Wolfe Eldritch - Winterwahn

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Durch seinen Verlust an den Rand des Wahnsinns gebracht, begeht der junge
Jarl von Krakebekk eine Tat, die Norselund an den Rand eines Krieges bringt.
Während Varg av Ulfrskógr einen verzweifelten Versuch unternimmt, den außer Kontrolle
geratenen Jarl zur Vernunft zu bringen, kämpft Shaya am anderen Ende der Welt um das nackte Überleben.
Währenddessen nähern sich aus dem Osten unaufhaltsam Mächte, die das Königreich von Stennward ebenso ins Chaos zu
reißen drohen, wie Norselund und den Rest der bekannten Welt.

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Als der Rabe von ihrer Schulter flog und somit der Nebel seiner Erinnerung von ihr schwand, war sie auf der Straße in die Knie gebrochen. Die Mischung aus Ekel vor der Vergewaltigung ihres Geistes durch das gefiederte Geschöpf und die Trauer und das Entsetzen über das Gesehene traf sie schwerer als jeder Hieb einer Waffe. Die Verzweiflung und Hilflosigkeit, die dem folgte, drohten sie zu zerreißen. Das Rabending, das seinen Dienst getan hatte, war daraufhin davongeflogen. Sie hatte es, wenigstens dafür war sie dankbar, nicht wiedergesehen. Wohin es verschwunden war, wusste sie nicht und es war ihr auch gleichgültig. Mochte es den Zauberer suchen und ihm die Botschaft bringen oder mochte es in der Hölle verschwinden, aus der es vermutlich stammte. Sie hatte Garawan sofort hinzugezogen und am Nachmittag einen Brief an den Jarl av Ulfrskógr geschrieben.

Sie hatte ihn nicht korrekturgelesen, bevor sie ihn mit einer Brieftaube gen Osten geschickt hatte. Sie konnte nur hoffen, nicht zu viel von ihrer Verzweiflung in die Zeilen gelegt zu haben. Sie wollte nicht, dass es wie ein Hilfeschrei klang, aber es war unabdingbar, ihrem Lehnsherren von der möglichen Gefahr zu berichten, die unter dem Berg heranreifen mochte. Wer konnte schon wissen, was die Schattenfresser taten, wenn sie mit ihrem Volk fertig waren.

Der einzige Lichtblick dieser Tage war die Gruppe Siedler gewesen, einige Zeit nach dem Besuch des unheiligen geflügelten Boten eingetroffen war. Es erschien ihr wie ein letztes Geschenk ihres Bruders. Es waren nicht nur einige Dutzend Mitglieder der Seegarde und eine Abordnung von Druiden unter diesen Menschen, sondern auch viele Frauen und Kinder. Die sechshundert Kinder waren die Ersten, die in der neuen Heimat eintrafen, und sie stellten nun die letzte Hoffnung für ihr Überleben dar. Insgesamt lebten nun über fünftausend Vannbarn in Nemunadej, der einzigen Bastion ihres Volkes. So, wie sie die Stadt angelegt hatten, würden doppelt so viele Menschen problemlos in ihrem Schutz Platz finden. Das Köttsten gedieh so gut, wie man es nur erwarten konnte. Ihre Verluste waren furchtbar, doch hatten sie überlebt und noch bestand Hoffnung. Für sich betrachtet war ihre Lage hier sogar außerordentlich gut. Sie hatten Nahrung, Schutz und verfügten über mehr Ressourcen, als sie brauchten.

Es gelang ihr nur mit Mühe, die Gedanken an die unheilige Vision zu verdrängen, die das Rabending ihr aufgezwungen hatte. Sie vermochte nicht zu sagen, ob die Fantasie ihr schlimmere Bilder in den Kopf gepflanzt hätte, wenn sie nur eine einfache Nachricht über die Geschehnisse unter dem Berg erhalten hätte. Einerseits war Gewissheit stets tröstlicher als vager, nagender Zweifel. Andererseits waren nun die bewegten Bilder unauslöschlich in ihrem Gedächtnis eingebrannt, wie die Menschen, die sie zeit ihres Lebens geschützt hatte, von dem alten Feind abgeschlachtet worden waren.

Sie fühlte nach wie vor eine unbestimmte Taubheit, von der sie nicht wusste, ob sie dagegen ankämpfen oder sie willkommen heißen sollte. Einerseits schwächte dieses Gefühl wohlmöglich ihr Urteilsvermögen, was gefährlich war. Auf der anderen Seite mochte es der letzte Schutz sein, der sie vor einem Zusammenbruch bewahrte. Und sie konnte es sich jetzt weniger denn je leisten, zusammenzubrechen.

