Brigitte Jäger-Dabek - Als die Kosaken kamen

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Die Kosaken kommen! Dieser Ruf schallte im August 1914 durch Ostpreußen. Rasch drangen zwei russische Armeen viel schneller als erwartet im Norden und Süden nach Ostpreußen ein. Die Bevölkerung flüchtete. Zwar war der Schlieffen-Plan darauf ausgelegt, einen Einmarsch nach Ostpreußen und sogar den zeitweisen Verlust der Provinz in Kauf zu nehmen, für eine Evakuierung der Zivilbevölkerung hatten die Behörden allerdings nicht gesorgt.
Es ist fast völlig in Vergessenheit geraten, aber in Ostpreußen fand der Erste Weltkrieg auf deutschem Territorium statt, monatelang waren zwei Drittel der Provinz russisch besetzt.
Das Ebook berichtet über die Gründe des leichten Eindringens der russischen Truppen und die Rolle von Hindenburg und Ludendorff. Breiten Raum nehmen die Kriegsentwicklung und die Schlachten von Tannenberg und an den masurischen Seen 1914 sowie die Masurische Winterschlacht im Februar 1915 und die russische Besetzung ein.
Ferner werden die Folgen dargestellt, von den Kriegsschäden und dem Wiederaufbau über die Ereignisse der Novemberrevolution 1918 und den Versailler Vertrag bis hin zur darin begründeten Volksabstimmung von 1920 und deren Ausgang.

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Er war in der Lage gewesen, die fünf Bälle der europäischen Mächte gleichzeitig jonglierend in der Luft zu halten, wenn auch zunehmend mit Problemen. Auch er konnte schon Frankreichs Isolierung nicht mehr vollkommen aufrecht erhalten, dass die Revanchegelüste dort wachsen mussten, war ohnehin klar.

Ein gleichzeitiges Bündnis mit Österreich – Ungarn und Russland zu erhalten wurde selbst für den Diplomaten Bismarck fast zur Quadratur des Kreises ob derer Interessengegensätze auf dem Balkan.

Seine Nachfolger waren nicht in der Lage, diese fragile Balance zu erhalten, wollten es auch nicht einmal. Schon Leo von Caprivi sah einen zukünftigen Zweifrontenkrieg als unausweichlich an, und Wilhelm II. ließ den Rückversicherungsvertrag mit Russland auslaufen.

In die zunehmende Isolation hinein folgte das nächste unbedachte Vorpreschen. Zum angestrebten Weltmachtstatus gehörte eine Flotte. Bismarcks Mahnung, sich mit dem Status einer Landmacht zu bescheiden, wurde in den Wind geschlagen. Man betrachtete sich auch keinesfalls mehr als saturiert und zerschlug mit verbalen Kraftakten viel Porzellan.

Wilhelm II. legte ein ehrgeiziges Flottenbauprogramm auf, mit dem er seine Hassliebe England herausfordern musste. Ein gigantisches Wettrüsten setzte ein, noch schlimmer war für Deutschland aber, dass England direkt in die Arme Frankreichs gedrängt wurde.

England das bisher keine eigenen kontinentalen Interessen gehabt hatte, trat 1904 in die Entente Cordiale mit Frankreich ein, das wiederum auf einen englisch – russischen Ausgleich drängte. 1907 steckten England und Russland dann ihre Interessen im Nahen Osten ab und kamen zu einer vertraglichen Bindung. Auch dies hatten deutsche Diplomaten für ausgeschlossen gehalten, die Gegensätze seien unüberbrückbar, hatte es geheißen.

Nun war es also passiert, Deutschland war isoliert, eingekreist – keineswegs ohne eigenes Verschulden. Ein neuer Komplex wuchs heran im Unterbewusstsein der jungen Nation: der Einkreisungskomplex. Die nun bestehenden Bündnisse erwiesen sich als haltbar, so haltbar, dass sie förmlich erstarrten und der Diplomatie keinen Spielraum mehr ließen. Von nun an wurde alles politische Handeln in Europa den vermeintlichen oder tatsächlichen militärischen Zwängen dieser Bündnisse untergeordnet.

Nicht nur das deutsche Muskelspiel schuf Konflikte. Da war das französische Revanchedenken, das unablässig auf die Rückgewinnung Elsass – Lothringens hinarbeitete und selbst auch jedwede Möglichkeit nutzt, Deutschland zu demütigen. Da war Großbritannien, das seinen Status als führende Weltmacht um jeden Preis zu halten suchte. Dafür war vor allem die Beherrschung der Weltmeere für das Inselreich unabdingbar. Die Haltung Deutschland gegenüber, das am Thron dieser Weltherrschaft rüttelte, war die eines alteingesessenen Landedelmannes einem vorlauten Emporkömmling gegenüber.

Bis zu jener Zeit hatte England keine eigenen Interessen auf dem Kontinent, war nur an einem Gleichgewicht interessiert. Nun begann man, die Möglichkeit einer Beteiligung an einem kontinentalen Landkrieg einzuplanen.

