Alexander L. Cues - Die Ketzer von Antiochia

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Ein furchtbares Erdbeben verwüstet die Stadt Antiochia. Der 15jährige Menachem wird gerettet von Angehörigen einer Sekte, die Christianer genannt werden. Er lernt den Baumeister Porphyrios kennen, der die Stadt wieder aufbauen will. Dieser schickt den begabten Jungen zum Studium der Architektur nach Rom. Drei Jahre später kehrt Menachem als Angehöriger des Ritterstandes zurück und wird zum Baumeister mit allen Vollmachten befördert. Er heiratet seine große Liebe Berenike, die auf ihn gewartet hatte. Sie hofft darauf, dass er sich taufen lassen und ihren Glauben an Christus, den Gesalbten Gottes, teilen wird. Sein hohes Ansehen in der Stadt schützt die Christianer vor Verfolgung. Sie gelten in der Stadt als verdächtige Sekte. Ihre Gegner suchen sie zu vernichten.
Der Leser wird Zeuge der Geburt einer neuen Religion, des Christentums, das seine Wurzeln im Judentum hat. Die Hauptperson ist als hybride Persönlichkeit gezeichnet. Menachem ist von Geburt Jude, aber griechisch gebildet. In beidem verkörpert er die Erfolgsgeschichte des frühen Christentums.

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XV So kam denn der vierte Tag der Spiele, der zwar ein Ruhetag für alle Kämpfer war, aber für viele dennoch einen Höhepunkt des Ereignisses darstellte, denn die Opferung des Stieres sollte erfolgen. Als der Mithras-Priester zum Zeitpunkt des höchsten Sonnenstandes den riesigen Stier vor den Altar führte, ging ein Raunen der Bewunderung durch die Menge. Man glaubte, dass aus dem massigen Körper des Stieres Brot, Wein und Nahrung spendende Tiere hervorgehen würden. Seine Seele würde beim Opfer zum Himmel aufsteigen und die göttliche Stierseele stärken, die für Fruchtbarkeit des Landes sorgte. Die Zeichen ihres Triumphs an der Stirne, betraten jetzt die Sieger der olympischen Wettkämpfe der beiden ersten Tage die Szene. Sie schmückten den Stier unter erneutem Jubel der Menge in einer feierlichen Zeremonie mit bunten Kränzen und Blumen. Als jene in der ersten Reihe auf der Tribüne Platz nahmen, erschollen Rufe nach Milon, dem gefeierten Sieger des Ringkampfes, der eigentlich an der Opferung teilnehmen sollte. Zuerst waren es nur einzelne, dann aber hörte man minutenlang nur noch frenetische Sprechchöre: „Milon, Milon!“ Von Milon aber war nichts zu sehen an diesem Tag. Niemand schien zu wissen, wo er war. Enttäuschung machte sich breit unter den Zuschauern, die ihren Helden noch einmal feiern wollten. Die Schlachtung des Stiers besorgten kundige Helfer des Priesters, die das Blut auffingen und den Altar mit ihm besprengten. Fleisch und Fett des Tieres wurden vollständig verbrannt. So wurde durch das Vergießen des Blutes der Tod überwunden und den Göttern Genüge getan. Nach der Opferhandlung ließ man sofort nach Milon suchen. Um ihn zu finden, brauchte es nicht viel Zeit. Der Held der Zuschauer war zusammen mit seinen Brüdern auf dem Weg zum Palast des Legaten, wo die Kampfrichter und Priester schon auf ihn warteten. Nach den Gründen für sein Fernbleiben gefragt, antwortete er: „Ihr macht mir den Vorwurf, dass ich nicht den Göttern opfern will. In der Tat, wir glauben, dass der Schöpfer des Alls keines Blutes bedarf, keines Rauchs von verbranntem Opferfleisch und keines Wohlgeruchs von Blüten und Räucherwerk. Er spricht durch sein Wort: Wer Dank opfert, der preiset m ich. Wenn ihr mir wegen meines Vergehens die Zeichen meines Sieges nehmen wollt, dann werde ich mich fügen. Wie Christus darauf verzichtet hat, göttliche Würde zu tragen, werde auch ich verzichten. Bei Gott wird mein Lohn umso größer sein.