Anja Haverkock - Anima Overta

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Die Baumberger leben zurückgezogen. Kaum einer von ihnen hat je einen Schritt über die Grenzen ihrer Waldheimat hinausgemacht. Wozu auch? Der Baumberg versorgt sie mit allem, was sie brauchen, und den Rest kaufen sie von den wenigen fahrenden Händlern, die sie über den Finis auf ihren Berg lassen.
Doch eines Tages wird über den Wipfeln ihres Reiches wieder ein Roter Drache gesichtet. Der junge König Perscpiù, der die Geschicke des Baumbergs lenkt, seit König Parexter im Großen Kampf gefallen ist, verfolgt den Roten Drachen bis hinauf in die Steinernen Baumriesen. Dort stürzt er ab und ist gelähmt; für immer, wie die Heiler versichern.
Für seine Schwester Anima bricht eine Welt zusammen. Es ist, als würde sie nach dem Vater nun auch den Bruder verlieren. Und was wenn Udiom, der Anführer der Truscani davon erführe? Er würde den Augenblick der Schwäche nutzen und zu Ende bringen, woran er im Großen Kampf gescheitert ist: den Baumberg erobern und ihre geliebte Heimat zerstören. Das würde sie nicht zulassen! Niemals! Perscpiù muss wieder gesund werden! Und wenn sie selbst aufbrechen muss, heimlich und allein, in das Land jenseits des Baumbergs, um Rettung zu suchen…
Ein packendes Fantasy-Adventure in einer Welt voller bizarrer Gegenden und seltsamer Wesen!

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Anima schüttelte sich. „Alles alte Geschichten! Märchen!“, sagte sie laut.

Die Stämme waren mindesten zehnmal so hoch wie der Palastbaum. Die steinerne Borke war von tiefen Furchen durchzogen und ab und zu ragte ein wulstiges Astloch aus dem Fels wie ein Vorsprung. Es war unmöglich, da hinaufzukommen.

Animas Nacken schmerzte, als sie versuchte zu den Felskronen hinaufzusehen.

„Perscpiù?“, rief sie.

Nur das Echo ihrer Stimme hallte kalt von den steinernen Wänden zurück. Sie zuckte zusammen. Lauschte auf einen Hilfeschrei. Nichts.

„Perscpiù?“

Anima spürte, wie die Kraft sie verließ.

„Perscpiù!“ Ihre Stimme wurde schrill, überschlug sich, und plötzlich wurde sie übertönt von einem ohrenbetäubenden Rauschen. Ganz so, als würde sich die Luft über ihr in wildem Aufruhr aufbäumen.

Vario scheute. Anima duckte sich über seinen Hals. Sie zog an den Zügeln, um ihr Reittier im Zaum zu halten. Es blähte die Nüstern und bäumte sich mit solcher Macht auf, dass Anima in hohem Bogen aus dem Sattel flog. Sie schlug hart auf. Das Cerquus jagte davon. Das bedrohliche Rauschen schwoll noch mehr an, dann brach es mit einem Mal ab. Einen Lidschlag lang verdunkelte sich der Himmel.

Anima lag benommen da und starrte nach oben. Der schwarze Schemen eines riesigen Vogels glitt majestätisch aus dem Umriss der untergehenden Sonne.

Ein Roter Drache!

Seine mächtigen geschuppten Schwingen glänzten im Licht der Abendsonne. Anima war sich nicht sicher, ob das Abendrot die unzähligen Farbtöne auf seinen Körper malte oder ob er wirklich in ein Meer von karminroten, purpurroten, mohnroten, fuchsroten, ebereschenroten, blutroten und braunroten Schuppen gekleidet war. Den kantigen Kopf streckte er gerade in den Wind. Mit den dreieckigen Platten, die über den Rücken vom Kopf bis zur Schwanzspitze verliefen, sah er aus wie ein Pfeil, der durch den Himmel schoss. Die beiden kurzen Beine legte er eng an den Körper an. Doch die tödlich scharfen Krallen waren nicht zu übersehen.

Anima rappelte sich hoch. Bis auf ein paar Kratzer ging es ihr gut. Sie sah Vario über die tiefer gelegene Flechtenwiese galoppieren und den Roten Drachen, der genau auf ihn zuhielt.

Schnell wandte sie den Kopf ab.

„Perscpiù!“, rief sie über den See hinweg.

Da war ihr, als hörte sie ein schwaches Stöhnen.

„Perscpiù?“

Wieder drang ein Stöhnen zu ihr. Sie stolperte in die Richtung, aus der Laut gekommen war. Hinter zwei höher gewachsenen Bürstenbäumen, keine zehn Schritte vom Seeufer entfernt, fand sie ihn.

Unabänderlich?

Seltsam verrenkt lag er am steinigen Fuße der Baumriesen und rührte sich nicht. Sie stürzte zu ihm hin und ließ sich neben ihm auf die Knie fallen. Sein Gesicht war voller Blut, an seinem rechten Bein stach ein Knochen aus dem Fleisch. Wäre das entsetzliche Stöhnen nicht gewesen, sie hätte ihn für tot gehalten.

Anima wagte nicht, ihn zu berühren.

„Perscpiù!“

Ihr Blick glitt über Perscpiùs geschundenen Körper und sein Bild verschwamm vor ihren Augen. Sie zitterte am ganzen Leib.

„Schhh! Ruhig, Schwes - terchen! Ru - hig!“ Das Sprechen fiel ihm schwer. Dennoch klang seine Stimme sanft und warm.

Das Zittern ließ ein wenig nach. Anima wischte sich mit dem Handrücken über die Augen. Perscpiù lebte! Alles würde wieder gut werden!

