Frans Diether - Indianerkinder

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Im Nordamerika des ausgehenden 19. Jahrhunderts scheint das Indianerproblem gelöst. Die Rothäute, wie man sie abschätzig nennt, vegetieren in Reservaten, haben ihre Kultur fast vergessen und werden bald ganz verschwinden. Ein Mitglied der berüchtigten Arrow Boys trägt dazu bei. Nach gelungenen Bankraub noch völlig übermütig, tötet er zwei Indianer, Mann und Frau, denen er zufällig begegnet. Jetzt muss er ihnen nur noch die beiden Kinder hinterherschicken, dann gibt es keine Zeugen. Doch ausgerechnet Francis, den die Bande einstmals vor Kerker und Zwangsarbeit bewahrte, verhindert dies. Ihrem Anführer bleibt keine Wahl. Francis muss bestraft werden. Dabei bedenkt er jedoch den Mut der Kinder nicht. Er wird es bereuen.

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"Hey, ist jemand zu Hause und gewährt zwei müden Dienern des Herrn Unterkunft für eine kurze Rast?"

"Die Stimme kenn ich." Nevada öffnete die Tür, aber er traute seinen Augen nicht. "Verzeiht mir, ehrwürdige Brüder, ich hätte euch um ein Haar mit sehr weltlichen Bekannten verwechselt, aber ihr habt nur die Stimme gemeinsam. Ich kann nicht viel bieten, doch das Wenige sei eures."

Francis zog die Kapuze vom Kopf.

"Hol mich doch der Teufel. Francis du alter Höllenhund, du hast deinen armen Freund aber wahrlich hinters Licht geführt. Wie kommst du denn zu diesem Aufzug. Hast du endlich deine Missetaten bereut und willst fortan Buße tun? Es wäre ein Verlust für diese Welt."

"Sei ganz beruhigt, nichts ist, wie es scheint, aber alles ist gut. Zuerst möchte ich dir jedoch meinen Begleiter vorstellen oder besser meine Begleiterin."

Auch Jakob nahm die Kapuze ab.

"Ich glaube, hier hat die Metamorphose noch besser gewirkt als bei mir." Francis lächelte.

"Kind, Weißer Schatten, meine Tochter, du bist zu mir gekommen." Nevadas Stimme versagte. Mit Tränen in den Augen lagen sich Vater und Tochter in den Armen.

"Wie sehr habe ich diesen Augenblick ersehnt, und wie sehr habe ich ihn gefürchtet."

"Vater", mehr konnte Weißer Schatten nicht sagen.

Nur langsam lockerten Vater und Tochter ihre Umarmung.

"Bitte Amadahy, versorge du die Pferde. Hier fangen Wunden an zu bluten, die über Jahre nur dürftig verschlossen waren."

In ihrem Herzen gebraucht sie meinen Indianernamen, dachte Francis und überließ Vater und Tochter ihrer Freude und ihrem Schmerz. Die Pferde bedurften seiner ganzen Aufmerksamkeit. Shenandoah und Amitola waren hungrig und durstig. Francis rieb beide mit Stroh trocken, dann legte er sich neben sie. In diesem Moment kamen Vater und Tochter Hand in Hand aus der Hütte.

"Der Besuch ehrwürdiger Brüder wird mir zur Ehre gereichen. Ihre Pferde dürfen natürlich auf meiner Weide übernachten. Falls sie gesehen werden, kann ich mit Stolz berichten, dass die Franziskaner auf ihrem Weg der Missionierung gerade bei mir Rast machten und den heiligen Geist über meine Hütte kommen ließen."

Nevada lachte. Er und seine Tochter sahen sich wirklich ähnlich. Nie hätte man in der stolzen Frau, genannt Weißer Schatten, das kleine Mädchen gesehen, das jetzt neben dem um Jahre verjüngten drahtigen Mann ging.

"Leider müsst ihr eure Tarnung selbst hier aufrechterhalten. Man weiß nie, wer kommt. So bleibe auch ich der alte Einsiedler."

Nevada fiel demonstrativ in sich zusammen. So sah er aus wie immer.

"Aber es wird die Zeit kommen, wo wir uns nicht mehr verstecken müssen. Dann darf ich euch überall meine Kinder nennen."

"Bis dahin müssen wir sehr vorsichtig sein." Bei diesen Worten setzte Weißer Schatten erneut die Kapuze auf und wurde zu Jakob. Sie hatte sich bereits wieder komplett unter Kontrolle. Was für eine gute Schauspielerin an ihr verlorengegangen ist, dachte Francis, während sie gemeinsam in Nevadas Hütte gingen. Auch Francis spielte seine Rolle als Bruder Ismail weiter.

