Walter Scott - Der Talisman

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"Der Talisman" von Walter Scott erzählt von den mittelalterlichen Kreuzzügen des englischen Christentums in den Nahen Osten. Im Mittelpunkt des historischen Romans «Der Talisman» steht die Auseinandersetzung zwischen Richard I. und Sultan Saladin. Walter Scott setzte sich intensiv mit den historischen Fakten auseinander und formte sie zu einer spannenden Romanhandlung.
Aus «Der Talisman»:
"Noch hatte Syriens sengende Sonne nicht ihren höchsten Punkt am Horizont erreicht, als ein Ritter des roten Kreuzes, der seine ferne Heimat im Norden verlassen und sich dem Kreuzfahrerheer in Palästina angeschlossen hatte, langsam über die Sandsteppen hin ritt, die in der Nachbarschaft des Toten Meeres oder, wie es auch heißt, des Asphaltsees liegen, worein sich die Gewässer des Jordans ergießen, ohne wieder Abfluß zu finden. Der kriegerische Pilgersmann hatte sich während der Frühstunden des Tages zwischen Schroffen und Schluchten mühsam seinen Weg gebahnt, und als er diese gefahrvollen Felsenpässe endlich hinter sich gebracht hatte, war er hinausgetreten auf jene große, weite Ebene, wo in alter Zeit die verfluchten Städte die unmittelbare und schreckliche Rache des Allmächtigen herausgefordert hatten."

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»Ich bin Zwerg Nectabanus,« sagte die männliche Mißgeburt mit einer Stimme, die an das Geschrei des Nachtraben erinnerte. – »Und ich bin Genievra, sein Weib und Schätzchen,« setzte die Zwergin hinzu mit noch schrillerem Tone als der Zwerg. – »Warum seid Ihr hier?« fragte der Ritter, kaum zu glauben fähig, daß menschliche Wesen vor ihm ständen. – »Ich bin der zwölfte Imam,« entgegnete der Zwerg mit Ernst und Würde, »ich bin Muhamed Mohaddi, der Führer und Wegweiser der Gläubigen. Hundert Pferde stehen schon für mich gesattelt in der heiligen Stadt, und ebenso viele in der Stadt der Zuflucht. Ich bin derjenige, welcher Zeugnis abgeben soll, und diese hier ist eine meiner Huris.« – »Du lügst!« rief die Zwergin mit noch schrillerem Tone. »Ich bin keine von Deinen Huris, und Du bist kein so verworfener Ungläubiger wie der Mohammed, von dem Du sprichst. Mein Fluch ruht auf seinem Sarge! Ich sage Dir, Du Esel von Issachar, Du bist König Arthur von Britannien, den die Feen aus dem Gefilde von Avalon raubten, und ich bin Frau Genievra, berühmt durch ihre Schönheit.« – »Um Euch die Wahrheit zu sagen, edler Ritter,« bemerkte der Zwerg, »wir sind Prinzen in Not und Pein, die unter dem Schutze des Königs Guido von Jerusalem standen, bis er durch die argen Ungläubigen aus seinem Neste vertrieben ward. – Mögen die Donnerkeile des Himmels sie erschlagen!« – »Still!« rief eine Stimme von der Seite her, wo der Ritter hereingetreten war. »Still, Ihr Narren! Packt Euch! Euer Dienst ist zu Ende!«

Kaum hatte das Zwergenpaar den Befehl vernommen, als es unter kauderwelschem Geflüster die Lampen auslöschte und den Ritter wieder in Dunkelheit versetzte. Als ihre Tritte verhallt waren, trat eine dem Ritter sehr willkommne gänzliche Stille ein. Aber nach wenigen Minuten öffnete sich leise die Tür, durch die er hier Zugang gefunden hatte. Aus einer auf die Schwelle gesetzten Laterne fiel ein matter Schein auf eine dunkle, neben dem Eingang liegende Gestalt, in der er, als er sich näherte, den Eremiten erkannte. Er war ohne Zweifel in derselben demütigen Stellung, wie vorher die ganze Zeit draußen vor der Kapelle geblieben, die der Ritter in ihrem Innern zugebracht hatte.

