Du stehst bestimmt auf dem Standpunkt, dass der Mensch ausschließlich glücklich sein kann, wenn er konsumiert und über einen endlosen Vorrat an Geld verfügt.
Das stimmt aber leider nicht, denn wir sitzen auf einem meiner Gedankenbrocken, in einem meiner Multiversen und hier bestimme ich.
Also zurück zum Streben und dem Glück!
Ein armer Mensch, der über die oben genannten Dinge verfügt, ist nicht arm, denn er kann überleben. Jetzt liegt es an ihm, was er daraus macht.
Warum sollte er seine „Welt“ verlassen wollen, um nach dem Mehr zu streben? Amazon liefert Bücher an jeden Briefkasten und wenn der Mensch nicht ganz alleine ist, kann er Lesen und Schreiben lernen und hat damit auch noch die sinnvolle Bildung.
Ich bin der festen Überzeugung, dass die amerikanischen Ureinwohner einstmals recht zufrieden waren und bereits ihr Glück gefunden hatten, bis der weiße Mann kam.
Auch im Amazonas leben Völker, die keinen Kontakt zur, ach so zivilisierten, Welt haben möchten und scheinen glücklich und zufrieden in ihrer Welt.
Was du nicht kennst, vermisst du nicht oder du erfindest es. Nutze die Werkzeuge, die du von der Evolution geschenkt bekommen hast und erschaffe etwas für dich, deine Familie oder Gesellschaft. Sei frei in deiner eigenen Welt und du bist glücklich.
Gier, Angst, Neid und Missgunst sind Gefühle, die in uns wohnen, aber wir brauchen sie nicht zum Leben. Tue dir also einen Gefallen und nutze eines deiner mächtigsten Werkzeuge – dein Hirn!
Konsum und Wachstum gehören zu unserer Gesellschaft, aber wir müssen nach diesen Äpfeln nicht greifen. Die machen blind und süchtig – schon beim ersten Biss. Frage dich lieber einmal selbst, was du wirklich brauchst und dann räume auf.
Verdammt, die Sache mit dem Müll, den keiner wegräumt hat, mich kalt erwischt.
Ich glaube, dass viele Menschen, die Arbeit zu ihrem Glück benötigen in ihrem tiefsten Inneren mehr nach einer sie ausfüllenden Aufgabe suchen. Die sie befriedigt und einen Beitrag zu ihrer Gesellschaft leistet.
Arbeit in einem Industriebetrieb, der andere reich macht und Arbeiter ausbeutet, zähle ich nicht zu erstrebenswerten Zielen.
Maß halten, seine Bedürfnisse komplett sortieren, gepaart mit gesundem Egoismus und plötzlich leben wir in einer besseren Welt.
Dein Engagement in der Gesellschaft würde sich erhöhen, weil du dich mit einer erfüllenden Aufgabe einbringen kannst und du ein höheres Interesse an deinen Mitmenschen entwickelst. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass du sogar politisch aktiv wärst, weil du viel bewusster am eigenen und am fremden Leben teilnimmst.
Streben nach Macht, Geld und Dingen ist Gift für das eigene Glück. Diese Form von Gier stärkt nur Missgunst, Neid und Misstrauen, aber vor allem Angst vor allem anderen.
Angst ist der beste Freund des Verkäufers. Sie packt uns und schürt den Wunsch nach Sicherheit. Durch den Abschluss einer Versicherung gegen nukleare Katastrophen wiegen wir uns in Sicherheit, aber am Ende haben wir nur wieder konsumiert.
I. Was mich nicht stört, finde ich in Ordnung!
Eine sehr einfache Formel, um das eigene Bauchgefühl zu erklären, meist lasse ich mich von ihm leiten. Das entspricht nicht unbedingt dem Verhalten eines sachlich denkenden Menschen, aber vielfach schützt es mich vor Ärger oder Fehltritten. Zu prüfen ist, was ich mit „in Ordnung“ meine. Wenn etwas mich nicht stört, demnach keinerlei negative Emotion oder sachliches Gegenargument gibt, dann ist es in Ordnung.
Außerdem prüfe ich, ob ich mir weitere Gedanken zu der positiven Entscheidung machen soll oder sie einfach akzeptiere. Kommt dann die Frage auf, warum es mich nicht stört oder ich mein Gefühl begründen soll, so kann ich nur wiederholen:
„Es stört mich nicht!“.
Vielfach fordert dein Gegenüber aber auch Bestätigung in Verbindung mit einer Emotion. Du möchtest dann am liebsten hören, dass ich dein neues Auto wunderschön finde, deine Kaufentscheidung für absolut richtig halte und ich natürlich auch sofort ein solches Auto kaufen würde.
