»Zürich.«
»… aus Zürich, an einer Jagd teilnimmt, die rund elfhundert Kilometer von seinem Wohnsitz entfernt ist?« , fragte Larsson in einem eher freundschaftlichen, vertrauensvollen Ton.
»Ich traf den Veranstalter an einem Stand für Bilder der Moderne auf der Art Basel Mitte 2004. Wir machten uns bekannt und kamen über ein Jagdbild des Malers Gorski, ›Wölfe jagen Troika‹, das von einem Greifswalder Galeristen angeboten wurde, ins Gespräch.«
»Manchmal hält das Leben eigenartige Konstellationen bereit«, warf Andresen ein.
»Kauften Sie das Bild?« , fragte Larsson.
»Es war ein sehr schönes Bild, aber ich bin Sammler. Mir war es letztlich nicht wertvoll genug«, entgegnete der Schweizer.
Ich muss wissen, was in Basel noch zustande gekommen ist. »Von einer Greifswalder Galerie?«
Kerner nickte.
»In Basel? Das habe ich gar nicht vermutet.«
Kerner lachte. »Herr Hellmann und der Galerist, ein Russe, sind wohl mehr oder weniger befreundet. Oh, meine Frau …«
Larsson taxierte die Frau, die plötzlich im Raum stand.
»Ich han nur wellä säge, mir chönd ässe, s Filet wird chalt Rino …«
»Ich bi do grad fertig, Hélène. Goh scho mol is ›Rossini‹ abä …«
So schnell sie aufgetaucht war, so schnell war sie auch wieder gegangen.
»Die Frauen«, sagte Kerner. »Was tut man nicht alles, um sie ruhigzustellen.«
»Eine letzte Frage.«
Kerner war bereits aufgestanden, und die beiden Kriminalisten schlossen sich ihm an.
»Können Sie sich an den Namen des Galeristen entsinnen?«
Rino Kerner kniff die Augen zusammen, legte die Stirn in Falten und stieß die Luft aus. »Nicht wirklich. Es war in jedem Fall ein russischer Name … Tut mir leid.«
Beim Verlassen der Bibliothek fiel Larssons Blick auf den roten Teppich, der die hölzerne Winkeltreppe optisch dem roten Teppich vor, und dem in der gleichen Art im Eingang des Rossinis befindlichen anglich.
Was für ein ausgesuchter Geschmack.
Kerner nickte den beiden Beamten noch einmal zu, bevor er durch die geöffnete Doppeltür ins »Rossini« verschwand und sie ihren Weg in die Kälte des Winters fortsetzten.
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