null Libert - In den Zeiten des Krieges

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Peter und Lisa gehören verschiedenen Volksgruppen an. Nach einer Pogromnacht begeben sie sich gemeinsam auf die Flucht durch ein Land, in dem der Bürgerkrieg herrscht. Das Buch schildert die Erlebnisse von Kindern und Jugendlichen, die in den Wirren des Krieges ihre Heimat verloren haben und auf sich allein gestellt sind. Es ist nicht wichtig, welcher Krieg es ist und zu welcher Zeit er sich ereignet. Es ist ein Krieg irgendwo in Europa.

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„Lass dich doch nicht verrückt machen, Junge“, ermahnte er sich selber. Einen Augenblick lang hatte er tatsächlich das Gefühl, dass Lisa ihm gleichgültig war, und entschlossen kroch er vom Abhang zurück, bis er den Pfad erreichte, auf dem er sein Fahrrad zurückgelassen hatte.

Doch schon auf dem Rückweg zur Stadt kehrte die alte Unruhe in ihm zurück. Er beschloss, ernsthaft etwas dagegen zu unternehmen. Es ging nicht an, dass ausgerechnet ein Andermädchen ihm den Frieden raubte. Vielleicht sollte er sich doch mehr um Tanja kümmern. Aber dieses Mal, so nahm er sich vor, wollte er die Sache mit klarem Kopf erleben. Wahrscheinlich würde ihn das dann auch von den lästigen Gedanken an Lisa befreien.

2.

In den nächsten Tagen verstärkte sich die drückende Schwüle noch mehr. Vielleicht war es darauf zurück zu führen, dass die Stimmung in der Stadt immer gereizter wurde. Es kamen aber auch noch andere Faktoren hinzu: Seit Monaten schon kamen aus dem Reich Nachrichten, die die Anderen in Unruhe versetzten.

Es war die Rede von Brandstiftungen, von Plünderungen und von Gewalttaten. Es hieß, allerorten begännen die Anderen wieder zu flüchten. Viele aber auch, so hieß es, ließe man nicht gehen, sondern nahm sie in Gewahrsam, brachte sie in feste Lager und beschlagnahmte ihren Besitz.

Diese Nachrichten von außen erregten Gudenbrot. Vor drei Wochen hatte es in der kleinen Stadt die ersten Ausschreitungen gegeben. Der Kaufmann Meleni fand eines Morgens sein Geschäft verwüstet. Er glaubte, einen der flüchtenden Täter erkannt zu haben, und erstattete Anzeige. Daraufhin wurde er zwei Tage später im Dunkeln überfallen und brutal zusammen geschlagen.

Die jugendlichen Kampfgruppen verstärkten ihre Aktivität. Kein Anderer war vor ihren Beschimpfungen sicher, kein Anderhaus vor ihren Schmierereien und kein Anderfenster vor ihren Steinen.

Niemand wusste, wohin diese Entwicklung führen sollte. Aber alle fühlten, dass eine Veränderung unmittelbar bevorstand. Irgend etwas musste bald geschehen, lange konnte diese erhitzte Atmosphäre nicht ohne Folgen hochgehalten werden.

Dann, fünf Tage nachdem Peter Lisa am Fluss gesehen hatte, kamen Fremde nach Gudenbrot. Es waren tatkräftige junge Männer. Sie kamen mit Lastwagen und trugen das Parteiabzeichen auf ihren Mützen. Sie hatten Lautsprecher auf ihre Wagen montiert. Sie fuhren durch die Stadt und brüllten Hetzparolen gegen die Anderen in jedes Haus. Von nun an konnte sich kein Anderer mehr offen auf die Straße wagen.

Ein großer Teil der alteingesessenen Einwohner stand dieser Entwicklung ratlos gegenüber. Gewiss waren auch sie gegen die anderen Mitbürger eingestellt, aber den meisten von ihnen fehlte doch der Mut, ihre Vorurteile in die Tat umzusetzen. Sie zogen es vor, sich ebenfalls in ihren Häusern zu verkriechen und die Augen zu verschließen vor dem, was draußen vor sich ging.

Die jugendlichen Kampfgruppen wurden fortgerissen von der Begeisterung, die ihnen ihre älteren Kameraden aus dem Reich vorlebten. Sie stiegen mit auf die Lastwagen und ließen sich mit glühenden Ohren von dem Siegeszug der Partei berichten.

Am Abend des zweiten Tages nach der Ankunft der Männer aus dem Reich war eine große Kampfgruppenversammlung auf dem Hügel über der Stadt einberufen worden. Alle alteingesessenen jungen Leute von Gudenbrot machten sich schon am Nachmittag auf den Weg zum Treffpunkt, wo riesige Holzstapel aufgeschichtet worden waren, die bei Anbruch der Dämmerung entzündet wurden und weithin über das Land leuchteten. Die Anderen, die ihre Wohnungen nicht verließen, sahen aus ihren Fenstern mit Bangen hinauf zu dem Feuerschein. Sie kannten die Zeichen, die ihnen nichts Gutes verhießen.