Alle Vannbarn befanden sich in einem Schockzustand. Garawan und sie hatten nur kurz mit dem Gedanken gespielt, den Menschen die Wahrheit über das Schicksal ihrer Heimat für eine Weile vorzuenthalten. Es spielte keine Rolle, wann der Schock über die Katastrophe sie traf. In gewisser Weise war es jetzt, wo der Winter seine Krallen in das Land schlug, der bestmögliche Zeitpunkt. Wenn es für so etwas einen solchen gab. Wenn das Land im kommenden Frühjahr aus seinem frostigen Winterschlaf erwachte, gab es für jeden Mann und jede Frau mehr als genug zu tun. Die Monate, in denen Schnee und Eis die Menschen zumeist zur Untätigkeit verurteilten, konnten zum Begreifen, zur Trauer und zur Neuorientierung dienen.

Das sollten sie für dich auch tun, bevor du völlig in Verzweiflung versinkst, dachte Chatikka grimmig. Kaum jemandem würde es schwerer fallen als ihr, sich vom Alten zu lösen. Das Neue beinhaltete für sie so viel Verantwortung und Ungewissheit, dass ein Teil von ihr schreiend davonlaufen wollte. Die neue Situation schien diesen Zustand nicht zu verbessern. Ein anderer Teil flüsterte ihr zu, dass bei aller Trauer ein großer Teil der Sorgen von ihren Schultern genommen war. Sie war zunächst empört über diesen Gedanken, sah dann aber ein, dass er objektiv betrachtet seine Richtigkeit hatte.

Sie brauchte nicht mehr zu befürchten, was der Rat der Druiden tun mochte, um ihrem Bruder, ihrer Sache oder ihr selbst zu schaden. Niemand würde mehr das Volk aufwiegeln oder gegen sie intrigieren, weil es niemanden mehr gab. Die letzten paar tausend Überlebenden des Volkes der Vannbarn waren ihr auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Sie waren von ihrer Führung abhängig und würden ohne sie binnen kurzer Zeit verstreut werden wie Federn im Wind. Die Verantwortung, die sie so niederdrückte, verlieh ihr gleichzeitig große Macht. In Ihr vereinte sich alte und neue Autorität und sie war als Führerin dieser Männer und Frauen über jeden Zweifel erhaben. Sie wurde von den Vannbarn noch immer als hohe Wächterin angesehen und hatte zugleich durch das Wort des Jarls den Titel der Lady av Vestrgadda.

Du bist frei, flüsterte ihr ein Teil von ihr zu. Chatikka erkannte, dass sie recht hatte, und doch war die erste Entgegnung, die ihr dazu einfiel: aber allein. Mehr als je zuvor. In den vergangenen Wochen hatte sie einsehen müssen, dass die einzige Geborgenheit, die sie im Leben gekannt hatte, von der Gesellschaft der Vannbarn ausgegangen war. Es war eine distanzierte, beinahe abstrakte Form der Geborgenheit. Sie wurde von der Gesellschaft gestützt, von der sie gebraucht wurde, eben weil sie gebraucht wurde. Und hatte sich daran etwas geändert? Im Grunde war diese Verbindung eher noch intensiver geworden, aber genau das bedrückte sie.

In der Vergangenheit war sie Schild und Speer der Vannbarn gewesen, aber die letzte Entscheidungsgewalt hatte bei ihrem Bruder, dem Erzdruiden gelegen. Unterstützt von dem Hohen Rat der Druiden. Nun lag all das auf ihren Schultern allein, auch wenn Garawan sein Möglichstes tat, um sie zu unterstützen. Er war alt und würde selbst bei optimistischer Betrachtung nicht mehr als ein paar weitere Jahre an ihrer Seite sein. Was den Jarl anging, war seine Zukunft durch die Intervention der Kirche ebenfalls kompliziert und ungewiss. Außerdem isolierten seine Probleme ihn von ihr, eine Tatsache, die sie täglich verfluchte.

Sie klammerte sich mit einer verzweifelten Hoffnung an den spärlichen Briefverkehr mit dem Jarl, den sie vor Garawan verbarg und sich selbst nur selten eingestand. Es war ihr ein beinahe tägliches Ritual geworden, vor dem Zubettgehen in seinen wenigen Briefen zu lesen. Sie waren größtenteils informell, und doch glaubte sie eine Zuneigung aus den Worten herauszulesen, die über den reinen Austausch von Informationen hinausgingen. Was sie zwischen den Zeilen zu lesen glaubte, zugleich gewünscht wie gefürchtet, mochte natürlich ebenso gut ihrer Einbildung entspringen.

Törichtes altes Weib. Dabei hatte sie mehr als genug Dinge, die ihre Aufmerksamkeit erforderten. Neben den sinnlosen Ablenkungen durch Trauer um ihren Bruder, den Verlust ihrer Heimat und den Gedanken an den Jarl. Der Aufbau von Nemunadej war zum größten Teil abgeschlossen. Die Gebäude waren fertiggestellt und winterfest. Das galt ebenso für die große Halle, den Tempel und die zahlreichen Werkstätten, wie für mehrere hundert Wohnhäuser. Die Nahrungsversorgung war mit dem Getreide, dass der Jarl ihnen zur Verfügung gestellt hatte, nach wie vor ungewohnt, aber gesichert. Ohnehin war diese Verköstigung zeitlich begrenzt.

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