Benjamin Webster - 4 Schnecken und eine Nudel
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Das Wochenende lag hinter ihm und heute wollte er in das Bergmann Werk gehen. Dr. Franz Konrad holte ihn pünktlich ab und gemeinsam fuhren sie in die Firma. Unterwegs fragte Franz: „Und, wie hast du das Wochenende im Löwenkäfig verbracht?“ Thomas: „Na, ganz so schlimm ist es auch nicht. Ich habe mich am Samstag lange mit Jule unterhalten. Sie hat mir erzählt, dass sie im Krankenhaus viele Sonderschichten arbeiten muss. Ihr Chef Prof. Dr. Kaufmann der auch ihr Tutor ist, lässt sie immer mehr arbeiten, als sie normalweise müsste. So haben sich in der Zwischenzeit über 400 Überstunden angesammelt. Sie musste deswegen schon die Abgabe ihre Doktorarbeit zweimal verschieben. Zudem hat sie noch keinen Urlaub dieses Jahr gehabt.“ Franz überlegte und meinte: „Wenn das so stimmt, muss sie ihre Überstunden so schnell wie möglich nehmen. Soll ich mich einmal fachlich mit dem Professor austauschen?“ Thomas: „Das wäre nicht schlecht, aber nicht das sie danach mit Repressalien rechnen muss, das möchte ich nicht.“ Franz: „Keine Angst, ich weise ihn nur auf Tarif- und Arbeitsrechtliche Bestimmungen hin, mehr nicht. Ist sie eigentlich noch mit diesem blonden Schönling zusammen?“ Thomas: „So wie sie erzählt hat, ist sie schon seit einem Jahr solo. Ich denke ein Freund würde ihr auch ganz gut tun. Ach ja, da fällt mir gerade ein, am Samstag haben Jule und ich, Maria symbolisch den Schlüssel für die Hütte und das Bootshaus am See überreicht. Das Erste was sie sagte war, dass hier wieder einmal aufgeräumt werden sollte. Stell dir vor, sie wollte gleich das Putzzeug aus der Villa holen.“ Franz lachte und meinte: „Das ist typisch für Maria, immer nur die Arbeit im Kopf. Sie sollte einmal Urlaub machen. Hat sie etwas über das Erbe gesagt, ich meine, hat sie alles gelesen? Was ist mit Jule, hat sie alles verstanden, weiß sie wie es mit den Finanzen geschäftlich und privat aussieht? Thomas: „ Sie hat mir ihre Unterstützung zugesagt, falls ich sie brauche. Ich habe von ihr eine unterschriebene Vereinbarung, in der sie mir ihre Stimmanteile überlässt. Ich habe somit die Stimmenmehrheit und kann alleine entscheiden, ohne die Zustimmung meiner anderen drei Schwestern.“ Franz: „Das ist sehr gut, wenigstens eine der Damen, die ihren Verstand benutzt. Hast du dir schon einmal Gedanken gemacht, ob du das Erbe antrittst? Ich meine, so ganz generell?“ Thomas: „Reizen würde es mich schon. Wozu habe ich denn meinen Master gemacht? Es gibt nur noch einige private Dinge, die ich klären muss. Aber ich habe noch einen Vertrag mit meinen jetzigen Arbeitgeber und der läuft erst im Februar nächsten Jahres aus, bzw. bis dahin läuft meine Kündigungsfrist. Ich weiß beim besten Willen nicht, wie ich da früher heraus komme.“ Franz: „Gib mir deinen Arbeitsvertrag, vielleicht kann man da etwas machen. Ich schaue ihn mir einmal an.“ Thomas: „Ich möchte aber nicht im Streit auseinandergehen, immerhin habe ich dort die Chance meines Lebens bekommen und habe sehr gut verdient.“ Konrad fuhr nun auf das Firmengelände der Bergmann Werke. Der Pförtner an der Schranke erkannte Dr. Konrad sofort und ließ ihn mit den Worten passieren: „Dicke Luft in der Belegschaft, gehen sie lieber hinten rein.“ Franz fragte nach: „Wie so dicke Luft, was ist passiert?“ Der Pförtner antwortete: „Die Gehälter sind noch nicht überwiesen. Kein Geld, keine Arbeit sagt der Betriebsrat.“ Thomas fragte nach: „Wie so kein Geld, wer hat das angeordnet?“ Der Pförtner beugte sich weiter herunter und sah erst jetzt Thomas Bergmann. Daraufhin sagte er: „Entschuldigung Herr Bergmann, aber ich habe sie erst gar nicht erkannt. Aber wenn sie Näheres wissen wollen, fragen sie Walter Asmussen.“ Franz bedankte sich und fuhr, wie es der Pförtner gesagt hatte, an den hinteren Eingang. Von dort aus konnten sie sehen, wie viele Angestellte vor der Treppe standen, die hoch in die Geschäftsleitung führte. Thomas stand ratlos da und meinte zu Franz: „Warum hat Asmussen die Gehälter nicht ausbezahlt, Geld dafür ist doch auf dem Konto? Das wirft doch die Produktion wieder um Tage zurück.