»Alles ist nun vorbei!« sagte er, als er des Ritters Tritte vernahm, »und der elendeste unter den Sündern der Erde muß diesen Ort ebenso gut verlassen, wie derjenige, welcher sich vielleicht für den Glücklichsten unter den Sterblichen hält. Nimm das Licht und führe mich hinab; denn nicht eher darf ich die Binde von meinen Augen lösen, als bis ich fern von dieser geheiligten Stätte bin.«

Der schottische Ritter gehorchte schweigend; denn ein feierliches Gefühl, fast an Verzückung reichend, erstickte selbst die Regungen der Neugier. Er begleitete den Eremiten durch die mancherlei geheimen Gänge und Treppen, bis sie sich endlich wieder in der äußeren Zelle der Einsiedelei befanden.

»Der verdammte Verbrecher ist wieder in seinem Kerker, wo er das elende Leben so lange fristen muß, bis endlich sein furchtbarer Richter das verdiente Urteil an ihm vollstreckt.« Nach diesen Worten entfernte der Eremit den Schleier, der seine Augen verhüllt hatte, und betrachtete ihn, tief aufseufzend, legte ihn wieder an den Ort, woher ihn der Schotte geholt hatte, und sagte dann schnell und ernst zu seinem Gefährten: »Jetzt geht – geht, sage ich – zur Ruhe! Ihr dürft schlafen – Ihr könnt schlafen. Ich kann es nicht; ich darf es nicht.«

Der Ritter zog sich, der Ergriffenheit des Eremiten wohl achtend, nach der inneren Zelle zurück. Der Einsiedler riß mit wahnsinniger Hast das zottige Fell von den Schultern, und ehe Kenneth die dünne Tür zwischen beiden Gemächern verschließen konnte, hörte er die Geißelhiebe, die sich der Unglückliche gab. Kalter Schauer überfiel ihn, andächtig betete er seinen Rosenkranz ab, dann warf er sich auf sein rauhes Lager. Von den Erlebnissen des Tages und der Nacht ermüdet, schlief er bald fest und ruhig wie ein Kind.

Am andern Morgen beriet er sich mit dem Eremiten über allerhand wichtige Gegenstände, und kam zu dem Entschluß, noch zwei Tage länger in der Höhle zuzubringen.

