anna wittig - Ich bleibe Ich

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1949 geboren, ein Nachkriegskind, das noch in den Ruinen spielte und die Notzeit kennenlernte. Das das Glück hatte mit weisen Frauen aufzuwachsen. Das lernte, dass Mama und Prügel das gleiche bedeuten. Das sich seine Freiheit erkämpfte, die Schule an den Nagel hängte, eine Ausbildung absolvierte, und sich entgegen aller Weisungen seine Freunde, Berühmte und nicht Berühmte, selbst aussuchte. Das Hippies liebte, in Berlin aktiv an den Studentenrevolten teilnahm. Eine junge Frau, die ihre große Liebe traf, sie an den Tod verlor, in der gleichen Nacht durch Gewalteinwirkung eine Fehlgeburt erlitt, nie mehr Kinder bekommen konnte. Ein Freund brachte sie schwer krank und suizidgefährdet nach Australien zu seinen Verwandten, weit weg vom Ort des Geschehens. Eine Aborigine-Heilerin und ein Rockstar verhalfen ihr zurück ins Leben. Viele Menschen weinten bisher mit ihr, weil sie nachvollziehen konnten, dass manche Wunden niemals völlig heilen.

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Ich liebte meine „Großmütter“ und meinen Großvater abgöttisch und weiß, dass ihre Seelen über mich wachen, sofern sie nicht schon wiedergeboren sind.

4 Morgenmeditation 2016

Dämmerung. Noch blinken vereinzelte Sterne am grauen Himmel. Die Sichel der zunehmenden Mondin verblasst bereits. Vier Frauen begleiten mich heute zur Morgenmeditation. Wir haben das Auto auf dem nahen Parkplatz abgestellt und nehmen den Fußweg, der uns zum Weiher führt. Es ist still. Wir treffen weder auf die Hundebesitzer noch auf die Reiter, die sonst ihre Tiere hier ausführen.

Ein leichter Wind kräuselt das dunkle, stille Gewässer. Er streicht sacht durch die Gräser am Ufer. Die Krone eines umgestürzten Baumstammes ruht im Wasser, das mächtige Wurzelwerk auf dem Pfad. Tief in seinem Inneren leben die Feen. Wir haben ihnen Haferplätzchen und ein Schälchen Milch mitgebracht, die wir am Fuß ihrer Behausung hinterlassen. In dieser Umgebung an Feen und Elfen zu glauben fällt nicht schwer, auf jeden Fall leichter als der Glaube an Engelein und Teufelchen.

Während wir den Weiher umrunden, begrüßen wir die Bäume, Eichen und Birken, alte Freunde. Ein Wispern dringt aus ihren Zweigen. Nur der Wind oder doch ihr freundlicher Willkommensgruß? Wir lassen uns an unserem Stammplatz nieder. Irgendwo stimmt ein Vogel sein verschlafenes Lied an.

Wir richten unsere Augen nach Osten, wo uns die schwache Morgenröte verrät, dass die Ankunft des Sonnenkönigs naht. Als die ersten Strahlen uns erreichen, schließen wir die Augen und begrüßen den neuen Tag. Vor allem freuen wir uns auf die Wärme, denn hier am Wasser unter den Bäumen ist es kühl.

Wir nehmen Helligkeit und Wärme in uns auf, die sich an unserem Scheitelpunkt sammeln. Von dort gleiten sie durch unsere Körper, bis sie durch die Zehenspitzen in die Erde dringen. Wir spenden der Erdmutter die männliche, helle Energie, die für Kreativität und Inspiration steht. Wir leeren unsere Lungen, ziehen mit dem erneuten Einatmen die Kraft der weiblichen, dunklen Energie ein, die uns Sanftheit, Ruhe und Entspannung bringt. Noch ein paar genussvolle Atemzüge, dann öffnen wir unsere Augen wieder. Wir haben einen Bogen zwischen Himmel und Erde gespannt und uns mit ihm verbunden. Jemand, der das noch nie erlebt hat, wird das vielleicht für esoterisches Geschwafel halten. Ich meditiere seit vierzig Jahren, nenne es „Wellness für die Seele“, und meine Mädels stimmen mir zu.

Inzwischen ist es ganz hell auf unserer Lichtung. Das Wäldchen ist zum Leben erwacht. Vögel singen, Hunde bellen, das Hufgetrappel eines Pferdes ist zu hören und über uns turnt ein Eichhörnchen durchs Geäst.

Ich schaue in die Runde und sehe lächelnde, zufriedene Gesichter. Die Frauen recken und strecken sich. Laura packt unser Frühstück aus, eine Thermoskanne mit Kaffee und belegte Brötchen. Den ersten Schluck aus meinem Becher bekommt die Erde, und als wir uns verabschieden, lassen wir einen Apfel zurück, als Dank an Mutter Natur.

5 Harte Lehrjahre bei Mama

Nach einer unbeschwerten Zeit bei den Großmüttern erinnerte sich meine Mutter daran, dass sie neben den beiden Kindern aus zweiter Ehe, zusätzlich eine Tochter aus erster Ehe hatte. Es hagelte von Seiten der Großmütter lautstarke Proteste, als sie mich zu sich holen wollte. Ohne Rücksicht darauf zu nehmen, gliederte sie mich in ihre Familie ein, mit dem Ziel mich, das „verzogene“ Gör, „auf Kurs zu bringen“. Obendrein winkte da noch die nicht unerhebliche monatliche Unterhaltsleistung meines Vaters. Ein lohnender Anreiz für die „Zwangsintegration“.