„Was hast du nur angestellt?“, fragte sie leise.

Perscpiù verzog die Lippen.

„Der Rote Drache. Ich musste...“

Oh, Anima kannte ihren Bruder! Er war der beste Kämpfer, den der Baumberg je hervorgebracht hatte: blitzschnell mit dem Schwert und zielsicher mit dem Bogen. Er konnte reiten wie der Wind und klettern wie ein Hörnchen. Aber nie handelte er unbedacht, nie unbeherrscht. Halsbrecherische, kopflose Dummheiten hatte immer nur sie selbst begangen. Bis heute.

„Ich wollte dir meinen Kohlbläuling zeigen und du... Warum bloß kletterst du auch noch die steinernen Baumriesen hoch!“, sagte sie vorwurfsvoll.

Perscpiù schloss die Augen. Anima nahm sanft seine Hand und drückte sie an ihre Brust.

„Ich hole dir erst einmal einen Schluck Wasser, und dann warten wir bis die Reiter des Baumpalastes kommen. Sicher hat Mutter sie schon ausgesandt, um uns zu suchen.“

Perscpiùs Atem ging röchelnd.

„Die Blutung an... meinem Kopf... Du musst sie... stillen!“, stieß er keuchend hervor.

„Die Blutung?“ Anima hatte es vermieden, Perscpiùs Verletzungen genauer anzusehen. Jetzt warf sie einen schnellen Blick auf Perscpiùs Stirn. Das Blut sickerte aus der klaffenden Wunde. Anima schluckte.

„Stillen? Aber...? Ich kann nicht...!“

„Schhh! Du kannst. Du musst...“ Ein Husten schüttelte ihn.

Anima warf verzweifelt den Kopf hin und her.

„Also gut. Was...“, stammelte sie atemlos, „soll ich tun?“

„Stoff von deinem Kleid... auf die Wunde und... binde ihn fest“, stöhnte Perscpiù.

Ihr Kleid! Zögernd strich sie mit den Fingern über den Stoff. Dann atmete sie tief durch und riss zwei große Stoffstreifen ab. Einen davon faltete sie zusammen. Und jetzt musste sie das Tuch auf die Wunde drücken. Sie hob die Hand...

„Ich kann nicht! Da ist überall Blut. Ich kann einfach nicht!“ Sie ließ die Hand wieder sinken. „Sicher werden bald Reiter kommen. Und ein Medopifexius. Der wird dir helfen.“

„Anima!“, stieß Perscpiù verzweifelt hervor.

Anima zuckte zusammen. Sie holte tief Luft, kniff die Augen zu, drehte den Kopf weg und drückte das Tuch mit zwei gestreckten Fingern auf die offene Wunde. Dann wickelte sie den zweiten Streifen Stoff mit der anderen Hand um Perscpiùs Kopf. Das Ende steckte sie am Hinterkopf unter den Verband. Sie ließ die Arme sinken. Sie fühlten sich unendlich schwer an. Ihre Finger waren blutig.

„Um deinen Bruch muss sich aber ein ausgebildeter Medopifexius kümmern!“, sagte sie matt.

Perscpiù stöhnte. „Bruch?“

„Dein Bein. Es ist gebrochen.“

Perscpiù versuchte sich auf seinen Ellbogen zu stützen.

Er starrte auf den blassen Knochen, der ihm aus dem Oberschenkel ragte wie der Ast eines abgestorbenen Baumes. Dann sank er auf den Boden zurück.

„Heilige Mutter Erde, Perscpiù! Du darfst jetzt nicht bewusstlos werden!“, stieß Anima hervor.

Wasser! Wasser würde ihn sicher wieder zu sich bringen! Anima rannte zum See. In der Dämmerung waren Büsche und Steine nur noch als dunkle Schemen zu erkennen. Sie stolperte über etwas Weiches, fing sich wieder und lief weiter bis sie den nasskalten Sand unter den Sohlen ihrer Füßlinge spürte. Sie watete ins Wasser, riss noch ein Stück Stoff aus ihrem Kleid, tauchte es ein und zog es zum Säckchen geformt wieder heraus. Dann rannte sie zurück. Nun erkannte sie das Bündel, über das sie gestolpert war. Es war der Blättersack, den Perscpiù bei jedem Ausritt dabei hatte, um besondere Holzstücke oder Steine darin zu sammeln. Anima hob ihn hastig auf und lief weiter. Sie ließ den Sack vor Perscpiù auf den Boden fallen und kniete sich neben die leblose Gestalt ihres Bruders. Dann benetzte sie Perscpiùs Lippen mit Wasser und versuchte ihm etwas zu Trinken einzuflößen. Doch es rann ihm aus den Mundwinkeln und versickerte im Erdreich. Anima starrte auf den dunklen Fleck im Boden. Schließlich wusch sie Perscpiù mit dem restlichen Wasser das Blut vom Gesicht. Er rührte sich nicht.

Anima blickte zu dem kleinen Mond, der bereits zu sehen war. Es würde nicht mehr lange dauern bis der große bläuliche Mond aufgehen und sein fahles Licht auf sie werfen würde. Sie fror. Zitternd schmiegte sie sich an Perscpiù. Doch sein Körper spendete keine Wärme.

Anima schrak hoch. Etwas war über sie hinweggeflattert. Sie blickte um sich und entdeckte einen kleinen Ulaul. Er hüpfte nicht weit von ihr über den Boden und suchte die Erde mit seinen großen hellen Augen ab. Seine flauschigen weißen Federn wirkten fast durchscheinend und sein Schnabel war so weiß wie die Blüte einer Schneerose. Da ertönte ein Gluckern.

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