Als die Nacht angebrochen war, saßen Hunderte von Jungen und Mädchen in ihren einheitlichen Uniformen um die Feuer, die Gesichter rot gefärbt von der hoch auflodernden Glut. Am Nachmittag waren weitere Lastwagen aus dem Reich mit Parteimännern in Gudenbrot eingetroffen. Die Männer waren den Hügel hinauf gestiegen und hatten sich unter die Jugendlichen gemischt. Überall waren Lautsprecher aufgebaut, und in der Mitte des Versammlungsplatzes zwischen den zwei größten Feuern stand ein Lastwagen mit einer aufgebauten Rednerbühne.

Den ganzen Abend schon dröhnten Kampfgesänge aus den Lautsprechern und machten jedes normale Gespräch unmöglich. Die Jugendlichen hielten einander untergehakt und sangen die Lieder begeistert mit. Weit hallte ihr düsterer Gesang über das sich duckende Gudenbrot. Ein unbeschreiblicher Rausch hatte sie erfasst: Sie fühlten, dass von heute an die Welt ihnen gehörte, dass nichts und niemand ihrem Ansturm gewachsen war.

Endlich stieg einer der Männer aus dem Reich auf den Lastwagen und ergriff das Wort. Er berichtete zunächst noch einmal vom unaufhaltsamen Vormarsch der Partei im Reich, vom Vertreiben der Anderen aus Dörfern und Städten, berichtete von ihren Gräueltaten, die man dabei aufgedeckt hatte, und vom Aufblühen der Gemeinden, die - wie er es nannte - gereinigt wären vom Jahrzehnte alten Unrat.

Dann fragte er, ob Gudenbrot hinter dem Reich zurück stehen wolle?

Darauf gab es nur eine Antwort, und Peter schrie sie genau so heraus wie seine Kameraden um ihn herum. Es hielt die Gruppen nicht mehr auf ihren Plätzen. Sie standen auf, drängten durcheinander, nach vorn, zum Lastwagen hin.

Der Redner aber fuhr fort. Er rief die Jugend auf, die Versäumnisse der Alten auszubügeln und Gudenbrot noch in dieser Nacht zu reinigen. Man müsste den Anderen endlich zeigen, dass sie hier nichts zu suchen hätten. Und wenn sie das nicht im Guten begriffen, wie es die letzten Tage ja gezeigt hätten, dann müsste man es ihnen noch etwas deutlicher machen.

Unbemerkt hatte sich am Anfang seiner Rede ein Teil der Männer aus dem Reich vom Versammlungsplatz entfernt. Als nun der Redner die Kampfgruppen einzeln aufrief, an alle die Frage stellte, wie lange sie eigentlich noch warten wollten, und dabei hinunter ins Tal wies, sahen alle, die seinem Blick folgten, inmitten von Gudenbrot ein Feuer aufflackern.

„Das ist der Anfang!“ schrie der Redner mit heiserer, überkippender Stimme. „Jetzt ist es an Euch, das Werk zu vollenden!“

Nun waren die jungen Kämpfer nicht mehr zu halten. Jeder Gruppe war schon am Tag ein Mann aus dem Reich zugeordnet worden. Der sammelte seine Schar um sich, dann strömten sie von der Höhe hinab in die Stadt, in der bereits an zahlreichen Stellen Flammen emporsprangen.

Die Gruppe, der Peter angehörte, kam als eine der letzten unten im Städtchen an. Das vor kurzem noch so beschauliche Gudenbrot befand sich im hellen Aufruhr. An verschiedenen Stellen brannten jetzt Läden und Häuser der Anderen. Der rote Schein der Feuer füllte die Straßen mit gespenstisch glühendem Licht.

Die Gruppe hastete durch die Gassen und löste sich dabei langsam auf, weil ihre Mitglieder sich nach allen Seiten verteilten. Schließlich bemerkte Peter, dass er allein war, und verlangsamte den Schritt. Er sah die Straße entlang, um festzustellen, wo er sich befand. Doch er erkannte sein Gudenbrot nicht mehr. Offenbar wurden die Kampfgruppen gezielt von Ortskundigen an die Häuser der Anderen herangeführt, und die Gebäude, die unangetastet blieben, lagen im tiefen Dunkel, als wollten die Bewohner es um jeden Preis vermeiden, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Die Straßenbeleuchtung war ausgefallen oder abgeschaltet worden, so dass es nur der flackernde Schein der Brände war, der Licht spendete.Ein solches Gudenbrot hatte Peter noch nie gesehen.

Neben ihm klirrten die Scheiben eines Geschäftes und eine johlende Schar Jugendlicher stürmte in den Laden. Weiter vorn wurde gerade die Tür eines Hauses eingeschlagen. Eine tobende Meute verschwand im Inneren, tauchte aber nach kurzer Zeit wieder auf. In ihrer Mitte zerrten die Uniformierten einen alten Mann mit feinen, durchgeistigten Gesichtszügen heraus. Sie zwangen ihn, auf der Straße vor dem Haus niederzuknien. Eine Gruppe von ihnen stürmte wieder ins Innere des Gebäudes. Im ersten Stockwerk öffneten sich die Fenster, dann ging ein Hagel von Büchern auf den reglos Knienden nieder. Schwere Lederbände, große Atlanten, kleine Breviere schlugen auf den Mann oder klatschten neben ihm auf das Pflaster.

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