“ Diese mutigen Worte des Athleten verfehlten ihre Wirkung auf die Runde der Kampfrichter nicht. Allein das Gesetz sah vor, dass Milon Stirnband und Olivenkranz zurückgeben musste. Alle Brüder wurden von den weiteren Wettkämpfen ausgeschlossen. Sie fanden Zuflucht im Haus des Ratsherrn Commodus und seiner Frau Silvia, wo sie sicher waren, so lange die Spiele dauerten. Nachmittag und Abend dieses wettkampffreien Tages standen ganz im Zeichen des Theaters. Großes Vergnügen bereitete den Zuschauern die Komödie Dyskolos des Me nandros. Seine Stücke waren außerordentlich populär, erkannten sich die Zuschauer doch oft in ihnen wieder. Am Abend stand ein Drama, die Elektra des Euripides, auf dem Programm. Die grausame Geschichte von der Blutrache an der Mutter, die Elektra mit Hilfe des Bruders Orest vollzieht, zog das Publikum in ihren Bann. Da verbreitete sich in der Pause im Publikum die Nachricht wie ein Lauffeuer, dass Milon und seine Brüder von den Wettkämpfen ausgeschlossen worden waren. Für die meisten war diese Entscheidung unverständlich und eine große Enttäuschung, hatte man sich doch bereits darauf gefreut, den Helden auch bei weiteren Wettkämpfen bejubeln zu dürfen. Dieses konnte man nicht einfach hinnehmen, und so kam es, dass nach Beendigung des Theaterspiels die Menge vor den Palast des Legaten zog und dort verlangte, die Entscheidung zu widerrufen. Hätte nicht während der Spiele eine Friedenspflicht gegolten, hätte Ummidius sicher nicht gezögert, seine thrakische Palastwache zur Aufrechterhaltung der Ordnung einzusetzen. So aber musste er wohl oder über den Demonstrierenden erlauben, ihr Anliegen vor die Leitung der Spiele zu bringen. Mit ihrem Protest hatten diese allerdings keinen Erfolg. Der Kommandant der Palastwache verkündete den Beschluss des Legaten: „Bei den Wettbewerben des folgenden Tages werden Milon und seine Brüder nicht mehr starten. Die Beleidigung der Götter ist eine schwere Verletzung des olympischen Eides. Das muss bestraft werden. Die Frevler aus Sidon werden auch nicht an der Abschlussprozession zum Apollo-Tempel teilnehmen.“ Als sie erkannten, dass sie nichts erreichen würden, räumten die bitter enttäuschten Demonstranten in dieser Nacht friedlich das Feld. Viele hörten an diesem Abend zum ersten Mal von der Sekte der Christianer, die den Göttern den ihnen zukommenden Respekt verweigerten. Mit gemischten Gefühlen sahen viele dem nächsten Tag entgegen, an dem der olympische Fünfkampf mit Diskus- und Speerwurf, Weitsprung, Kurzstreckenlauf und Ringkampf stattfand. Dies galt eigentlich als Höhepunkt der Spiele, doch ihr Held würde nun nicht daran teilnehmen. Der Sieger dieses Wettbewerbs galt als Sieger der gesamten Spiele. Favorit war Leonidas von Rhodos, der als ausgezeichneter Werfer galt, was sich auch bewahrheitete. Nach den Wurfdisziplinen lag er weit vor seinen Konkurrenten. In den Disziplinen Weitsprung und Kurzstreckenlauf wurde er allerdings nur Zweiter, so dass er erst nach seinem Sieg im Ringen als Gesamtsieger feststand und gefeiert wurde. Bald war bereits der letzte Wettkampftag angebrochen, dem Menachem und Alexander gemeinsam beiwohnten. Auf