Karen Eva Noetzel - Mich gelüstet's nach Idylle

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Als Bauernsee geschmäht führte der Ammersee lange Zeit ein Schattendasein neben seinem größeren Bruder, dem Starnberger See. Hier wurden schon im 17. Jahrhundert prunkvolle höfische Seefeste gefeiert. Anders der Ammersee: Still und abgeschieden lag Bayerns drittgrößter See bis ins frühe 19. Jahrhundert da, beherrscht von den Klöstern Andechs und Dießen. Die Bevölkerung stand im Dienste der Geistlichkeit, lebte mehr recht als schlecht von Fischfang, Ackerbau und Transport der Wallfahrer. 1878 wird die Ammersee-Schifffahrt motorisiert. Zwanzig Jahre später kommt die Eisenbahn an den See.Nach und nach ziehen auch die Künstler an den Ammersee. Er gilt als romantisch und idyllisch. Hier kann man das einfache Leben leben. Immer zahlreicher werden die, die am See ein Refugium suchen und finden. Der Ammersee zieht viele in seinen Bann. Sogar Revolutionen werden hier gemacht. Die vorliegende Anthologie vereinigt rund 50 Autorinnen und Autoren: Schriftsteller – viele von ihnen längst vergessen –, Maler, Politiker, Wissenschaftler, Komponisten, Heimatforscher oder Geistliche. Sie alle zeichnen ein unterhaltsames und informatives Bild vom Leben und der Kultur dieses Landstriches über die Jahrhunderte hinweg.

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Diese vier waren versunken in ihrer fröhlichen Arbeit, das Gemach mit allen Herrlichkeiten der Erde zu schmücken und dazu gehörte auch ein roter baumwollener Sonnenschirm mit einer Blumenkante. „Die wird schauen! Das Muttili! Jubeln müssen wir, - entgegenlaufen und laut jubeln!“

Und das taten sie. Sie standen am See auf dem Dampfschiffsteg und der Wind zauste ihnen die Haare, die Gewändchen flogen. Hand in Hand standen sie alle vier, so leicht, so beflügelt, als müßten sie sich, um nicht fortgeweht zu werden, aneinander halten.

Das alte würdige Dampfschiff, das aus der Ferne herangewachsen war, rauschte gewaltig auf. Die grünen Wogen hoben sich und schwollen an, das Schiff schnob, die Seile wurden geworfen, die Balken des Steges krachten. Alles schwankte. Die Kette der Leichtbeflügelten jubelte auf, Dampf, Rauch, Stöße, Bewegung aller Art, und Heinrich und Ottomar stürzten voran, auch das Dirnlein.

„Onkel Sebald!“ jubelte Heinrich, „da ist sie schon!“ und der gute Freund, mit dem frohen Wanderschritt, kam und begrüßte Maria. „Aber jetzt wird’s ernst“, sagte er, „frag deine Buben, jetzt bleibt ihr hier, wir lassen dich nicht wieder fort, frag Heinrich und Ottomar.“ Die gingen, die Mutter fest umschlungen haltend, neben ihr. „Ja“, sagte Ottomar, „hier geblieben wird! ?s Häusel ist da.“

Maria lächelte und sah in die strahlenden festen Augen ihres guten Freundes. „Ich glaube, das weißt du, an deine Wunder“, sagte sie; „aber laßt mich nur zu Atem kommen, es ist ja, als käme ich hier in einen Wind hinein.“

Und der Wind blies auch überdies frisch und lebensvoll, die Wellen rauschten und das Mailaub rauschte weich und lebendig, wie junge unverhärtete Herzen in Lebensseligkeit rauschen. Jung und voll keimender Kraft war alles um Maria, Menschen, Kinder, Laub, Blüten, Baum und Strauch und das tiefe große Wasser klang mit starken Akkorden. Die blaue Himmelsbahn, mit ihren sonnendurchleuchteten segelnden Riesenwolkenbergen, überwölbte alles. Die gewaltige Gebirgskette war im Sonnenglast zu zarten schimmernden Gebilden aufgelöst, eine große Herrlichkeit, die in die Herzen drang.

Der starke duftende Maiwind war mächtiger als alles Wollen. Da waren sie am Bauernhaus und in Marias Stübchen, das mit allen Herrlichkeiten der Erde geschmückt worden war. Und jeder zeigte nun, welchen Anteil er an der ganzen Pracht hatte.

Maria fühlte sich wie betäubt vom Andrang des Lebens. Sie verstand sich selbst nicht, daß ihr alles zu viel wurde und ihr wie ein Bedrängnis erschien.

Als ihr Sebald, an dessen Armen beide Buben hingen, sagte: „Maria, Eure Heimat hat sich gefunden.“ Da schaute sie in so lebendige Augen, daß sie den Schreck überwand und fröhlich sagte: „Habt ihr ein Schneckenhaus gefunden, ihr drei?“

„Nein“, rief Heinrich, „es ist ganz ein wirkliches Haus und ein wirklicher Garten.“

„Aber“, sagte Sebald, „für Euch wie vom Himmel gefallen.“

Es währte nicht lange, und Maria wußte alles, sie waren dort gewesen und hatten geschaut und hatten wirklich ihre neue Heimat gesehen, ein niederes breites Haus, mitten in einem Garten, der Blick über den See auf das Gebirge, das in seiner ganzen Herrlichkeit vor ihnen lag und alle waren mitgezogen, das Dirnlein Brankoni und die glückseligen Buben.

