Aufregung berichten. Immer wieder wollten sie hören, wie Elvira mit dem
Staubwedel über den Bahnhofsvorplatz gelaufen war. Wie sie allerdings
daran gekommen war, blieb ihr Geheimnis. Elvira weigerte sich sogar
Constanze gegenüber zu erzählen, was es mit dem Staubwedel auf sich
hatte. So hatte jeder seine eigenen Vermutungen. Alex und Constanze
hatte sich entschieden zu heiraten. Sie erzählte Koffer: „Weißt du Koffer,
es war ganz romantisch. Wir waren bei den Kühen. Alex hat Trude
gemolken und ich saß eine Box weiter bei Hella. Da fragte er mich
plötzlich, ob ich mir vorstellen könnte, auch Wurstlaub zu heißen.“ Koffer
wusste, dass Alex Wurstlaub mit Nachnamen hieß. Nicht selten hatten sie
alle drei über den Nachnamen gelacht. „Sehr romantisch“, erwiderte Koffer
trocken. Ein Grinsen konnte er sich nicht verkneifen. Auf jeden Fall war es
nun beschlossene Sache und die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren.
Koffer wusste gar nicht, dass eine Hochzeit so viel Arbeit machte, es war
schließlich seine Erste. Abends saßen die drei auf der Küchenbank und
planten das bevorstehende Fest in der alten Scheune. 40 Leute waren
eingeladen; Freunde, Verwandte, Arbeitskollegen von Alex und ein paar
Nachbarn aus dem Dorf sollten kommen. Alle hatten zugesagt. Und dann
war es so weit. Tagelang hatten Constanze, Alex und Koffer darüber
gegrübelt, wie Koffer an der Hochzeit teilnehmen könnte. Es sähe
sicherlich komisch aus, wenn die Braut mit einem Koffer vor den Traualtar
treten würde. So hatten sie sich entschieden, dass Koffer zwar in der
Scheune stehe könnte, aber den Rest eben erzählt bekommen würde. Und
so wurde es gemacht. Koffer hörte sich immer wieder die Erzählungen an
von dem rauschenden Fest. „Das werde ich nie vergessen“, dachte Koffer
bei sich. Doch einen traurigen Punkt hatte das Ganze. Alex und Constanze
hatten ein riesiges Kofferset bekommen. Helles, neues Leder, kleine und
große Koffer, keine Beulen, mit Schlössern. Koffer war traurig und
Constanze erklärte ihm: „ Koffer, wir gehen auf Hochzeitsreise. Und wir
nehmen die neuen Koffer mit, das gehört sich doch so. Und ich habe noch
nie so etwas Edles besessen. Das verstehst du doch, oder?“ Natürlich
verstand Koffer, er war ja nicht blöd, nur eben etwas traurig. Schließlich
hört man nicht gerne, wenn man überflüssig ist. Was würde nun mit ihm
passieren? Aber Constanze ließ Koffer nicht im Stich und stellte ihn auch
nicht auf den Müll. Sie verschenkte Koffer an ihre Oma.
Nun sollte Koffer doch noch Constanzes Oma kennen lernen. Und er wusste, es
würde mit Sicherheit genauso schön und spannend wie bei Constanze. Er war
mächtig gespannt und freute sich trotz allem Abschiedsschmerz auf sein
neues Abenteuer. Koffer war gespannt, wie er es nun antreffen würde.
Sicherlich würde es auch dort nicht langweilig werden. Und ein bisschen
Ruhe könnte ihm eigentlich auch nicht schaden, nach all der Aufregung.
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