Ja, ja, wir wollen alle nur geliebt werden, aber das hat doch gar nichts damit zu tun. Es stört mich nicht und damit finde ich dein Auto gut.
Wenn du nach dem „Warum“ fragst, dann müsste ich dir mit meiner platten Theorie den Spaß vermiesen oder in dem ich zu viele Fragen stelle, die du nicht hören möchtest.
Ich finde, es ist doch völlig in Ordnung, wenn auch du so entscheiden würdest, denn wenn dich mein neues Auto stört, d. h. es gefällt dir nicht, dann sage es einfach.
Prüfe nicht, was du damit auslösen könntest oder du mich verletzt. Dein Gefühl hat dir die Entscheidung abgenommen und dein sachlicher Verstand muss das nun nicht noch relativieren.
Einfacher ist es, wenn dich meine Reaktion auf deine Äußerung stört, du merkst, dass etwas nicht in Ordnung ist. Nimm dir in diesem Fall ein paar Atemzüge Zeit und entscheide, ob ich es dir wert bin, ob du doch beginnst, dich zu rechtfertigen.
Wer hat denn das Problem? Du oder ich? Im beschriebenen Beispiel habe ich mir erhofft, dass du mein neues Auto nicht schlecht findest, aber, wenn ich von deiner Ansicht enttäuscht bin, dann habe ich ein Problem.
Denn ich habe doch nur zu prüfen, was ich wiederum mache, wenn mich deine Äußerung stört und in der Folge für mich nicht in Ordnung ist.
Was passiert überhaupt, wenn etwas seine Ordnung verliert? Dann ist es durcheinander, aber doch nicht schlimm, wie heißt es doch so schön? - ein Genie beherrscht das Chaos.
Dies stellt eine Etappe dar, nicht mehr oder nicht weniger. Entscheidend ist hierbei, dass du nicht immer die Zeit haben wirst, deine Entscheidungen zu prüfen oder zu relativieren. Vertraue deinem Bauchgefühl in diesen Sachen, nimm sie hin und verstricke dich nicht in „Wenn und Aber“ und vielleicht, denn in die Zukunft kannst du wahrscheinlich nicht blicken.
Eventuell ist zu prüfen, ob nach der Entscheidung oder Äußerung, sich der Gedankenfluss verändert oder gar ein neues Multiversum entsteht. Ist es das wirklich wert gewesen? Auf jeden Fall, erneut gab es Nahrung für das Gehirn oder wir haben etwas, was eine Veränderung auslöst.
Akzeptanz und Entscheidung – darum geht es. Denn wenn ich schon als Fragesteller, Angst vor der Antwort gezüchtet habe, dann habe ich etwas falsch gemacht, und da ist es viel besser, wenn ich trotzdem frage. Die Last einer angsterfüllten Frage, die ungestellt bleibt, ist viel größer und lähmender als die der nicht bekannten Antwort oder Reaktion auf die Frage.
Wahrscheinlich stört es dich, wenn du dir dieses Laster selbst auferlegst – und das ist ebenfalls nicht in Ordnung.
Natürlich kommt von dir sicherlich das Argument, dass du aufgrund von Unzufriedenheit, weil dich deine Arbeit stört, du nicht einfach deinen Job kündigst, weil er ja nicht in Ordnung ist. Das vielleicht nicht direkt, aber steht doch mit dieser Entscheidung fest, dass du dir einen neuen Job suchen solltest und das auch noch ohne Wenn und Aber, weil du ja bereits die Entscheidung getroffen hast?
Du entscheidest weiterhin den Zeitpunkt und die Rahmenbedingungen – du hast es alles noch in der Hand, denn es geht um dich. Würde es dich nun stören, dass du diese Entscheidung getroffen hast und du dich ja selbst infrage stellst, bis du auf dem besten Weg in eine Depression.
Daher stelle nie deine Entscheidungen aufgrund von Emotionen infrage, sondern prüfe, wie du mit dieser Entwicklung zu deinem Ziel kommst. Ich möchte mit meiner These nur darstellen, dass es in vielen Lebenslagen einfach ist, auf sein Bauchgefühl zu hören und danach zu handeln.
II. Was mich stört, ist nicht in Ordnung!
Auch mir passiert es immer wieder einmal – ja, eher regelmäßig. Bei mir ist etwas nicht in Ordnung! Wenn mich etwas stört, dann bin ich in der Lage, mich richtig gut aufzureiben und wenn die Sonne richtig steht, kann ich mich extrem hineinsteigern. Ich wäre ja auch nahezu perfekt, wenn ich nicht diese Schwäche hätte. Vielleicht brauche ich den Stress – die Wut, den Hass! Ich bekenne mich zum Hassen! Auch wenn ich ihn weg atmen könnte, so brauche ich, wie ein Drogenabhängiger, regelmäßig meine Hass-Dosen.
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