null Libert - In den Zeiten des Krieges

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Peter und Lisa gehören verschiedenen Volksgruppen an. Nach einer Pogromnacht begeben sie sich gemeinsam auf die Flucht durch ein Land, in dem der Bürgerkrieg herrscht. Das Buch schildert die Erlebnisse von Kindern und Jugendlichen, die in den Wirren des Krieges ihre Heimat verloren haben und auf sich allein gestellt sind. Es ist nicht wichtig, welcher Krieg es ist und zu welcher Zeit er sich ereignet. Es ist ein Krieg irgendwo in Europa.

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Peter rannte weiter und bog in die nächste Querstraße ein, wo die Villen der vornehmen Anderen inmitten weiter Gärten lagen. Auch hier tobte bereits der Mob. Gegen das Licht eines brennenden Hauses zeichnete sich in einem der Gärten eine Gruppe von Menschen ab. Sie umringten zwei Männer, die unter den drohenden Blicken der Umstehenden zwischen den Blumenbeeten eine tiefe Grube ausheben mussten. Ungebrochenes Schweigen herrschte in dieser Runde. Ein Stück weiter war der Lärm um so größer. Hier stürmte eine Kampfgruppe eine der Villen, und offenbar wurde ihr Widerstand geleistet, denn Peter hörte aus dem Haus Rufe und wütende Flüche, manchmal auch einen schrillen Schrei.

Während er noch vor dem Garten auf der Straße stand, öffnete sich eine Nebentür des Hauses und eine Frau stürzte heraus, gefolgt von drei brüllenden Parteimännern. Die Frau rannte durch den Garten auf die Straße, genau auf Peter zu. Sie hatte ihn noch nicht gesehen. Wohl aber die Verfolger. Sie riefen ihm etwas zu, was er in dem allgemeinen Lärm nicht verstand. Jetzt sah ihn auch die Frau. Ihr Gesicht verzerrte sich vor Angst, und sie versuchte auszuweichen. Ohne zu überlegen und ohne Zögern trat er ihr in den Weg, packte sie an den Schultern und schleuderte sie zurück. Genau in die Arme ihrer triumphierend aufschreienden Peiniger. Erst jetzt bemerkte Peter, dass auch er laut schrie. Noch einmal sah er die von unbeschreiblicher Panik aufgerissenen Augen der Frau auf sich gerichtet, dann zerrten die Uniformierten sie zurück zum Haus. Peter verspürte den Impuls, ihnen zu folgen, entschloss sich dann aber, weiter die Straße hinunter zu laufen.

Er war sich nicht bewusst, was er tat. Seit der Massen-versammlung auf dem Hügel hatte sich ein Ring um sein Gehirn gelegt und hielt es fest zusammen gepresst, sodass er keinen klaren Gedanken fassen konnte. Er fühlte nur einen erhebenden Rausch, einen unbändigen Kampfeswillen und den Wunsch zu zerstören, was ihm über den Weg kam.

Er traf auf einzelne Kampftruppler, die gleich ihm ziellos durch die engen Gassen des kleinen Städtchens rannten. Gemeinsam schrien sie ihre Parolen gegen den dunklen Nachthimmel, sprengten Haustüren auf, hängten den verängstigten Anderen Schilder um den Hals und jagten sie vor sich her. Dann trennten sie sich wieder, um sich anderen Gruppen anzuschließen, oder zogen einzeln weiter.

Peter war wieder allein. Unvermittelt erkannte er die Straße, in der er sich befand. Es war dies das Zentrum des Anderviertels von Gudenbrot, und in dieser Straße stand auch Lisas Haus. Ohne zu überlegen stürzte er vorwärts. Hier war das Treiben der entfesselten Jugendlichen am stärksten, hier waren aber auch die meisten der aus dem Reich gekommenen Männer am Werk.

Kaum noch ein Anderhaus stand unversehrt. Die Bewohner waren auf die Straße getrieben, geschlagen und gequält. Aus manchen Häusern kam niemand mehr heraus. Vor einigen Gebäuden lagen reglose Gestalten, oft nur notdürftig bekleidet.

Peter stand vor Lisas Haus. Offenbar war es gerade gestürmt worden, denn aus dem Inneren ertönte ein unentwirrbares Durcheinander von Schreien, Rufen und Flüchen. Peter wusste, dass Lisa drei Brüder besaß, die auch noch hier im Hause wohnten. Er wollte gerade durch die eingeschlagene Haustür eintreten, als ihm von Innen eine johlende Meute entgegenquoll. In ihrer Mitte stießen sie Lisas Vater vorwärts, der aus zahlreichen Wunden am Kopf blutete.