“ Franz: „Fragen wir ihn, bin gespannt was er dazu sagt.“ Sie gingen über die seitliche Treppe ins erste Obergeschoss. Über einen langen Flur gelangten sie in die Führungsetage. Die Tür war offen, sodass sie ungesehen an das ehemalige Büro von Tommis Vater gelangten. Franz öffnete die Tür und sie sahen, dass Asmussen hinter dem Schreibtisch saß. Thomas war doch sehr überrascht das Asmussen sich hier breit gemacht hatte. Er fragte ihn: „Was machen sie im Büro meines Vaters?“ Walter Asmussen hatte die beiden nicht kommen hören und sah erschrocken aus. Nachdem ersten Schreck, meinte er: „Meine Arbeit, was sonst. Wie kommen sie hier herein und wen haben sie da mitgebracht, Herr Dr. Konrad?“ Franz antwortete: „Das ist ihr neuer Chef, Asmussen. Darf ich vorstellen, Thomas Bergmann, der Haupterbe der Bergmann Werke, Walter Asmussen, Prokurist der Firma.“ Asmussen stand nun auf und fragte: „Warum erfahre ich nichts davon, das sie der neue Chef sind? Man möchte ja wissen, wer zuständig ist, und für wen man arbeitet.“ Er streckte Thomas die Hand hin und sagte: „Guten Tag, Herr Bergmann. Auf eine gute Zusammenarbeit.“ Thomas gab ihm auch die Hand und fragte gleich: „Warum ist da unten ein Aufstand der Belegschaft, was ist los?“ Asmussen zuckte mit den Achseln, hob die ausgestreckten Hände hoch und meinte: „Greifen sie einem nackten Mann in die Tasche, oder anders formuliert, wir haben kein Geld mehr auf dem Konto. Unsere letzten Zahlungen sind noch nicht eingegangen und die Bank stellt sich quer, die Gehälter auszubezahlen.“ Thomas fragte weiter: „Ist unser Auftraggeber mit den Zahlungen in Verzug?“ Asmussen: „Ich habe schon angerufen, aber der sagt, er habe die Anweisung schon letzte Woche Montag herausgegeben. Aber unsere Bank sagte, sie konnten keinen Eingang verbuchen. Und da wir noch sehr hohe Verbindlichkeiten bei ihnen haben, sind ihnen die Hände gebunden.“ Franz gab Asmussen die Anweisung, alle Daten herauszusuchen. Er brauchte den Verantwortlichen des Auftraggebers und den Chef von dessen Bank, sowie den Chef der Hausbank von den Bergmann Werken. Asmussen: „Ich gehe in die Buchhaltung und besorge ihnen die Unterlagen. Sie sollten sich vielleicht an die Belegschaft wenden, damit die Stimmung nicht kippt. Auf mich hören sie ja nicht.“ Dabei schaute er Thomas an und verließ den Raum. Franz meinte: „Er hat Recht, du solltest dich der Belegschaft vorstellen, aber nur, wenn du auch wirklich der neue Chef sein möchtest. Jetzt bist du am Zug.“ Thomas begriff sofort was Konrad meinte. Er überlegte einen Augenblick und sagte zu Franz: „Muss ich nicht erst die Erbschaft annehmen?“ Franz: „Das ist eine reine Formalität. Eine Unterschrift und dir gehören die Bergmann Werke und die Villa.“ Konrad öffnete seinen Diplomatenkoffer, holte ein Formular heraus und legte es auf den Schreibtisch. Dann reichte er ihm einen Kugelschreiber und bemerkte: „Wenn ich bitten darf, Chef?“ Er lächelte dabei und Thomas unterschrieb das Formular und sagte: „Wenn ich das nicht noch bereue. Ich muss doch bescheuert sein, 3,6 Millionen in eine Insolvente Firma zu stecken.“ Franz schaute ihn fragend an und meinte: „Wie soll ich das verstehen? Du brauchst doch keinen Cent, die Firma finanziert sich doch von selbst, mit den regelmäßigen Einnahmen.“ Thomas: „Du glaubst doch nicht, dass ich mir von einer Bank etwas diktieren und mich vorführen lasse. Wen ich schon Chef bin, dann der eigene und nicht eine Marionette irgendeiner Bank.“ Franz: „Du willst doch nicht damit sagen, dass du über so viel Geld verfügst, um die Verbindlichkeiten abzulösen?“ Thomas nickte und sagte: „Nicht ganz so viel, aber wenn ich meine Wohnung in Frankfurt verkaufe, dann müsste es gerade reichen.