Alexander L. Cues - Die Ketzer von Antiochia
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Der Leser wird Zeuge der Geburt einer neuen Religion, des Christentums, das seine Wurzeln im Judentum hat. Die Hauptperson ist als hybride Persönlichkeit gezeichnet. Menachem ist von Geburt Jude, aber griechisch gebildet. In beidem verkörpert er die Erfolgsgeschichte des frühen Christentums.
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XII In der Stadt war viel in Bewegung, der Wiederaufbau wurde jetzt zusehends vorangetrieben. Sechs große Lastschiffe, allesamt voll mit Baumaterial aller Art, hatten in wöchentlichem Abstand in Sel eukia festgemacht und wurden entladen. Das Imperium Romanum machte gewaltige Anstrengungen, den Aufbau der Metropole Antiochia zügig voranzubringen. Die Sklavenkarawanen brachten unendlich viele Säcke mit römischem Zement in die Stadt. Dreißig Elefanten, die auf einem Platz in der Nähe des Brückentores außerhalb der Stadtmauern gehalten wurden, räumten Tag für Tag riesige Steine zur Seite, die noch immer auf Plätzen und Märkten herumlagen und die Straßen blockierten. Menachem und die Baumeister aus Rom und Alexandria ließen zuerst einmal die Kanäle trockenlegen, um Schadstellen zu sichten und sie dann mit Einsatz von Zement reparieren zu können. Sie ließen den Legaten und den Magistrat wissen, dass die vollständige Reparatur der Wasserversorgung mindestens zwei Jahre in Anspruch nehmen würde. Für die Bevölkerung waren diese notwendigen Maßnahmen mit zusätzlichen erheblichen Belastungen verbunden. Die Wege zu den wenigen Zisternen, die noch mit Wasser gespeist werden konnten, wurden damit länger und beschwerlicher. Öffentliche Bäder und Latrinen standen nur für wenige zur Verfügung. Menachem hatte die schwierige Aufgabe, den Menschen zu erklären, warum ihnen neue Belastungen auferlegt wurden, was er mit großem Einsatz meisterte. Er besuchte zusammen mit seinen Baumeistern persönlich die Menschen in ihren Mietshäusern und erklärte ihnen die Notwendigkeit der Baumaßnahmen. Auch stellte er ihnen in Aussicht, dass nach Fertigstellung der Maßnahme in jedem der Stadtbezirke ein Dutzend neue Zisternen in Betrieb genommen werden sollten. Außerdem konnte er die Wiedereröffnung von zwei Bädern ankündigen, die von König Agrippa in der Regierungszeit des Augustus erbaut und durch das Erdbeben beschädigt worden waren. Schließlich ließ er in den syrischen und griechischen Stadtbezirken und in direkter Nachbarschaft zur Kolonnadenstraße zehn kleinere Bäder errichten, die dem Wohlergehen der Einwohner dienten. Den Baumeister aus Alexandria, Symmachos, ließ er durch den Magistrat zum Curator aquarum ernennen. Diesem oblag von da an nicht nur die Versorgung der öffentlichen Einrichtungen mit Wasser, sondern auch die Vergabe von Konzessionen für die Wasservergabe an Privathaushalte. Für den Bau von Wohnungen stand ihm das Heer der Sklaven zur Verfügung, von denen die meisten allerdings erst angeleitet werden mussten. Dreißig von ihnen, die Kenntnisse in der Herstellung von Betonmauern besaßen, ernannte er zu Bauleitern. Sie ließen für den Bau der mehrgeschossigen Wohnhäuser hölzerne Schalwände errichten, die mit einem Gemenge aus Bruchsteinen und Mörtel aufgefüllt wurden. Das so entstandene Gussmauerwerk wurde verputzt oder mit Ziegeln verblendet. Mit diesem Verfahren konnten die Bauleute stabile drei- und viergeschossige Häuser errichten. In den Erdgeschossen dieser Häuser befanden sich Läden und Werkstätten, in denen Handel und Gewerbe aller Art einen neuen Platz finden sollten. Die darüber liegenden Zwischengeschosse dienten der Gewinnung von Wohnräumen. Menachem ordnete an, aus Gründen des Brandschutzes diesen