, meine Füße küssen. Zudem wirst du von nun an deinen Kopf in meiner Gegenwart gesenkt halten und mir niemals direkt in die Augen gucken, bis ich es dir erlaube.« Bald stellte er immer absurdere Regeln auf, welche ich unmöglich einhalten konnte. Zum Beispiel durfte ich bestimmte Wörter nicht mehr benutzen, welche sich in meinem alltäglichen Wortgebrauch verfestigt hatten. Die Bestrafung bei Verstoß dieser Regeln fiel meist in Form von Schlägen aus. Ich widersprach nicht und spielte sein Spiel mit. Hätte ich keinen Gehorsam gezeigt, wäre die Beziehung wahrscheinlich sehr schnell beendet gewesen. Mein Verlangen nach Schmerz und die dadurch neu gewonnene Lust wurden mit der Zeit immer größer. Es war wie eine unerklärliche Hass-Liebe. Ich fühlte mich schlecht und ausgenutzt, schmutzig und oft beschämt, aber doch zugleich auch lebendig und sehr erregt.

Immer wieder ließ ich mich auf Dinge ein, die ich mir nicht einmal in meinen wildesten Fantasien hätte vorstellen können und mir vor allem nie hätte träumen lassen, sie wirklich auszuleben.

Indem ich mir selbst beibrachte, immer größere Schmerzen zu ertragen, wollte ich mir selbst beweisen, dass ich stark war und ich meinen Körper und meine Gefühle unter Kontrolle hatte. Ich ließ mich demütigen, auch wenn ich es verabscheute, aber konnte zugleich meinen Stolz nicht besiegen und wollte keine Schwäche zeigen.

Gefallen wollte ich ihm, so wie all meinen Ex-Partnern in meinen vorherigen Beziehungen. Im Gegenzug sollte er nur mich lieben, mich begehren. Ich wollte wertvoll und unersetzbar für ihn sein. Durch meinen Gehorsam versuchte ich dies zu erzwingen.

Unsere Beziehung lief so eine Zeit lang gut, mit anfangs täglichem Kontakt und Telefonaten. Nach ein paar Wochen wurde dies allerdings stetig weniger und das Gefühl, dass ich für ihn plötzlich zur Nebensache geworden war, breitete sich in mir aus.

Nach seiner anfangs überschwänglichen und fast erdrückenden Zuwendung und Aufmerksamkeit kam auf einmal, scheinbar grundlos, fast gar nichts mehr von ihm. Er war ständig am Arbeiten und schickte mir oft Bilder von irgendwelchen Meetings, die er mit Geschäftsleuten führte. Diese Alibibilder ließen mein Misstrauen nur noch mehr wachsen. Ab und zu, wenn ich dann mal in seiner Wohnung war, bemerkte ich, dass diverse Utensilien, wie Gerte und Seile, nicht an ihrem normalen Platz lagen. Mein schlechtes Bauchgefühl meldete sich: »Hier stimmt doch etwas nicht!«, davon war ich überzeugt. Jedes Mal, wenn ich ihn misstrauisch darauf ansprach, fragte er empört, was ich ihm unterstellen würde.

»Da war meine Putzfrau wohl wieder einmal schlampig«, lautete seine faule Ausrede.

Es dauerte eine ganze Zeit, bis ich bereit war mich von ihm zu lösen. Ich mochte ihn und wollte ihn nicht verlieren, andererseits wollte ich aber nicht länger als Sexspielzeug und bloßer Zeitvertreib dienen.

Irgendwie hatte er es geschafft, mich emotional komplett abhängig von ihm zu machen. Letztendlich half mir meine Überzeugung von seiner Unehrlichkeit mir gegenüber, den Schritt der Trennung zu gehen. Er hatte andere Frauen neben mir, das wusste ich, auch wenn ich keine konkreten Beweise hatte. Der Gedanke, dass er mich belog und hinterging, stimmte mich sehr traurig. Er hatte mein Vertrauen, welches ich ihm bedingungslos geschenkt hatte, verraten.

Das letzte Mal, als wir uns auf meine Bitte hin trafen, tat er so, als ob er nicht wüsste, worauf ich anspielte. Dennoch verrieten ihn seine grinsenden Augen. Er schien fast traurig, als ich ihm sagte, dass ich mich trennen will.

»Du kannst mich doch nicht einfach verlassen!« warf er mir vor.

Und ob ich das kann!, dachte ich höhnisch. Ich hatte ihm meine Befürchtungen hinsichtlich seiner Affären offenbaren wollen, aber entschloss mich es nicht zu tun, da ich wusste, dass er mir die Wahrheit sowieso nicht sagen würde.

»Ich kann und will eine Beziehung so nicht - ich brauche mehr«, erklärte ich knapp.

»Wir können doch erst einmal eine Pause machen, uns beiden Zeit geben und dann weitersehen?«, schlug er fragend vor.

Pause machen, dachte ich, wie alt sind wir denn? Wenn man mit jemandem zusammen sein will, dann tut man alles dafür, um das möglich zu machen. ›Pause machen‹ bedeutete für mich ›hinhalten‹. Ich fragte mich langsam, ob er vielleicht gerade zwischen einer anderen Frau und mir abwägte. Falls es mit der anderen nicht klappen würde, hätte er immer noch mich auf der Warmhalteplatte. So einen Scheiß mache ich nicht mit!, dachte ich entschlossen.

»Ich will keine Pause«, brachte ich mit selbstsicheren Worten hervor, »und wenn ich mich einmal getrennt habe, dann ist das auch meine endgültige Entscheidung.« Das ist wirklich so, das hatte ich mir schon früher geschworen. Aus Erfahrung habe ich gelernt, dass es beim zweiten Anlauf mit dem Ex-Partner sowieso nichts wird, da die alten Probleme meist weiterhin bestehen bleiben. Also stellte ich mir die Regel auf, dass eine Trennung ein wirklich endgültiger Schlussstrich für mich bedeutet.

»Bringst du mich jetzt bitte zurück zum Bahnhof?«, bat ich ihn nach einer Weile des Schweigens. Er nickte wiederwillig. Während der kurzen Fahrt in seinem Auto guckte er mich immer wieder mit traurigem Blick an. Das kannst du dir sparen, damit kriegst du mich nicht wieder rum!

»Du wirst schon ohne mich klarkommen«, sagte ich überzeugt und selbstbewusst. Innerlich empfand ich dabei ein kleines Triumphgefühl. Endlich setzte ich einmal meinen Willen durch. In gewisser Weise war ich auch froh, mit meiner Entscheidung endlich die Probleme, die negativen Gedanken und die Eifersucht, welche mich die letzten Wochen über gequält hatten, gelöst zu haben. Ich gab ihm einen flüchtigen Abschiedskuss und stieg aus. Auf dem Weg über den Bürgersteig hin zum Bahnhofseingang drehte ich mich nicht um.

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