“ Franz schüttelte den Kopf und meinte: „Du bist der Richtige, räum den Laden auf und bring ihn auf Vordermann. Dein Vater hatte Recht indem er sagte, wenn es einer schafft, dann du. An dem Tag als er den Unfall hatte, wollte er abends noch zu mir in die Kanzlei kommen. Er hatte vor dir die Firma zu überschreiben. Dein Vater war am Ende mit seinen Kräften, er wollte nicht mehr. Herrmann hatte es satt, jeden Tag die Spielchen der Bank und die Machenschaften von einigen in der Firma mitzumachen. Aber leider ist es nicht mehr dazu gekommen. Ich gratuliere dir, du bist mehr als nur ein Nachfolger, da bin ich mir sicher. Du musst jetzt vor deine Belegschaft sprechen. Stell dich vor und sage ihnen, dass alles in Ordnung ist. Und danach gehen wir zu deiner Hausbank, bei denen die Firma ihre Konten hat.“ Thomas ließ Franz den Vortritt, als sie vor der Belegschaft standen. Franz bat die Belegschaft um Ruhe, dann stellte er Thomas vor und der ergriff das Wort: „Ja, wie Dr. Konrad schon sagte, bin ich der neue Inhaber der Bergmann Werke. Wir alle haben vor knapp zwei Wochen einen großen Verlust hinnehmen müssen. Sie haben ihren Chef und Chefin verloren und ich meine Eltern. Der Verlust ist für uns alle sehr groß. Aber wie heißt es doch, lasst uns nach vorne sehen. Wie ich gerade von Herrn Asmussen gehört habe, sind ihre Gehälter vom letzten Monat noch nicht überwiesen worden. Ich werde mich sofort darum kümmern. Ich verspreche ihnen hiermit, dass dies nie wieder vorkommen wird. Dr. Konrad und ich klären das gleich ab und morgen haben sie ihren Lohn auf dem Konto. Bitte geben sie mir noch ein paar Tage Zeit, mich an die neue Situation zu gewöhnen. Ich brauche sie, helfen sie mir den Betrieb wieder dahin zubekommen, wo er einstmals war. Helfen sie mir, aus den Bergmann Werken wieder die Nummer eins, mit unserer Technik zu machen. Ich lege mein Vertrauen und meine Hoffnung in ihre Hände. Wenn wir an einem Strang ziehen, schaffen wir das. So, und nun muss ich mich um ihre Löhne kümmern, alles andere muss warten. Ich möchte doch zufriedene Mitarbeiter haben. Ich Danke euch.“ Kurz und knapp war die Rede, der Beifall war länger. Die einhellige Meinung der Belegschaft war, der bringt neuen Schwung in den Laden. Sie sollten sich nicht täuschen. Thomas und Franz gingen nun den regulären Weg über die Treppe nach unten. Asmussen hatte Franz inzwischen die Unterlagen gegeben. Thomas musste unzählige Hände auf den Weg zum Wagen schütteln. Erst als beide im Auto saßen, konnte Thomas wieder einen klaren Gedanken fassen. Franz gab ihm die Unterlagen die Asmussen zusammengestellt hatte. Er las sie auf der Fahrt zur Berliner Kredit Bank durch. Es lag nicht am Auftraggeber, dass das Geld noch nicht auf dem Konto gutgeschrieben war, sondern an der BKB. Sie hatte den Eingang schon am Dienstag gehabt, aber das Geld fast eine Woche nicht gutgeschrieben. Thomas sagte: „Wenn ich das richtig deute, kommt in mir der Verdacht auf, dass die BKB das extra macht. Ich glaube, die wollen tatsächlich die Firma haben. Aber warum verkaufen sie nicht einfach den Kredit weiter?“ Franz: „Ich denke, dass da eine Sperrklausel im Kreditvertrag eingebaut ist, der dies untersagt. Wenn das so ist, dann versuchen sie es eben anders. Du kennst doch die Möglichkeiten die sie haben, du bist ja aus dem Metier.“ Thomas: „Das war auch ein Grund dafür, dass ich mich für die Bergmann Werke entschieden habe. Ich muss aber in den nächsten Tagen nach Frankfurt, um einiges zu klären. Wenn ich zurückkomme, werde ich mit meinen Schwestern Tacheles reden. Das geht so nicht weiter, Faulheit unterstütze ich nicht. Tut mir leid, auch wenn es meine Schwestern sind. Machst du bitte die vertraglichen Angelegenheiten fertig? Ich bin nur froh, dass ich das Vorkaufsrecht habe, es wäre nicht auszudenken, wenn meine Schwestern ihre Anteile an irgendeinen Investor verkauft hätten, nur um Kohle für ihren Lebensstil zu haben.“ Franz: „Das wird ihnen gar nicht gefallen. Ich glaube, die denken immer noch sie bekommen jeden Monat Geld von dir.