dem Programm dieses Tages stand zuerst die Pankration, eine Kombination aus Ringen und Boxen. Sieger wurde ein gewisser Theagenes, der den Zuschauern und seinen Gegnern durch seine Statur einen gehörigen Respekt einflößte. Besonders große Begeisterung rief als letzter Wettkampf noch einmal der beim Publikum populäre Langstreckenlauf hervor, der über vierundzwanzig Stadien ging. Hier wurden noch einmal Wetten mit besonders hohen Einsätzen abgeschlossen. Es starteten dreißig Wettkämpfer, von denen aufgrund der extremen Hitze an diesem Tag nur die Hälfte den Zieleinlauf schaffte. Oft kam es auch zu Überrundungen, was die Zuschauer zu lautstarken Anfeuerungsrufen anregte. Es kam sogar zu kleineren Tumulten auf den Rängen, als einer der Läufer einen Konkurrenten durch einen plötzlichen Positionswechsel behinderte, so dass dieser stolperte und zu Fall kam, wodurch sich viele um ihren Wetteinsatz gebracht sahen. Sieger wurde schließlich ein unbekannter junger Läufer Aurelios aus Nikopolis, was einigen wenigen, die auf den Außenseiter gewettet hatten, einen unerwarteten Geldsegen bescherte. Die Spiele fanden ihren Abschluss mit der festlichen Prozession zum Apollo-Tempel in Daphne . Prunkvoll geschmückte Opfertiere – vor allem Böcke und Stiere – wurden zum Opferplatz getrieben. Ihnen folgten die Priester und Kampfrichter. In Sänften wurden Magistratsmitglieder und Angehörige des Adels zum Tempel getragen. Auch Menachem war unter ihnen. Erst dann folgten die Wettkämpfer, angeführt von den Siegern der einzelnen Disziplinen. Von seiner Palastwache eskortiert, folgten die Sänfte des Legaten und seiner Gattin. Danach kamen die Bevölkerung der Stadt und die fremden Besucher der Spiele. Ein unendlich langer Zug von Anti ochia nach Daphne und seinem Heiligtum hatte sich auf den Weg gemacht, um dem Gott der schönen Künste die Ehre zu erweisen und wohlgefällige Opfer zu bringen. In Daphne angekommen, lagerte man sich am grünen Hang vor dem Tempel, um der Zeremonie beizuwohnen. Hier hatte man bereits die Altäre vorbereitet, auf denen das Fleisch der Opfertiere verbrannt wurde. Die zahlreichen Besucher machten sich Hoffnungen, vom Opferfleisch etwas abzubekommen, und wurden auch nicht enttäuscht, denn es wurde großzügig bei der Verteilung verfahren. Die besten Stücke waren für die Gottheit, die Priester, die Vornehmen und die Sieger der Wettkämpfe reserviert, die ihre Mahlzeit an vorbereiteten Tischen einnahmen. Das Volk musste sich mit den Resten begnügen, gab sich aber zufrieden, zumal auch Brot, Früchte, Wasser und Wein verteilt wurden. So endeten die olympischen Spiele von Antiochia in jenem Jahr, als Tiberius Claudius Nero im vierten Jahr Kaiser in Rom und Ummidius Quadratus Legat der Provinz Syria war. Die Christusgläubigen schafften Milon und seine Brüder heimlich aus der Stadt, weil sie zuvor erfahren hatten, dass der Magistrat und die Archonten planten, sie festzunehmen. Simon und Silvia wurden nach dem Ereignis des Aufruhrs bezichtigt und mussten dem Stadtrichter erklären, was sich bei der Versammlung zugetragen hatte, in der Milon seinen Glauben bekannte. Trotzdem waren die Ereignisse während der Spiele für die Christusgläubigen ein unerwartetes Geschenk, denn viele Besucher der Spiele trugen die Botschaft des Jesus von Nazareth, den sie in Antiochia den Kyrios nannten, in ihre Heimat.

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