Wohnungen Arkaden vorzulagern. Der zweite Stock dieser neuen Gebäude wies jeweils fünf großzügige, nebeneinander liegende Räume auf, die durch ein Flurzimmer auf der Vorderseite des Hauses miteinander verbunden wurden. Auf der dritten Etage wiederum waren drei nebeneinander liegende, kleine Räume im rechten Winkel zur Fassade angeordnet. Ein häufig vorhandener vierter Stock wies eine ähnliche Raumaufteilung auf wie der dritte. In den oberen Stockwerken mussten die Wände aus Kostengründen leichter gebaut werden als darunter. Menachem konnte aber verhindern, dass hier lediglich Holz verbaut wurde, was für den Brandschutz von größter Bedeutung war. Es kostete ihn viel Mühe, seine Vorstellungen umzusetzen und den Magistrat davon zu überzeugen, dass Brandschneisen und öffentliche Plätze ebenso wichtig waren wie neuer Wohnraum. Dafür musste aber zusätzlicher Platz geschaffen werden, der dann wiederum für neue Wohnungen nicht mehr zur Verfügung stand. Die pekuniären Interessen von Senatsmitgliedern aus Rom und vornehmer Familien aus Antiochia standen dem Brandschutzgedanken ebenfalls des Öfteren im Wege, was Menachems Arbeit unnötig erschwerte. Dass die Pläne trotz dieser Schwierigkeiten umgesetzt werden konnten, war einmal mehr der Autorität des alten Porphyrios zu verdanken, der Menachem energisch zur Seite stand und sich gegen solchen Widerstand durchsetzen konnte. Der Name des kaiserlichen Architekten war bald in aller Munde. Er nannte sich jetzt – nach seinem berühmten Lehrer in Rom – Menachem Celer. Sein Ruf bekam noch einen besonderen Glanz, als Maler und Bildhauer, die mit dem letzten Schiff gekommen waren, die Tempel und Bäder der Stadt mit Kunstwerken von außerordentlicher Schönheit wiederherstellten. Reiche Männer des antiochenischen Adels überboten sich aus Prestigegründen darin, für die Kunstwerke zu spenden. Mosaikböden in den Bädern des Agrippa zeigten die griechischen Götter Soteria und Apolausis, den Duft einer Blume genießend. Beiden Gottheiten wurde die Macht zugesprochen, die Menschen vor Krankheiten zu schützen und solche zu heilen, die krank waren und Schmerzen erlitten. Landschaftsmaler ließen an den Wänden des kaiserlichen Palastes und der Bäder phantasievolle Gärten entstehen, in denen sich Löwen und bunte Vögel zeigten. Andere wiederum schufen Bilder des weintrinkenden Dionysos und der schaumgeborenen Aphrodite, an der Seite ihren sterblichen Adonis mit seinem Jagdhund. Als die umfassenden Arbeiten nach drei Jahren fast abgeschlossen waren, beauftragte der Legat seinen Architekten, die Erinnerung an die Elefanten zu bewahren, die beim Aufbau der Stadt so großartig geholfen hatten. Menachem unterbreitete ihm daraufhin den Vorschlag, das Tetrapylon-Tor mit zwei Elefanten-Statuen einzurahmen, so dass jeder, der sich dem Palast näherte, an diesen Statuen vorbeiging und sie bestaunen konnte. Die Mauer, die Seleukos I. mehr als dreihundert Jahre zuvor entlang des Orontes errichtet hatte, schützte nun wieder die Stadt nach Westen hin, und auch die mächtigen Steine des Daphne-Tores wurden übereinander geschichtet und mit einem neuen Bogen geschmückt. Die Zahl der Sitzplätze des Dionysos-Theaters, gelegen am Hang des Silpios-Berges, wurde verdoppelt. Ein Teil von ihnen wurde außerdem mit einem Dach versehen, um die gut betuchten Besucher vor der Witterung zu schützen. Menachem hatte Wort gehalten und die Wasserversorgung der Bevölkerung gesichert. Auch war es ihm gelungen, die Voraussetzungen zu schaffen für glanzvolle Olympische Spiele, die einmal in Antiochia stattfinden sollten . Damit sicherte er sich die Anerkennung des Legaten, der seinen eigenen Ruhm mehren konnte und seinen Baumeister vorbehaltlos unterstützte.