“ Thomas: „Ich werde es ihnen schon erklären, wie der Hase in Zukunft läuft. Ich gebe dir noch Bescheid, wann ich wieder zurück komme aus Frankfurt, denn ich möchte, dass du dabei bist, wenn ich es ihnen sage. Richte auch dafür alle Unterlagen zusammen.“ Sie waren an der BKB angekommen. Franz ging voran und bat die Dame beim Service, den Geschäftsführer zu verständigen. Wenige Minuten später kam der Filialleiter. Er kannte Franz und Thomas nicht und fragte: „Was kann ich für sie tun?“ Franz: „Ich bin Rechtsanwalt Dr. Konrad und vertrete die Interessen der Bergmann Werke und die von Herrn Thomas Bergmann.“ Dabei deutete er auf Thomas. Der Filialleiter stellte sich nun auch vor: „Ich bin Klaus Gerster, der Chef dieser Filiale. Um was geht es?“ Franz: „Das sollten wir besser in ihrem Büro besprechen.“ Gerster nickte und bat die beiden mit in sein Büro zukommen. Sie nahmen Platz und Franz fing an zu sprechen: „Wie sie unschwer aus diesem Kontoauszug erkennen können, hat ein Auftraggeber meines Mandanten, eine Überweisung auf das Konto getätigt. Normalerweise schreibt der Gesetzgeber vor, muss die Überweisung innerhalb von zwei Tagen auf dem Konto gutgeschrieben sein.“ Franz legte beide Kontoauszüge auf den Tisch und sprach weiter: „Aber wie sie sehen, war bis heute um 11:00 Uhr noch immer nichts gut geschrieben. Ich wollte nur noch darauf hinweisen, dass es sich bei den Guthaben, um 850.000 Euro handelt. Wir wollen nun von ihnen wissen, wo das Geld geblieben ist?“ Gerster sah sich beide Kontoauszüge an und gab die Daten in seinen PC ein. Er wirkte nervös und angespannt. Beiläufig fragte er: „Sie sind der Sohn von den verstorbenen Bergmanns?“ Franz und Thomas nickten. Gerster: „Nachträglich noch mein Beileid, Herr Bergmann. Wir haben ihre Eltern nicht persönlich gekannt, aber man liest ja Zeitung. Schrecklich, wenn man so seine Eltern verliert. Da haben wir es ja. Ihr aktuelles Guthaben beträgt 985.000 Euro. Letzter Zahlungseingang war genau vor einer Stunde.“ Thomas: „Rechnen sie schon einmal die Zinsen aus, die sie meiner Firma schulden. Zins für eine Woche. Und dann rufen sie bitte das aktuelle Kredit Konto auf. Ich hätte gerne eine gesamte Aufstellung.“ Gerster: „Ich werde ihnen alles per Mail schicken. Kann ich sonst noch etwas für sie tun?“ Thomas: „Sie bereiten alles sofort vor, für einen Kontoausgleich meines Kreditkontos und dabei berücksichtigen sie alle …..“ Was nun folgte war nur noch Fachchinesisch. Es ging vor allem darum, dass Thomas nicht bereit war die kompletten Zinsen für die gesamte Laufzeit zu bezahlen. Auch standen noch Gebühren zur Debatte, die von der BKB nicht berechnet werden durften. Als Gerster gar nicht einlenken wollte, drohte Thomas mit einer Anzeige bei der Bankenaufsicht. Das zeigte Wirkung. Gerster stand auf um mit der Hauptfiliale zu telefonieren. Er musste erst mit seinem Big Boss sprechen, um sich zu informieren, was er Nachlass gewähren darf. Das Gespräch ging fast eine halbe Stunde. Da es inzwischen schon nach 12:00 Uhr war, wollte Gerster sie auf den Nachmittag vertrösten, aber Thomas und Franz bestanden auf eine sofortige Lösung. Um 13:30 Uhr verließen beide die BK Bank. Draußen sagte Franz: „Mein lieber Scholli, dich möchte ich auch nicht zum Feind haben. Du hast denen ja mächtig eingeheizt. Aber herzlichen Glückwunsch, du hast soeben die Bergmann Werke mit dem gesamten Familienanwesen gekauft.“ Thomas: „Jetzt bin ich aber auch pleite. Ich muss noch meine Wohnung verkaufen, dann bin ich wieder flüssig. Nun kommt noch die Erbschaftssteuer, plus die 50.000 Euro an Maria. Na ja, wenn nicht pumpe ich dich an.“ Franz lachte und meinte: „Ein- oder zweihundert Euro kann ich dir immer leihen, das ist doch klar.