Anja Haverkock - Anima Overta

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Die Baumberger leben zurückgezogen. Kaum einer von ihnen hat je einen Schritt über die Grenzen ihrer Waldheimat hinausgemacht. Wozu auch? Der Baumberg versorgt sie mit allem, was sie brauchen, und den Rest kaufen sie von den wenigen fahrenden Händlern, die sie über den Finis auf ihren Berg lassen.
Doch eines Tages wird über den Wipfeln ihres Reiches wieder ein Roter Drache gesichtet. Der junge König Perscpiù, der die Geschicke des Baumbergs lenkt, seit König Parexter im Großen Kampf gefallen ist, verfolgt den Roten Drachen bis hinauf in die Steinernen Baumriesen. Dort stürzt er ab und ist gelähmt; für immer, wie die Heiler versichern.
Für seine Schwester Anima bricht eine Welt zusammen. Es ist, als würde sie nach dem Vater nun auch den Bruder verlieren. Und was wenn Udiom, der Anführer der Truscani davon erführe? Er würde den Augenblick der Schwäche nutzen und zu Ende bringen, woran er im Großen Kampf gescheitert ist: den Baumberg erobern und ihre geliebte Heimat zerstören. Das würde sie nicht zulassen! Niemals! Perscpiù muss wieder gesund werden! Und wenn sie selbst aufbrechen muss, heimlich und allein, in das Land jenseits des Baumbergs, um Rettung zu suchen…
Ein packendes Fantasy-Adventure in einer Welt voller bizarrer Gegenden und seltsamer Wesen!

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Und schon schoss das Wesen hoch oben über sie hinweg. Anima und Perscpiù rissen den Kopf herum und sahen ihm nach. Sein langer, schmaler Schatten raste den Berg hinauf und verschwand hinter einem ausgedehnten Nadelwald, vielleicht hundert Baumbergerlängen oberhalb ihrer Lichtung.

„Ein Roter Drache!“, stieß Perscpiù hervor.

„Was?“ Anima starrte ihn an. „Es gibt keine Roten Drachen mehr. Seit Ewigkeiten schon nicht mehr.“

Die einzigen Drachen, die es noch im Reich des Baumbergs gab, waren zwei weiße Drachen: Cifalitas und deren Sohn Trinquallitas, der vor fünfzehn Jahren im Baumpalast das Licht der Welt erblickt hatte; auf den Tag genau ein Jahr bevor Anima geboren wurde. Sie waren friedliebende Tiere, und zu dieser Stunde hielten sie gewöhnlich ihren Nachmittagsschlaf in der Krone des Palastbaums.

Perscpiù riss die Zügel herum und presste seinem Cerquus die Hacken in die Flanken. Das Tier stieg hoch und jagte mit seinem Herrn davon.

„Perscpiù!“, schrie Anima ihm hinterher.

Doch er drehte sich nicht mehr um.

Anima verharrte reglos auf der Lichtung und starrte ihrem Bruder nach. Ein Roter Drache? Perscpiù glaubte wohl immer noch an diese Märchen von ihrem Urgroßvater!

Als kleiner Junge hatte er immer mit leuchtenden Augen an Vaters Lippen gehangen, wenn dieser wieder einmal eine von Urgroßvaters Geschichten über das größte, mächtigste und einsamste Tier des Himmels erzählte. Urgroßvater war wie besessen von der Idee, den Roten Drachen zu zähmen. Jahre hatte ihr Urgroßvater angeblich damit verbracht, den Roten Drachen zu beobachten. Aber was er sich auch einfallen ließ, wie viele Männer, wie viele Fallen er auch einsetzte, nie war es ihm gelungen den Roten Drachen zu fangen. Und irgendwann hatte ihr Urgroßvater ihn vertrieben mit seiner besessenen Jagd. Seit dieser Zeit war kein Roter Drache mehr am Baumberg aufgetaucht. Nur die Geschichten darüber hatten sich hartnäckig gehalten.

„Perscpiù!“

Anima gab die Zügel frei und presste die Schenkel zusammen, und Vario jagte Perscpiù hinterher. Sie tauchten an der gleichen Stelle in den jungen Laubwald ein, an der ihr Bruder verschwunden war. Es war nur ein schmaler Pfad und die jungen Bäume standen sehr dicht. Über die kleineren Bäumchen sprang das Cerquus mit seinen langen schlanken Beinen mühelos hinweg, den größeren aber musste es ausweichen. Oft zerrten Äste an seinem Geweih und Anima musste langsamer reiten.

„Perscpiù, komm zurück!“, rief Anima in den Wald hinein. Ihre Stimme überschlug sich fast.

Anima trieb Vario noch heftiger an. Da schnalzte ein Ast ihr mitten ins Gesicht. Wie ein Peitschenhieb traf er sie an der rechten Wange. Anima schrie auf und hielt sich die schmerzende Stelle. Als sie die Zügel wieder fest umschloss, war ihre Hand blutverschmiert. Sie spürte ein heftiges Brennen unterhalb des rechten Auges, und ihr war, als bohrte sich der sorgenvoll tadelnde Blick der Mutter in ihren Nacken.

Sie durchbrach den Waldrand und preschte auf die Gelbmohnwiese hinaus, die in der Nachmittagssonne leuchtete wie der Dotter eines aufgeschlagenen Eis. Ein Schwarm Florapilios flatterte erschrocken auf. Weit vor ihr entdeckte Anima ihren Bruder. Er hatte die Wiese bereits hinter sich gelassen und bahnte sich gerade den Weg durch das stachelige Buschfeld weiter bergauf.