Erschrocken wich Peter zurück in das Dunkel neben dem Hauseingang. Lisas Vater war der erste Andere, den er in dieser Nacht sah, den er persönlich kannte. Er wollte von ihm nicht gesehen werden und rannte durch den Garten zur Rückseite des Hauses, die im Dunkeln lag. Er wollte eben die Verandatür aufstoßen, als er aus den Augenwinkeln heraus etwas Weißes weiter unten im Garten sich bewegen sah. Ohne zu zögern rannte er den Sandweg entlang, der - wie er wusste - zu einem kleinen Schuppen am Ende des langgestreckten schmalen Gartengrundstückes führte.

Hinter sich, von der Veranda her, hörte er Rufe. „Sie muss in den Garten gelaufen sein“, rief einer, und ein anderer schrie mit sich überschlagender Stimme: „Macht doch mal Feuer, damit man was sehen kann!“

Jetzt erkannte Peter vor sich deutlich eine weiße Gestalt, die auf den Schuppen zu lief. Er holte schnell auf und erreichte den Holzbau zur gleichen Zeit wie die Fliehende, die ihn bis dahin noch nicht bemerkt hatte. Er versuchte sie festzuhalten. Als sie den Griff auf ihrer Schulter spürte, stieß sie einen spitzen Schrei aus. Verzweifelt entwand sie sich dem Griff und stürzte blind ins Innere des Schuppens, als glaubte sie noch immer, sich dort verkriechen zu können.

Mit einem Sprung hatte Peter sie wieder eingeholt. Stolpernd fiel sie zu Boden. Sie versuchte, ihm kriechend zu entkommen, aber er warf sich auf sie und hielt sie gegen den Boden gepresst. Es war dunkel im Schuppen. Außer dem Weiß ihres Nachthemdes war nichts zu erkennen, aber Peter wusste, dass es Lisa war.

Schreiend wand sie sich unter seinem Griff. Ihre Stimme war schrill und von so unnatürlicher Höhe, wie Peter sie noch nie gehört hatte. Er wollte ihr den Mund zu halten, musste dazu aber seinen Griff lockern. Das nutzte sie zu einem erneuten Versuch, sich zu befreien. Ruckartig stemmte sie die Füße gegen den Boden und versuchte, sich zur Seite zu drehen. Doch mit dem einen Arm hielt Peter noch immer ihren Körper fest umklammert, während er mit der freien Hand ihren Mund verschloss und ihre Schreie erstickte.

Plörtlich erlahmte ihr Widerstand. Ihr Körper erschlaffte und sank zurück, Verwirrt wurde sich der Junge der Wärme ihres Leibes in dem dünnen, an vielen Stellen eingerissenen Stoff bewusst. Einen Augenblick lang lagen sie beide regungslos, dann wich er unvermittelt von ihr zurück.

„Lisa“, flüsterte er atemlos.

Inzwischen hatten sich seine Augen an das Dunkel gewöhnt, so konnte er ihre Reaktion deutlich erkennen. Als sie seine Stimme hörte, glitt sie hastig zur Seite, richtete sich halb auf und zog das Hemd über die Schultern.

„Lisa“, wiederholte er, „ich bin es.“

„Peter?“ Fast unhörbar kam ihre Antwort. Unglauben, Entsetzen und auch ein wenig Hoffnung schwangen darin mit.

„Lisa, du brauchst keine Angst zu haben“, flüsterte er unbeholfen, „ich will dir nichts tun.“

Sie antwortete nicht. Statt dessen glitt sie im Sitzen noch ein Stück weiter zurück.

Peter schüttelte den Kopf. Er war völlig durcheinander und konnte keinen klaren Gedanken fassen. Ihm war, als wäre er gerade aus einem Traum erwacht und könnte sich nur langsam an die Wirklichkeit gewöhnen.

Ein berstendes Krachen ließ beide erschrocken auffahren. Flackernd auflodernde Flammen schickten ihren rötlichen Schein durch die kleinen, mit Spinnenweben verhangenen, Schreiben des Schuppens und erhellten das Innere. Peter warf einen raschen Blick auf Lisa. Sie trug nur das Nachthemd, das an der einen Seite bis zur Hüfte hinauf eingerissen war. Ihre dünnen braunen Beine waren von Flecken bedeckt. Sie hielt den Kopf gesenkt, die Hände ruhten im Schoß. Das schmale Gesicht wurde von den wirr herabhängenden langen Haaren fast vollständig verdeckt. Die Augen lagen im Schatten.

Peter stand auf. Er sah durch das Fenster hindurch auf den Garten, konnte aber niemanden entdecken. Erleichtert wandte er sich ab und setzte sich wieder, Lisa gegenüber. Er wagte nicht, ihr ins Gesicht zu sehen. Unschlüssig fuhr er sich mit der Hand durch den hellen Haarschopf. Dabei bemerkte er, dass er seine Parteimütze verloren hatte. Dankbar für die Ablenkung sah er sich im Raum um. Er fand sie im Stroh, klopfte sie ab und setzte sie auf. Dann raffte er sich zu einem neuen Versuch auf.

„Lisa, bitte, hab keine Angst.“

Sie antwortete nicht. Ratlos fuhr er fort:

„Was sollen wir denn jetzt machen?“

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