“ Beide lachten. Sie hatten alles mit der Bank geklärt. Jetzt fuhren sie weiter zur Zentral Bank Berlin. Dort eröffneten sie ein neues Konto. Thomas schrieb noch eine E-Mail an die BK Bank, in der er sein bisheriges Konto kündigte. Anschließend schrieb er eine Überweisung von seinem alten Konto, auf sein Neues bei der ZBB. Es mussten nur noch die Kontoverbindungen auf den Briefbögen und in der Buchhaltung geändert werden. Das Kapitel Berliner Kredit Bank war damit beendet. Unterwegs hielten sie noch am berühmten Kurfürstendamm und setzten sich dort in eines der zahlreichen Cafés und ließen noch einmal alles Revue passieren. Sie besprachen noch die nächsten Schritte, die Thomas in der Firma erledigen wollte. Thomas fragte Franz: „Ich könnte ein bisschen professionelle Hilfe gebrauchen, hättest du nicht Lust mir dabei, gegen Honorar versteht sich, zu helfen?“ Franz: „Aber klar doch. Und über das Finanzielle werden wir uns schon einig. Ich muss nur zwei Mal die Woche in meine Kanzlei, um aktuelle Fälle auf dem Laufenden zu halten.“ Thomas: „Wir können uns ja absprechen. Ich werde heute und morgen mit der Belegschaft reden, um mir ein Bild von allem zu machen. Und danach kommt die Geschäftsleitung und Betriebsrat an die Reihe. Die Buchhaltung muss mir die Zahlen aus den letzten vier Jahren heraussuchen, dass ich auch da einen Überblick habe.“ Franz setzte Thomas im Werk ab und fuhr in seine Kanzlei, um den nötigen Papierkram für Thomas zu erledigen, während dieser sich auf den Weg in das Büro seines Vaters machte. Die Einrichtung des Büros war zwar nicht nach seinem Geschmack, aber fürs Erste würde es reichen. Kaum das er saß, kam eine junge Frau und fragte: „Wie hätten sie denn ihren Kaffee?“ Thomas: „Wer sind sie und was machen sie?“ Die junge Frau erwiderte: „Ich heiße Klara Schönfeld und bin ihre Sekretärin.“ Thomas: „Schön Frau Schönfeld, man muss ja wissen mit wem man es zu tun hat. Ich denke, dass ich in Zukunft meinen Kaffee selbst zubereiten werde. Aber gut dass sie hier sind. Ich habe da ein paar Dinge die erledigt werden müssen. Wenn sie sich das bitte notieren möchten?“ Sie verließ das Büro und holte sich einen Notizblock und etwas zu schreiben. Anschließend diktierte ihr Thomas, was Klara Schönfeld erledigen sollte. Als sie wieder den Raum verließ sagte Thomas: „Weiß, mit zwei Stück Zucker.“ Klara verstand und machte umgehend den Kaffee. Als sie den Kaffee brachte, fragte er sie: „Können sie mir einen Arbeitskittel besorgen?“ Klara fragte nach: „Sie meinen einen blauen Kittel, wie sie unsere Arbeiter in der Produktion tragen?“ Thomas: „Genau so einen meine ich. Größe 48 oder so.“ Klara: „Ich werde mich sofort darum kümmern. Ist noch etwas, Herr Bergmann?“ Thomas: „Ja. Ich weiß nicht, wie ich den Herrn Hansen erreiche. Wenn sie so gut wären sich darum zu kümmern?“ Klara: „Selbstverständlich, Herr Bergmann. Soll er gleich zu ihnen kommen oder zu einer bestimmten Uhrzeit?“ Thomas: „Er möchte bitte gleich kommen. Danke Frau Schönfeld, das wäre alles.“ Karl Hansen war der Chauffeur von seinem Vater gewesen. Er kümmerte sich, wenn er nicht fahren musste, um den Fuhrpark der Firma und die PKWs der Familie. Kleinere Reparaturen machte er selbst, den Rest musste die Vertragswerkstatt erledigen. Karl Hansen war bereits 50 Jahre alt und fuhr Herrn oder Frau Bergmann bereits seit 28 Jahren. Er hatte bei seinem Großvater angefangen und war äußerst zuverlässig und absolut verschwiegen. Thomas spielte zuerst mit dem Gedanken ihn zu entlassen, aber Franz hatte ihm davon abgeraten, weil er doch sehr viel unterwegs sein würde. Viele Termine würden weit ab von Flugplätzen liegen, so dass er auf ein Auto angewiesen wäre. Er gehörte, wie Maria, schon zum Inventar der Familie Bergmann. Tommi kannte ihn schon von klein auf. Karl hatte ihn schon oft zur Schule gefahren, oder ihn nach einer durchzechten Nacht abgeholt, wenn er nicht mehr in der Lage war zu fahren. Thomas durchsuchte den Schreibtisch seines Vaters. Es war aber nur Briefpapier und andere Büroutensilien darin, nichts Privates. In den Schränken sah es nicht anders aus. Nur in der Garderobe hingen ein Jackett und ein Mütze von ihm. Er räumte die Garderobe aus und legte die Sachen auf den kleinen Tisch, welcher unter dem Fenster stand. Klara Schönfeld klopfte und trat ein. In ihren Händen hielt sie mehrere Arbeitskittel. Nagelneu und noch verpackt. Sie sagte: „Sie müssen selbst probieren, welcher ihnen paßt. Aber ich denke, dieser hier dürfte genau der Richtige sein.