Und dann saßen sie miteinander im blumenreichen Stübchen, daß die Kinder und das Weibchen mit allen Herrlichkeiten dieser Erde geschmückt hatten – und beide waren, jedes auf seine Art, tief bewegt. Der Wind hatte sich gelegt, der See lag ruhig und schimmerte perlmuttfarbig, die Sonne stand hinter leichtem Dunst, das Gebirge hell wie ein Hauch, farblos geisterhaft, das Grün des Maienlaubes zart hineingewoben in das sanfte Abendbild. So kamen sie ins Dorf, in dem alles noch farbig, stark leuchtend war, die Gerüche, die Laute voller Leben sich aufdrängend; und wieder ging’s durch einen Bauerngarten unter spät blühenden Apfelbäumen hin, Blüten, junge Blätter, rosige Pracht des Mai und man stand vor einer Scheune, um welche ländliche Gerätschaften lehnten und lagen, Bretter, entrindete Birken und Eschenstämmen.

Sebald holte den Schlüssel zu Garten und Haus, und sie besahen sich alles andächtig noch einmal. Abendstille lag in den sauberen, leeren, gut gehaltenen Zimmern, aus denen ein fremdes Leben geschwunden war, und die nun bereit waren, neues Leben in sich aufzunehmen. Der Garten in seiner abendlichen Maienpracht duftete ganz wundersam nach blühenden Apfelbäumen. Vom Gras stieg der feien Opferruch der lieben Veilchen auf, ein paar Kaiserkronen hoben die stolzen Häupter, und alles keimte und drängte aus der dunklen Erde hervor. Weit zog sich der Garten bis zum Seeufer hin; da schatteten alte weichlaubige helle Buchen einen festen Rasenboden, auf dem man wandeln konnte, der teppichgleich moosig sich ausbreitete. Das Gebirge leuchtete in seiner letzten Sonnenpracht über das Dämmerland.

HELENE BÖHLAU Föhn

Aus dem 1. Kapitel

Im Hügel- und Seeland, im wildreichen Waldland liegt ein weltverlorenes Dorf. Im Süden der ragende Wall der Alpen, die hin und wieder aus ihrer Verschleierung treten, dunkel und drohend, riesenhaft näher rücken, wie im Anmarsch, als wollten sie alle Herrlichkeiten der gesegneten Landschaft mit ihren Gewalten und ihrer blauen Dunkelheit übertürmen und begraben.

Wie beiseite geschoben, hoch über den Landstraßen und Bahngleisen, liegt das einsame Dorf, vergessen vom Menschentreiben, das sich in Sonntagsfluten, die aus der großen Stadt brechen, weitab dahin wälzen in Autos, per Bahn, zu Fuß, zu Rad, im hetzenden Treiben.

Wallfahrer aber steigen in der Bittwoche hinauf zum nahen Kloster und Gnadenort, über steilen, neubeschotterten Weg, den die schlauen Bauern ihnen alljährlich rechtzeitig so steinig zubereitet haben, damit die Züge der Frommen wie eine Dampfwalze darüber hingehen un den schroffen Weg gangbar machen.

„Die Stoanesel“, sagen die Bauern und haben alljährlich ihren Spaß daran, daß ihre Brocken und Trümmer, die sie auf den Weg geschmissen, gut eingetreten werden in den lehmigen Boden.

Es sind recht schlaue Bauern, recht ungestörte Bauern seit Jahrhunderten, Jahrtausenden könnten es auch sein. Sie passen in älteste Zeiten hinein, wie sie heut in die Zeit passen. Kann schon sein, daß es hier im weltverlorenen Neste war – als ein Städter einen alten Bauern huldvoll fragte: „na, Männle- wie alt sind wir denn nun eigentlich?“

„Dös woas i it, wie lang daß sie mi scho haben.“

Es ist hier zeitlos.

Ein wenig abseits vom Treiben der Welt – und wir treten in Urzeiten ein. Ja, mitten im Treiben der Städte, in hoher Kultur kann das auch geschehen. Bricht ein Streit aus zwischen den feingeschliffensten, prominentesten Hirnen unserer Zeit, denen nichts unerreichbar ist, nichts so diamanthart, daß es nicht hinschmelze vor der Glut solcher Hirne von tausend Graden. Ein schlichter Mensch erstarrt vor ihnen in Staunen. – Es ist das Höchste erreicht. – Es geht nicht weiter. Da winkt etwa den gewaltigen Hirnträgern ein kleiner Vorteil. Sie stürzen im Geiste darauf zu. Sie suchen ihn einander zu entreißen – geistiges Zähnefletschen – Fraß. Das Gleiche überall. Aber hier, im weltverlorenen Nest, vor dem der Riesenwall der Berge im Föhnlicht dunkel ragt, ist das Urweltliche heimisch, keine gespenstische Fratze. Schlicht tritt es zutage, naturverbunden im Bösen und Guten.

Für die ungestörten Bauern sind die Trümmer und Steine, die sie den Wallfahrern auf den Weg werfen, ein Scherz, den die Altväter schon trieben.

Es ist hier oben ungestört und die Natur ist groß und ausgebreitet, von Hügelhöhen aus geschaut. Vom Bergwall begrenzt, wie auch das Leben begrenzt ist von solch drohendem Wall im Föhnlicht und im Anmarsch. Es ist ein geheimnisvoller Ort da oben.

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