XIII Menachem hatte mit seinen Helfern schier Unglaubliches geleistet. Sein Ruhm in der Stadt wuchs täglich. Jetzt, fast drei Jahre nach seiner Rückkehr aus Rom, hatte er endlich Zeit, sich bei den Christianern um die Taufe zu bewerben. Den Taufunterricht erteilte nach wie vor die Syrerin, die alle „die Prophetin“ nannten, hatte sie doch die Gabe der Lehre. Sie hatte inzwischen den judäischen Namen Deborah angenommen. „Menachem, Sohn des Arie aus Kedesh“, begrüßte sie ihn, „ich freue mich, dass Ihr auf den Namen Jesu, des Gesalbten Gottes, getauft werden wollt. Eure Väter waren zu Hause in Kedesh wie Barak. Wisst Ihr, dass er auf Geheiß der Prophetin Deborah zehntausend Männer aus Sebulon und Naftali versammelte und zum Berg Tabor zog, um die Kanaaniter zu schlagen?“ „Wir haben als Kinder davon gehört“, entgegnete Menachem, „die Großeltern haben uns diese Geschichte erzählt.“ „Der Herr Zebaoth war es, der das Volk Gottes führte. Wir werden siegreich sein wie sie, wenn wir nur auf ihn hören. Ich heiße Deborah, weil mir Gott die Gabe gegeben hat, seinen Willen zu erkennen. Er lässt Euch sagen, dass Ihr wie Barak sein werdet. Ihr seid Menachem, der Tröster.Ihr werdet sein Volk führen in dieser Stadt.“ Verwundert und nachdenklich verließ der junge Baumeister an diesem Abend die Syrerin mit dem hebräischen Namen. Sie hatte ihn daran erinnert, wo seine Wurzeln waren. Er dachte immer noch mit Wehmut an die Jahre seiner Kindheit in Galiläa, und den Glauben der Väter trug er wie einen Schatz in seinem Herzen. Als Menachem Berenike und seiner Mutter von dieser ersten Begegnung mit Deborah erzählte, schienen die Frauen davon nicht sonderlich überrascht zu sein, sondern begrüßten die Ankündigung der Prophetin: „Sie ist gesegnet mit dem Geist der Lehre. Aus ihr spricht der Kyrios, der bald kommen wird in Herrlichkeit,“ meinte Rahel, die sich schon freute auf die Taufe ihres berühmten Sohnes. Sie konnte es kaum erwarten, zusammen mit ihm und den anderen Kindern ins Wasser zu steigen und sich taufen zu lassen. Den Taufunterricht, der immer im Anschluss an den Gottesdienst am Abend nach dem Sabbat stattfand, besuchte Menachem regelmäßig gemeinsam mit seiner Mutter und seinen Sklaven. Sie lauschten auch jetzt der klangvollen Stimme von Deborah, die erklärte, wie Gott sein Werk in seinem Gesalbten an den Menschen getan hatte: „Er hat Kranke und von Dämonen Besessene geheilt und den Anbruch des Reiches Gottes verkündigt.“ Jesus von Nazareth wurde ihnen zum Vorbild. Rahel fragte die Prophetin: „Wird Gott uns auch mit den Gaben segnen, die ihn ausgezeichnet haben? Werden wir auch heilen und die Menschen von seiner Nähe überzeugen können?“ Deborah antwortete sicher und voller Überzeugung: „Auch ihr werdet Kranke heilen können.“ Apollonios und Meleagros fragten: „Wenn der Kyrios bald wiederkommt – was für einen Platz werden wir dann einnehmen in Gottes Reich?“ Sie ließen erkennen, dass sie sich die Wiederkehr des Goldenen Zeitalters erhofften. Die Taufe erschien ihnen wie Tod und Neugeburt zu immer währendem Leben. Der nächste Sabbatmorgen hätte schöner nicht sein können. Der Himmel trug ein strahlendes Blau, und die Frische des Tages beflügelte die Gefühle der Menschen an diesem Morgen. Zusammen mit Menachem und seiner Familie sollte auch Lavinia mit ihrer Herrin Lydia getauft werden. Sie wurden begleitet von drei besonders anmutigen jungen Sklavinnen. Die Männer und Frauen, die sich in aller Frühe aus der Stadt hinausbegaben, um der Taufe beizuwohnen, waren glücklich und dankbar, dass Gott sie mit solch einem prachtvollen Tag belohnte. Simon, der schon viel zu lang inhaftierte Vorsteher der Synagoge der Christusanhänger, sollte nun endlich freigelassen werden gegen eine Zahlung von einhundert silbernen Denaren, die innerhalb von einem Monat an die Magistratskasse zu zahlen waren. Dass diese Summe in keinem Verhältnis stand zur noch zu verbüßenden Strafzeit, gab Anlass zur Verwunderung. Sollte der Sklave Euodius tatsächlich mehr erreicht haben, als man zu hoffen wagte? Was auch immer zu diesem unerwarteten Geschenk führte, es war für alle ein Beweis für das Wirken Gottes, der sein Volk segnete und achtgab auf seinem Weg. Als man zur Taufstelle am Orontes-Ufer gelangte, traf man dort auf Euodius, der seinen Herrn Basilios begleitete. Dies rief zunächst bei den Anwesenden einige Verunsicherung hervor, konnte man doch nicht wissen, in welcher Absicht er gekommen war. Er beruhigte sie jedoch mit den Worten: „Ich habe durch meinen Sklaven vom Glauben an Christus gehört und möchte miterleben, wie man Neulinge bei den Christusgläubigen aufnimmt. Ich habe lautere Absichten und will niemanden überwachen.