“ Sie streckte ihn Thomas hin und er riss die Schutzhülle auf. Als er ihn entfaltete, sah er gleich, dass er viel zu groß war. Aber aus Spaß zog er ihn an und meinte: „Na, wie mache ich mich als Dressman?“ Klara fing an zu lachen und meinte: „Da müssen sie noch ein paar Schnitzel essen, bis sie da rein gewachsen sind. Nehmen sie den anderen, der wird passen.“ Sie packte ihn aus und Thomas probierte diesen an. Er passte wie angegossen. Klara fragte: „Geben sie mir noch ihre Handynummer? Falls etwas Wichtiges ist, kann ich sie immer erreichen.“ Thomas gab ihr die Nummer, bat sie aber niemanden weiterzugeben, was sie für selbstverständlich hielt. Dann machte er sich auf den Weg zur Produktion. Kaum war er die Treppe nach unten gegangen, kam ihm Karl entgegen. Er begrüßte ihn und fragte: „Hast du gerade Zeit, wenn ja, könntest du mich begleiten und mir alles zeigen. Es hat sich doch einiges verändert, seit ich das letzte Mal hier war.“ Karl antwortete: „Sie sind der Boss. Was möchten sie zuerst sehen?“ Thomas: „Hoppla, sind wir auf einmal per „Sie“? Ich kann mich noch gut daran erinnern, das wir uns geduzt haben.“ Karl: „Ja, das stimmt, aber ich denke, hier in der Firma ist das „Sie“ besser angebracht.“ Thomas: „OK, wenn sie meinen, Herr Hansen.“ Karl ging voran und sagte: „Dann sollten sie sich zuerst die neue Produktionsstraße ansehen. Sie wurde vor einem Jahr neu installiert. Es sind insgesamt acht neue Roboter, welche man auf alle Arten von Platinen einstellen kann. Egal was sie bestücken möchten, einmal programmiert und sie machen alles selbsttätig. Man muss nur noch die entsprechenden Materialien einfüllen und hinten kommt das fertige Modul heraus.“ Karl reichte ihm zwei Ohrstöpsel und meinte: „Die werden sie brauchen.“ Und Karl hatte Recht. Es war schon richtig laut in diesem Teil der Produktion. Die Roboter bewegten sich hin und her, die Arme gingen immer rauf und runter. Es war schon faszinierend dem Treiben zu zusehen. Ein Arbeiter füllte die Roboter auf, ein anderer entnahm die fertigen Module und verpackte sie. Er hatte eine elektronische Strichliste, die er immer wieder auf die Module hielt. So wusste er immer, welches Modul wohin musste. Thomas merkte gleich, dass hier eine Unterhaltung mit den Mitarbeitern nicht möglich war. Sie verließen diesen Teil der Produktion und gingen eine Tür weiter. Sie standen im Versand. Hier wurden die Module verpackt und versandfertig gemacht. Dies betrifft aber nur Massenware, die man in jedem Computerladen auch kaufen könnte. Andere Produkte, die speziell für die Industrie oder das Militär angefertigt wurden, werden per PKW ausgeliefert. So wird sichergestellt, dass die Soft- oder Hardware zum richtigen Empfänger gelangt. Sicherheitssysteme für das Militär hingegen, werden von einer Sicherheitsfirma abgeholt. Dabei wird die Hardware und Software getrennt versandt, um zu gewährleisten, dass keiner etwas damit anfangen kann, solange er nicht über beide Teile verfügte. Die aufwendigste Abteilung ist die Programmierung. Es ist das Herzstück, so wie das Gehirn der Bergmann Werke. Hier entstand alles, was der Kunde wünschte. Hier wird am Computer simuliert und entwickelt. In dieser Abteilung arbeiten über 50 Programmierer. Eine andere Abteilung, überprüft die fertige Hard- oder Software auf eventuelle Fehler. Erst wenn die Produkte dort getestet wurden, gelangten sie zum Kunden. Karl kannte sich gut aus im Werk, weil er öfters den alten Herrn Bergmann im Werk suchen musste, wenn er ihn abholen kam. Dabei hat ihm Bergmann alles Wissenswerte über die jeweilige Abteilung erzählt. Es war nun bereits 17:00 Uhr und die Belegschaft machte sich auf den Weg nach Hause. Thomas holte nur noch seine Sachen aus dem Büro und Karl fuhr ihn in die Bergmann Villa. Am nächsten Morgen, kam Thomas zu seinem ersten Arbeitstag. Punkt 8:00 Uhr ging er in das Büro seines Vaters. Klara Schönfeld war schon da und brachte ihm einen Kaffee und legte ihm die Post hin. Sie fragte: „Was kann ich noch für sie tun, Herr Bergmann?