„Perscpiù, komm zurück!“ Ihr Tonfall wechselte ins Weinerliche. „Ich bin verletzt! Ich blute!“

Ein schmaler, langer Schatten glitt über Perscpiù hinweg; lautlos und rasend schnell. Sie konnte sehen wie Perscpiù sich duckte. Doch das Ungetüm, das diesen Schatten warf, segelte bereits hoch über dem Nadelwaldring zum Landesgipfel.

„Es gibt doch keine Roten Drachen!“, murmelte Anima. Es klang nicht mehr so überzeugt. Sie jagte weiter.

Sie war gerade in der Mitte der Wiese, als das fliegende Ungetüm hinter dem Berg verschwand und Perscpiù in den Nadelwaldring eintauchte.

Während die Schatten langsam länger wurden, kämpfte sich Anima durch das Buschfeld. Endlich ragte der Nadelwaldring vor ihr auf. Seine hochgewachsenen alten Bäume standen weit auseinander. Sie empfingen sie mit der gleichen frostigen Kälte und mit dem gleichen unheimlichen Dämmerlicht, das Anima schon kannte.

Sie zögerte.

Das Cerquus senkte den Kopf.

Entschlossen presste Anima die Lippen zusammen, riss an den Zügeln und bohrte die Hacken in Varios Seiten. Das Cerquus stieß ein klagendes Röhren aus, aber es gehorchte und galoppierte in die grün glimmende Düsternis des Waldes.

Es roch schwer nach Harz und unter Varios Hufen knirschten und knackten Unmengen von Zapfen. Die Baumstämme staken wie dunkle Säulen in die Höhe. Die ersten Zweige sprossen ungefähr auf Augenhöhe, wenn man auf dem Rücken eines Cerquus saß. Je höher der Baum wuchs, desto größer und stärker wurden die Äste bis sie in eine große flache Baumkrone ausliefen; eine Krone, die sicher acht bis zehn Baumberger von einem Ende zum anderen maß und dann an die nächste Krone stieß. Es war, als wäre man in einer dämmrigen Säulenhalle, die von einem riesigen dunkelgrün glühenden Nadeldach überspannt war.

Animas Locken klebten ihr an der Stirn. In der Kälte des Nadelwaldrings kam ihr der Schweiß vor wie Rinnsale von Eiswasser. Das gespenstische Glühen des Waldes verlor langsam an Kraft und Anima bemerkte, dass der Abend nahte.

Endlich durchbrachen sie den Waldrand. Hinaus aus dem Schatten der Bäume und weiter über das steinige Grasland. Ein schwaches Abendrot begann die Gräser zu färben. Es schien, als würden die Grashalme und die vereinzelten Büsche in Flammen aufgehen.

Plötzlich zerriss ein gellender Schrei die Luft. Anima riss an den Zügeln. Der Zehnender röhrte, stemmte die Vorderhufe in den Boden und brach den Lauf aus gestrecktem Galopp heraus ab. Anima saß im Sattel wie versteinert. Mit jeder Faser ihres Körpers spürte sie die Todesangst, mit der der Schrei ausgestoßen wurde. Dann herrschte Stille. Totenstille.

Perscpiù!

Nein! Vielleicht kam der Schrei von jemand anderem? Aber wer – außer ihnen - würde in diese Höhe des Baumbergs vordringen? Und warum? Der Nadelwaldring bildete die Baumgrenze. Jenseits davon gab es nur noch niedere Baumarten, Gräser, Moose und Flechten, bis hinauf zu den steinernen Baumriesen, die die Spitze ihres Reiches bildeten. Nie zuvor waren sie hier auf jemanden gestoßen. Niemand kam hier herauf.

Der Schrei konnte nur von Perscpiù kommen.

„Lauf, Vario, lauf!“, rief Anima.

Vario röhrte gequält und jagte über die Flechtenwiese den Hang hinauf. Der Grund wurde felsiger und steiler. Schließlich sprang Vario von Felsplatte zu Felsplatte bis auf eine kleine Hochebene hinauf. Das Tier schnaubte erschöpft, seine Flanken zitterten. Anima trieb es im Schritt weiter.

Vor ihnen lag der kleine grün schimmernde Bergsee. Umgeben von niedrigen Federbüschen und ein paar wenigen Bürstenbäumen. Perscpiù und sie hatten dieses kleine Paradies auf einem ihrer ausgedehnten Streifzüge in dem Sommer nach dem Tod ihres Vaters entdeckt und seitdem als gemeinsames Geheimnis gehütet. Wenn der Kummer nicht mehr zu ertragen war, hatten sie sich hierher geflüchtet, sie waren in das klare, kalte Wasser gesprungen, und um die Wette nach den schönsten Bergkristallen getaucht. Ihnen war gewesen, als spülte der See ihre Sorgen fort. Doch heute hatte sich das grüne Wasser mit dem Gelbrot der Sonne vermischt und schimmerte unnatürlich lila.

Animas Augen suchten verzweifelt den See und das Ufer ab. Nichts.

Die drei steinernen Baumriesen an dem See standen so dicht beisammen, dass das Wurzelwerk längst miteinander verwoben war. Es durchzog den Boden wie die Adern die Haut einer alten Frau und ging in drei senkrechte schroffe Felsstämme über. Einmal hatte Anima ihren Bruder gefragt wie hoch die Baumriesen wohl wären und er hatte geantwortet, dass niemand das genau wüsste, denn noch nie war irgendjemand auch nur bis zu den ersten Astgabelungen vorgedrungen. Trotzdem hatte ihr Urgroßvater immer daran geglaubt, dass es möglich sein musste, die Wurzeln und Felsstämme der Baumriesen zu ersteigen. Er war fest überzeugt, dass es einen Weg in die Krone der steinernen Riesen gäbe und dass er dort das Nest des Roten Drachen erobern würde.

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