“ Da auch Euodius die anderen vom Wahrheitsgehalt dieser Worte überzeugen konnte, fiel die Sorge von ihnen ab, der Magistrat könne jetzt neue Untersuchungen veranlassen, denn das hätte die bevorstehende Entlassung Simons im letzten Moment doch noch gefährden können. Mit Andacht verfolgten die Christianer die Taufe der neuen Glieder ihrer Gemeinschaft, bei der die Frauen und Kinder nach ihrer Salbung zuerst ins Wasser stiegen. Alexander nahm ihnen das Versprechen ab, dem Teufel zu entsagen, und taufte zusammen mit der Prophetin die ganze Gruppe. Nachdem sie zum zweiten Mal gesalbt worden waren, stiegen Menachem und seine Sklaven ins Wasser. Auf dem Arm trug er seinen jüngeren Bruder Dror. Alexander nahm auch dem Freund das Versprechen ab, dem Bösen zu entsagen, ehe er die Taufformel sprach: „Ich taufe dich auf den Namen Jesu, den Gott zum Ch ristus erwählt hat.“ Dann taufte er auch die Männer und den Knaben. Die Prophetin sprach daraufhin ein Dankgebet im Namen aller, denn Gott hatte seinen Geist ausgegossen über Judäer und die Völker. Sie waren ein neues Volk, eine Familia Dei, berufen dazu, dieser Welt das Kommen des Reiches Gottes zu verkündigen. Der Ratsherr Basilios hatte mit großer Aufmerksamkeit verfolgt, was hier geschah. Sein Sklave hatte ihm schon vorab davon berichtet, dass alle Christusgläubigen sich als Brüder und Schwestern betrachteten, seien sie Sklaven oder Freie, Männer oder Frauen. Auch hatte Euodius ihm erzählt, dass Kinder bei ihnen als Geschenke Gottes angesehen wurden, die man mit Liebe und Ehrfurcht behandeln müsse. Von der Krankenpflege und der Armenspeisung unter der Leitung Berenikes hatte er schon im Magistrat erfahren. Die guten Taten erachtete er als wertvollen und selbstlosen Beitrag, sie weckten große Sympathien für die Christusanhänger bei ihm. Wenn sie nur nicht den Glauben an nur einen Gott predigen würden! Dass sie – wie die Judäer - auch dem Kaiser nicht opfern wollten, machte sie darüber hinaus umso verdächtiger. Aber waren sie denn überhaupt Judäer? Ließen sie sich beschneiden? Gewiss, sie feierten den Sabbat, trafen sich in ihrer Synagoge und zahlten die Tempelsteuer für den Tempel in Jerusalem. Obwohl – das Letztere wusste man auch nicht so genau! Und außerdem durften Judäer keine Proselyten machen. Deshalb verbüßte ja ihr Vorsteher Simon seine Kerkerhaft. Es war nicht einfach mit ihnen. Er wusste nicht genau, was er von ihnen halten sollte, obwohl sie doch offenbar gute Bürger Antiochias waren. Vermutlich waren sie eine jüdische Philosophenschule, der auch der kaiserliche Architekt Menachem Celer angehörte. Interessant, dass auch er den Glauben an den Gesalbten Gottes teilte, wo er doch ein Gebildeter war, der in Rom studiert hatte und dem Ritterstand angehörte. Aber auch sein eigener Sklave Euodius, der doch die Philosophen Griechenlands kannte, hatte sich ja taufen lassen. Diese zwiespältigen Gedanken bewegten den Ratsherrn Basilios, als er an diesem Morgen den Taufen beiwohnte. Menachem kam auf ihn zu: „Wir haben mit großer Freude gehört, dass Simon freikommen soll. Wir haben Grund, Euch zu danken, dass Ihr dabei geholfen habt.“ Basilios gratulierte ihm zunächst zu seiner Taufe, ehe er auf die Frage einging: „Der Untersuchungsrichter muss Gründe dafür haben, die mir nicht bekannt sind. Ich habe in der Angelegenheit zweimal mit ihm gesprochen, aber weiter keinen Einfluss genommen. Ich freue mich für euch und hoffe, dass euer Vorsteher wohlauf ist.“ Damit endete das Gespräch über Simon. Der Ratsherr erkundigte sich bei Menachem noch danach, wann die Läden und Wohnungen in den Kolonnaden bezogen werden könnten. Nachdem er eine zufriedenstellende Antwort erhalten hatte, ging man freundlich auseinander. Menachem feierte an diesem Tag mit seiner Familie ausgiebig seine Taufe. Der Glaube an den Gesalbten Gottes verband ihn durch den feierlichen Akt noch enger mit Berenike, die ihrer Freude darüber freien Lauf ließ. Er fühlte große Dankbarkeit, denn sein Weg war nun gesegnet. Die Schatten der Vergangenheit, die auf ihnen lasteten, schienen endlich den so ersehnten Lichtblicken zu weichen.
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