“ Thomas antwortete: „Geben sie mir noch zehn Minuten, ich möchte nur noch die Post durchsehen und in aller Ruhe meinen Kaffee trinken.“ Er nahm einen Schluck Kaffee und fügte hinzu: „Der schmeckt ausgezeichnet.“ Klara: „Danke, Herr Bergmann, das war die Lieblingssorte ihres Vaters. Vielleicht überlegen sie sich das noch einmal, dass sie ihren Kaffee selbst zubereiten.“ Dann schloss sie die Zwischentür zu ihrem Vorzimmer und seinem Büro. Thomas nahm die Post und sah sie durch. Das Telefon klingelte und er nahm den Hörer ab. Klara sagte: „Ein Herr Hoffmann von der BK Bank möchte sie sprechen. Sind sie da?“ Thomas: „Ich bin für die BK Bank überhaupt nicht mehr zu sprechen. Das Kapitel hat sich erledigt. Machen sie das diesem Herrn Hoffmann unmissverständlich klar.“ Thomas überlegte und dachte für sich: „Zuerst einem die Daumenschrauben anlegen und sich an den Werken bereichern und jetzt kriechen sie einem in den Hintern. Einfach nur widerlich, diese Geier.“ Eine viertel Stunde später kam Klara wieder in sein Büro. In der Hand hatte sie einen Notizblock und einen Stift. Thomas bot ihr Platz an und fing an ihr zu diktieren: „Als Erstes brauche ich zwei neue E-Mail Adressen. Die eine ist für mich in der Firma privat und die Zweite geschäftlich. Wenn es geht so kurz wie möglich. Als Nächstes brauche ich ein neues Namensschild an meinem Büro. Einfach nur Thomas Bergmann, dass reicht. Etwas Modernes sollte es sein, kein Messing oder so ein Schnickschnack. Dann brauche ich bis nächsten Montag alle Verkaufs- und Umsatzzahlen der letzten vier Jahre. Weiter möchte ich die Einkaufslisten über alle Halbleiter Produkte der letzten zehn Monate. Auch die Zahlen von unseren Niederlassungen aus Österreich und China.“ Klara: „Auch die Bilanzen?“ Thomas: „Auch die Bilanzen. Weiter stellen sie mir eine Tabelle zusammen, von den wichtigsten Mitarbeitern in den einzelnen Abteilungen. Und als Nächstes möchte ich mit dem Betriebsratsvorsitzenden sprechen. Ach ja, schicken sie doch bitte den Hausmeister noch zu mir, ich möchte etwas mit ihm bereden. Bitte buchen sie mir einen Flug für morgen früh nach Frankfurt, Rückflug am Freitagmorgen. Lassen sie dass Ticket am Schalter hinterlegen. Das wäre alles Frau Schönfeld, danke.“ Klara fragte nach: „Dann sind sie erst wieder ab Freitag zu erreichen? Ich frage nur, falls etwas Wichtiges sein sollte.“ Thomas: „Sie haben ja meine Handynummer, da können sie mich jederzeit erreichen. Freitagmittag bin ich wieder zurück. Danke, das wäre alles für den Moment, Frau Schönfeld.“ Fünf Minuten später klopfte es an seiner Bürotür. Es war der Hausmeister, Jürgen Wuttke. Er war auch zehn Jahre in der Firma. Thomas kannte ihn noch von früher, als er das eine Jahr im Werk gearbeitet hatte. Thomas: „Na Wuttke, altes Haus, alles in Ordnung?“ Wuttke: „Klar doch Chef. Schön das sie den Laden jetzt schmeißen. Was liegt an, Chef?“ Thomas: „Für dich immer noch Thomas. Ich habe einen Anschlag auf dich vor. Komm wir gehen in den alten Konferenzraum, ich zeige dir was ich möchte.“ Sie gingen zum alten Konferenzraum und Thomas öffnete die Tür. Hier standen alte Büromöbel, Werbeplakate und sonstige unnütze Sachen, die eigentlich schon lange auf den Sperrmüll gehörten. Thomas: „Bitte räume mir den ganzen Plunder hier raus. Wirf alles auf den Sperrmüll. Dann alle Tapeten herunterreißen und wenn nötig verspachteln. Auch die Decke muss weg. Schaffst du das bis zum Wochenende?“ Jürgen schaute sich im Raum um und meinte: „Da brauche ich noch jemanden, der mir bei den Möbeln tragen hilft. Aber sonst, sehe ich da kein Problem. Nur muss noch jemand die Tapeten besorgen.“ Thomas: „Das besprechen wir am Freitagmittag, wenn ich wieder hier bin.