Sechstes Kapitel

Die Szene wandelt sich: aus der Gebirgswüste des Jordan treten wir in das Lager des Königs von England, zwischen Saint, Jean d'Acre und Askalon. Richard Löwenherz erhoffte von dort aus mit seinem starken Heere einen siegreichen Zug nach Jerusalem, der ihm auch wahrscheinlich geglückt wäre, hätte sich nicht die Eifersucht der mit gleichem Vorhaben befaßten christlichen Fürsten ihm entgegengestellt, die sich mit dem maßlosen Stolze des englischen Königs umsoweniger abfinden mochten, als er ihnen an Mut und Kühnheit, wie auch an Feldherrntalent weit überlegen war. Durch solche Mißhelligkeiten, die besonders zwischen Richard von England und Philipp von Frankreich zu offenem Zwiste führten, verminderte sich die Zahl der Kreuzfahrer von Tag zu Tag, indem sich nicht bloß einzelne Ritter, sondern ganze Kommandos unter ihren Lehnsherren aus einem Kampfe zurückzogen, von dem kein glücklicher Erfolg mehr zu erhoffen war. Dazu kamen die bösen Wirkungen des Klimas, die zufolge der ausschweifenden Lebensweise der Kreuzfahrer viele Opfer hinwegrafften. Die Schwerter der Feinde taten zudem auch das ihrige, die Reihen der Kreuzfahrer zu lichten. Saladin, der größte Herrscher, den die morgenländische Geschichte kennt, hatte die schlimme Erfahrung gemacht, daß seine leichtbewaffneten Krieger im Nahkampf den gepanzerten Franken nicht gewachsen waren. Aber wenn auch seine Heere wiederholt geschlagen wurden in den größeren Treffen, so errang er doch mit seinen flüchtigen Scharen in den leichteren Scharmützeln manchen Vorteil. Als das Heer seiner Feinde sich verminderte, wurden seine Angriffe zahlreicher und kühner. Das Lager der Kreuzfahrer wurde von den leichten Reiterschwärmen umringt, und durch ihre ewigen Angriffe ging manches teure Leben zu Grunde, ohne daß Vorteile von Bedeutung errungen wurden. Bedeckungen wurden aufgefangen, Verbindungen abgeschnitten, der Lebensunterhalt mußte mit dem Leben selbst erkauft werden, und Wasser, wie das vom Brunnen zu Bethlehem, nach dem weiland König David schmachtete, wurde wie damals nur durch Blut gewonnen. Das Klima warf schließlich auch Richard Löwenherz aufs Krankenlager, und die schlimmste Folge hiervon war die allgemeine Untätigkeit, die im Lager der Kreuzfahrer eintrat, sobald seine Krankheit eine üble Wendung zu nehmen schien. Die Hoffnungen des Heeres waren im Verhältnis zu seiner Krankheit gesunken, und da die Zeit des Waffenstillstands nicht zur Ergänzung der Mannschaft, zur Wiederbelebung des Mutes, zu schleunigem Vorrücken in die heilige Stadt benützt wurde, sondern zur Sicherung ihres schwachen Lagers durch Laufgräben, Palisaden und andere Befestigungen, ging dem Kreuzzuge der stolze Charakter eines Eroberungs- und Offensivzuges mehr und mehr verloren. Richard tobte, als er hiervon auf seinem Krankenlager Kunde bekam, wie der gefangene Löwe, der durch das Eisengitter seines Käfigs seine Beute erblickt. Von Natur heftig und ungestüm, verzehrte die Reizbarkeit seines Charakters ihn selbst. Seine Diener fürchteten ihn, und selbst sein Arzt scheute sich, sein Ansehen geltend zu machen. Thomas von Multon, ein einziger von seinen treuen Baronen, dem König im Temperament ähnlich, wagte sich zwischen den Drachen und seinen Grimm, weil ihm das Leben und die Ehre des Königs mehr am Herzen lag als seine Gunst.

Sir Thomas war Herr von Gilsland in Cumberland; die Normannen nannten ihn aber zumeist Lord von Baux, während die an ihrer Muttersprache hängenden Sachsen, stolz auf diesen berühmten Krieger ihres Stammes, ihn nie anders als Thomas von Gils oder vom Engen Tale nannten, von dem seine weitläufigen Besitzungen ihren Namen führten.

Dieser Baron hatte sich in fast allen Kriegen zwischen England und Schottland, wie unter den verschiedenen Fehden der einheimischen Parteien, von denen das Vaterland zerrissen war, durch Geschick und Mut hervorgetan. Er war ein rauher Soldat, plump im Benehmen, verschlossen im Verkehr, unbekannt mit Weltklugheit und Lebensart. Manche behaupteten freilich auch von ihm, er sei zum mindesten ebenso schlau und ehrgeizig, wie plump und grob; aber es fiel niemandem ein, ihn in seinen Plänen zu stören oder mit ihm in gefahrvoller Pflege eines Patienten zu wetteifern, dessen Krankheit für ansteckend gehalten wurde, obendrein eines so hohen Kranken, wie Richard Löwenherz, der vor Ungeduld, in den Kampf zu ziehen und seine fürstliche Autorität zu betätigen, aus einem Wutanfall in den andern stürzte.

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