Hinzu kam bei allen europäischen Staaten der Hang zur Prestigepolitik. Längst hatten überall nach heutigen Vorstellungen extrem nationalistische Strömungen die Überhand gewonnen. Vaterländische Vereinigungen gaben überall den Ton an mit martialischem Gepräge. Das führte zu einer Beschränktheit des Denkens. Man war gefangen im Blockdenken, politische Planungen waren längst dem Primat des Militärischen unterlegen. Gedacht wurde nur noch in den Kategorien der eigenen Bündnisverpflichtungen. Es herrschte die Vorstellung, die Spannungen in Europa seien sowieso nur durch einen Krieg zu lösen. Bemühungen um Ausgleich und Frieden wurden als Schwäche ausgelegt. Der Friede war damals ganz einfach nicht das höchste Gut.

Zwischen Österreich – Ungarn und Russland entwickelte sich ein Dauerkonflikt. Die Interessen des Vielvölkerstaates und des panslawistisch orientierten Zarenreiches prallten auf dem Balkan unvereinbar aufeinander. Einen Kompromiss konnte es nicht geben, denn die beiden machtpolitischen Konzepte schlossen das aus.

Eine relativ beliebige Angelegenheit auf dem Balkan würde das Pulverfass zur Explosion bringen, mutmaßte schon Bismarck, und so kam es dann auch.

Am Vorabend des Krieges

Es bedurfte tatsächlich nur eines Funkens, dieses explosive Gemisch hochgehen zu lassen. Der unmittelbare Anlass- wohlgemerkt der Auslöser, nicht der Grund - war die Ermordung des österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand und seiner Gemahlin Sophie am 28. Juni 1914 in Sarajewo durch den serbisch – nationalistischen Studenten Gavrilo Princip

.Es war ein politisch motiviertes Attentat. Das Königreich Serbien förderte die separatistischen Bestrebungen im österreichisch - ungarischen Vielvölkerstaat. Ziel der großserbischen Bewegung war die Vereinigung aller Südslawen zu einem Großserbien. Dabei konnten die Serben immer auf russische Unterstützung zählen. Der Zar sah sich in seinem Selbstverständnis als Schutzherr und Motor des Panslawismus, um seinen Einfluss auf dem Balkan zu mehren, sowie um letztlich einen freien Zugang zum Mittelmeer zu erlangen.

Es bot sich für alle Beteiligten an, die ungelösten Nationalitätenkonflikte der Doppelmonarchie zu schüren. Privilegiert und staatstragend in der Doppelmonarchie waren Österreicher und Ungarn. Dem gegenüber standen die Slawen, die Autonomie anstrebten.

Besonders auf dem Balkan wurden Serben, Kroaten und Slowenen zunehmend unruhiger, nicht nur wegen der vielfältigen serbischen Unterstützung der Separatisten, sondern auch durch die Slawenfeindlichkeit der Ungarn, die um ihre Privilegien in der Doppelmonarchie fürchteten. Diese von innen und außen betriebenen Separationsideen auf dem Balkan wurden zunehmend zur existenziellen Bedrohung der Donaumonarchie.

Gerade dem Thronfolger Franz Ferdinand war es gelungen, die Denkblockade der Zeit zu überwinden. Er entwickelte den Trialismus – Plan. Aus der Doppelmonarchie sollte eine Dreifachmonarchie Österreich – Ungarn – Südslawien werden mit Gleichberechtigung für die einzelnen slawischen Bevölkerungsgruppen, sowie weitgehender Autonomie. So wollte er die Gegensätze entschärfen und den Vielvölkerstaat zusammenhalten, eine Art europäische Gemeinschaft sollte entstehen.

Damit musste er sich Feinde machen, am Wiener Hof, im Inneren geistig ähnlich verkrustet, wie das Spanische Hofzeremoniell das nach draußen transportierte, hielt man ihn bestenfalls für einen Träumer, einige einflussreiche Personen sahen ihn als eine Gefahr für die Habsburger Monarchie.

Die Umsetzung seines Planes hätte aber vor allem für Serbien das Ende aller großserbischen Träume und der Ziele des Panslawismus bedeutet. Daher war der Mordplan ersonnen worden, zweifelsfrei mit serbischer Unterstützung. Die radikale nationalistische Geheimorganisation „Schwarze Hand“ wollte dem Trias – Plan seine Integrationsfigur, das Zugpferd Franz – Ferdinand nehmen.

Dem Wiener Hof waren zahllose Mordgerüchte vom Balkan aus zugetragen worden, auch Geheimdienstberichte über die zahlreichen Aktivitäten und Pläne der großserbischen Geheimbünde lagen in genügender Zahl vor. Der Verdacht wurde daher auch nie ganz entkräftet, der Hof habe den ungeliebten Thronfolger ins Messer laufen lassen.

Nach dem Mord am österreichischen Thronfolger war Europa schockiert, ziemlich einhellig sah man Serbien zumindest als Drahtzieher der Tat und fand ebenfalls recht einhellig, Serbien schulde Österreich – Ungarn Genugtuung, in welcher Form auch immer.

Diese allgemeine Schuldzuweisung wollte Wien zu einer Generalabrechnung mit Serbien nutzen. Eine militärische Strafaktion sollte den Machtfaktor Serbien ausschalten und den russischen Brückenkopf auf dem Balkan eliminieren, so schrieb es jedenfalls der österreichische Kaiser Franz Joseph an Wilhelm II. nach Berlin.

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