“ Mit Wuttke war alles besprochen und Thomas ging zurück in sein Büro. Dort wartete bereits der Betriebsratsvorsitzende Hubert Rohwein. Er war 51 Jahre alt und arbeitete schon seit 24 Jahre im Werk. Seit 12 Jahren gehörte er schon dem Betriebsrat an. Er kannte wie kein anderer, die Sorgen und Nöte der Belegschaft. Thomas kannte auch ihn, aber hatte arbeitstechnisch noch nichts mit ihm zu tun. Er gab ihm die Hand, begrüßte ihn und bat ihn in sein Büro. Klara brachte beiden einen Kaffee und ging wieder. Thomas begann das Gespräch: „Herr Rohwein, sie werden in nächster Zeit viel Arbeit wegen mir haben.“ Und Thomas erklärte ihm, was er alles vor hatte. Darunter auch die Angelegenheit des hohen Ausschusses in der Fertigung. Rohwein konnte ihm auch nicht den Grund dafür nennen, versprach aber Augen und Ohren aufzusperren und der Sache auf den Grund zu gehen. Als Thomas ihm noch darum bat, einen Kummerkasten für Beschwerden von der Belegschaft aufzuhängen, hatte er das Gefühl, dass alles seinen richtigen Weg nimmt. Thomas wollte auch, dass er einmal die Woche zu ihm kam, um eventuelle Probleme mit Mitarbeitern zu klären. Ihm lag es sehr am Herzen, dass ein gutes Betriebsklima herrschte. Er verabschiedete sich und Thomas zog seinen Arbeitskittel an und mischte sich unter seine Mitarbeiter. Den ganzen Tag ging er durch das Werk und sprach mit vielen Arbeitern. Dabei ließ er sich die einzelnen Abläufe der Fertigung und des Versandes erklären. Am späten Nachmittag läutete das Handy. Es war seine Verlobte Isabell, die ihn sprechen wollte. Er nahm das Gespräch an und lief dabei aus der Montagehalle ins Freie: „Hallo Isabell, was hast du auf dem Herzen?“ Isabell: „Hallo Tommi, wann kommst du morgen nach Frankfurt?“ Thomas: „Ich muss erst fragen, wann meine Maschine fliegt. Ich gebe dir später Bescheid, versprochen. Sonst alles klar in Frankfurt? Wie geht es deinem Vater?“ Isabell: „Dem geht es wieder besser, es war ja nur eine Erkältung die er hatte. Das Fieber ist jedenfalls weg. Ich denke, dass er morgen wieder in der Bank ist. Du fehlst mir. Ich freue mich schon auf morgen. Soll ich dich vom Flieger abholen?“ Thomas: „Wenn du Zeit hast, sehr gerne. Aber bitte nicht im offenen Cabrio.“ Isabell: „OK, dann komme ich mit Vaters Wagen. Also gebe mir noch Bescheid.“ Thomas legte auf. Ihm war klar, dass dies kein schmerzfreies Wiedersehen gibt. Er musste Isabell beibringen, dass er, ohne es mit ihr abzusprechen, das Erbe angenommen hatte. Damit stand auch fest, dass sein Lebensmittelpunkt nicht mehr Frankfurt, sondern Potsdam ist. Auch ihre Pläne, mit ihm gemeinsam nach New York zu gehen, wären damit geplatzt. Insgeheim wünschte er sich, dass er auf einen Schlag drei Tage älter wäre, damit er alles hinter sich hätte. Auf jeden Fall, wollte er Isabell dazu bewegen, mit ihm eine Woche nach Potsdam zu kommen. Sie sollte ihm doch wenigstens eine Chance geben und alles in aller Ruhe anzusehen. Mehr wollte er doch gar nicht. Auf der Heimfahrt, erklärte er Karl, was dieser machen sollte: „Du kommst bitte mit dem Kleintransporter am Donnerstag nach Frankfurt. Ich muss einige Dinge mitnehmen, die ich in hier dringend brauche. Ich lasse alles von einer Firma auf den Transporter aufladen und du fährst bitte am Freitagmorgen wieder zurück. Ich weiß noch nicht, ob ich mit meinem Wagen zurück fahre, oder ob ich fliege. Ich überlege es mir noch, vielleicht bringt auch ein Freund von mir nächste Woche den Wagen mit, wenn er den Betrieb inspiziert." Karl: „Ich darf auch dicke Brummis fahren, falls du deinen Hausstand gleich mitnehmen möchtest. Musst nur Bescheid sagen. Aber am Wochenende darf ich mit dem nicht fahren, erst wieder Sonntagnacht ab 22:00 Uhr.“ Thomas: „Nein, so eilig habe ich es doch nicht. Nur die paar Sachen vorerst. Ich muss auch noch mit meinem Chef und meiner Verlobten sprechen. Kennst du keinen, der das für mich übernimmt?“ Karl: „Ich glaube, das kann dir keiner abnehmen. Aber wie ich dich kenne, schaffst du das ganz bestimmt. Augen zu und durch, hat dein Vater immer gesagt.“
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