Mama nahm die Emanzipation vorweg und „patriarchalisierte“ sich. Das heißt, sie beherrschte mit Jähzorn und Aggression Mann, Kinder, Schüler und Lehrerkollegen. Ich sah mich mit einem Schlag mit Dingen konfrontiert, die ich vorher nur vom Hörensagen kannte: Kindergottesdienst, Prügel, Hausarbeit und Babygeschrei. Kaum Zeit für Hausaufgaben, kein eigener Platz mehr für mich. Und vor allem: Keine Liebe, keine Geborgenheit.

Meine Mutter war ein Produkt ihrer Zeit: Bund deutscher Mädchen und einen Kopf voller brauner Suppe, Schutz und Schulbildung bis zum Abitur in einem katholischen Klosterinternat über die Kriegsjahre hinweg. Eine Mischung aus der nichts Vernünftiges entstehen konnte. Sie verinnerlichte die Erziehungsmethoden von Johanna Harrer, einer Ärztin und glühenden Hitler-Verehrerin, unter denen nicht nur Harrers eigene Kinder litten. Man schurigelte uns nach diesen Methoden bis in die späten 60er Jahre hinein. Wären meine Großmütter dieser Teufelin habhaft geworden, sie hätten sie mit dem Teppichklopfer außer Landes gejagt.

Obwohl ich mit Hausarbeiten und Kinderbetreuung alle Hände voll zu tun hatte, hielt ich in der Schule meinen Notendurchschnitt von 1,5 aufrecht. Der Grund, weshalb ich mich nach Beendigung der vierten Klasse in einem „Lyzeum für höhere Töchter“ wiederfand. Mein biologischer Erzeuger wurde tüchtig zur Kasse gebeten. Zusätzlich zum Unterhalt fielen jetzt die Zahlung des monatlichen Schulgeldes und teurer Schulbücher an. Andere überflüssige Nebensächlichkeiten kamen hinzu. Mama verstand sich in diesem Fall aufs Schröpfen.

Ich war das Opfer der gehässigen Spielchen, die zwischen „Mama und Papa“ abliefen. Da ich mit dem Lebensstil meiner Mitschülerinnen nicht mithalten konnte, wurde ich von Beginn an zur Außenseiterin, trotz „Akademiker-Eltern“. Ich lebte im Haushalt meines Stiefvaters, einem gewöhnlichen Arbeiter. In der bescheidenen Wohnung gab es keinen Platz für ein zweites Kinderzimmer. Ich konnte niemanden zu mir einladen und daher auch keine Einladungen annehmen. Ich bekam kein Taschengeld wie die anderen Mädchen, ging nicht zum Tennis oder Reiten und verfügte auch sonst über keinen Wohlstandsschnickschnack.

LehrerInnen und Mitschülerinnen ließen mich die nächsten sechs Jahre spüren, dass ich „unterprivilegiert“ war. Ungeachtet der Tatsache, dass ich keinen Wert auf das Prädikat „privilegiert“ legte. Die Mädchen verachteten mich, weil ich nichts hatte, um mich „aufzupupsen“. Ich verachtete umgekehrt sie ob ihrer Angeberei und Oberflächlichkeit.

Die Religionslehrerin nannte mich „respektlos und gotteslästerlich“, da ich sie mit intelligenten Fragen zu Bibelinhalten in Verlegenheit brachte. In allen anderen Fächern purzelten meine Noten ebenfalls kellerwärts. Selbst im Deutschunterricht, den ich normalerweise heiß und innig liebte, ließen meine Leistungen nach. Für Oberstudienrätin Dr. Wacker schrieb ich zu „kreative und phantasievolle“ Aufsätze. Des Weiteren weigerte ich mich Gedichte wie „Die Meise“ von Werner Bergengruen auswendig zu lernen, da ich es für langweilige Zeitverschwendung hielt.

Mit fünfzehn bestand ich die Mittlere-Reife-Prüfung. Mit einem, zugegebenermaßen, miserablen Zeugnis. Es war mir egal, da ich nicht die Absicht hatte, je wieder einen Fuß in diese Schule zu setzen. Meine Mutter empfand das als „renitent“ und verprügelte mich, ohne Erfolg, mit Stiefpapas Ledergürtel. Eine Unterredung mit meinem Vater nützte ihr ebenfalls nichts. Vielmehr unterstützte er meinen Drang nach Befreiung von den schulischen Fesseln. Nicht mir, sondern seinem Konto zuliebe. Ich entschloss mich zu einer Ausbildung in der Hotellerie, weil diese die einzige Möglichkeit bot, der familiären Knechtschaft frühzeitig zu entkommen.

Ich fühle mich meinen Großmüttern gegenüber noch heute zu Dank verpflichtet. Ohne ihre weise Einführung ins Leben hätten mir Mutter, Schule und Kirchensklaven das Rückgrat, wenn nicht gänzlich gebrochen, so doch zumindest stark verbogen.

6 Jutta und ihr Jugendwahn 2016

Jutta sprengt mir die Frauengruppe. Mitten in einer Diskussion über Doris Wolfs Buch „Der Kampf gegen Weisheit und Macht der matriarchalen Urkultur Ägyptens“. Das Buch ist lesenswert, Jutta mal wieder unausstehlich desinteressiert. In ihrem Kopf toben sich andere Hirnfürzchen aus. Plötzlich sind alle in das Thema „die Schönheit ägyptischer Frauen, Kleopatra und ein Bad in Eselsmilch“ verstrickt. Es entwickelt rasch eine Eigendynamik.

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