"Ihr habt da eine gewagte Mission vor euch. Colonel Jackson sah sich gezwungen, ein Exempel zu statuieren, zu groß wurden die Spannungen zwischen Rot und Weiß. Er ist ein fähiger und dem Frieden verpflichteter Mann, aber er muss seine Rolle spielen. Dies gilt auch für Lauter Donner. So waren die Kinder das Bauernopfer in einem viel größeren Spiel. Sie werden es wohl nie verstehen, aber sie haben den fragilen Frieden in dieser Region ein Stück sicherer gemacht. Soweit ich weiß und ich weiß es aus bestens informierten Kreisen, wurden bisher alle Indianerkinder aus dem Canyonland in das Internat, Umerziehungslager wäre passender, von New Luton gebracht. Die Reise dahin ist beschwerlich. Ihr müsst schon eine sehr gute Geschichte aufbieten, um Kontakt zu den Internatsinsassen zu bekommen. Aber ich sehe in euch eine große Liebe und einen wachen Geist. Deshalb ist mir nicht bange, dass euer Plan gelingen wird. Ich rüste euch für die Reise angemessen aus. Mir stehen einige finanzielle Mittel zur Verfügung. Natürlich sollt ihr den Menschen Gottes Segen bringen, aber ihr wisst wie ich, dass auch andere Segnungen mitunter hilfreich sind."

Kein Wort fiel über Francis Gefangenschaft und waghalsige Rettung. Nevada war froh darüber. Gern hätte er so vielen Menschen Leid erspart, aber das Leben folgte nicht seinen Wünschen. Oft hieß es die Wünsche dem Leben anzupassen.

Die frommen Brüder blieben eine Woche bei Nevada. Vater und Tochter mussten sich viel erzählen. Es gab Zwänge in der Vergangenheit, die ein gemeinsames Leben unmöglich machten. Inzwischen hatten beide ihre Nische gefunden, aber der Geist der Familie blieb lebendig. Francis wusste sehr wenig von Nevada, nur dass er lange bei den Diné lebte. Sein jetziges Tun war mehr Schein als Realität. Er besaß offenbar beste Verbindungen zur militärischen Führung dieser Region, aber auch bei den Indianern schien er nicht mehr in Ungnade zu liegen. Egal, er ist uns ein wahrer Freund, dachte Francis. Er hat, wenn auch auf abenteuerlichem Wege, meine Freiheit gerettet. Es kam vieles anders, als er hoffte und plante, aber er stellt sich weiterhin in den Dienst der Menschlichkeit und er hat auf diesem Wege auch ein neues Glück für sich gewonnen. Ein Teil seiner Familie kam zurück sich von ihm helfen zu lassen. Wen interessierte es da, dass er in einer ärmlichen Hütte lebte und sich anscheinend wenig Gedanken um sein Äußeres machte. Francis fühlte sich dem Einsiedler tief verbunden.

New Luton lag bei komplikationslosem Reiseverlauf fünfzehn Tagesritte entfernt. Francis und Weißer Schatten oder besser Ismail und Jakob waren gut ausgerüstet. Neben ihren Mönchskutten führten sie für alle Fälle einen Pack weltlicher Kleidung mit sich. Sie wollten ihre Tarnung nur im Notfall opfern, hofften doch beide als Franziskanermönche einen besseren Weg in das Internat zu finden.

Der Abschied fiel kurz aus. Selbst eine so starke Frau wie Weißer Schatten kämpfte mit den Tränen. Nach Jahren traf sie ihren Vater wieder, doch es blieb nur eine kurze gemeinsame Zeit.

"Jakob sei nicht traurig, wenn wir die behütenden Mauern unseres Klosters hinter uns lassen und uns der verdorbenen Welt stellen. Es ist unsere Aufgabe, möglichst viele verirrte Kreaturen auf den Weg des Heils zu führen und sie den bösen Machenschaften des Teufels zu entreisen."

Weißer Schatten lachte schon wieder. "Na du kleiner Teufel, wen sollen wir denn als erstes vor dir schützen? Ein Blick unter deine Kutte würde jedem verraten, welch heidnischer Geist in dir lebt."

"Nun, dann werde ich wohl zunächst mit mir selbst ringen müssen." Francis verstand schon, dass sie nicht nur den Revolver unter seiner Kutte meinte.

Den ersten Tag ritten sie nur durch die Wüste. Die Sonne brannte. Zum Schutz ihrer Pferde wählten sie während der größten Mittagshitze eine kleine Felsengruppe als Rastplatz. Sie ritten lieber bis in die Nacht hinein.

"Bist du glücklich, dass dein Vater uns hilft und du ihm so wieder näher kommst?"

"Ja, sehr glücklich. Ich habe meinen Vater immer geliebt, aber er durfte natürlich nicht öffentlich zu seiner Frau und damit auch nicht zu mir stehen. Mein Stiefvater mied uns, aber nicht er wies uns aus seinem Stamm. Der Regierungsbeschluss über die Rückkehr von Geiseln zwang meinen Vater in die Welt der Weißen zurück. Er wäre sonst bestimmt Diné geblieben. So wurde er von Soldaten abgeholt, arbeitete zunächst auf einer Farm und lebte später als Einsiedler. Da ist aber vieles auch nur Schein. Er soll inzwischen ein hochgeachteter Vermittler zwischen Rot und Weiß sein. Und sein Einkommen entstand weniger aus dem Goldabbau denn aus dem nicht immer legalen Handel zwischen beiden Seiten. So war er auch für mich erreichbar und so konnte er mir Nachrichten überbringen lassen, zum Beispiel den Auftrag, einen kleinen Amadahy zu retten, auch wenn der diesen Namen noch gar nicht trug."

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