Sie deutet mit ihrem Arm auf Yanick und strahlt ihn an. Einige Gäste klatschten begeistert.
»Was soll ich sagen? Er hat es sogar zum Papa gebracht«, sie streichelt Yan. Der wedelt mit seinem Tuch und schmeißt es Lisa auf den Boden, damit sie es aufhebt. Sie beugt sich elegant und reicht es ihm. »Lange Rede, kurzer Sinn. Ella! Kai und ich haben etwas vorbereitet.«
Sie nickt Kai zu, der mit einer Fernbedienung das Licht im Saal dimmt und per Beamer ein Video an eine Leinwand projiziert.
Alle sehen gespannt hin. Die Leinwand zählt von fünf auf null. Dann erscheint mein Name.
Elisa Eleonora Schmitt.
Und gleich darauf bin ich zu sehen. Ich stehe im Bikini und mit geöffneten Haaren, auf dem Steg neben Uta. Ich stapfe mit meinen Füßen im Takt. Meine Hände klatschen. Bis zu beiden Ohren strahle ich. Die Bewegungen sind anmutig. Die Hüfte bewegt sich, als ob sie an einer Perlenkette aufgefädelt ist im Kreis. Unglaublich geschickt. Ich bin schön, trotz ollem Bikini. Das ist nicht der springende Punkt. Es ist meine Ausstrahlung. Mein Großvater drückte sich immer so aus. Dein Herz ist zu sehen. Lauthals singe ich den Refrain mit und tanzte vor und zurück, seitlich und vorwärts, wo auch immer Platz ist. Der Steg gehört mir, ist meine Bühne. Ich baue Salsa-Schritte mit ein, die sehr anmutig sind und die Leute auf dem Boot vor Begeisterung ausflippen lassen. Das Typhon ertönt und ich werfe lachend meinen Kopf in den Nacken. Mit wippenden Fingern feuere ich jetzt die Leute auf dem Boot an. Und sie tanzten. Die Kamera vibriert, weil alle auf dem Boot hüpfen und johlen. Ich hopse und hebe meine Hände, woraufhin die Menge noch frenetischer jubelt. Meine überlangen Haare sind offen und wenn ich mich drehe, sieht es aus, als sei eine lächelnde und tanzende Eva eben erst dem Paradies entsprungen. Das Typhon ertönt erneut und ich deute auf das Boot. Von dort ist eine brüllende Horde zu hören, die die ehs und ohs schreit. Dann zeigt mein Finger zu mir und ich ergänze mit aufgerissenen, lachenden Augen die las . Meine Hand schnellt wieder zum Boot. Dort wiederholen alle im Chor die ehs und ohs . Die tanzende Eva spendet klatschend Beifall. Ich habe die Menge in der Hand und mir springt purer Spaß aus den meerblauen Augen.
Lisa ist vor der Kamera zu sehen, wie sie sich über Bord beugt und ruft: »Kommt rüber!«
»Ja! Los! Kommt her!«, schreit die hüpfende Menge ihr nach.
Ein kurzer Blick zu Uta, die neben mir steht.
»Komm!«, rufen die Leute auf dem Boot immer lauter. Sie übertönen beinahe die Musik. Ich rede mit Uta, die zum Boot zeigt und nickt. Dann drehe ich mich um und setze zum Sprung an.
Das Bild bleibt stehen. Es zeigt mich, wie ich mit erhobenen Händen, wehenden Haaren, leuchtenden Augen und lachenden Mund vom Steg abhebe und … springe.
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